pfarrblatt märz 2015

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Pfarrblatt Pfarrverband Schoppernau-Schröcken-Warth - 9. Ausgabe - März 2015

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    PFARRBLATT Pfarrverband

    Schoppernau Schrcken Warth

    9. Ausgabe Mrz 2015

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    Liebe Pfarrverbandangehrige!

    Die Hoffnung stirbt zuletzt! - so sagen wir manchmal, wenn eine Sache

    aussichtslos erscheint, und man auf ein Wunder wartet, das alles zum Guten

    wendet. Da leidet ein Mensch an einer Krankheit, die rzte nicht zu

    behandeln wissen. Trotz aller Ratlosigkeit probiert man verschiedene

    Medikamente und Therapien aus. Und siehe da: Auf einmal schlgt ein

    Wirkstoff an, den man vorher nicht gekannt hat, und bringt Heilung.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt! viele andere Beispiele knnte man noch

    anfhren. Da ist keine Hoffnung mehr! - so sagen wir allerdings, wenn

    das Leben eines Menschen zu Ende geht, ein Mensch stirbt und sein

    Lebenslicht erlischt. Da ist keine Hoffnung mehr! - so sagen auch die

    Apostel, als Jesus am Kreuz stirbt. Sie haben geglaubt, er sei der von Gott

    verheiene Messias und jetzt wird er hingerichtet wie ein Verbrecher. Mit

    Jesus sind auch ihre Hoffnungen gekreuzigt worden. Ihr ganzes Leben haben

    sie auf Jesus gesetzt. Mit seinem Leichnam legen sie auch alle ihre

    Hoffnungen, die sie an Jesus geknpft haben, ins Grab. Sie betten den toten

    Jesus sozusagen auf den Scherbenhaufen ihrer Visionen und Trume. Der

    schwere Stein vor dem Grab, er schtzt nicht nur den Leichnam, er

    beschtzt auch sie, indem er den Schmerz des Scheiterns ein wenig

    abschirmt. Der Stein drckt die Depression ein wenig nieder, die sich

    angesichts des gekreuzigten Jesus und ihrer gekreuzigten Lebensplne auf

    ihre Seele gelegt hat. Da ist keine Hoffnung mehr, da ist nur noch finstere

    Nacht. So mgen die Mnner und Frauen um Jesus nun fhlen und denken.

    Finstere Nacht, die keinen Stern kennt, der eine Richtung anzeigt.

    Da ist keine Hoffnung mehr, das wissen auch die Frauen, die im

    Osterevangelium in der Frh mit wohlriechenden Salben zum Grab

    aufbrechen. Mit den wohlriechenden Salben wollten sie dem toten Jesus

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    ihre letzte Ehre erweisen. Aber wieder ist alles anders gekommen, als sie es

    sich zurechtgelegt haben: Der Stein vor dem Grab ist weggewlzt, und das

    Grab ist leer. Die Frauen knnen mit dem leeren Grab nichts anfangen und

    sind ratlos. In diese Ratlosigkeit hinein treten zwei Mnner in leuchtenden

    Gewndern. Zuerst schauen die Frauen verschmt zu Boden, wie man

    verlegen wegschaut, wenn man berrumpelt oder berfordert ist. Da

    werden sie auch zum Bild fr uns heutige Menschen. Auch wir sind immer

    noch von Ostern berfordert. Wenn es um Ostern geht, da verstummen wir.

    Unsere Worte werden dnn und unsere Sprachbilder mager. Was sucht ihr

    den Lebenden bei den Toten?, so fragen die Engel die Frauen. Er ist nicht

    hier, er ist auferstanden. Ein leeres Grab, das wre ja vielleicht noch zu

    verstehen, aber ein Mensch, der zum Leben ersteht, das ist fr ihre

    Vorstellung zu viel. Er ist nicht hier, er ist auferstanden, das ist so

    unfassbar, dass es sogar die Apostel als Geschwtz abtun. Aber die Engel

    geben eine Hilfe, damit die Frauen, die Apostel und wir heutigen Menschen

    Ostern verstehen und begreifen knnen: Erinnert euch an all das, was er

    euch gesagt hat, als er noch in Galila war. Erst die Zusammenschau der

    Dinge lsst uns Ostern verstehen. Das leere Grab kann man nur im

    Zusammenhang damit begreifen, was Jesus immer schon von Gott gesagt

    hat. Und in der Erinnerung an den irdischen Jesus, an das, wie er war, ist

    den Frauen klar geworden, was er jetzt ist. Unerschtterlich war Jesu

    Vertrauen in Gott. Lieber Vater hat er ihn genannt. Gottes Treue hat er

    alles zugetraut.

    Und er war sich sicher, dass Gott alles zum Guten wenden wird. Aus seinem

    Vertrauen zu Gott hat er gelebt und gehandelt. Immer wieder hat er die

    Menschen eingeladen, Gott auch so zu vertrauen. Er war berzeugt, dass es

    kein halbes Vertrauen geben kann. Wenn Gott vertrauenswrdig und treu

    ist, dann hlt seine Treue auch dort, wo ein Mensch nichts mehr von sich

    aus vermag, nmlich im Tod. So unerschtterlich war sein Vertrauen in Gott,

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    dass er Gott noch Mglichkeiten zutraute, wo wir Menschen lngst mit

    unserem Denken am Ende sind.

    Jesus lebt - mit ihm auch ich, so klingt seither der Jubelruf der Christen.

    Doch gelingt es uns nur, in dieses Lied mit einzustimmen, wenn wir uns auf

    den Erinnerungsweg der Frauen aus dem Evangelium begeben, wenn auch

    wir Schritt fr Schritt fr uns zur glubigen berzeugung kommen, dass Gott

    viel mehr Mglichkeiten hat, als sich das der Mensch vorstellen kann. Gott

    ist treu und will das Leben fr den Menschen selbst ber die Grenzen des

    Todes hinaus.

    Das ist eine Botschaft, die verwundert. Im Osterevangelium traut Petrus den

    Frauen auch nicht. Er luft selbst zum Grab, will sich ein Bild machen und

    die Dinge direkt vor Ort sehen. Auch er sieht das leere Grab und die

    Leinenbinden. Auch er wei nicht sofort, was das zu bedeuten hat. Ostern

    ist nicht auf einmal zu erfassen. Petrus geht ohne klare Erkenntnis nach

    Hause, aber voll Verwunderung. Genau darin liegt auch unser Zugang zu

    Ostern. Sich von Gott verwundern lassen, das ist der erste Schritt, Ostern zu

    verstehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt - sagen wir gewhnlich angesichts

    auswegloser Situationen.

    Die Hoffnung stirbt nicht mehr! So sagen wir Christen im Glauben seit

    Ostern. Bitten wir die Heilige Jungfrau Maria, der Jesus nach seiner

    Auferstehung als erstes begegnet ist, dass sie uns alle Gnaden erbittet, die

    wir brauchen, um Ostern richtig verstehen zu knnen. Frohes und

    Gesegnetes Osterfest!

    Pfr. P. Johannes

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    Jederzeit knnen Sie beim Pfarrer die Messintentionen fr Lebende oder Verstorbene bestellen. Das Messstipendum (betrgt mind. 9 EUR) wird dazu herzlich erbeten und kann beim Pfarrer vor oder nach dem Gottesdienst in der Sakristei gespendet werden. Vergelts Gott!

    Kontaktdaten: Pfr. P. Mag. Johannes Kolasa OFM: 00436607455711, johannes.kolasa@franziskaner.at Im Notfall die nchsterreichbare Priester: Patres im Franziskanerkloster in Bezau: 004355142256

    Dekan Pfr. Mag. Georg Willam in Au: 00436648240168 Cons. Pfr. i.R Pius Fssler in Rehmen: 00436646535773 Pfr. Mag. Jodok Mller in Lech (Wintersperre): 004355832512

    Patres im Franziskanerkloster in Bezau: 004355142256

    Es rauschen und klingen, es duften und singen,

    die Wipfel im Hain, die Blumen am Rain,

    die Bchlein in Klften, die Vglein in Lften:

    Der Herr ist erstanden!

    Was steht ihr und weinet um Grber vereinet?

    Der Sieg ist errungen, der Tod ist bezwungen,

    der Stein ist gehoben, es tnet von oben:

    Der Herr ist erstanden!

    Julius Sturm

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    Ja, der Winter ging zur Neige,

    holder Frhling kommt herbei,

    lieblich schwanken Birkenzweige,

    und es glnzt das rote Ei.

    Schimmernd wehn die Kirchenfahnen

    bei der Glocken Feierklang,

    und auf oft betretnen Bahnen

    nimmt der Umzug seinen Gang.

    Nach dem dumpfen Grabchorale

    tnt das Auferstehungslied,

    und empor im Himmelsstrahle

    schwebt er, der am Kreuz verschied.

    So zum schnsten der Symbole

    wird das frohe Osterfest,

    dass der Mensch sich Glauben hole,

    wenn ihn Mut und Kraft verlt.

    Jedes Herz, das Leid getroffen,

    fhlt von Anfang sich durchweht,

    dass sein Sehnen und sein Hoffen

    immer wieder aufersteht!

    Ferdinand von Saar

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    Schoppernau

    Advent und Weihnachten 2014

    Zur Advent und Weihnachtszeit konnten viele Kirchenbesucher und

    vor allem die Kinder durch besondere Gottesdienst-Gestaltungen

    angesprochen werden.

    Bei den Messfeiern der vier Adventsonntage wurde jeweils ein Stck

    einer Weihnachtsgeschichte vorgelesen und in der Kindermette

    vervollstndigt. Die Kinder bastelten passende Symbole fr den Weg

    zur Krippe. Jeder Sonntagsgottesdienst, so wie die Rorate in aller Frh

    und die hl. Messe fr die Hauskranken, wurden musikalisch

    adventlich umrahmt. Das Frhstck nach dem Rorate wurde von

    fleiigen Hnden, Mitglieder des Pfarrgemeinderates bestens

    vorbereitet. Auch die Spendenaktion ,,Bruder und Schwester in Not,

    so wie das Friedenslicht am heiligen Abend, so wie die Dreiknigs-

    aktion haben uns die Besonderheit dieser Vorweihnachtszeit spren

    lassen.

    Auch ein Besuch bei den ber 80jhrigen hat seinen Platz in dieser

    Zeit. Das Team vom Pfarrkreis berbringt ein kleines Geschenk und

    eine persnlich gestaltete Weihnachtskarte.

    Einzigartig ist auch unsere wunderschn beleuchtete Volksschule. Die

    Schler mit ihren Lehrpersonen basteln jedes Jahr liebevoll und

    kreativ alle Fenster der Schule. Vielen Menschen macht dieser

    Adventkalender groe Freude und er weist den Weg zur Kirche und

    zur Krippe. Danke den fleiigen Schlern und Lehrpersonen!

    Fr viele Menschen ist der Advent eine sehr intensive Zeit.

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    Allen Beteiligten, die sich in irgendeiner Weise eingebracht haben, ein

    herzliches DANKE!

    Auf diesem Wege mchten wir uns auch fr die Brotspende zur

    Hauskrankenmesse bei der Dorfbckerei Oberhauser recht herzlich

    bedanken.

    Adventfeier

    Die Adventzeit ist immer eine Zeit die einzigartig ist. Um in diese

    besondere, vorweihnachtliche Stimmung zu kommen