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  • klimabndnisz e i t s c h r i f t v o n k l i m a b n d n i s s t e r r e i c h 02/2010

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    fr eine gute BasisBio wurzelt in einem gesunden Boden ... S. 5

    Klimabndnis-Arbeitskreis Langenzersdorf ... S. 7

    fr mehr Elan im KlimaschutzSchule macht Klima ... S. 10

    Urlaub in der Bio-Pension ... S. 11

    fr neue PerspektivenDie Logik der kologie ... S. 13

    Wenn alle mitmachen

  • Medieninhaber, Herausgeber, Verleger: Klimabndnis sterreich, Htteldorfer Strae 63-65 / Top 9-10, A-1150 Wien, T: 015815881, E: office@klimabuendnis.at Redaktion: Brigitte Drabeck, Hannes Hller, Johann Kandler, Petra Muerth, Christian Salmhofer, Anna Schwerzler, Robert Stgner, Andreas Strasser AutorInnen: Maria Hawle, Bettina Pllinger, Georg Spiekermann Graphik & Layout: An-dreas Strasser Anzeigen: Elfriede Hecher Druck: Krntner Druckerei, Klagenfurt, mit Druckfarben auf Basis nachwachsender Rohstoffe Papier: Recyclingpapier aus 100% Altpapier Erscheinungs-weise: 4 mal jhrlich Offenlegung laut 25 Mediengesetz: Die Zeitschrift klimabndnis dient der Information aller PartnerInnen, MitarbeiterInnen der beigetretenen Gebietskrperschaften, der tragenden Organisationen, der miteingebundenen Initiativen und Gruppen sowie allgemein an den Themen Klimaschutz, Umwelt- und Entwicklungspolitik Interessierter. Wien 2010 fr alle Beitrge bei Klimabndnis sterreich.

    2 klimaintro

    Neu beigetretene Gemeinden: Burgenland: Growarasdorf. Niedersterreich: Brand-Laaben. Obersterreich: Bad Leonfelden, Edlbach, Engelhartszell, Freinberg, Gaflenz, Hofkirchen im Mhlkreis, Kaltenberg, Kirchdorf an der Krems, Kirchham, Leopoldschlag, Lochen, Micheldorf, Mnzkirchen, Neuhofen im Innkreis, Niederkap-pel, Obernberg am Inn, Puchkirchen am Trattberg, Sattledt, Steyregg, Waldburg, Wernstein am Inn, Wolfern. Steiermark: Halltal, Ldersdorf, Mariazell, St. Sebastian. Tirol: Fulpmes.

    Neu beigetretene Kindergrten und Schulen: Burgenland: VS Strem. Niedersterreich: VS Bheimkir-chen, VS Emmersdorf, VS St. Valentin. Obersterreich: Berufs-schule Vcklabruck, VS Ansfelden, VS Dietach, VS Doppl, VS 45 Linz, VS Mauerkirchen, VS Pattigham, VS St. Aegidi.

    Steiermark: Pfarrkindergarten Dechantskirchen, Gemeinde-kindergarten St. Radegund, VS St. Radegund. Tirol: HS Lechtal.In sterreich haben sich alle Bundeslnder, ber 850 Stdte und Gemeinden, rund 500 Betriebe und ber 220 Schulen und Bildungseinrichtungen dem Klimabndnis angeschlossen.

    Neu beigetretene Betriebe: Obersterreich: ADEG BioShop Hthmayr, Elektrotechnik Drack / E-Werk Redlmhle (Grnau im Almtal), Fronius Inter-national GmbH / Werk 319 (Pettenbach), Wittmann Ges.m.b.H. (Scharnstein), Terra Verde Produktions GesmbH (Vorchdorf), Netural Communication GmbH (Linz), Katholische Hochschul-gemeinde, Pfarre Linz-St. Markus (Linz).

    Niedersterreich: EPS Electric Power Systems GmbH (Gro Gerungs). Steiermark: Werbeagentur Kerngeschft (Graz). Tirol: IKEA Mbelvertrieb OHG, Einrichtungshaus (Inns-bruck), Weltladen (Hall). Wien: Netural Communication GmbH (Wien).

    Willkommen im Klimabndnis!

    Neu im Klimabndnis: Seit Beginn des Jah-res arbeitet Martin Kirchner in der Regionalstelle Niedersterreich. Neu bei Klimabndnis Obers-terreich sind Kathrin Mitterhofer (seit April) und Norbert Ellinger (seit Mai) (v.l.).

    WENN DAS L AuSGEHTDie Katastrophe im Golf von Mexiko knnte als Zeitenwende in die Geschichte eingehen: In der Gier nach l flieen aufgrund fehlender und/oder unzurei-chender Sicherheitsvorkehrungen tglich 16 Millionen Liter Rohl ins Meer. Das ist doppelt soviel l wie sterreich durchschnittlich am Tag verbraucht!

    Verursacher ist ein Konzern mit einem Jahresgewinn von ber 16 Mrd. Dollar - das ist mehr als das Brutto-inlandsprodukt der meisten Entwicklungslnder. Die gigantischen Ausmae dieser Katastrophe werden wir erst in den nchsten Jahren realisieren. Aber ist es nicht zu einfach, nur BP die Schuld zu geben? Sind nicht wir mit unserem tglichen Energiehunger die eigentlich Schuldigen?

    Die Lsung ist ganz einfach: Reduzieren wir unseren Lebensstil auf ein fr die Natur vertrgliches Ma. Verwenden wir so wenig bzw. so effizient wie mg-lich Energie und gewinnen wir diese v.a. aus regenerativen Ressourcen. D.h. aufs Autofahren und Fliegen mit den derzeitigen Technologien so weit es geht verzichten. ffentlicher Verkehr, Fahrrad und zu Fu gehen mssen wieder die Oberhand in unseren Stdten und Gemeinden gewinnen. und die noch zur Verfgung stehenden Geldmittel mssen fr nachhaltige Verkehrslsungen (und nicht fr Straenprojekte) eingesetzt werden.

    Energieeffizienz muss endlich gelebt werden. Zumindest 10% weniger Ener-gieverbrauch ist alleine durch Verhaltensnderungen mglich ohne Inves-titionen und Sanierungen und v.a. ohne Einbuen in der Lebensqualitt.Der Rest an bentigter Energie muss noch viel strker als bisher aus Erneuer-baren Energiequellen stammen. Die Erhhung des Anteils der Erneuerbaren am Gesamtenergieverbrauch bis 2020 auf zumindest 34% kann nur ein Min-destziel sein sinnvoll wren 50%.

    Deshalb fordern wir ein Klimaschutzgesetz, das die Verantwortlichkeiten zwi-schen Bund und Lndern regelt. Ein Energieeffizienzgesetz, das die Reduktion der CO2-Emissionen bis 2020 um zumindest 40% sicherstellt und die Aufhebung des monetren Deckels beim kostromgesetz. Jede aus Erneuerbaren herge-stellte Kilowattstunde Strom ist gut und soll auch gefrdert werden. Bezahlt werden die Kosten von den StromverbraucherInnen selbst. Wer mehr Strom bentigt, trgt auch einen greren Anteil zur Frderung des kostroms bei.

    Alles utopie? Nein, dringende Notwendigkeit!

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    www.klimabuendnis.at

    Peter MolnarGeschftsfhrer Klimabndnis sterreich

    Als bester Lehrling der graphischen und gestal-tenden Berufe in Wien wurde vor kurzem Klima-

    bndnis-Mitarbeiterin Carina Franschitz aus-gezeichnet. Der Berufsschulwettbewerb ist eine Leistungsschau und zugleich Vorberei-tung auf die Lehrabschlussprfung. Bundes-weit wurden 94 Lehrlinge ausgezeichnet. Wir gratulieren!

    Beste unter Wiener Lehrlingen

    Titelbild: Ismael Ndao bekommt von Hans Greischberger eine Heu-Fliege der Bio-Heu-Region geschenkt, die ausgezeichnet zu seinem senegalesischen Batik Hemd passt.

  • 3klimabndnis

    Premiere im Burgenland ...

    Premiere im Klimabndnis: Die 856. Gemeinde ist die erste mit einer deutsch-kroatischen Ortstafel. Erster Gratulant war der aus Growa-rasdorf bzw. Veliki Boritof stammende umweltminister Niki Berlakovich, der mit dem Elektroauto Think anreiste, das auch gleich getestet werden konn-te. Fr Brgermeister Stefan Rozsenich ist der Beitritt zum Klimabndnis eine konsequente Fortsetzung des einge-schlagenen Weges: Wir setzen auf lokaler Ebene Klima-

    schutzmanahmen um. Die besten Beispiele sind die Volksschule, die Hauptschule und der Kindergarten, die wir mit Wrme aus unserer eige-nen Hackschnitzelanlage beliefern.

    Bis zu 80% Energie und Kosten sparen wir so ein. Der nchste Schritt ist ge-meinsam mit dem Klimabndnis die Einbindung der Volksschulkinder in die Klimaschutzaktivitten.

    In der Volksschule Growarasdorf wer-den nmlich fr jeden klimafreund-lichen Schulweg sogenannte Grne Meilen gesammelt und damit der Zu-sammenhang zwischen Mobilitt und Klimaschutz aufgezeigt. Wie wichtig die Verbindung von lokaler Wirtschaft und Gemeinde ist, zeigt die Firma Burgenland-gold, mit Sitz in Growarasdorf. Jhrlich werden rund 800.000 Liter Pflanzenl aus Raps aus der Region produziert. Die Landwirte der umgebung haben bereits ihre Traktoren auf Pflanzenl umgerstet. Auch sechs Ausflugssschiffe am Neusied-lersee werden mit dem in Growarasdorf produzierten l betrieben. Hannes Hller

    info! www.klimabuendnis.at

    Veliki Boritof 1. sterreichisch-kroatische Klimabndnis-Gemeinde

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    Stadtrtin Eva Schobesberger mit Peter Molnar bei der heurigen Jahreskonferenz in Perugia.

    Neu im Vorstand

    Das Klimabndnis besteht nun seit 20 Jahren, was ist fr Sie das Faszinierende daran? Das Besondere am Klimabndnis ist das brei-te Netzwerk. und das braucht es: Damit um-welt- und Klimaschutz gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten nicht zum Luxus werden, ist es wichtig, dass Stdte und Gemeinden europaweit zusammenarbeiten.

    In Perugia hat das Klimabndnis 20 Jahre seines Bestehens gefeiert! Wie war Ihr Eindruck als neues Vorstandsmitglied bei der Konferenz?Das ist natrlich besonders schn, gerade zu so einem bedeutenden Anlass neues Vorstandsmit-glied zu werden. Linz ist ja bereits 1991 dem Klima-bndnis beigetreten. und das als erste sterrei-chische Stadt. Ich freue mich daher auf die neuen Aufgaben im Vorstand des Klimabndnis Europa.

    Welche Themen, welche Schwerpunkte sind Ihnen besonders wichtig?Fr mich persnlich geht es gerade um dieses Netzwerken, fr das das Klimabndnis steht. Das verstehe ich umfassend. In meiner tagtg-lichen Arbeit heit das auch die Vernetzung meiner Ressortbereiche Bildung und umwelt-schutz. Wichtig sind fr mich daher Initiativen wie die Klimabndnisschulen und Projekte wie etwa die Kindermeilenkampagne. Weil auch der Klimaschutz in den Kpfen der Kleinen beginnt!

    Minister Niki Berlakovich und Peter Molnar bei der bergabe d