copd und ernährung

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kostenlose Broschüre zum Mitnehmen kostenlose Broschüre zum Mitnehmen m-e-d-i-a 140 / 01.2012 COPD ...und Ernährung crossmed Edition Arzt und Patient im Gespräch Informationen für Betroffene und Interessierte Herausgegeben vom COPD-Deutschland e.V. und der Selbsthilfegruppe Lungenemphysem-COPD Deutschland

Author: erster-patientenverlag

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Bei Stoffwechselerkrankungen, Diabetes etc. ist es naheliegend, auch an eine Verbindung der Grunderkrankung mit der täglichen Ernährung zu denken. Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung erscheint ein direkter Einfluss nicht unbedingt naheliegend. Mit dieser Information möchten wir Ihnen aufzeigen, dass die richtige Ernährung bei COPD ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Behandlung ist. Eine Reihe von Gründen, zu denen zum Beispiel Über- wie auch Untergewicht zählen ebenso wie Belastungen durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie die Nahrungsaufnahme selbst, aber auch ein erhöhtes Risiko für Osteoporose und die positiven Einflussmöglichkeiten durch eine entsprechende Ernährung, lassen deutlich werden, warum die Ernährung bei COPD eine wichtige Rolle einnimmt.

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    COPD ...und Ernhrung

    crossmed EditionArzt und Patient im Gesprch

    Informationen fr Betroffene und Interessierte

    Herausgegeben vom COPD-Deutschland e.V. und derSelbsthilfegruppe Lungenemphysem-COPD Deutschland

    COPD und Ernhrung Nutricia 1:Layout 1 20.12.2011 09:04 Seite 1

  • Herausgeber COPD-Deutschland e.V.Fabrikstrasse 33, 47119 DuisburgTelefon 0203 7188742 Telefax 0203 [email protected]

    Autor Jens Lingemann1. VorsitzenderCOPD-Deutschland e.V.Selbsthilfegruppen Lungenemphysem-COPD DeutschlandLindstockstrasse 30, 45527 HattingenTelefon 02324 999 000 Telefax 02324 [email protected]

    Verlag Crossmed GmbHUnterer Schrannenplatz 5, 88131 LindauTelefon 08382 409234Telefax 08382 - [email protected], www.crossmed.dewww.patienten-bibliothek.de

    Auflage 3 / 2012

    Quellen Eine Literaturliste (Quellenangaben) kann kostenfrei ber den Verlag angefordert werden:Adresse siehe oben oder [email protected]

    Bildnachweis Fotolia Knut W., benni1127, HLPhoto, Volker Wierzba, Torsten Schon, Inga Nielsen, fotofuerst, Rudolf Ullrich, olly, nyul,Deckblattfoto CMA

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    4 Vorwort

    5 Bedeutung der Ernhrung bei COPD

    8 Erfassung der Ernhrungssituation

    10 Leichte Vollkost

    12 Ernhrungs-Tipps

    17 Osteoporose

    21 Ernhrungstherapie und COPD-Leitlinien

    23 Nahrungsergnzung

    25 Patientenschulung/Lungensport

    26 Selbsthilfe bei Lungenemphysem und COPD

    28 Symposium Lunge

    29 Online-Umfrage / Ratgeber

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  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    was fr einen Zusammenhang hat Ernhrung mit der Lungenerkrankung COPD?

    Bei Stoffwechselerkrankungen, Diabetes etc. ist es naheliegend, auch an eineVerbindung der Grunderkrankung mit der tglichen Ernhrung zu denken. Beider chronisch obstruktiven Lungenerkrankung erscheint ein direkter Einfluss nichtunbedingt naheliegend.

    Mit dieser Information mchten wir Ihnen aufzeigen, dass die richtige Ernhrungbei COPD ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Behandlung ist.

    Eine Reihe von Grnden, zu denen zum Beispiel ber- wie auch Untergewichtzhlen ebenso wie Belastungen durch Nahrungsmittelunvertrglichkeiten sowiedie Nahrungsaufnahme selbst, aber auch ein erhhtes Risiko fr Osteoporoseund die positiven Einflussmglichkeiten durch eine entsprechende Ernhrung,lassen deutlich werden, warum die Ernhrung bei COPD eine wichtige Rolle ein-nimmt.

    In den nachfolgenden Kapiteln mchten wir Ihnen Hintergrundinformationenfr ein besseres Verstndnis und die Bedeutung des Themas Ernhrung vermit-teln. Eine Vielzahl von Tipps und Umsetzungsmglichkeiten soll Ihnen Wege aufzei-gen, wie eine Realisierung im Alltag erfolgen kann.

    Ziel einer richtigen Ernhrung bei COPD ist, die positive Beeinflussung des Ge-samtbefindens zu verbessern und andererseits das Fortschreiten der Krankheit zuverlangsamen, um dadurch die Lebensqualitt zu steigern.

    Wertvolle Untersttzung auf dem Weg zur optimierten Ernhrung bei COPD kanninsbesondere eine Patientenschulung und die Hilfe zur Selbsthilfe darstellen.Auch hierzu erhalten Sie Informationen und Kontaktadressen.

    Ihr

    Jens Lingemann1. Vorsitzender COPD-Deutschland e.V.Selbsthilfegruppe Lungenemphysem-COPD Deutschland

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    OPD Bedeutung der Ernhrung bei COPD

    Bei Erkrankungen der Lunge wie der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit(COPD) oder dem Lungenemphysem assoziiert man nicht unmittelbar einen Zu-sammenhang zur Ernhrung.

    Ernhrung und AtmungZwischen Ernhrung und Atmung besteht einenger Zusammenhang, da die Atmung dennotwendigen Sauerstoff liefert, der fr dieVerbrennung (Oxidation) bzw. Verstoff-wechselung der Nhrstoffe bentigt wird.

    Durch die Verbrennung bilden sich Energieund Kohlendioxid. Ein Teil der Energie wird frdie Atemmuskulatur selbst bentigt. Das Koh-lendioxid wird als Abfallprodukt ausgeatmet.

    Ist die Atmung eingeschrnkt, fehlen infol-gedessen dem Krper wichtige Nhr- undBaustoffe.

    Im Falle einer COPD wird fr den Vorgang derAtmung aufgrund der Einengung der Atem-wege grundstzlich mehr Energie (Nhr-stoffe) verbraucht. Im Vergleich zu Gesunden ist der Energiebedarf bei COPD bis zuzehnmal hher.

    Bei einem Lungenemphysem ist durch die berblhung der Lunge die Atemarbeitbesonders energieaufwndig. In Ruhe kann der Anteil am Gesamtenergieverbrauchauf bis zu 60 % ansteigen.

    KurzinformationCOPD Bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) handelt es sich umeine chronische Lungenerkrankung mit fortschreitender Einengung der Atemwege auf-grund dauerhafter entzndlicher Vorgnge.

    Lungenemphysem Das Lungenemphysem ist gekennzeichnet durch eine berblhungder Lungen mit Zerstrung der Alveolen (Lungenblschen).

    COPD ist ein Sammelbegriff und schliet die chronisch obstruktive Bronchitis und dasLungenemphysem ein. Obstruktion bedeutet Verengung eines sonst offenen Weges.

    Sauerstoff wird fr die Verstoffwech-selung der Nhrstoffe bentigt

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    Rckgang der MuskulaturEin weiterer Effekt, der zumindest teilweise in Verbindung zur Ernhrung steht, istder Rckgang der Muskulatur bei COPD.

    Anhand von Untersuchungen (z.B. ESPEN 2006) konnte gezeigt werden, dass bei derberwiegenden Zahl der COPD-Patienten schon im frhen Stadium auch bei gleichbleibendem Gewicht ein Rckgang der Atemhilfsmuskelfunktion und der soge-nannten fettfreien Muskelmasse (FFM) festgestellt werden kann.

    Folgende Grnde gelten als Ursache fr den Abbau der Muskulatur (FFM):

    Beeintrchtigung von Bewegung Nhrstoffmangel durch Einschrnkung der Sauerstoffaufnahme erhhter Energiebedarf durch Infekte, Medikamente (z.B. Steroide) chronische Entzndungsprozesse durch COPD

    Das GewichtDurch die vorab beschriebene Einschrnkung der Atmung und damit einherge-hende Folge der Nhrstoffaufnahme, wie auch dem Rckgang der Muskulaturkommt es bei etwa 20 60 % der COPD-Patienten zu einer Mangel- bzw. Fehl-ernhrung.

    Manchmal kann man die Auswirkungen der COPD auf den Patienten in zwei ver-schiedene Kategorien unterteilen:

    Erluterung: Fettfreie Muskelmasse (FFM) ist der Anteil des Gesamtkrpergewichtes, derviel Eiwei enthlt und viel Energie verbraucht. Das Gesamtkrpergewicht setzt sich ausFettfreier Muskelmasse und sogenannter Fettmasse zusammen.

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  • Blue Bloater blauer Huster Pink Puffer rosa Keucher

    vorwiegend Patienten mit vorwiegend Patienten mitchronischer Bronchitis Emphysem

    bergewichtig mager

    Zyanose (blulich verfrbte Lippen keine Zyanoseund Nagelbetten) als Folge einer Unter-versorgung des Blutes mit Sauerstoff

    reichlich Husten mit Auswurf wenig Husten und Auswurf

    weniger Beschwerden /geringere deutlichere Beschwerden/starkeAtemnot Atemnot

    Mangel an Mikronhrstoffen / KalorienmangelMangel an Eiwei

    hufig Probleme mit der Pump- sehr selten Cor pulmonalefunktion des Herzens (Cor pulmonale)

    Sowohl ber- als auch Untergewicht beeinflussen die Symptomatik und das Fort-schreiten der COPD negativ.

    Als Gewichtsverlust, der in der Regel bei COPD hufiger vorkommt, ist eine Ab-nahme des Krpergewichts um mehr als 10 % in den letzten 6 Monaten oder ummehr als 5 % im letzten Monat zu werten. (Quelle. COPD-Leitlinien 2010)

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    Wichtig zu wissen!

    Bei COPD wird fr die Atmung mehr Energie (Nhrstoffe) bentigt. Der Energiebedarf fr die Atemmuskulatur ist bis zu 10 mal hher.

    Die Fettfreie Muskelmasse (FFM) nimmt aufgrund verschiedener Ursachen bei COPD-Patienten ab.

    ber- wie auch Untergewicht sollte vermieden werden, da sich beides negativ auf denKrankheitsverlauf und die Lebensqualitt auswirkt.

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    Erfassung der Ernhrungssituation

    ErnhrungssituationEine ausfhrliche Erfassung der aktuellen Ernhrungssituation in Verbindung mitder krperlichen Untersuchung schafft Klarheit ber die individuelle persnliche Si-tuation und ist Grundlage fr mgliche ernhrungstherapeutische Manahmen.

    Unter einer Ernhrungsanamnese versteht man die Erfassung von Art und Mengeder aufgenommenen Nahrung des Patienten. Aus diesen Angaben kann die Zufuhran Nhrstoffen berechnet und auerdem eine Aussage ber das Ernhrungsver-halten getroffen werden. Ernhrungsanamnesen sind mglich durch Befragungoder Ernhrungsprotokolle.

    Mit dem Ziel, die Diagnostik der Mangelernhrung zu verbessern, wurden neben Er-nhrungsprotokollen zahlreiche sogenannte Screenings und Assesmentverfahrenentwickelt, die der besseren therapeutischen Einordnung des Ernhrungszustandesdienen.Die Durchfhrung dieser Verfahren knnen vom Arzt und nach ausreichender An-leitung auch durch medizinisches Fachpersonal, Ernhrungsberater erfolgen.

    VerlaufskontrolleDie regelmige Bestimmung des Body Mass Index (BMI) und des Krperge-wichtsverlaufes sind wichtig und gehren zur Routinediagnostik bei COPD.

    Untersttzen Sie diese Verlaufskontrollen durch eigene regelmige Kontrollen desGewichtes.Dies kann helfen, ein mgliches COPD-wasting (Reduzierung des Gewichtes in-nerhalb von wenigen Wochen) rechtzeitig zu erkennen.

    Tipp: Nutzen Sie fr die Dokumentation Ihrer persnlichen Ernhrungssituationzum Beispiel das COPD-Tagebuch auch wenn dort teilweise kein spezielles Feldfr den Gewichtseintrag vorgesehen ist. Fr eine ausfhrlichere Erfassung der Ernhrungssituation und Dokumentation desVerlaufs sind Ernhrungstagebcher gut geeignet (z.B. im Buchhandel oder im In-ternet).

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    n Bestimmung des BMI

    Bestimmung von Gewicht und Gre und Ermittlung des BMI (kg/m2)

    Beispiel:Krpergewicht: 90 kgKrpergre: 172 cm

    1,72 x 1,72 = 2,958490 kg: 2,9584 m2 = 30,4BMI = 30,4

    Ein Zielgewicht sollte immer individuell festgelegtwerden.

    ErnhrungsberatungEine spezielle Ernhrungsberatung ergnzend zumArztgesprch - kann hilfreich sein, um die persnlicheErnhrungssituation richtig zu erfassen und eine intensive Untersttzung fr eineoptimierte Ernhrung zu erhalten. Darber hinaus lassen sich nderungen der Er-nhrungsgewohnheiten herausarbeiten.

    Whrend einer Rehabilitationsmanahme sollte der Aspekt Ernhrung stets ein Teildes Behandlungskonzeptes sein. Patientenschulungen zur Ernhrung werden emp-fohlen.

    Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt auf das Thema an.

    Jede Ernhrungsberatung kann nur so erfolgreich und sinnvoll sein wie eine an-schlieende dauerhafte und ausreichende Umsetzung im Alltag.

    Fr COPD Patienten gilt ein BMI von 21 25 kg/m2 als optimal.

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    Leichte Vollkost

    Definition leichte VollkostDie leichte Vollkost ist eine gut bekmmliche Vollkost, die COPD-Patienten empfoh-len wird. Die Nhrstoffzusammensetzung entspricht den Referenzwerten der D-A-CH(Referenzwerte Deutsche Gesellschaft fr Ernhrung) mit folgenden Eckwerten:

    Energie 2.000 kcal/TagEiwei 15 Energie %Kohlenhydrate 55 Energie %Fett 30 Energie %

    Die Energieaufnahme kann beim Einzelnen dem Bedarf individuell angepasst, beibergewicht etwas verringert, bei Untergewicht erhht werden.

    Die Grundregel lautet:Lebensmittel und Zubereitungsverfahren, die wiederholt Beschwerden verursachen,werden weggelassen. Erlaubt ist, was bekommt.

    EiweizufuhrAufgrund der hufig verminderten Muskelmasse sollte die Eiweizufuhr gegenberGesunden leicht erhht sein.

    Es empfiehlt sich auf die Kombination der Lebensmittel zu achten, um eine hohe bio-logische Wertigkeit (hohe Eiweiqualitt) zu erreichen. Gute Kombinationen sind bei-spielsweise:

    Getreide mit Milchprodukten (z.B. Vollkornbrot mit Kse oder Msli mit Milch)Kartoffeln mit Milchprodukten (z.B. Pellkartoffeln mit Quark, Kartoffelpree)

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    ost Gesunde Ernhrung mit der Ernhrungspyramide

    Alle frischen und wenig verarbeiteten Lebensmittel liefern neben Energie auch gen-gend Baustoffe sowie Vitamine, Mineralien, wichtige Pflanzenstoffe und Ballaststoffe.

    Kohlenhydrate, Proteine und Fette sind die Grundbestandteile der Nahrung. Fr derenVerstoffwechselung werden unterschiedliche Mengen an Sauerstoff bentigt.Die grte Menge an Sauerstoff wird bei der Energiebildung aus Kohlenhydraten be-ntigt, die geringste Menge aus Fetten.

    Die Lebensmittelpyramide zeigt, wie man eine gesunde Kost im Alltag umsetzen kann.Das Prinzip der Pyramide ist einfach. Unten sind die Nahrungsmittelgruppen aufge-fhrt, die in greren Mengen aufgenommen werden sollten. Weiter oben und vorallem in der Spitze der Pyramide stehen diejenigen Nahrungsmittel, die nur in gerin-gen Mengen konsumiert werden sollten. Wichtig ist vor allem ein abwechslungsreicher Speiseplan.

    Eine Orientierungshilfe:Lebensmittelpyramide mit Beispielen fr Nahrungsmittelgruppen

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    Ernhrungs-Tipps

    Nachfolgend mchten wir Ihnen fr die unterschiedlichen Bedrfnisse eine Vielzahlvon Tipps und Anregungen zur Umsetzung im Alltag geben.Orientieren Sie sich an Ihrer individuellen persnlichen Ernhrungssituation mit demZiel der Sicherstellung des Nhrstoffbedarfs und einer optimierten Energiezufuhr.

    Allgemeine Hinweise

    Trinken Sie ausreichend FlssigkeitAusreichend Flssigkeit am besten in Form von Wasser, Krutertee oder ver-dnnten Fruchtsften hilft den Bronchialschleim zu verdnnen, so dass dieser leichter abgehustet werden kann.Meiden Sie Getrnke mit Kohlensure.

    Verwenden Sie wenig SalzSalz bindet Wasser im Krper, was die Atmung erschweren kann.Achten Sie auch auf versteckte Salze und Nitrite in Fertiggerichten.

    Vermeiden Sie Lebensmittel, die zu einer Gasbildung im Krper fhren knnen.Durch die Gasbildung erhht sich der Druck auf das Zwerchfell und somit auf die Lunge. Ob, wie stark und bei welchen Lebensmitteln sich Gas bildet, ist sehrindividuell handeln Sie nach dem Prinzip: Weglassen, was nicht bekommt. Dennoch einige Beispiele von Lebensmitteln, bei denen sich hufig Gas bildet:o Kohlgemse, Sauerkrauto Zwiebeln, Schnittlauch, Knoblaucho Hlsenfrchte (wie z.B. Erbsen, Bohnen, Linsen)o Trockenobst, saure Obstsorteno Kohlensurehaltige Getrnke

    Bevorzugen Sie Nahrungsmittel wie Obst, Gemse, Milchprodukte, Getreidesowie eiweireiche Produkte wie Eier, Fisch, mageres Fleisch. Meiden Sie Nah-rungsmittel ohne wertvolle Nhrstoffe wie z.B. Sigkeiten, Limonaden, kon-servierte Produkte

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    ipps Tipps beim Essen

    Legen Sie whrend des Kauens das Besteck beiseite. Aufgesttzte Arme er-leichtern das Atmen.

    Schneiden Sie die Mahlzeiten in sehr kleine Stcke. Dies kann zur Vermeidungvon Atemnot hilfreich sein.

    Nehmen Sie fnf bis sechs kleinere Mahlzeiten zu sich. Sie knnen so die Luftnot bei greren Mahlzeiten reduzieren bzw. vermeiden. Auerdem: Je mehr Raum der Magen bentigt desto kleiner ist der Raum fr die Lunge.

    Essen Sie langsam und in Ruhe. Kauen Sie grndlich, so knnen Sie das Her-unterschlucken von Luft und somit Blhungen vermeiden. Sprechen Sie nichtwhrend dem Essen, um Atemnot zu vermeiden.

    Legen Sie die Hauptmahlzeit des Tages bevorzugt auf den Mittag anstatt aufden Abend, da der Krper zu dieser Zeit noch ber mehr Kraft fr die Ver-dauungsarbeit verfgt.

    Lippenbremse beim Ausatmen zwischen den Bissen einsetzen.

    Ggf. vor dem Essen Bronchodilatoren verwenden.

    Achten Sie auf eine gute Mundhygiene. Zahnprobleme sollten rasch behobenwerden, damit das Essen hierdurch nicht erschwert wird.

    Lippenbremse: Atmen Sie so langsam wie mglich gegen den Druck Ihrer lockergeschlossenen Lippen aus. Dabei blhen sich die Wangen etwas auf. Bei dieserTechnik wird der Atemstrom abgebremst und die Bronchien bleiben geffnet.

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    Tipps bei Untergewicht

    Reichern Sie Speisen evtl. mit Butter, Maiskeim-, Oliven-, Soja-, Raps- oderLeinl an. Es sollten bevorzugt pflanzliche Fette sein wegen ihres hohen An-teils an ungesttigten Fettsuren. Auch Nsse eignen sich hervorragend.

    Weitere Mglichkeiten fr Anreicherungen bieten sich mit Rahm, Doppel-rahm, Sauerrahm und Mascarpone, ebenso Zucker, Honig, Ahornsirup. ber-backen Sie Gerichte mit Kse. Maltodextrin (Apotheke) kann ebenfalls zur Anreicherung eingesetzt werden.

    Trinken Sie, um eine schnelle Sttigung zu vermeiden, nicht vor oder wh-rend des Essens, sondern erst nach dem Essen.

    Halten Sie Ihre Lieblingssnacks/kleine Gerichte immer griffbereit.

    Als Zwischenmahlzeiten eignen sich: Msliriegel, Vollfrischtsfte (nicht ver-dnnt/Smoothie), Rahmjoghurt mit frischem Obst etc..

    Versuchen Sie vitalstoffreiche Lebensmittel (also Lebensmittel, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen sind) mit energiereichen Lebens-mitteln zu kombinieren.Zum Beispiel:o Frischer Salat mit gebackenem Camembert oder berbackenem Baguetteo Avocado - frisch im Salat oder als Creme mit Gemsesticks

    Setzen Sie Kruter mit appetitanregender Wirkung eino Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Enzianwurzel, Estragon, Lorbeerbltter, Ros-

    marin, Schafgarbe, Tausendgldenkraut, Wermut

    Genieen Sie das Essen! Gestalten Sie die Mahlzeiten so angenehm wie mg-lich.

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    ipps Tipps bei bergewicht

    Oft genug ist eine Gewichtsreduktion von fnf bis zehn Prozent ausreichend,um eine Verbesserung des Allgemeinzustandes zu erreichen. Dabei handelt essich meist um 3 9 Kilo Krpergewicht. Nehmen Sie sich dafr Zeit! Eine langfristige Umstellung der Ernhrung mit fettreduzierten und ausgewoge-nen Lebensmitteln im Sinne der Lebensmittelpyramide ist der gesndeste Weg zum Normalgewicht.

    Trinken Sie reichlich Flssigkeit. Dies hilft den Bronchialschleim zu verfls-sigen und sttigt. Am besten eignen sich Mineralwasser (ohne Kohlensure),Frchtetee und verdnnte Saftschorlen.

    Reduzieren Sie insbesondere den Konsum von Fetten. Achten Sie hierbei aufden oftmals versteckten Fettgehalt bei Fertigprodukten. Auch Nsse nur in Maen genieen.

    Eine erhhte Aufnahme von Proteinen/Eiwei ist insbesondere fr den Erhaltder fettfreien Muskelmasse (FFM) wichtig. Achten Sie jedoch auf fettarme Produkte (z.B. bei Milchprodukten) und entscheiden Sie sich insbesondere fr mehr pflanzliches als tierisches Eiwei.

    Setzen Sie Zucker und Salz mavoll ein.

    5 am Tag - gemeint ist damit die tgliche Aufnahme von fnf Portionen (etwa eine Handvoll) Obst und Gemse. Diese Regel hilft nicht nur den Kr-per mit wichtigen Vitaminen und Nhrstoffen zu versorgen, sondern ist auchntzlich, um Gewicht zu reduzieren.

    Bercksichtigen Sie eine nhrstoff-schonende, fettarme Zubereitungsart.

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    Tipps rund um Einkauf, Aufbewahrung und Zubereitung

    Fertiggerichte bzw. Teil-Fertiggerichte reduzieren erheblich den zeitlichen Aufwand der Zubereitung.o Lesen Sie jedoch die Etiketten und achten Sie auf den Anteil von Salz/Ni-

    triten, Zucker und Fett.o Tiefkhlkost - insbesondere wenn sie schockgefrostet ist hat einen erheb-

    lich hheren Anteil an noch vorhandenen Vitaminen als z.B. Konserven.

    Mit einem Wochenplan Ihrer Mahlzeiten knnen Sie auch den zeitlichen Auf-wand fr das Kochen selbst reduzieren z.B. in dem Sie die Beilagen fr mehrere Tage vorbereiten und am Folgetag mit einem anderen Produkt kom-binieren oder gleich eine grere Menge zubereiten, die Sie dann portions-weise einfrieren knnen.

    Fllt das Einkaufen schwer, sollten Sie die Mglichkeit der verschiedenen Liefer-dienste in Betracht ziehen. Dies gilt insbesondere fr Getrnke und Lieferanten fr Tiefkhlkost. Immer mehr werden auch Lieferserviceangebote fr frische Pro-dukte angeboten. Suchen Sie im Internet unter Lieferservice Lebensmittel.

    Sortieren Sie Ihre Kche so, dass Sie sich wenig bcken mssen, um an die wichtigsten Utensilien zu gelangen.

    Sorgen Sie beim Kochen fr ausreichend Be- und Entlftung. Ggf. kann einkleiner tragbarer Ventilator hilfreich sein.

    Planen und bereiten Sie Ihre Mahlzeiten zu, wenn Sie weder hungrig noch mde sind.

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    rose Osteoporose

    Osteoporose ist eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels. Nach Bewertung derWeltgesundheitsorganisation WHO gehrt diese Volkskrankheit zu den zehn hufig-sten Erkrankungen weltweit.

    Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, die sich in einer Vermin-derung bzw. dem Verlust von Knochensubstanz und -struktur und damit erhhterBruchanflligkeit uert.

    Osteoporose wird nicht nur durch genetische Veranlagung, sondern auch durch Kal-ziummangel, Bewegungs- und Hormonmangel verursacht. Aber auch eine langjhrigeEinnahme von Kortison oder ein Mangel an Geschlechtshormonen knnen der Krank-heit Vorschub leisten.

    Eine Frhdiagnose zu erreichen ist bei Osteoporose meist schwierig. Erst wenn sichstarke Schmerzen einstellen oder die ersten Brche (hufigste Brche sind Wirbel-krpereinbrche, Oberschenkelhals- und Handgelenksbrche) auftreten, wird dieKrankheit in ihrem vollen Umfang erkannt.

    Osteoporose-Risiko bei COPDAufgrund der COPD liegen zwei mgliche Grnde vor, die das Risiko, an einer Osteo-porose zu erkranken, erhhen:

    Glukokortikoide/SteorideKortison wird bei COPD sowohl inhalativ wie auch in Tablettenform eingesetzt. Kor-tison hat einen entzndungshemmenden Effekt und verhindert Exazerbationen (Ver-schlechterungen des Krankheitsbildes).

    Laut wissenschaftlicher Leitlinie des Dachverbandes Osteologie (DVO) ist die Einnahmeeines oral (also ber den Mund) verabreichten Glukokortikoides (kleiner/gleich 7,5 mg

    normale Knochenstruktur verminderte Knochenstruktur

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    Prednisolon quivalent) ber einen lngeren Zeitraum als 3 Monate ein Risikofak-tor fr osteoporotische Knochenbrche.

    Sprechen Sie ggf. Ihren behandelnden Arzt auf das Thema Osteoporose an.

    Nhere Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite des Dachverbandeswww.dv-osteologie.de.

    BewegungsmangelImmobilitt zhlt ebenfalls zu den Risikofaktoren fr Osteoporose. Bei einer ein-geschrnkten Gehfhigkeit (Gehstrecke von unter 100 m) wird eine Osteoporose-Abklrung empfohlen.

    Osteoporose-DiagnostikWird die Osteoporose durch eine andere Krankheit oder deren Behandlung verur-sacht, spricht man von einer sekundren Form der Osteoporose.

    Bei einer rechtzeitigen Erkennung eines hohen Bruchrisikos und einer zielgerech-ten Therapie knnen viele Knochenbrche und ihre oft schwerwiegenden Folgenvermieden werden.

    Folgende Schritte werden bei einer Osteoporose-Diagnostik durchgefhrt:- Anamnese und krperliche Untersuchung- Knochendichtemessung mittels DXA-Messgert- Rntgen der Wirbelsule- Blutuntersuchung und berprfung der Nieren

    Eine generelle Osteoporose- und Frakturprophylaxe wird seitens des DVO beieinem lngeren Einnahmezeitraum von oralen Glukokortikoiden empfohlen.

    DXA - Knochendichtemessung

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    rose Aktiv gegen Osteoporose

    Wichtig ist die frhe Behandlung noch vor dem ersten Knochenbruch. Hat der Kr-per erst einmal Knochenmasse verloren, gestaltet sich ein Wiederaufbau - insofernberhaupt mglich - zumeist sehr langwierig.

    Eine knochenfreundliche Ernhrung ist neben der Bewegung ein wichtiger Eck-pfeiler in der Vorbeugung wie auch der Behandlung der Osteoporose.

    KalziumKalzium ist das wichtigste Mineral zur Vermeidung und zur Behandlung der Osteo-porose. Ein Erwachsener hat mehr als ein Kilogramm Kalzium im Krper, wovon sich98 Prozent im Skelett und in den Zhnen befinden.

    Hauptlieferanten in der Nahrung:- Milch und Milchprodukte- Grne Gemse (z.B. Grnkohl, Brokkoli, Lauch, Fenchel, Sellerie),

    Salate, Kruter (Gartenkresse)- Nsse (z.B. Sesam, Haselnsse, Mandeln)- lsardinen, Sprotten- Mineralwasser (> 200 mg/l Kalzium auf Etikett achten)

    Grundstzlich sollten Sie beim Thema Osteoporose und Ernhrung beachten:

    kalziumreiche Nahrung (siehe oben) Vorsicht vor Kalziumrubern (Fett, Alkohol, Phosphate (z.B. in Wurst, Fleisch,

    E-Nummern, Zusatzstoffe), Oxalsure (z.B. in Rote Bete, Schwarzem Tee, Rha-barber, Spinat)

    abwechslungsreiche, eher fettarme Vollkost nicht mehr als 2 3 Fleischmahlzeiten in der Woche viel frisches Gemse und Obst viel frischen Fisch mindestens 2 3 Liter Mineral- oder Quellwasser nicht mehr als 4 Tassen Kaffee pro Tag schrnken Sie Ihren Genussmittelkonsum ein. (Alkohol/Zigaretten)

    Es finden sich viele deckungsgleiche Empfehlungen, die auch bei COPD gelten.

    Empfohlener Richtwert gem Leitlinie DVO: 1.000 max. 1.500 mg pro Tag.

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    Vitamin DEine zentrale Rolle spielt das Vitamin D fr den Kalziumhaushalt. Da eine Reihevon Prozessen von einer konstanten Kalziumkonzentration im Blut abhngig ist, ist die Regulation des Kalziumhaushaltes mit Untersttzung durch Vitamin D vonbesonderer Bedeutung.

    Grundstzlich zhlen Vitamine zu den Stoffen, die vom menschlichen Organismusnicht selbst hergestellt werden knnen und daher mit der Nahrung zugefhrt wer-den mssen. Vitamin D, im eigentlichen Sinne ein Hormon, kann jedoch auch unter Einwirkungvon ultraviolettem Licht (UVB-Strahlung) in der Haut gebildet werden.

    Die Eigensynthese von Vitamin D wird durch einen Mangel an UVB-Licht, wie erzum Beispiel in den Wintermonaten in quatorfernen Lndern vorkommt oder wieer passiv durch das Tragen verhllender Kleidung verursacht wird, eingeschrnkt.

    Nur wenige Lebensmittel enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin D, z.B.Fischl, Eigelb, Pilze und Leber.

    Eine medikamentse Verabreichung von Kalzium und Vitamin D sollte ausschlie-lich in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

    Empfohlener Richtwert gem Leitlinie DVO: 800 2.000 IE (InternationaleEinheiten) pro Tag sind notwendig.Halten Sie sich tglich mindestens 30 Minuten bei Sonnenlicht im Freien auf,damit Ihre Haut das wichtige Vitamin D bilden kann.

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    ien Ernhrungstherapie und COPD-Leitlinien

    bergewicht und Untergewicht beeinflussen Symptomatik und Prognose von Pa-tienten mit COPD.

    Die meisten Ernhrungsempfehlungen basieren auf kleinen Studien. Etwa 25 % derPatienten mit mittelgradiger und schwerer COPD zeigen eine Reduktion des Body-Mass-Index (BMI) und der fettfreien Masse.

    Auch bei normalgewichtigen Patienten kann die fettfreie Masse erniedrigt sein.

    Die Unterernhrung wird bei Patienten mit schwerer COPD hufig angetroffen undkann die Prognose, unabhngig vom Ausma der Obstruktion, beeintrchtigen.Das Untergewicht korreliert bei COPD-Patienten mit Muskelschwche, einge-schrnkter Belastbarkeit und verminderter Lebensqualitt.

    In einer groen prospektiven Untersuchung konnten bei der Mehrzahl untergewich-tiger Patienten mittels einer hochkalorischen Nahrungszufuhr (=Zusatzernhrung)innerhalb von 8 Wochen eine Gewichtszunahme und auch eine Besserung der Prog-nose erreicht werden.Die mittels Kostaufbau mgliche Gewichtskorrektur untergewichtiger Patienten kannzu einer Besserung der Symptome fhren.

    Dennoch muss festgehalten werden, dass es bis dato nur wenige qualitativ hoch-wertige Studien zur Ernhrungstherapie bei COPD gibt.

    Bei Verlust an Muskelkraft infolge Untergewichtes kann die Atemmuskelkraft durchgesteigerte Kalorienzufuhr bei einem Teil der Patienten gebessert werden. Meist reichtdie alleinige Zufuhr von Kalorien nicht aus, sie sollte durch krperliches Training bzw.Training der Atemmuskeln ergnzt werden. Diesbezglich liegen jedoch keine Stu-dien an groen Patientenzahlen vor.

    Bei bergewichtigen Patienten fhrt eine Gewichtsreduktion zu einer Abnahme desEnergiebedarfs bei krperlicher Belastung und damit zu einer leichteren Bewltigungder im Alltag anfallenden krperlichen Aktivitten. Diten zur Gewichtsreduktionknnen mit einer Beschrnkung der tglichen Aufnahme auf 1.200 bis 1.500 Kalo-rien erfolgreich durchgefhrt werden.

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    Der Zusatz von Vitaminen oder Mineralstoffen ist bei ausgewogener Ernhrungnicht erforderlich.

    Der Stellenwert der Gabe von Anabolika bei stark untergewichtigen COPD-Pa-tienten, der im Rahmen von Studien in Rehabilitationsprogrammen verschiedent-lich untersucht wurde, kann abschlieend noch nicht beurteilt werden.

    Auszug: Nationale Versorgungsleitlinie COPD siehe auch www.versorgungsleit-linien.de

    Erluterungen:

    Anabolika sind Substanzen, die den Aufbau von krpereigenem Gewebe vorwie-gend durch eine verstrkte Proteinsynthese frdern.

    Trink-/Zusatznahrung ist in mehr als 30 verschiedenen Geschmacksrichtungen er-hltlich und sollte nicht zu sondern zwischen den Mahlzeiten oder besser abendsergnzend verabreicht werden.

    Leidet der Patient an Appetitlosigkeit, kann eine Trinknahrung mit hoher Energie-dichte (z.B. 2,4 kcal/ml) eine Lsung darstellen, da so mit einer kleinen Portionmehr Energie zugefhrt wird. Hersteller bieten hochkalorische Trinknahrungen mit einem Kaloriengehalt von1,5 2,4 kcal/ml = Kilokalorien pro Milliliter an. Die Packungsgren der Trink-nahrung liegen zwischen 125 ml und 200 ml.

    Bei medizinischer Begrndung kann Trink-/Zusatznahrung rztlich verordnet wer-den und ist durch die Krankenkassen erstattungspflichtig.

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    Omega-3-Fettsuren Omega-3-Fettsuren zhlen zu den mehrfach ungesttigten Fettsuren. Sie sind es-sentiell, also lebensnotwendig, knnen vom Krper nicht selbst hergestellt werden,sondern werden ber die Nahrung aufgenommen.

    Bisher wurde diesen Fettsuren ein gewisser Schutz gegen Herz- und Gefkrankhei-ten zugeschrieben aufgrund mglicher antientzndlicher Wirkungen.Einige Studien konnten nun zeigen, dass scheinbar auch bei COPD Verbesserungenbei den Entzndungsmarkern im Blut auftreten wie auch Verbesserungen bei Atem-beschwerden und Auswurf.

    Diese ersten positiven Ergebnisse mssen jedoch durch weitere Studien berprft undbelegt werden.

    In unserer Ernhrung sind die Hauptlieferanten fr Omega-3-Fettsuren Kaltwasser-fische wie Makrele, Lachs, Hering sowie pflanzliche le (Leinsamen-, Raps-, Sojal-,Walnuss- und Olivenl).

    AntioxidantienAntioxidantien (oder auch Oxidationshemmer) verhindern die Oxidation empfindlicherMolekle.In unserem Krper entstehen zum Beispiel bei allen Stoffwechselvorgngen, ent-zndlichen Vorgngen, Stress aber auch durch Sonneneinstrahlung sogenannte freieRadikale oder anders ausgedrckt aggressive Sauerstoffverbindungen.Die Antioxidantien fangen diese freien Radikale ein und wandeln sie in ungefhrlicheMolekle um.

    Natrliche Antioxidantien wie Vitamin C, E oder Betacarotin (die Vorstufe von VitaminA) kommen ausreichend in der Nahrung vor, auerdem werden sie vielen Lebensmit-teln zugesetzt, so dass in der Regel kein Mangel besteht.

    Eindeutige wissenschaftliche Kriterien, nach denen es von Vorteil ist, Antioxidantienin Form von Nahrungsergnzungsmitteln zu geben, fehlen.Hohe Dosen an Antioxidantien in Lebensmitteln sind zum Beispiel in Obst und Gemsezu finden; besonders hervorzuheben sind Datteln, rote Weintrauben und Cranberries.

    AminosurenAminosuren sind Bausteine unseres Krpers, aus denen Eiwei (Protein) entsteht. AlleProteine sind aus Aminosuren zusammengesetzt. Es werden 20 verschiedene Ami-

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    nosuren unterschieden, von denen acht fr den menschlichen Organismus essentiellalso lebenswichtig, sind. Diese Aminosuren mssen dem Krper tglich ber dieNahrung zugefhrt werden. Essentielle Aminosuren sind vorwiegend in pflanzli-chen Lebensmitteln enthalten.Es wird daher empfohlen, den Eiweibedarf zu zwei Dritteln aus pflanzlichem undzu einem Drittel aus tierischem Eiwei zu decken.

    Empfehlenswert ist die Getreideart Quinoa (z.B. als Msli) aus den Anden, die be-sonders reich an Aminosuren ist.

    Neben dem Muskelschwund kommt es bei COPD-Patienten mit einem hherenSchweregrad auch zu einem vermehrten Abbau von essentiellen Aminosuren, dienormalerweise der Energiegewinnung dienen. Um dem vorzubeugen, knnen wirCOPD-Patienten eine tgliche Nahrungsergnzung mit essentiellen Aminosurenempfehlen. Zitat Prof. Dr. Dieter Khler, Leiter der Lungenklinik Kloster Grafschaft siehe auch www.lungenaerzte-im-netz.de.

    Die gezielte Ergnzung spezieller Aminosuren sollte allerdings stets von einemerfahrenen Arzt durchgefhrt und berwacht werden.

    MineralstoffeUnter Mineralstoffen versteht man im engeren Sinn die Salze oder Elektrolyte, dieder Krper in vergleichsweise groen Mengen bentigt.

    Kalzium - siehe Kapitel Osteoporose

    Magnesium ist unmittelbar an der Funktion der Muskulatur beteiligt.Produkte wie z.B. Vollkornbrot, Kohlrabi, Blattspinat enthalten hohe Mengen anMagnesium.

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    Wir empfehlen Ihnen, eine Patientenschulung fr COPD zu besuchen!

    Studien haben gezeigt, dass insbesondere Patientenschulungen die Kompetenz undEigenverantwortlichkeit der Patienten strken, die Lebensqualitt steigern undKrankenhausaufenthalte pro Jahr deutlich senken.

    Achten Sie darauf, dass Sie eine spezielle COPD-Schulung und keine Asthma-Schu-lung erhalten es gibt viele wichtige Unterschiede zwischen Asthma und COPD.

    Was Sie in der Patientenschulung erlernen:- richtige Inhalationstechnik- Krankheitslehre, Risikofaktoren und deren Reduktion- Selbstkontrolle der Erkrankung- Wirkungen und Nebenwirkungen der wichtigsten Medikamente- Grundlagen der Atemtherapie und Selbsthilfemanahmen- Anpassung der Medikamente an den Schweregrad der Erkrankung- Motivation zum krperlichen Training

    Adressen geeigneter Patientenschulungen in Ihrer Region erhalten Sie ber IhrenArzt oder Ihre Krankenkasse.

    Um eine Nachhaltigkeit der Schulung zu gewhrleisten, werden in der Regel Ba-siskurse und nach 12 Monaten Auffrischungskurse angeboten.

    Ernhrungs- und Bewegungstherapie zeigen additive, sich ergnzende Effekte.Krperliches Training im Rahmen der Mglichkeiten des Patienten sollte Spamachen und regelmig erfolgen. In Lungensportgruppen werden geeignete Be-wegungsprogramme fr COPD-Patienten angeboten.

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    COPD-Deutschland e.V.

    Unsere Ziele

    Hilfe zur Selbsthilfe leisten, denn Selbsthilfe ist ein unentbehrlicher Teil der Gesundheitsversorgung.Der Verein ist daher immer bestrebt, die Betroffenen aktiv bei der Verbesserung ihrer Lebensqualitt zu untersttzen.

    Hauptaufgaben

    Hilfe fr Atemwegskranke leisten Gesundheitsfrderliche Umfelder untersttzen Gesundheitsbezogene Projekte untersttzen Untersttzung der Selbsthilfegruppen Selbsthilfegruppen, die mit seiner Zielsetzung im Einklang stehen,

    bei ihrem Aufbau und in ihrer Arbeit untersttzen Hilfe zur Selbsthilfe im Allgemeinen frdern Selbstbestimmung und Eigenkompetenz des Einzelnen strken Frderung der Kooperation zwischen Betroffenen, rzten und

    Fachrzten, Krankenhusern und Reha-Kliniken

    Der Verein fhrt Informationsveranstaltungen durch, die durch fachme-dizinische Beteiligung ein breites Spektrum der neuesten Erkenntnisseber chronische Atemwegserkrankungen in der ffentlichkeit verbreitensollen.

    Aufgrund dieser Zielsetzungen sind die Mitglieder des Vereins vordring-lich Patienten mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (d.h.Betroffene mit COPD, Lungenemphysem, Alpha-1-Antitrypsinmangel undBronchiektasen).

    COPD - Deutschland e.V.Fabrikstrasse 33 47119 DuisburgTelefon 0203 - 7188742, Telefax 0203 - 7188743 [email protected]

    COPD und Ernhrung Nutricia 1:Layout 1 20.12.2011 09:17 Seite 27

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    lfe Selbsthilfegruppe Lungenemphysem COPD Deutschland

    Unsere Ziele

    Unsere regionalen Selbsthilfegruppen und unsere Mailingliste sollen all jenen, die Lungenemphysem, Alpha-1-Antitrypsin-mangel, COPD, Bronchiektasen oder/und Asthma bronchiale erkrankt sind, aber auch jenen, die sich einer Sauerstoff-Langzeittherapie unterziehen mssen, die Mglichkeit bieten, den Wissensstand um die Erkrankung und die damit verbundene Therapie zu verbessern.

    Wir wollen sowohl ber die regionalen Selbsthilfegruppen, als auch ber die Mailingliste und unsere Homepage informieren und Erfahrungen und Tipps austauschen.

    Hauptaufgaben

    Verbesserung des Umgangs mit der Erkrankung und eine nachhaltige Compliance (Einhaltung der Therapie)

    Information ber Operationsverfahren wie Lungentransplantation (LTX),Lungenvolumenreduktion (LVR) oder Bullektomie

    Aufklrung ber gertetechnische Innovationen Information ber Neuigkeiten und Innovationen aus der medizinischen

    Forschung und die damit verbundenen Studien

    Kontaktstelle zwischen

    rzten aus Klinik und Praxis sowie Physiotherapeuten, Reha-Kliniken und Transplantationszentren

    anderen Selbsthilfevereinigungen anderen Betroffenen

    Lungenemphysem COPD DeutschlandKoordinationsstelle der Selbsthilfegruppen, Jens LingemannLindstockstrasse 30 45527 HattingenTelefon 02324 - 999 000 Telefax 02324 - [email protected]

    COPD und Ernhrung Nutricia 1:Layout 1 20.12.2011 09:17 Seite 28

  • Symposium-Lunge

    Das Symposium ist eine jhrlich stattfindende ganztgige Veranstaltung,die von Patienten fr Patienten durchgefhrt wird. Die Initiative dazukam von Jens Lingemann, der als Betroffener fr die Organisationsleitungder Symposien verantwortlich ist.

    Anfang September 2007 fand in Hattingen / NRW das erste SymposiumLunge statt. Die von den Patientenorganisationen COPD - Deutschland e. V., SHG Lungenemphysem COPD Deutschland und der PatientenligaAtemwegserkrankungen e.V. organisierte Veranstaltung stand unter demMotto: COPD und Lungenemphysem Krankheit und Herausforderung.Etwa 1.300 Besucher waren aus dem gesamten Bundesgebiet und dembenachbarten Ausland nach Hattingen gekommen. Die Teilnehmerzahl erhhte sich bei den Folgeveranstaltungen stetig. Zum vierten Sympo-sium-Lunge kamen mehr als 2100 Besucher.

    Diese Frequentierung macht deutlich, wie wichtig eine kompetente Ver-tretung der von Atemwegserkrankungen Betroffenen ist und zuknftigsein wird, da die Anzahl dieser (laut Prognosen der WHO) auch weiterhinzunehmen wird.

    Das fnfte Symposium Lunge wird am 09. Juni 2012 wieder in Hattingenstattfinden.

    Das Veranstaltungsprogramm sowie alle weiteren Informationen zumSymposium knnen Sie auf der Homepage der Selbsthilfegruppe Lungen-emphysem-COPD Deutschland www.lungenemphysem-copd.de und denWebseiten der Mitveranstalter nachlesen.

    Lungenemphysem COPD DeutschlandOrganisationsbro der Selbsthilfegruppen Jens LingemannLindstockstrasse 30 45527 HattingenTelefon 02324 - 999959Telefax 02324 - 6876 [email protected]

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    ber Online-Umfrage soll Therapietreue von chronischen Atemwegspatienten verbessern

    Therapieanweisungen vom Arzt werden nicht immer konsequent befolgt. Dadurchnimmt allerdings die Erkrankung meist einen schlechteren Verlauf als bei therapie-treuen Patienten und der Behandlungserfolg, der eigentlich mglich wre, wird er-heblich limitiert. Nun soll eine Online-Umfrage bei Patienten mit einer chronischobstruktiven Atemwegserkrankung wie chronisch obstruktiver Bronchitis mit oderohne Lungenemphysem abklren, wann und warum Patienten dazu neigen, ihreTherapieanweisungen zu vernachlssigen. Diese Umfrage wird von den Selbsthilfe-Organisationen Lungenemphysem-COPD Deutschland und dem COPD-Deutschlande.V. erhoben und von den Lungenrzten der Deutschen Gesellschaft fr Pneumolo-gie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne, der Deutschen Lungenstiftung e.V. (DLS)in Hannover und des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) in Heidenheim be-frwortet. Ziel dieser Umfrage ist es, den Betroffenen vor Augen zu fhren, in wel-chen Situationen sie vermehrt auf ihr eigenes Verhalten achten sollten, umNachlssigkeiten bei der Einhaltung der Therapievorgaben zu vermeiden, erlutertJens Lingemann, Leiter der Organisation Lungenemphysem-COPD Deutschland undVorsitzender des COPDDeutschland e.V., auf dessen Initiative diese Umfrage durch-gefhrt wird. Individuelle Grnde und Ursachen der Patienten fr eine schwindendeTherapietreue werden gesammelt, um dann herauszustellen, in welchen Kontextenbesonders oberflchlich bzw. nachlssig gehandelt wird. Schn wre es, mit den Er-gebnissen der Umfrage zumindest bei einigen Betroffenen eine Verhaltensnde-rung und mehr Therapietreue herbeizufhren, so Lingemann.

    http://www.lungenemphysem-copd.de/pages/public/umfragen/index.php

    RatgeberDie insgesamt sieben Broschren vom COPD-Deutschland e.V. und Lungenemphy-sem-COPD Deutschland sind bei den Herausgebern als auch bei der Patienten-Bibliothek kostenfrei erhltlich.

    COPD und Ernhrung Nutricia 1:Layout 1 20.12.2011 09:18 Seite 30

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