rheuma management, sonderausgabe eular

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Sonderausgabe EULAR der Rheuma Management - Zeitschrift für Rheumatologen und Osteologen

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  • Rheumarheumatologie/osteologie

    Sonderausgabe EULAR 2011

    management

    stetige Fortschritte in der rheumatologie Prof. Dr. Georg Schett

    eular-Jahrestagung 2011Highlights aus London

    Betriebswirtschaft fr rzte (teil 10)Nachlese zum 6. BDRh-Kongress

    motivation des Praxisteams Zauberwort, Patentrezept oder ungeliebte Kostenart?

    grundstze zur genehmigung von ZweigpraxenVier Verfahren beim Bundessozialgericht

    Offizielles Mitteilungsorgan des Berufsverbandes Deutscher Rheumatologen e. V. (BDRh)

  • MABT_1063_001_Anz_Biomarker_210x297_rz.indd 1 13.08.10 12:33

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  • 3Thematisch wurden gleichermaen die Grundlagen- als auch die klinische Forschung in der Rheumatologie, Immunologie und Osteologie adressiert, wodurch der Kongress sowohl fr Rheumatologen als auch Wissen-schaftler attraktiv war. Gestreift wurden zudem immer wieder Aspekte der Inneren Medizin, Diabetologie, Kardiologie, Neurologie und weiteren Fachgebieten, was das breite programmatische Spektrum des EULAR verdeutlicht.

    Standen im vergangenen Jahr die neuen EULAR-Empfehlungen zur Therapie der rheumatoiden Arth-ritis (RA) und der daraus abgeleitete dreistufige The-rapiealgorithmus im Fokus, wurden in diesem Jahr erste Erfahrungen hierzu und die neu vorgeschlage-nen, strengeren ACR/EULAR-Remissionskriterien dis-kutiert. Dank der durch das immer breitere Spektrum verfgbarer Biologika und dem konsequenten, fr-hen Einsatz von DMARDs mglichen Verbesserung der Therapie, gelingt es, immer mehr Patienten in eine stabile klinische Remission zu bringen. Zuneh-mend ist hierbei zu diskutieren, ob in Zukunft auf-grund der mit Ultraschall und MRT erzielten substan-tiellen Fortschritte bei der Diagnostik subklinischer Entzndungen nicht noch strker die Bildgebung zur Bewertung der Remission und des Therapieverlaufs mit einbezogen werden muss.

    Mit Spannung verfolgt wurden die zahlreichen neu-en Daten zu Small Molecules, wie z. B. JAK- oder SYK-Inhibitoren, die demnchst eine orale Therapie ermglichen drften. Obwohl der knftige Stellen-wert dieser Substanzen, von denen Tofacitinib am weitesten in der Entwicklung ist, derzeit noch nicht abschtzbar ist, erffnen sich zustzlich zu den der-zeit verfgbaren Biologika neue zielgerichtete As-pekte der rheumatologischen Therapie, die Hoffnung auf die Zukunft machen. hnliches gilt auch fr den bei Systemischem Lupus erythematodes (SLE) kurz vor der Zulassung stehenden, BLyS-spezifischen Inhi-

    bitor Belimumab. Zu konstatieren ist auch ein wieder zunehmendes Interesse an der IL-1-Hemmung, die bei der Gicht zu nennen ist hier vor allem Cana-kinumab eine zunehmend wichtige Rolle spielen knnte. Untermauert wird dies durch neue Erkennt-nisse zur Pathophysiologie und Entzndungsmecha-nismen bei der Gicht, die auch aufgrund der neuen Behandlungsoptionen wieder strker in den Fokus der Rheumatologen rckt.

    Interessante Daten wurden aber auch zur Spondyli-tis ankylosans, Psoriasis-Arthritis, Vaskulitiden und Kollagenosen sowie einigen selteneren Krankheitsbil-dern vorgestellt. Auch die Immunologie und Osteo-logie kamen im Rahmen dieses rundum gelungenen Kongresses nicht zu kurz. Auf ein Wiedersehen beim nchsten EULAR-Kongress vom 6.-9. Juni 2012 in Ber-lin.

    Prof. Dr. Georg SchettDirektor der Medizinischen Klinik 3 Immunologie und Rheumatologie Krankenhausstr. 12, 91054 Erlangen Tel.: 09131/85-33363, Fax: 09131/85-34770 E-Mail: georg.schett@uk-erlangen.de

    Rckblick auf den EULAR 2011 in London

    stetige Fortschritte in der rheumatologie zu verzeichnenVom 25. bis 28. Mai 2011 war die britische Hauptstadt London Gastgeber der Jahrestagung der Eu-ropean League Against Rheumatism (EULAR). Ohne Einschrnkungen kann der diesjhrige Kongress als weiterer, groer Erfolg fr die europische Rheumatologie gewertet werden. Mit ber 16.000 Teilnehmern, davon etwa 1.000 aus Deutschland, die in den Hallen des ExCel zusammentrafen, luft der EULAR dem ACR-Kongress weiter den Rang ab und ist die weltweit fhrende rheumatologische Fachtagung. Unterstrichen wird diese positive Entwicklung durch die stetig steigende Zahl von mitt-lerweile weit ber 4.000 Abstracts und Postern.

    Prof. Dr. med. Georg Schett

  • Inhalt o

    eula

    r-Kong

    ress 2011

    ab 24

    eular-Kongress 2011 24Wissenschaftliche Hhepunkte der Tagung in LondonProf. Dr. med. Jrn Kekow

    rheumatoide arthritis 26Neue therapeutische OptionenProf. Dr. med. Herbert Kellner

    ankylosierende spondylitis 28Neue Studien vom EULAR 2011 in LondonProf. Dr. med. Joachim Sieper

    eular-Kongress 2011 30Neues zum SLE und ANCA-assoziierten VaskulitidenProf. Dr. med. Christof Specker

    rheumatoide arthritis 34Der Weg zu einer oralen Therapie konkretisiert sich

    Frhe rheumatoide arthritis 36Mit Treat-to-Target-Strategie gezielt den Langzeitverlauf optimieren

    entzndlich-rheumatische Krankheiten 37TNF-Blocker sind nicht mit erhhter Malignitt assoziiert

    rheumatoide arthritis 38Neue pathophysiologische Faktoren identifiziert?

    Frhe rheumatoide arthritis 40Ungesteuerte intraartikulre Injektionen effektiv und sicher

    Diagnostik der frhen arthritis 41Positive Daten zu neuem bildgebenden Verfahren

    Kardiovaskulres risiko 42RA-Patienten nach Myokardinfarkt unterversorgt

    eular 2011 highlights aus london

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  • Inhalt o

    Betriebswirtschaft fr rzte (teil 10) 6Nachlese zum 6. BDRh-KongressStB Thomas Geiger

    Wahrnehmung des Faches rheumatologie 12How do we get rheumathology more sexy?Prof. Dr. med. Matthias Schneider, Prof. Dr. med. Christof Specker, Martina Blumenroth

    informationsbroschre fr Patienten 14Den Alltag trotz Rheuma bewltigen

    tipps am rande des Kongresses 15Was bietet Mnchen neben dem DGRh-Kongress?

    VDBW und Dgrh 16Integration von chronisch Kranken ins Arbeitsleben verbessern

    motivation des Praxisteams 18Zauberwort, Patentrezept oder ungeliebte Kostenart?Dieter Baitinger

    arztrecht 19Einzelvertragliche Vergtungsregelung eines Chefarztes

    Bundessozialgericht 20Grundstze zur Genehmigung von Zweigpraxen

    arbeitsrecht 21Zugang einer Kndigung durch einen Boten

    seriesie fragen experten antworten 22RA Christian Koller

    systemische juvenile idiopathische arthritis 53Erstmals hoch wirksame Therapie zugelassen

    impressum 55

    In dieser Ausgabe beachten Sie bitte folgende Beilagen:

    Kampagne Aktiv gegen RheumaschmerzDeutsche Rheuma-Liga

    EULAR-Jahrestagung 2011 in LondonChugai Pharma Marketing Ltd. & Roche Pharma AG

    Innovative Testsysteme fr das rheumatologische Labor"Euroimmun AG

    15Was bietet mnchen neben

    dem Dgrh-Kongress?

    20grundstze zur genehmigung

    von Zweigpraxen

    12how do we get rheumatology

    more sexy?

    NEU

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    1 Amir Kaljikovic - Fotolia.com, 2 Pitopia

  • 6War Steuerliche Aspekte der Praxisfhrung, ein sehr weites Thema fr einen Workshop von rund 45 Minuten?Ja, natrlich. Zu diesem Thema knnte man sicher ein mehrtgiges Seminar abhalten. Wir haben aber in Zu-sammenarbeit mit dem Kongressprsidenten, Herrn Dr. Edmund Edelmann, dem wir fr seine Unterstt-zung auch auf diesem Wege danken, einige Themen zusammengestellt, die nach seiner und unserer Mei-nung fr eine groe Zahl von Rheumatologen interes-sant sein knnen und aktuell sind.

    Welche Themen wurden ausgewhlt?Die Themen waren:1. Optimale Gestaltung der BWA (= Betriebswirt- schaftliche Auswertung des Arztes),2. Steuerliche Aspekte bei Investitionen in Groger- te, Praxiseinrichtung und Praxisumbau,3. Steuerfolgen bei Aufnahme von Praxispartnern (Bil- dung oder Erweiterung einer BAG), 4. Praxisabgabe und Einkommensteuer und5. Umsatzsteuer (Infizierung mit Umsatzsteuer ein Missverstndnis).

    Worauf sollte man bei der Gestaltung einer BWA achten?Die Betriebswirtschaftliche Auswertung (kurz BWA), fr rzte muss speziell fr rzte konzipiert sein. Das hrt sich vielleicht etwas merkwrdig an, da das ei-gentlich eine Selbstverstndlichkeit sein sollte. Wir erleben aber in vielen Fllen, dass rzte zu uns kom-men und bis dahin Auswertungen erhielten, die in keiner Weise auf ihre Informationsbedrfnisse abge-stellt sind. Sie haben Auswertungen, die entweder fr Kleingewerbetreibende gedacht, oder derart kompli-ziert sind, dass sie, auer vielleicht ein Steuerberater, niemand genau verstehen kann.

    Die BWA sollte anhand einer monatlichen Finanz-buchfhrung auf Basis einer Einnahmen-/ berschuss-rechnung angelegt sein. Die zentralen Fragen, die mit einer BWA beantwortet werden sollen, lauten:1. Wie viel berschuss in Euro hat meine Praxis im be- treffenden Zeitraum erwirtschaftet?2. Wie viel wurde davon bereits verbraucht und wie viel ist noch vorhanden?

    Wir haben in Teil 2 und 3 dieser Serie (Heft 4 und 5/2009) ausfhrlich be-schrieben, wie eine BWA fr rzte und Gemein-schaftspraxen von rzten nach unserer Auffassung aussehen sollte. Diese Muster habe ich auch den Teilnehmern des Work-shops vorgestellt. Interes-sierte rzte, die nicht da waren, knnen ausfhrli-che Informationen zu diesem Thema in den genannten Heften nachlesen und sich eine Muster-BWA ansehen.

    Wie waren die Reaktionen der rzte auf dieses Thema?Viele rzte glauben nach wie vor, dass Auswertungen der Finanzbuchfhrung, die auf ihre Bedrfnisse ab-stellen, sehr teuer sein mssen. Das ist natrlich nicht so, da die BWA, wenn sie einmal eingerichtet ist, fr lange Jahre ihre Zwecke erfllt. Klar ist aber, dass qua-lifizierte betriebswirtschaftliche und steuerliche Bera-tung Geld kostet.

    Die Buchfhrung einer Arztpraxis wird aber nicht da-durch billiger, dass die Auswertung nicht verwendbar oder der Verarbeitungszeitraum zu lang ist (z. B. ein Jahr auf einen Streich) und die Buchfhrung sehr spt erste