klimabündnis 4/2014

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  • Z E I T S C H R I F T V O N K L I M A B N D N I S S T E R R E I C H 04/2014

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    Am Rio NegroFOIRN-Vollversammlung ... S. 4

    In sterreichWrgl mit eigener Energie ... S. 6Dorfpfarre als Klima-Schrittmacher ... S. 7Solide Projekte fr die Zukunft ... S. 1 1

    Mitmachen

  • 2 klimaintro

    Bildungseinrichtungen: Burgenland: Zweisprachiger Kindergarten Kroatisch Minihof. Niedersterreich: Donau-Volksschule Wallsee-Sindel-burg, HTL St. Plten Abteilung Elektrotechnik. Obersterreich: VS Alberndorf, VS Fischlham, VS1, VS2, u. Martin Boos Schule Gallneukirchen, Gemeindekinder-garten Pollham, VS Krenglbach, NMS Lenzing, Berufsschu-le Linz, Adalbert Stifter Praxisschule - NMS der PH Dizese Linz, Kindergarten 2 Marchtrenk, LWBFS Mauerkirchen, VS Micheldorf, VS Pergkirchen, VS St. Florian, Freie Schule St. Georgen. Steiermark: Kindergarten Spatzennest (Pls), Volks-schule St. Martin im Sulmtal. Tirol: BG/BRG St. Johann, Kindergarten fr Alle (Inns-bruck), Neue Mittelschule (Innsbruck / Wilten), Volksschu-le Kramsach.

    In sterreich haben sich alle Bundeslnder, ber 960 Stdte und Gemeinden, rund 900 Betriebe sowie rund 440 Schulen und Bildungseinrichtungen dem Klima-bndnis angeschlossen. Europaweit sind es 1.700 Std-te und Gemeinden in 24 Lndern.

    Betriebe: Obersterreich: Lebendige Grten Luger, Putti-Hof (Buchkirchen); Gemeindeamt, Bauhof, Kiga und VS Diet-ach bei Steyr; Gemeindeamt, Kiga, VS & Musikschule Las-berg; Lichtspiele Lenzing; B7 - Fahrradzentrum, Buntes Tier OG - Die Donauwirtinnen, Kseglocke, Katuni, Litz - Erlebnishaus am Attersee, Salon Buntspecht, 4YOUgend (Linz); Bio Hof Bckerei Neubck (Pollham); emens - faire Mode (Prambachkirchen); Biobckerei Mauracherhof (Sarleinsbach); Gemeindeamt u. HS Schardenberg; Volkshilfe Arbeitswelt Schrding; my requell (Schrfling/Attersee), Vorstadt Lounge - Martina Gasselseder (Vckla-bruck); Christian Bartak Communication, SiEBENKANT - Ein Laden zum Leben, sonis-extrazimmer (Wels); Gemein-deamt, Kiga, EKiZ, Hort u. Rotes Kreuz Zwettl a.d. Rodl. Steiermark: BAN Sozialkonomische BetriebsgmbH, bel-laflora Gartencenter GmbH, Bicycle Entwicklungs-projekt Fahrrad, CITYPARK GmbH, Enersolution, Green-drive, IBIOLA Mobility Solutions GmbH, MC-Capital GmbH (Graz); Everto Photovoltaik-Energie KG (Leibnitz-Leitring), Gary Mash (Unzmarkt). Wien: Rosinak & Partner.

    Gemeinden: Niedersterreich: Langenrohr, Leopoldsdorf im March-felde. Tirol: Brandenberg.

    Willkommen im Klimabndnis!

    BETEILIGUNG VON BRGERINNEN UND BRGERN IM KLIMASCHUTZ!Mitgestalten, mitreden und mitentscheiden. Immer mehr BrgerInnen enga-gieren sich in ihren Gemeinden und Bezirken. Sie wollen nicht nur informiert werden, sondern mithelfen, ihr direktes Lebensumfeld zu verbessern. Die Mglichkeiten sind vielfltig und reichen von einer finanziellen Beteiligung,

    persnlichem Engagement bis zur Grndung und Mit-arbeit in lokalen Gruppen (Klimabndnis-Arbeitskreis, e5-Gemeindeteam, Radlobby, ).

    In dieser Ausgabe stellen wir positive Beispiele von BrgerInnenbeteiligungen vor. Von den Wrgler Son-nenscheinen ber die Klimabndnis-Pfarre Dechants-kirchen, wo der engagierte Pfarrer die ganze Gemein-de zum Klimaschutz aktiviert, bis zur Schule in Wien,

    die gemeinsam mit den Eltern an Mobilittslsungen arbeitet. Auch Klima-bndnis-MitarbeiterInnen sind aktiv. So hat der Regionalstellenleiter von O in seiner Heimatgemeinde Krenglbach ein vielbeachtetes und mehrfach aus-gezeichnetes Mobilittsprojekt realisiert.

    Wie BrgerInnenbeteiligung zum Erfolgsmodell werden kann, zeigt auch ein Blick zu unserer Partnerorganisation FOIRN am Rio Negro. Sportfischen ist am Amazonas ein groes Problem. Den schwierigen Spagat zwischen Tou-rismus und nachhaltiger Fischerei versucht die FOIRN mit einem eigenen Modell zu schaffen. Die Grundlagen fr ein nachhaltiges Fischereiabkommen zwischen den indigenen Dorfgemeinschaften und einem Tourismusunter-nehmen wurden in einem einjhrigen Diskussionsprozess gemeinsam mit den BewohnerInnen der Region erarbeitet. Das erarbeitete Projekt wird als positives Beispiel der BrgerInnenbeteiligung auch auf der Konferenz der Welternhrungsorganisation FAO im Jnner in Rom prsentiert.

    Ob in Europa oder Sdamerika. Die Beteiligung der Brgerinnen und Brger im Klimaschutz wird vom Klimabndnis jedenfalls weiterhin kraftvoll unter-sttzt.

    Mit besten Wnschen fr friedvolle, erholsame Feiertage und das neue Jahr

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    PETER MOLNARGeschftsfhrer Klimabndnis sterreich

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    Neu im Klimabndnis: Irene Schrenk, ausgebildete Raumplanerin, ist seit Herbst des Jahres als Vertretung von Peter Czer-mak bei Klimabndnis sterreich fr Mobilitt und Mobilittsmanagement zustndig. Diesen Schwerpunkt sieht sie in enger Verbindung mit Energie und Stadtplanung. Jaume Vidal absolviert nach dem Studium der Umweltsystemwissenschaften das Freiwillige Umweltjahr bei Klimabndnis Steiermark. Seine Aufgaben sind die Untersttzung bei Schulwork-shops und bei laufenden Projekten sowie Brot-tigkeiten.

    Medieninhaber, Herausgeber, Verleger: Klimabndnis sterreich, Prinz-Eugen-Strae 72/Top 1.5, A-1040 Wien, T: 01/5815 881, E: office@klimabuendnis.at Redaktion: Emil Benesch, Brigitte Drabeck, Friedrich Hofer, Hannes Hller, Marion Kaar, Johann Kandler, Patricia Kandler, Christian Salmhofer, Anna Schwerzler, Andreas Strasser, Sonja Whrenschimmel-Wahl AutorInnen: Martina Daim, Christian Finger, Sonja Gamper, Angela Hanisch und Anna Haas Graphik & Layout: Andreas Strasser Anzeigen: Anita Zrounek Druck: Druckhaus Schiner, mit Druckfarben auf Basis nachwachsender Roh-stoffe Papier: Desistar, aus 100 % Altstoffen Erscheinungsweise: viermal jhrlich Offenlegung laut 25 Mediengesetz: Die Zeitschrift klimabndnis dient der Information aller PartnerInnen, MitarbeiterInnen der beigetretenen Gebietskrperschaften, der tragenden Organisationen, der miteingebundenen Initiativen und Gruppen sowie allgemein an den Themen Klimaschutz, Umwelt- und Entwicklungspolitik Interessierter. Wien 2014 fr alle Beitrge bei Klimabndnis sterreich.

    gedruckt nach der Richtlinie Druckerzeugnisse des sterreichischen Umweltzeichens Druckhaus Schiner Krems UW 714

  • K ommunaler Klimaschutz, Regen-waldschutz und Partnerschaften mit indigenen Vlkern sind zentrale Ziele des Klima-Bndnis. Aber die Stdte und Ge-meinden im Klima-Bndnis wollen mehr: Sie wollen eine Kultur des Klimaschutzes entwickeln und so ein zukunftsfhiges Gemeinwesen aufbauen. Und somit han-deln die Gemeinden mit kreativen und vielfltigen Aktionen und Methoden vor Ort. Der sparsame Umgang mit Ressour-cen, regionale Wirtschaftskreislufe und der faire Umgang mit Menschen in aller Welt bilden dabei das Fundament.

    Konvent der BrgermeisterDer Konvent der Brgermeister, eine Initi-ative der EU-Kommission (Generaldirektion Energie), hat sich mit inzwischen mehr als 6.000 UnterzeichnerInnen zu einem sehr erfolgreichen europischen Klimaschutz-projekt entwickelt. Die teilnehmenden Stdte und Gemeinden wollen mit nach-haltigen Energieaktionsplnen das Ziel der EU zur CO2-Reduktion um 20 % bis zum Jahr 2020 bertreffen. Fr Klima-Bndnis-Gemeinden sollte das erreichbar sein.Das Klima-Bndnis ist im Bro des Kon-vents in Brssel vertreten und versucht seine Prsenz auf nationaler und regio-naler Ebene, u.a. durch weitere EU-Pro-jekte wie 100 % Erneuerbare Energie Re-gionen, zu strken. Auch Helpdesks fr sterreich, Italien und Deutschland sind eingerichtet worden.Die Strahlkraft des Konvent der Brgermei-ster hat zu zwei weiteren bedeutenden

    Das Bndnis der BrgerInnenInitiativen gefhrt: den Covenant East und Mayors Adapt. Der Covenant East arbeitet mit den gleichen Instrumenten wie der Konvent und richtet sich an Stdte und Ge-meinden in den stlich der EU liegenden Lndern. Das Klima-Bndnis hat in diesem Zusammenhang jeweils ein Beratungsb-ro in Lemberg (Ukraine) und in Tiflis (Ge-orgien) erffnet. Mayors Adapt schlielich ergnzt die Klimaschutzaktionen des Kon-vents um Anpassungsmanahmen an den Klimawandel.Lokale Vernderung, Transformation war das Thema der Internationalen Jahres-konferenz im Mai 2014 in Luxemburg. Diskutiert wurde ber solidarisches Wirt-schaften und Gemeinwohlkonomie, aber auch ber Partizipation der Bevlke-rung bei Planungsprozessen und an der Energieproduktion.

    Einen weiteren Ansatz fr den Wandel bieten kulturelle und knstlerische Ak-tivitten und Projekte als Kultur des Klimaschutzes. Das ermglichen Aus-stellungen, Theaterstcke oder auch All-tagsaktionen wie Stadtfhrungen. Mit unterschiedlichen Mobilisierungs- und Handlungsstrategien versuchen Gemein-den den gesellschaftlichen Wandel im Be-reich Stadtentwicklung, Naturschutz und kommunales Zusammenleben zu errei-chen (z.B. Transition Towns, Stadtgrten, Gemeinwohlkonomie, komplementre Whrung). Weitere kulturelle Aspekte des Klimaschutzes liegen im Bereich von Lebensstil und Konsum. Hier ist gesell-schaftlicher Wandel erforderlich. ANGELA HANISCH

    info! www.klimabuendnis.org

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    Das Klima-Bndnis in Europa breitet sich aus und setzt neue Schwerpunkte

    Das Klima-Bndnis der europischen Std-te mit indigenen Vlkern der Regenwlder e.V. ist das grte Stdtenetzwerk, das sich fr Klimaschutz und den Erhalt der Tropenwlder einsetzt. Seit 1990 untersttzt das Klima-Bnd-nis seine mittlerweile ber 1.700 Mitglieder in 24 europischen Lndern bei der Erreichung ihrer Selbstver

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