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Die Herausgeber

Werner Langer D.O., geb. 1953 19721977 Studium der Kinesitherapie und Re-

habilitation an der Katholischen Universitt L-wen

Osteopathieausbildung am Sutherland Collegein Paris

seit 1981 eigene Osteopathiepraxis einige Jahre bersetzer an der Still Akademie

Frankreich seit 1997 Dozent und Leiter des Instituts fr

angewandte Osteopathie (IFAO)

Eric Hebgen D.O. M.R.O., geb. 1966 19871990 Studium der Humanmedizin (1.

Staatsexamen) in Bonn 19901992 Krankengymnastikausbildung an

der Eva-Hser-Schule in Bad Rothenfelde 19952000 Osteopathieausbildung am Institut

fr angewandte Osteopathie (IFAO) in Dssel-dorf

20002001 Diplomarbeit der Osteopathie mitVerleihung des Titels D.O. im September 2001

2002 Heilpraktikerprfung

Ttigkeiten: 19921993 St. Josef Krankenhaus in Koblenz 19931997 Lehrkraft an der Physiotherapie-

schule des St. Josef Krankenhauses seit 1993 eigene Krankengymnastikpraxis in

Dierdorf (Fortbildungen in Manueller Therapienach DGMM [Diplom]; Brgger-Therapeut nachMurnauer Konzept)

seit 2000 Dozententtigkeit am Institut fr an-gewandte Osteopathie (IFAO) in Dsseldorf,Leipzig, Wittlich, Berlin und Mutterstadt imFach Viszeralosteopathie

seit 2002 Praxis fr Osteopathie in Knigswin-ter-Vinxel

Herausgegeben von

Werner LangerEric Hebgen

Lehrbuch Osteopathie

Mit Beitrgen von

Dieter W. Burkhardt-ElbingUwe ConradJrgen GrbmllerJrgen GttlerEric HebgenWim HermannsRaimond IgelAlbrecht KaiserThomas KuschelChristian LademannWerner Langer

Andreas MaassenRenate MahlerDorothea MetcalfeErnst MeyerPhilippe MisslinKristin PetersGabi PredigerMichaela RtzRoger SeiderAngelika StrunkPeter Verhaert

486 Abbildungen

Karl F. Haug Verlag Stuttgart

Bibliografische Informationder Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diesePublikation in der Deutschen Nationalbibliografie;detaillierte bibliografische Daten sind im Internetber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Anschrift der Herausgeber:

Werner Langer D.O.Walleroder Weg 6 a4780 VithBelgien

Eric Hebgen D.O.Lange Hecke 2553639 Knigswinter

2013 Karl F. Haug Verlag inMVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KGOswald-Hesse-Str. 50, 70469 Stuttgart

Unsere Homepage: www.haug-verlag.de

Printed in Germany

Umschlaggestaltung: Thieme VerlagsgruppeUmschlagfoto: Michael Zimmermann/Thieme VerlagsgruppeSatz: primustype R. Hurler GmbH, Notzingengesetzt in UltraXMLDruck: Grafisches Centrum Cuno, 39240 Calbe

ISBN 978-3-8304-7530-9 1 2 3 4 5 6Auch erhltlich als E-Book:eISBN (PDF) 978-3-8304-7531-6eISBN (ePub) 978-3-8304-7532-3

Wichtiger Hinweis: Wie jede Wissenschaft ist die Medizinstndigen Entwicklungen unterworfen. Forschung und kli-nische Erfahrung erweitern unsere Erkenntnisse, insbeson-dere was Behandlung und medikamentse Therapie anbe-langt. Soweit in diesem Werk eine Dosierung oder eineApplikation erwhnt wird, darf der Leser zwar darauf ver-trauen, dass Autoren, Herausgeber und Verlag groe Sorg-falt darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wis-sensstand bei Fertigstellung des Werkes entspricht.

Fr Angaben ber Dosierungsanweisungen und Applika-tionsformen kann vom Verlag jedoch keine Gewhr ber-nommen werden. Jeder Benutzer ist angehalten, durchsorgfltige Prfung der Beipackzettel der verwendetenPrparate und gegebenenfalls nach Konsultation einesSpezialisten festzustellen, ob die dort gegebene Empfeh-lung fr Dosierungen oder die Beachtung von Kontraindi-kationen gegenber der Angabe in diesem Buch abweicht.Eine solche Prfung ist besonders wichtig bei selten ver-wendeten Prparaten oder solchen, die neu auf den Marktgebracht worden sind. Jede Dosierung oder Applikationerfolgt auf eigene Gefahr des Benutzers. Autoren und Ver-lag appellieren an jeden Benutzer, ihm etwa auffallendeUngenauigkeiten dem Verlag mitzuteilen.

Geschtzte Warennamen (Warenzeichen) werden nichtbesonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines sol-chen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, dass essich um einen freien Warennamen handelt.

Das Werk, einschlielich aller seiner Teile, ist urheberrecht-lich geschtzt. Jede Verwertung auerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmungdes Verlags unzulssig und strafbar. Das gilt insbesonderefr Vervielfltigungen, bersetzungen, Mikroverfilmungenund die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischenSystemen.

Vorwort

Wenn ber wichtige Dinge diskutiert wird, die dasLeben betreffen, werden handfeste Argumente ge-sucht. Spricht man ber Umwelt und Klima, berKernkraft oder auch Medizin, dann zieht man dieWissenschaft und Forschung heran, um den Argu-menten Gewicht zu verleihen oder den Gegnermundtot zu machen.

In unserer medialisierten Welt wird das Quali-ttsmerkmal Wissenschaftlichkeit immer hufi-ger fr Werbezwecke genutzt. Dabei werden Logikund Statistiken auch gelegentlich so gebogen,dass sie ein gnstiges Bild abgeben.

Andrew Taylor Still, der als Begrnder der Os-teopathie bezeichnet wird, wollte die Wahrheitfinden. Er liebte die Weisheit, er erforschte dasLeben, er war per definitionem ein Philosoph (Phi-losophie bedeutet: Liebling der Weisheit). Erwurde bis zu seinem Lebensende nicht mde auf-zufordern, zu beweisen, was man sagt und tut erwar Forscher, Erfinder und Wissenschaftler. Einesseiner viel zitierten Prinzipien heit Bewegung.Bewegung ist der deutlichste Ausdruck von Leben.Die Begriffe Leben und Bewegung versinnbild-lichen stndige Vernderung. Diese stndige Ver-nderung ist die Anpassung des Lebens an dieUmwelt und wird Evolution genannt.

Der Evolutionssprung zum Menschen erlaubtes diesem, seine Umwelt wahrzunehmen, sie zuanalysieren und vielleicht sogar zu verstehen. Des-halb kann er sich Vergangenes und Zuknftigesvorstellen und Prognosen fr die weitere Entwick-lung andenken. Dies ist das Terrain der Forschungund der Wissenschaft. Das Ziel ist, zu erkennen, zuerklren und zu verstehen.

Seit jeher ist es das Bestreben der Heilkunst,der Medizin, das Leben zu erkennen, zu erklrenund zu verstehen, um Gefahren vorzubeugen oderzu beseitigen, damit das Leben erhalten bleibt das nennen wir Gesundheit. Die moderne Medizinhat hohe wissenschaftliche Standards entwickelt,um diagnostische und therapeutischeManahmenzu sichern und zu kontrollieren. Dies fhrt unbe-stritten zur hohen Qualitt medizinischer Techni-ken.

Der Mensch lsst sich jedoch im Labor nichtzerlegen wie ein Roboter. Psyche, Emotionen unddas, was die Philosophen seit Menschengedenkenals die Seele bezeichnen, knnen wir auch mitden hchst entwickelten wissenschaftlichen Ger-ten und Methoden nicht eindeutig erkennen, er-klren und verstehen (beweisen). Das ist der Be-reich, in demwir nicht wissen hier fangen wir anzu glauben. Entweder wir glauben an die Seele desMenschen, oder daran, dass es sie nicht gibt.

Auch die Heilkunst stt immer wieder indiese Region vor. Die Beschftigung mit Menschen,die um ihr Leben kmpfen, der Umgang mit Lebenund Tod, fhrt den Therapeuten oft an die Grenzezwischen Wissen und Glauben. Deshalb wird dieHeilkunst nie nur eine reine Wissenschaft seinknnen. Wenn wir das Leben und besonders denMenschen ganzheitlich betrachtenwollen, mssenwir ber die wissenschaftlichen Grenzen des Kr-perlichen hinausblicken und befinden uns im Be-reich des Glaubens. Dies lst besondere Emotionenaus. Wenn der Glaube nmlich in Dogmen gepresstwird, befinden wir uns im Gebiet der Religionen.

Nun mgen die Hardliner der Wissenschaftdarauf verweisen, dass heute die Psychologiegroe Fortschritte in der Wissenschaftlichkeitmacht, und dass wir durch technische Errungen-schaften in der Lage sind, das Gehirn des Men-schen immer besser zu verstehen. Es bedarf jedochder Beantwortung viel weiter reichender Fragennach dem Woher und Wohin und nach dem Sinndes Lebens, die uns noch lange glauben lassenwerden.

Patienten sind Menschen, deren Leben gestrtist, sei es durch krperliche oder seelische Trau-men verursacht. Beides kann den harmonischenAblauf der physiologischen Prozesse im menschli-chen Krper beeinflussen und beeintrchtigen. DieSymbiose imMenschen und zwischenMensch undUmwelt kann gestrt werden. Wir sprechen dannvon Krankheit. Es gilt, Strungen zu beheben, umHarmonie und Gleichgewicht wieder herzustellen.Manchmal wird dabei Hilfe bentigt und dieseHilfe kann an vielen Hebeln ansetzen. Durch die

V

Verbesserung der krpereigenen Strategien, durchMobilittssteigerung, Zur-Verfgung-Stellungneuer Ressourcen und durch Stimulationen undKonditionierung kann ein Therapeut diesen Pro-zess der Gesundung untersttzen.

Die Medizin ist seit jeher zwischen Kult undKenntnis angesiedelt. ber die Wertmenge dieserbeiden Faktoren in der heutigen Medizin lsst sichstreiten. Dass aber beides seine Bedeutung fr denPatienten hat, sollte jedem Mediziner und Thera-peuten bewusst sein.

Die osteopathische Medizin will gerade dieseganzheitliche Sicht lehren. Sie basiert auf den wis-senschaftlichen Erkenntnissen der Naturwissen-schaften und der Schulmedizin, und diese sindGrundlage fr das Verstndnis und die Behandlungdes Patienten. Um aber den Patienten in seinerGanzheitlichkeit zu erreichen, spielt die Kommu-nikation, sei sie verbal oder emotional oder beralle Sinne, eine besondere Rolle.

In diesem Buch haben wir versucht, die osteo-pathische Denkweise zu verdeutlichen, wie sie ausder Geschichte heraus zu erklren ist, und welcheBedrfnisse sie veranlasst haben. Auch kann derLeser sich mit den handfesten praktischen Techni-ken der Osteopathie vertraut machen. Diese sindaber nur Werkzeug fr den Osteopathen und oftauch beliebig ersetzbar durch andere Werkzeuge,um den gesuchten Erfolg zu erreichen. Im letztenTeil des Buches findet sich ein ganz besondersinteressantes Kapitel, das den osteopathis

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