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  • medianet.at

    automotive business

    Innovation TU Wien rckt mit Laser Schad-stoffen auf die Pelle 83

    Prolongation Europas Pkw-Markt legt auch im Oktober weiter zu 85

    Revolution Audi A4 Avant definiert die Kombi-Klasse neu 86

    Konsequenz VW-Skandal belastet auch Ergebnis der Finanz-Tochter 88

    Freitag, 6. November 2015 coveR 81

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    Automobilindustrie lsst sich F&e einiges kosten Strategy&-Untersuchung zeigt: Im vergangenen Jahr investierten Automobilhersteller rund 100 Mrd. Euro in Forschung & Entwicklung. 82

    Mercedes-Benz Bank bernahme von Wiesenthals Welcome Bank.

    Hhenflug hlt weiter an Nach 7,6% Plus im Jahr 2014 ist Europas Nutzfahrzeugmarkt auch 15 auf Wachstumskurs.

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    VW-Skandal macht keine SorgenLINZ. Der obersterreichische Stahlkonzern voestalpine, der auch ein wichtiger Zulieferer fr die deutsche Autoindustrie ist, nimmt den VW-Skandal derzeit gelassen. Mit dem deutschen Autohersteller Volkswagen erwirtschafte die Voest-Division Metal Forming 12 Prozent des Bereichsum-satzes (von insgesamt 2,3 Mrd. Euro), also knapp 280 Mio. Euro, berichtet das Wirt-schaftsBlatt. Fr voestalpine-Vorstand Peter Schwab sei es unvorstellbar, keine Auftrge mehr von VW zu erhalten. VW ist ein unsinkbares Schiff, so Schwab. (APA)

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    Auto-Abgastests auf der StraeBRSSEL. Der Rahmen fr neue Auto-Abgastests in Eu-ropa steht. Die Werte, die bei realistischeren Straentests gemessen werden, drfen fr Dieselfahrzeuge dabei knf-tig um die Hlfte hher sein als im Labor. Darauf haben sich Experten der EU-Staaten geeinigt. Damit werden die Re-geln strenger als bisher, aber weniger scharf als von der EU-Kommission ursprnglich geplant. Nach Ansicht von Ex-perten wre Betrug bei den Ab-gaswerten wie bei Volkswagen in Straentests schwieriger machbar als im Labor. (APA)

    Audi

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    Euro (33 Prozent), und erst auf dem dritten Platz folgt Europa mit 121 Mrd. Euro und 28 Prozent. Euro-pa hat als F&E-Standort deutlich an Attraktivitt verloren, schluss-folgert Klaus Hlbling, Geschfts-fhrer von Strategy& in Wien. Whrend Europa 2008 noch auf Platz eins lag, fliet heutzutage ein Groteil der F&E-Investitionen nach Asien.

    Auch Toyota unter den Top-10.Der grte Anteil an den globalen Forschungsinvestitionen kummu-liert mit 61 Prozent auf die drei Branchen IT und Elektronik sowie Pharma- und Automobilindustrie. Letztere lsst sich ihre Forschung im laufenden Jahr 99,1 Mrd. Euro kosten, 16 Prozent der gesamten

    Von Jrgen Zacharias

    WIEN. Wenn die Forschungsausga-ben eines Unternehmens fr des-sen hohe Innovationskraft stehen, braucht sich der deutsche Auto-hersteller Volkswagen ungeachtet des jngsten Dieselskandals wenig Sorgen um seine Zukunft zu ma-chen. Satte 13,9 Mrd. lassen sich die Deutschen nmlich ihren F&E-Bereich jhrlich kosten und damit deutlich mehr, als jedes andere Un-ternehmen der Welt, wie die jhr-liche Global Innovation 1000-Stu-die des Beratungsunternehmens Strategy& unterstreicht.

    Anstieg auch 2015Laut der Untersuchung steigen die globalen Innovationsausgaben heuer das bereits fnfte Jahr in Folge auf einen neuen Hchstwert von 618 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anstieg des gesamten F&E-Etats der 1.000 forschungsinten-sivsten Unternehmen der Welt ge-genber 2014 um 5,1 Prozent.

    Geografisch betrachtet, profitiert davon vor allem Asien: 2007 wur-den mit 110 Mrd. Euro noch 35 Pro-zent der weltweiten F&E-Ausgaben in Europa gettigt und damit der relativ grte Anteil aller Weltregi-onen. Dahinter lagen zweitplatziert Nordamerika mit 108 Mrd. Euro und 34 Prozent sowie Asien mit 87 Mrd. Euro und 27 Prozent der welt-weiten Aus gaben.

    2015 hat sich dieses Verhltnis jedoch umgekehrt: 151 Mrd. Euro und 35 Prozent aller weltweiten F&E-Budgets landen in Asien, da-hinter Nordamerika mit 143 Mrd.

    Ausgaben entfallen somit auf die Branche.

    Die starke Stellung der Autoin-dustrie ist auch im Ranking ables-bar: Hinter Unterhaltungskonzern wie Samsung, Intel, Microsoft, Roche, Google und Amazon belegt Toyota mit dem zweithchsten F&E-Budget der Branche Platz 8. Daimler liegt auf Gesamtplatz 12, General Motors folgt auf Platz 13 und Ford auf Platz 15.

    Kleine Budgets, groe WirkungDass Innovationskraft auch mit geringem Budget mglich ist, zeigt das Beispiel Tesla Motors: Mit nur rund 450 Mio. Euro Forschungs-einsatz erreicht der kalifornische E-Mobility-Pionier hinter Apple und Google Platz drei der Innova-

    Innovationsmotor AutoindustrieGlobal Innovation 1000-Studie: Weltweit legen Innovationsbudgets um 5,1 Prozent zu forschungsintensivstes Unternehmen der Welt ist Volkswagen, auf die Autoindustrie entfallen rund 16 Prozent aller F&E-Ausgaben.

    F&E-Budgets steigen 2015Die 1.000 for-schungsintensivs-ten Unternehmen der Welt haben ihre F&E-Gelder gegenber 2014 um 5,1 Prozent aufgestockt.

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    APA/EPA/Rainer Jensen; APA/EPA/Franck Robichon; EPA/picturedesk.com/Marijan Murat; EPA/picturedesk.com/Jeff Kowalsky (2)

    82 COVERSTORY Freitag, 6. November 2015

    1. Volkswagen Der deutsche Au-tomobilhersteller fhrt das globale Ranking an und investiert mehr als alle anderen Unternehmen in Forschung und Entwicklung. Im laufenden Jahr liegen die F&E-Ausgaben Volkswagens laut Strategy& bei 13,9 Mrd. .

    2. Toyota Platz acht im Gesamtranking hinter Samsung, Intel, Microsoft, Roche, Google und Amazon. Im laufenden Jahr in-vestiert der grte Autohersteller der Welt 8,4 Mrd. in seine Forschungs-bemhungen.

    3. Daimler Auf Platz 9, 10 und 11 des Gesamtrankings finden sich mit Novartis, Johnson & Johnson sowie Pfizer drei Pharmariesen, auf Platz 12 folgt dann Daimler mit F&E-Ausgaben von 6,9 Mrd. .

    4. GM Mit F&E-Aus-gaben von 6,7 Mrd. liegt der US-Automobilher-steller nur knapp hinter Daimler auf Platz 13. Damit haben die Ameri-kaner im Vergleich zum Vorjahr zwei Pltze im Ranking eingebt.

    5. Ford Hinter Daimler folgen im Ranking von Strategy& der Pharmakonzern Merck, auf Platz 15 dann Ford. Der US-Autobauer investiert 6,3 Mrd. in seine Forschung. Auf den Pltzen folgen Sanofi-Aventis, Cisco, Apple, Gla-xoSmithKline und AstraZeneca.

    Die Hersteller mit den hchsten F&E-Budgets 2015

    VW on top Bereits seit 2012 nimmt Volkswagen in der jhrlichen Untersuchung den Spitzenplatz ein. 2011 lag mit Ro-che letztmals ein anderer Konzern im Raking voran.

    tionsrangliste. Diese Unternehmen sind daher Paradebeispiele fr den effizienten Einsatz von Forschungs-mitteln, sagt Klaus Hlbling.

    Auch Samsung, Google, Toyota, IBM und Intel zhlen zu dieser In-novations-Top-Ten.

    Umfangreiche UntersuchungFr die Studie identifizierte Strate-gy& die 1.000 globalen brsenotier-ten Unternehmen mit den hchsten verffentlichten F&E-Ausgaben. In einem zweiten Schritt wurden fr die Studie die wichtigsten Finanz-, Umsatz-, Ertrags-, Kosten- und Profitabilittskennzahlen der ver-gangenen neun Jahre analysiert und in Zusammenhang mit den historischen Ausgaben fr F&E ge-bracht.

  • medianet.at Freitag, 6. November 2015 hersteller & zulieferer 83

    WIEN. An der TU Wien wurde eine neue Methode entwickelt, Stick-stoffmonoxid (NO) und Stickstoff-dioxid (NO

    2) mit Laserstrahlen

    zu detektieren. Dadurch knnen Stickoxid-Konzentrationen in der Luft auf groe Entfernung in Echt-zeit przise gemessen werden. Dem Forscherteam um Bernhard Lendl gelingt es damit sogar, Emissions-quellen (z.B. Motorentypen vorbei-fahrender Autos) an der charakte-ristischen Schadstoff-Signatur zu unterscheiden.

    Zwei verschiedene LaserIm neu entwickelten Messgert werden zwei verschiedene Laser verwendet, einer mageschneidert fr Stickstoffmonoxid, der andere fr Stickstoffdioxid. Das Licht wird ber eine lngere, offene Strecke zu einem Spiegel geschickt, reflektiert, und von einem rasch ansprechen-den, hochempfindlichen Detektor gemessen. Befinden sich Stickoxid-Molekle in der Teststrecke, kann man ein Minispektrum errechnen und so direkt auf die Konzentration der gesuchten Molekle in der Luft schlieen.

    Bei den meisten anderen Mess-methoden mssen die Gase zuerst aufbereitet werden, eine unabhn-gige Detektion von NO und NO

    2 ist

    daher kaum mglich, sagt For-scher Johannes Ofner (TU Wien).Mit der von uns angewendeten La-serspektroskopie knnen die Mole-kle sehr rasch und mit hoher Pr-zision einzeln gemessen werden.

    Hunderttausende Lichtpulse pro Sekunde geben die Laser ab. Selbst wenn man Tausende Messungen mittelt, um die Genauigkeit zu erhhen, erhlt man so Hunder-te Messwerte in der Sekunde. Die zeitliche nderung der Stickstoff-

    konzentration lsst sich somit ge-nau abbilden, Laser und Detektor knnen dabei auch Hunderte Meter weit voneinander entfernt sein.

    Die Forscher testeten die Me-thode am Wiener Straenverkehr, dabei konnte die Abgassignatur unterschiedlicher Motorentypen

    unterschieden werden. Das Ver-hltnis von NO- zu NO

    2-Aussto

    kann von Motor zu Motor stark un-terschiedlich sein, sagt Bernhard Lendl. Wir knnen neben der Stra-e messen und anhand der Laser-Absorption sagen, welches Auto gerade vorbeigefahren ist. (red)

    laser detektieren nun stickoxideMit Laserimpulsen gelingt es an der TU Wien, Schadstoffe wie NO und NO2 mit extrem hoher Genauigkeit zu messen Hunderte Male pro Sekunde und sogar auf groe Distanz.

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