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  • Folie 1
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher Tiergesundheit im kologischen Landbau D3 Allgemeine Tierhaltung Informationsmaterialien ber den kologischen Landbau (Landwirtschaft einschl. Wein-, Obst- und Gemsebau) fr den Unterricht an landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen (Initiiert durch das Bundesministerium fr Verbraucherschutz, Ernhrung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms kologischer Landbau) Fachschule Landwirtschaft
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  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 2 / 89 Warum das Thema Tiergesundheit? Der Erfolg eines landwirtschaftlichen Betriebs mit Nutztierhaltung ist wesentlich von den biologischen Leistungen der Tiere abhngig. Dauerhaft hohe Leistungen erfordern gesunde Tiere. Fragen der Tiergesundheit sind also auch im kologischen Landbau von hoher Bedeutung. Bei Fragen der Tiergesundheit werden Verfahrens- und Einstellungsunterschiede zwischen kologischer und konventioneller Landwirtschaft sehr deutlich. Das Thema ist damit fr den Unterricht unverzichtbar.
  • Folie 3
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 3 / 89 Warum das Thema Tiergesundheit? Der kologische Landbau beansprucht, durch Zucht, Ftterung und Haltung der Nutztiere beste Voraussetzungen fr eine optimale Tiergesundheit zu schaffen. Diese Gesichtspunkte werden an anderer Stelle betrachtet. Besonders intensives Bemhen um Erhaltung bzw. Wieder- herstellen der tierischen Gesundheit ist kennzeichnend fr Tier- haltung im kologischen Landbau. Typisch sind dabei unter Begrifflichkeiten wie Naturheilverfahren zusammengefasste Vorgehensweisen. Diese weichen deutlich von den in der konventionellen Landwirtschaft angewandten schulmedi- zinischen Methoden ab. Zwischen diesen Anstzen bestehen einerseits erhebliche Gegenstze. Andererseits folgen Praktiker, Berater und Tierrzte oft dem Motto: Was hilft und heilt, wird angewendet, egal welche Theorie dahinter steht.
  • Folie 4
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 4 / 89 Warum das Thema Tiergesundheit? Wir knnen vorlufig festhalten: Die Begrifflichkeiten zum Thema Tiergesundheit sind nicht eindeutig und nicht einheitlich. Die Sachverhalte sind groenteils verwickelt und nur selten unmittelbar einsehbar. Fr eine eigenstndige Beurteilung ist deshalb eine intensive und grundstzliche Auseinandersetzung mit den verschie- denen Heiltheorien und -verfahren ntig.
  • Folie 5
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 5 / 89 Wo stehen wir? Wo stehen die Verbraucher? Bei der Beantwortung dieser Fragen helfen die nachfolgenden Fragebgen!
  • Folie 6
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 6 / 89 1. Wie bewerten Sie die Tierhaltung im kologischen Landbau? Allgemeines Futter und Ftterunggesund54321012345ungesund Haltungtiergerecht54321012345nicht tiergere. Umgang mit den Tierenschonend54321012345brutal Produkte schmackhaft54321012345nicht schm. gesund54321012345ungesund rckstandsfrei54321012345belastet Tiergesundheit Stellenwertwichtig54321012345unwichtig Vorgehensweisegrndlich54321012345nachlssig Manahmenschonend54321012345belastend Vorbeugungvorrangig54321012345nachrangig Medikam.-verbrauch insges.hoch54321012345gering Antibiotika-Einsatzhoch54321012345gering Leistungsfrderer-Einsatzhoch54321012345gering Hormon-Einsatzhoch54321012345gering Einsatz von illeg. Mittelnhoch54321012345gering Einsatz von Naturheilverf.sehr hufig54321012345sehr selten Einzeltierbercksichtigunghoch54321012345gering Betreuung durch Tierarztintensiv54321012345gering Kostenaufwand je Tierhoch54321012345gering
  • Folie 7
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 7 / 89 2. Wie bewerten Sie die Tierhaltung im konventionellen Landbau? Allgemeines Futter und Ftterunggesund54321012345ungesund Haltungtiergerecht54321012345nicht tierger. Umgang mit den Tierenschonend54321012345brutal Produkte schmackhaft54321012345nicht schm. gesund54321012345ungesund rckstandsfrei54321012345belastet Tiergesundheit Stellenwertwichtig54321012345unwichtig Vorgehensweisegrndlich54321012345nachlssig Manahmenschonend54321012345belastend Vorbeugungvorrangig54321012345nachrangig Medikam.-verbrauch insges.hoch 54 3 21 0 1 2 3 4 5gering Antibiotika-Einsatzhoch54321012345gering Leistungsfrderer-Einsatzhoch54321012345gering Hormon-Einsatzhoch54321012345gering Einsatz von illeg. Mittelnhoch54321012345gering Einsatz von Naturheilverf.sehr hufig54321012345sehr selten Einzeltierbercksichtigunghoch54321012345gering Betreuung durch Tierarztintensiv54321012345gering Kostenaufwand je Tierhoch54321012345gering
  • Folie 8
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 8 / 89 3. Wie bewerten Sie den Einsatz von Naturheilverfahren bei Nutztieren? Wirkungsicher54321012345unsicher schonend54321012345be- lastend nachhaltig54321012345flchtig Zeitaufwand fr den Tierhalterhoch54321012345gering Betreuung durch Tierarztintensiv54321012345gering Zeitaufwand fr den Tierarzthoch54321012345gering Medikamentenkostenhoch54321012345gering Vorbeugungvorrangig54321012345nach- rangig Medikamentenverbrauch insges.hoch54321012345gering Antibiotika-Einsatzhufig54321012345untersagt Leistungsfrderer-Einsatzhoch54321012345gering Hormon-Einsatzhoch54321012345gering Einsatz von illegalen Mittelnhoch54321012345gering Einzeltierbercksichtigunghoch54321012345gering Kostenaufwandhoch54321012345gering Wirtschaftlichkeit insgesamthoch54321012345gering
  • Folie 9
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 9 / 89 4. Wie bewerten Sie den Einsatz von konventionellen, schulmedizinischen Heilverfahren bei Nutztieren? Wirkungsicher54321012345unsicher schonend54321012345be- lastend nachhaltig54321012345flchtig Zeitaufwand fr den Tierhalterhoch54321012345gering Betreuung durch Tierarztintensiv54321012345gering Zeitaufwand fr den Tierarzthoch54321012345gering Medikamentenkostenhoch54321012345gering Vorbeugungvorrangig54321012345nach- rangig Medikamentenverbrauch insges.hoch54321012345gering Antibiotika-Einsatzhufig54321012345untersagt Leistungsfrderer-Einsatzhoch54321012345gering Hormon-Einsatzhoch54321012345gering Einsatz von illegalen Mittelnhoch54321012345gering Einzeltierbercksichtigunghoch54321012345gering Kostenaufwandhoch54321012345gering Wirtschaftlichkeit insgesamthoch54321012345gering
  • Folie 10
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 10 / 89 5. Wie bewerten Sie Ihren derzeitigen Wissensstand zu den nachstehenden Themen bzw. Teilbereichen? Tiergesundheit allgemeinhoch54321012345gering Krankheitsursachenhoch54321012345gering Stoffwechselerkrankungenhoch54321012345gering Infektionskrankheitenhoch54321012345gering Immunsystemhoch54321012345gering Antibiotika-Problematikhoch54321012345gering Schulmedizinische Verfahrenhoch54321012345gering Naturheilverfahrenhoch54321012345gering Homopathiehoch54321012345gering Phytotherapiehoch54321012345gering Akupunkturhoch54321012345gering Reikihoch54321012345gering Bachbltentherapiehoch54321012345gering
  • Folie 11
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 11 / 89 6. Wie schtzen Sie die Bedeutung der Behandlung der nachstehenden Themen im Rahmen des Fachs kologische Landwirtschaft ein? Tiergesundheit allgemeinhoch54321012345gering Krankheitsursachenhoch54321012345gering Stoffwechselerkrankungenhoch54321012345gering Infektionskrankheitenhoch54321012345gering Immunsystemhoch54321012345gering Antibiotika-Problematikhoch54321012345gering Schulmedizinische Verfahrenhoch54321012345gering Naturheilverfahrenhoch54321012345gering Homopathiehoch54321012345gering Phytotherapiehoch54321012345gering Akupunkturhoch54321012345gering Reikihoch54321012345gering Bachbltentherapiehoch54321012345gering
  • Folie 12
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 12 / 89 Auf welche Fragen brauchen wir Antworten? a)Fr kologische Betriebe gelten spezielle Normen. Wo liegen die Unterschiede zu konventionellen Betrieben? (Folie 15) b) kologische Betriebe setzen meistens auf Naturheilverfahren, konventionelle Betriebe eher auf die Schulmedizin. Was ist das eigentlich? (Folien 16 - 21) c) Krankheit - Gesundheit - Leben. Wie werden diese wichtigen Begriffe im kologischen Landbau, wie in der konventionellen Landwirtschaft verstanden? (Folien 22 - 25) d) Was lst eigentlich Krankheiten aus? (Folien 26 - 29) e) Warum machen Infektions- und Stoffwechselkrankheiten so vielen Betrieben so groe Probleme? (Folien 30 - 31)
  • Folie 13
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 13 / 89 Auf welche Fragen brauchen wir Antworten? f) Wie funktionieren eigentlich die natrlichen Abwehrein- richtungen gegen Infektionen? (Folien 32 - 46) g) Was gibt es an verschiedenen Naturheilverfahren? Welche haben Bedeutung im kologischen Landbau? (Folien 47 48) h) Was strt den kologischen Landbau an den schulmedizinischen Verfahren der Tierbehandlung? (Folien 49 - 59) i) Was ist an der im kologischen Landbau angewendeten Homopathie anders und besonders. Was ist von ihr zu halten? (Folien 60 - 84) j) Homopathie wurde ursprnglich fr und an Menschen entwickelt. Kann man sie bei Tieren anwenden? (Folien 85 - 89)
  • Folie 14
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher Mgliche Antworten : von a) bis j)
  • Folie 15
  • BLE 2003 Wilms-Rademacher 15 / 89 a) Normen fr kologische Betriebe wo liegen die Unterschiede zu konventionellen Betrieben? Fr kologische Betriebe gelten alle Mindestnormen wie fr konventionelle Betriebe auch. Auerdem: Kein vorbeugender Einsatz von chemisch-synthetischen Arzneimitteln (Antibiotika)! Falls Einsatz von chemisch-synthetischen Arzneimitteln unvermeidbar: Verdopplung der Wartezeiten, mindestens 48 Stunden! Fr kosiegel-Vermarktung: maximal drei chemisch-synthetische Behandlungen pro Jahr bei Khen, Mastbullen und Sauen, maximal eine bei Geflgel und Mastschweinen! Keine antibiotischen Leistungsfrderer! Kein Schwanzkupieren, kein Abkneifen der Zhne, kein Stutzen der Schnbel! Enthornen nur mit Ausnahmegenehmigung!
  • Folie 16

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