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  • Stephanie Richter

    Workshop 1

    Aus Lern-Erfolgsgeschichten machen-

    der Nutzen von strkeorientierten Dokumentationsverfahrenim bergang Kita-Schule

    Bildungs- und Lerngeschichten Erfahrungen aus der Praxis

    Grundlage: Projekt des Deutschen Jugendinstituts (DJI)

  • Der Ansatz der Bildungs-und Lerngeschichten

  • LernGeschichten - learning stories - Geschichten ber das Lernen:

    Konzept wurde 1990 von Margaret Carr in Neuseeland entwickelt

    Grundlage fr ein Projekt des Deutschen Jugendinstituts zur Erprobung der Bildungs-und Lerngeschichten in deutschen Kindertageseinrichtungen Anpassung an deutsche Bedingungen

    Nutzung dieses Verfahrens an einigen Kitas, Horten und Grundschulen zur Gestaltung des bergangs

  • Individuelle Lernprozesse der Kinder stehen im Mittelpunkt Weltaneignung verstehen

  • Bildungs- und Lernwege von Kindern verstehen und diese untersttzen Wertschtzende Beziehungen gestalten

  • Dokumentation des Lernweges, um gute Rahmenbedingungen fr alle (Kinder, Erzieher, Eltern) sichtbar zu machen Dialoge gestalten

  • schrittweise Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermglichen Partizipation umsetzen

  • Das Verfahren der Bildungs- und Lerngeschichten:

    Die Beobachtung

    Die Auswertung der Beobachtung nach Lerndispositionen

    Der Austausch mit Kolleginnen, ElternKindern

    Die Planung der nchsten Schritte

    Das Schreiben und Vorlesen der Lerngeschichte

  • Auswertung erfolgt nach fnf Lerndispositionen

    Interessiert sein: nhert sich Dingen oder Personen an; richtet seinen Blick auf etwas; wendet sich Dingen oder Personen aufmerksam zu; sucht sich selbst eine Aufgabe; nimmt Angebote wahr; fragt nach etwas; hrt aufmerksam zu; beobachtet etwas; macht groe Augen; bleibt mit dem Blick an einer Sache hngen.Engagiert sein: setzt sich mit Dingen und Personen aktiv auseinander; ist in seiner Aktivitt vertieft und lsst sich nicht durch andere Kinder oder umgebende Reize von seiner Ttigkeit ablenken (kehrt immer wieder zu seiner Ttigkeit zurck); ist konzentriert, die Augen bzw. die Krperhaltung des Kindes sind auf das Zentrum seines Interesses gerichtet; die Ttigkeit ist begleitet von spontanen uerungen (verbale uerungen, Staunen); zeigt bei seiner Beschftigung Zufriedenheit, Freude und Spa. Es geniet das Tun/Zuhren oder betrachtet bzw. befhlt zufrieden sein Werk; stellt weiterfhrende Fragen zum Interessensgegenstand; wiederholt seine Ttigkeit; vergisst die Zeit, ist ganz versunken in sein Tun; probiert etwas aus, entwickelt eine neue Idee; zeigt krperliche Spannung, z.B. gestreckter oder gebeugter Krper, rote Wangen, leicht geffneter Mund usw.

    Standhalten bei Herausforderungen und Schwierigkeiten: stellt sich einer Herausforderung; versucht herauszufinden, worin das Problem besteht; gibt trotz Zgern nicht auf und startet einen neuen Versuch; kehrt nach einer Pause wieder zurck; probiert verschiedene Wege und Mglichkeiten aus; trifft Entscheidungen.; entwickelt Alternativen; bezieht vorausschauend mgliche Schwierigkeiten in sein Handeln mit ein; bittet um Rat oder Hilfe und stellt Fragen; schaut sich bei anderen Lsungsstrategien ab; entwickelt eigene Lsungsstrategien; formuliert bei Auseinandersetzungen seine eigenen Interessen; lsst sich nicht drngeln, bleibt bei dem eigenen Rhythmus; hlt Frust aus; ist hartnckig; verteidigt eigene Interessen; geht an seine Grenzen; macht nach einer Enttuschung oder Strung weiter.

    Sich ausdrcken und mitteilen: versucht, sich auf verschiedene Arten auszudrcken; zeigt Gefhlsregungen, singt oder malt; uert Gefhle und Ideen; gibt Auskunft ber seine Person; vertritt einen eigenen Standpunkt; zeigt Interaktionsbereitschaft.; whlt einen Interaktionspartner aus, nimmt seine Interaktionspartner wahr (deren Bedrfnisse, Interessen, Ideen, Gefhle).; sucht Kontakt zu anderen; das Kind nimmt Kontakt zu anderen auf; reagiert auf Blicke, Gesten und die Krperhaltung von anderen; interessiert sich fr die Ausdrucksformen anderer und reagiert auf diese; zeigt Freude an der Interaktion; macht Rollenspiele; zeigt Begeisterung ber Erfolge; gibt seiner Freude spontan Ausdruck; macht auf sich aufmerksam; entwirft oder zeichnet Plne; stellt Fragen, zieht sich zurck

    An einer Lerngemeinschaft mitwirken und Verantwortung bernehmen: Interessiert sich fr die Ideen anderer; hrt dem zu, was andere mitteilen wollen; greift uerungen auf und geht darauf ein; widmet sich mit anderen gemeinsam einer Sache; entwickelt Ideen und macht Vorschlge fr gemeinsame Aktivitten; greift Vorschlge anderer auf; macht selbst Vorschlge; findet heraus, was andere wollen; entwickelt etwas gemeinsam mit anderen; bringt seine eigenen Kompetenzen zur gemeinsamen Lsung ein; lsst andere zu Wort kommen; erkennt, dass andere eine andere Sichtweise haben knnen; spricht mit anderen ber deren Bedrfnisse, Wnsche, Vorstellungen, Wissen und Fhigkeiten; interessiert sich dafr, was andere gemacht haben und wie sie es gemacht haben; tut etwas dafr, dass die Unterhaltung und der Spielfluss aufrechterhalten bleiben; kann sich auf die Perspektive von anderen einstellen; begrndet eigene Ideen, Wnsche und Verhaltensweisen und fordert andere Kinder auf, ihr Verhalten zu begrnden; handelt mit anderen aus, was gelten soll; zeigt Kompromissbereitschaft; hilft anderen Kindern; tut etwas dafr, die Gruppe zusammenzuhalten; sucht gemeinsam mit anderen nach Lsungen fr Probleme; baut Brcken, um zu Gemeinsamkeiten zu kommen; ist bereit, sich mit Vorstellungen von Gleichheit, Gerechtigkeit und Unrecht auseinanderzusetzen; wehrt sich gegen Vorurteile und diskriminierendes Verhalten; teilt etwas mit anderen Kindern; verhandelt oder verteilt Aufgaben; denkt fr andere mit; fragt Spielst Du mit? oder Darf ich mitspielen?

  • Lerngeschichten

    sind Geschichten, die ber das Lernen des Kindes erzhlen.

    basieren immer auf der Grundlage von Beobachtungen und deren Auswertungen mit Hilfe der Lerndispositionen.

    werden fr jedes Kind in der Kindertageseinrichtung geschrieben.

    dienen dazu, mit dem Kind selbst und mit seinen Eltern in Dialog zu treten.

    werden in dem Portfolio des Kindes aufbewahrt.

    haben viele verschiedene Gesichter.

  • Kriterien einer Lerngeschichte

    Fr Kinder verstndliche Formulierungen.

    Einfache und klare Stze schreiben.

    Fr Kinder nachvollziehbare Inhalte formulieren.

    Den (Sprach-)Entwicklungsstand des Kindes bercksichtigen.

    Verallgemeinerungen vermeiden.

    Wiedergabe von Beobachtungssituationen.

    Beobachtete Handlungsverlufe zusammenfassend wiedergeben.

    Wenn mglich, wrtliche Rede verwenden.

  • Die Bedeutung/ der Nutzen von Bildungs-und Lerngeschichten

  • fr das Kind

    Es wird systematisch darauf geachtet, dass alle Kinder Aufmerksamkeit, Wertschtzung und Anerkennung erfahren.

    Die individuellen Strken, Interessen, Fortschritte und Bedrfnisse des einzelnen Kindes werden wahrgenommen und gefrdert.

    Der Dialog zwischen Kind und pdagogischer Fachkraft wird intensiver.

    Die Kinder werden an der Zusammenstellung von Dokumentationen beteiligt und erhalten dadurch ein Mitspracherecht.

    Die Kinder erhalten einen Einblick, mit welchen Strategien sie ihre Interessen verfolgen und wie sie lernen.

  • fr die pdagogische Fachkraft

    Die Fachkraft erhlt Einblick in die Entwicklungsprozesse der Kinder (aktuell und langfristig) und lernt sie dadurch besser kennen.

    Die pdagogische Fachkraft erweitert ihre Beobachtungs- und Reflexionsfhigkeit sowie ihre Einschtzmglichkeiten von Kindern.

    Das Verfahren hilft, das Lernen von Kindern besser zu verstehen.

    Der Blick fr das einzelne Kind schrft sich.

    Die Fachkraft erhlt die Mglichkeit, ihre eigene pdagogische Arbeit zu hinterfragen und ber ihre Praxis nachzudenken.

    Das Verfahren bietet die Grundlage fr einen professionellen Informationsaustausch mit den Eltern.

    Das Verfahren bietet die Grundlage zur Untersttzung bzw. Frderung der Lernprozesse von Kindern und gibt Hilfestellung fr die Planung bildungs- und entwicklungsfrderlicher Manahmen.

    Der Dialog mit dem Kind intensiviert sich.

  • fr das Team

    Das Verfahren ermglicht eine intensivere fachbezogene Kommunikation.

    Das Verfahren schafft die Grundlage fr einen Austausch von Informationen ber einzelne Kinder.

    Das Verfahren strkt die gegenseitige Wertschtzung fr die pdagogische Arbeit und schafftmehr Transparenz nach innen.

    Die Professionalitt des Teams in der Auendarstellung wird befrdert.

  • fr die Eltern

    Die Eltern erleben die Kindertageseinrichtung, Hort, Schule als Bildungssttte.

    Die Eltern erhalten detaillierte Informationen ber die Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes. (Mein Kind wird gesehen.)

    Die Bildungs- und Lerngeschichten knnen als Ausgangspunkt fr den Erfahrungsaus-tausch mit den pdagogischen Fachkrften dienen.

    Die Eltern erlangen ber die Bildungs- und Lerngeschichten evtl. ein anderes Bild von ihrem Kind bzw. sehen ihr Kind mglicherweise in einem anderen Licht.

  • Bildungs- und Lerngeschichten im bergang Kita-Grundschule

    Vorraussetzung ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen Kita Grundschule

    Regelmige Treffen einer Arbeitsgruppe mit Vertretern aus beiden Institutionen: ca. 2mal jhrlich

    gemeinsame thematische Weiterbildungen

    gemeinsame Elternabende zum Thema bergang

    Austausch ber die Bildungskonzepte bzw. das Bildungsverstndnis; rechtliche Grundlagen

    Veranstaltungen und Hospitationen fr Schulanfnger gemeinsam konzipieren und durchfhren

    Portfolios und Dokumentationen fr die bergangsgestaltung nutzen

    Weiterfhrung der Bildungs- und Lerngeschichten in der Grundschule und im Hort:

  • Fi