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philosophical work of one of the greatest of andalusians of golden age maimoni recalled him in his writings as wise and pious men

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  • Der Mikrokosmos. Bin Beitrag zur Religionsphilosophie und Ethik

    von

    I t . Jose f I bn Kadik, einem Zeitgenossen des R . Jehuda h a - L e v i .

    Aus dem Arabischen. in's Hebraische tibersetzt TOD R. Mose Ibn Tabbon und zum e r s t e n Male herausgegeben

    von

    Adolph Jellinefc.

    Leipz ig , 1854.

    E i g e n t h u m v o n J. F i s c h l .

  • E i n l e i t u n g . '. 1

    Die Bedeatang der judischen Literatur in Spanien.

    Es ist nicht blosse Vorliebe, welche so viel Kriifte aaf die Durchforschung und Erkenntniss der Literatur der Juden in Spahien hiulenkt, sondern das Bewusstsein, dass alle Bestrebungen des menschlichen Geistes, alle Wandlungen des menschlichen Gemiitbes, alle Phasen des gebundenen und des freien Gedankens auf der py reniiiscben Halbinsel zum Ausdrucke gelangten. Die kunstlerische Gestaltung der Empfindungen, die phi!o sophische Auspragung der Ideen, der naive Glaubc und die sehnsiichtige Mystik, der kritische Rationalismus und der gltiubige Supernaturalismus, die Gegensiitze von Glauben und Wissen alle fanden ihre Vertreter und ihre Gegner in ^panien. Auch das diaiektische Urn-schlagen des Geistes von der freien Forschung in den begrenzten Glauben, von der verstandigen Auffassung in die nebelhafte Myst ik, von der klaren Anschauung in die Region des Aberglaubens, dieses Schauspiel der Contraste, das die Gescbicbte uns oft zeigt und noch ofter zeigen w i r d , wird uns von den Juden Spaniens geboten. Und ist auch die Nachricht J), dass Mose ben Maimun am Ende seines Lebens der Mystik sich zu geneigt haben so i l , noch zu bezweifeln , so liigc doch die Erscheinung eines jiidischen S c h e M i n g nicht ganz ausser dem Bereiche der Moglichkeit. I n der That

    1) Sieho Mose Alaschkar in seincn Entgcgnungen aafSchera-Tob's ,,Eraanot", Is. Abarbanel ,,NachJnt Abot" 3. Abschn. Ende, Jos. Erga* ,,Schomcr Emunim" 5 a b .

  • VI

    endigt auch die judische Geistesentwickelung in Spanien, analog aller von Gegensatzen ausgehenden und in emen Synkretismus endigenden Entwickelung - man vergleiche len Process der griechischen, scholastischen und deut-schen Philosophic , mit einem Schwanken zwischen Philosophic, Supernaturalismus und Myst ik, wie die Schriften der spanischen Epigonen: Isaak Aruma, Uaak Caro, Isaak Abarbanel, Josef Jaabez, Joel Ibn Schoeib, Jehuda Chajal und Abraham Saba es deutlich be-weisen. Das Bewusstsein nun, dass die Literatur der Juden in Spanien uns eine vollstiindige und anschauliche Philosophic der Geschichte liefert, die feinsten Schat-tirungen, die schroffsten Gegensiitze und das Ringen des Geistes nach einer Concentration seiner Bestrebungea eiithsilt, treibt so vide Forscher nach den einer freiern Richtung huldigenden Stiidten Cordova, Granada und Barcelona, und den der Mystik ergebenen Orten Avila, Guadalaxara, Leon und Tudela. Jeder Beitrag, der etwas Licht in die Cultur- und Literaturgeschichte der Juden in Spanien bringt, ist daher wichtig und wird den Freunden der Geschichte willkommen sein.

    . 2. Leben and Schriften R . Josefs .

    R Josef Ibn Zadik 2 ) wurde urn das s i e b e n t e Jahrzehend des X I . Jahrhunderts 3 ) im sudlichen Spanien

    2) Abraham b. Daud nennt ihn cinmal: = > ; u n d o i j } a n d e r e 8 Mai . Das zweitc spricht dnfiir, dass der Name Zadifc eine a r ab i sche Cunjc ( ^ J j j k l o ) ist. S. aach Steinschneider's Index 7.u Ozrot Chnjim 8. v."

    3) Sein Geburtsjahr 1st zwar nirgends ang^geben; allein da e r nach Abraham b. Daud im Sefer haKabba!a ein Schulcr des 1098 vor>;r.l1iedenen R , I s a a k Ibn Balia war, so muss er uffl 1070 geboren sein.

  • V I I

    geboren, ward 1138 Dajan der Gemeinde zu C o r d o v a , dem Hauptsitze arabisch-aristotelischer Philosophic*), und starb daselbst 1149. Zum Lehrer hatte er den beriihm-ten R. Isaak Ibn Balia; seine Zeitgenossen waren die in der Poesie wie in der Philosophic ausgezeichneten Isaak Ibn Ghaj&t, Mose Ibn Esra und Jehuda haLevi, mit welchem Letztern er auch Gedichte wechselte (s. Betulat bat Jehuda S. 5861), und gleich'Diesen zeichnete er sich als Dichter und Philosoph aus. Wie aus dem vorliegenden Werke hervorgeht, war er in den Schriften P l a ^ s und Aristoteles 5, in den Werken des arabischen Philosophen al-Kindi*) bewandert, und auch das Buch Jezira, das von seinen Zeitgenossen benutzt wurde 6 ) , fesselte seine Aufmerksamkeit (s. S. 20). Der wegen seiner Frommigkeit beriihmte R. Josef (s. An-merkung 2) schrieb: a) G e d i c h t e , die von Charisi und R. Menachem de Lonsano gelobt werden 7) und von denen wahrscheinlich mehrein verschiedenen Ritualien zerstreut sind; b) eine Logik in arabischer Sprache unter dem Namen: S^-^ftXJf^ ^ J U J I , aufdie er S. 6 verweist; c) die vorhegende Schrift, ebenfalls in arabischer Sprache. Einige kleine Bruchstiicke derselben sind bekannt ge-worden durch Dukes (Zion I I , 120.123; Orient 1849,284) nnd durch mich (Keren! Chemed V I I I , S. 93). Dass R. Josef das Buch Chobol ha-Ltbnbol von Bachja ben Josef vor sich hatte, zeigt eine VergleichuDg zwischen

    4) Vergl. die in Jourdain's Forscliungen 11. 8. w. S. 227 der deutschen Ausgabe angefiibrtcn Verse: Solus Aristotelis nodosa volumina novit O o r d u b a , et obscuris exprimit ilia nodis.

    5) Der S. 46 genannte Abu Jakub kann kein Anderer als al-Kindi sein.

    6) Verul. mcine ,,Beitragc zur Geschichte der Kabbala" I , 8. 7) Tachkcmoni 3. Pfortc; Schte Jadot S. 137 b . Er wild

    dort o genannt.

  • I I I V

    ;tfirhcS reseid 02 .S( settinhcsbA .2 sed egnafnA med 2 .C tobabeLah tobohC tim )2 .S hcua .lgrev .de 501 .S( 5 .C )8 dn U )gizpieL .de 34 .S( tim ).ff 74 .S( ttinhcsbA .3 med nehcsiwz dnu ,)gizpieL .ff 4 .C tobabeLah tobohC

    .3 . fesoJ . R rebii relletstfirhcS rehcsidi i j essiugueZ

    .tfirhcS ednegeilrov nessed dna

    na efeirB menies ni tbierhcs numiaM neb esoM :)garP .de a 61 .S( nobbaT nbI leumaS

    ) 9 . red ni tethcid isirahC -la aduheJsenies etrofP .3 :inomekhcaT . . . . ^ .

    ruz ratnemmoC menies ni tkremeb ihcmiK divaD :a 11 siseneG , . ni hcis tednifeb elletS eseiD .32 .S tfirhcS rednegeilrov

    menies ni tbierhcs ihcsradeiT inineP-ah ajadeJ .?/ :)a 021 .S uanaH .de sed .AGR(

    .33 .S ajihceT-ah ni shcaS .S< hcua .lgreV )8 .O .a .a shcaS .S .lgreV )9

  • I X

    # . '

    Der V e r f a s s e r des der nach einer siunreichen, auf den Anfang des Werkes basirenden Conjectur des Hrn. S. Saclis geheissen haben soil benutzt in der Erkliirung des ersten Gebotes (12 a b und 13 a ed. Riideiheim) uuser gaoz wortlich ohue Angabe der Quelle. Vergl. die vorliegende Schrift S. 42, 43, 46, 47, 48.

    It. Me'ir Aldabi hat in seinem 1360 verfassten Sammelwerke Schebi/e Kmuna das zumeist aus den Schriften Bachja b. Josefs, Abraham Ibn EsraJs, Abra-ham b. David5s I I . , Mose b. Maimun's, Mose b. Nach-man's, Gerson b. Salomo's, Josef Chiquitilla's, Costa b. Lucca ,s, dem und dem (vielleicht auch dem von Jehuda Toledano) compilirt ist mehre Stellen aus dem ; ' wortlich aus-geschrieben, ohue den Nam en seiner Quelle anzugeben, welches Letztere bei ihm nicht selten ist. Vergleiche besonders den 6. Pfad iiber die Seele, 90 b, 91 a b und 53 b, 116 a ed. Amsterdam.

    E i n a n o n y m e r C o m m e n t a r zu der Hymne Schir ha-Jichud, der sich auf der Hamburger Stadt-bibliothek befiudet (cod. hebr. 139) und aus welchem Dukes im Literaturblatt des ,,Orient" 1846, 488 if. einige Proben mittheilte, benutzt gleichfalls das , ohne es zu nennen. Vergl. die Erkliirung zu der Stelle ^ ( L t b l . des ,,Orient" a. a. 0* c. 500) mit S. 5455 dieser Schrift.

    R. Isaak Ibn Lai if hat in seinem Scktfar ha-Schamajim (Betulat bat Jehuda p. V I I I erste Halfte) vom Anfange des 2. und 3. Abschn. unseres Gebrauch gemacht.

    Safomo Almoli endlich soli nach Wolf B. h. I .

  • X

    p. 1042 in seinem ebenfalls anser D an vielen Styellen ausschreiben.

    Das B i l d vom Mikrokosmos.

    Das Bild vom Mikrokosmos, dass namlich in der T o t a l i t a t des Menschen der Makrokosmos sich ab spiegle, ist in der jiidischen Literatur zunachst auf die Deutungen von Genes. 1, 26 zuriickzufuhren. In Bereschit Rabba C. 8 lesen wir bereits Erklarungen wie: und . Das B u c h J e z i r a 1 0 ) weist detaillirt nach, dass verschiedene Theile fles menschlichen Kiirpers mit der grossen Schop-fung correspondiren, was in Abot de-Rabbi Natan C. 31 noch wciter ausgefuhrt wird. Daher bekennen sich alle, welche das Buch Jezira hochstellen, wie Sabtai Donolo 1 1 ) , Salomo Ibn Gebirol, Bachja b. Josef, Abraham bar Chija, Josef Kimchi, Mose Ibn Esra, Abraha'm Ibn Esra, Isaak L a t i f " ) u. A . , zur Anschauung vom Mikrokosmos, die auch unser R. Josef zum Mittelpnnkt seiner Schrift macht. Diese Anschauung ist aber von grosser Bedeutung in der jiidischen Literatur, da nur durch sie allein sich manches anscheinend Abnorme bei vielen Exegeten, Re-ligionsphilosophen und Kabbalisten erkliiren liisst, was niiher auseinanderzusetzen hier nicht der Ort ist. Nur so viel wollen wi r hervorheben, dass die Symbolik der Stiftshiitte, welche mit dem Makrokosmos und dem men^h-lichen Mikrokosmos in Verbindutg gebracht w i r d , lind das Zuruckfiihren der goltlichen Potenzen oder der kab-

    10) Vergl. K u s a r i IV, 25. 11) Vergl. meine Mittheilung in Kerem Chemed V I I I , 160 und

    )

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