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  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)

    Albrechtstrae 10c10117 BerlinTel.: 030 28876361Fax : 030 28876370

    FachausschussPersnliche Schutzausrstungen der DGUV

    BG-Regel

    Benutzung von Schutzhandschuhen

    vom April 1994 rLuxemburger Strae 449, 50939 KlnTelefon: (02631) 8012222Telefax: (02631) 8012223E-Mail: info@wolterskluwer.dewww.arbeitssicherheit.de

    Die vorherige aktualisierte Fassung Oktober 2004 der BG-Regel Einsatzvon Schutzhandschuhen (BGR 195) vom April 1994 wurde inhaltlichsowie hinsichtlich der in Bezug genommenen Vorschriften und Regelnaktualisiert; hierbei wurde der Titel in Benutzung von Schutz hand -schuhen gendert.

    Hinweis:

    Hinsichtlich auer Kraft gesetzter Unfallverhtungsvorschriften, insbe-sondere des so genannten Maschinenaltbestandes, sowie ltererRichtlinien, Sicher heitsregeln und Merkbltter, die unter ihrer bisheri-gen ZH 1-Nummer auch weiterhin anzuwenden sind, siehe Internet -fassungen der DGUV

    http://www.dguv.de/bgvr.

    BGR 195 Aktualisierte Nachdruckfassung Oktober 2007

    BGR 195- neues Layout:BGR 195 15.10.2007 17:07 Seite 2

  • BGR 195

    1

    Inhaltsverzeichnis

    Seite

    Vorbemerkung ............................................................................. 2

    1 Anwendungsbereich ............................................................... 3

    2 Begriffsbestimmungen ............................................................. 4

    3 Gefhrdungsbeurteilung 3.1 Allgemeines .................................................................... 5 3.2 Hilfestellung .................................................................... 6

    4 Bewertung und Auswahl 4.1 Allgemeines .................................................................... 6 4.2 Bewertung ...................................................................... 7 4.3 Ausfhrungsbeispiele ....................................................... 7 4.4 Materialien zur Herstellung von Schutzhandschuhen ............. 10 4.5 Kennzeichnung ............................................................... 13

    5 Benutzung 5.1 Allgemeines .................................................................... 15 5.2 Gesundheitsschutz ........................................................... 16 5.3 Entsorgung ..................................................................... 16

    6 Betriebsanweisung, Unterweisung 6.1 Betriebsanweisung ........................................................... 17 6.2 Unterweisung .................................................................. 18

    7 Ordnungsgemer Zustand 7.1 Prfung .......................................................................... 18 7.2 Lagerung ....................................................................... 19 7.3 Reinigung ....................................................................... 19

    Anhang 1: Risiken fr die Hnde durch uere Einwirkungen ........... 20

    Anhang 2: Risiken fr den Trger durch den Schutzhandschuh ......... 21

    Anhang 3: Risiko durch ungengende Schutzwirkung ...................... 22

    Anhang 4: Checkliste fr die Auswahl von Schutzhandschuhen ......... 23

    Anhang 5: Piktogramme .............................................................. 26

    Anhang 6: Sicherheitstechnische Anforderungen an Schutzhandschuhe 27

    Anhang 7: Vorschriften und Regeln ............................................... 32

  • BGR 195

    2

    Berufsgenossenschaftliche Regeln fr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BG-Regeln) sind Zusammenstellungen bzw. Konkretisierungen von Inhalten z.B. aus staatlichen Arbeitsschutzvorschriften (Gesetze, Verordnungen)

    und/oder berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (Unfallverhtungsvorschriften)

    und/oder technischen Spezifikationen

    und/oder den Erfahrungen berufsgenossenschaftlicher Prventionsarbeit.

    BG-Regeln richten sich in erster Linie an den Unternehmer und sol-len ihm Hilfestellung bei der Umsetzung seiner Pflichten aus staatli-chen Arbeitsschutzvorschriften oder Unfallverhtungsvorschriften geben sowie Wege aufzeigen, wie Arbeitsunflle, Berufskrankhei-ten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermieden werden knnen.

    Der Unternehmer kann bei Beachtung der in den BG-Regeln ent-haltenen Empfehlungen, insbesondere den beispielhaften Lsungs-mglichkeiten, davon ausgehen, dass er damit geeignete Ma-nahmen zur Verhtung von Arbeitsunfllen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren getroffen hat. Andere L-sungen sind mglich, wenn Sicherheit und Gesundheitsschutz in gleicher Weise gewhrleistet sind. Sind zur Konkretisierung staat-licher Arbeitsschutzvorschriften von den dafr eingerichteten Aus-schssen technische Regeln ermittelt worden, sind diese vorrangig zu beachten.

    Werden verbindliche Inhalte aus staatlichen Arbeitsschutzvorschrif-ten oder aus Unfallverhtungsvorschriften wiedergegeben, sind sie durch Fettdruck kenntlich gemacht oder im Anhang zusammenge-stellt. Erluterungen, insbesondere beispielhafte Lsungsmglich-keiten, sind durch entsprechende Hinweise in Kursivschrift gege-ben.

  • BGR 195

    3

    Vorbemerkung

    Diese BG-Regel erlutert die PSA-Benutzungsverordnung sowie die Unfall-verhtungsvorschrift Grundstze der Prvention (BGV A1) hinsichtlich der Benutzung von Schutzhandschuhen.

    In dieser BG-Regel sind die Vorschriften des Gesetzes ber die Durchfhrung von Manahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschftigten bei der Arbeit (Arbeitsschutzge-setz ArbSchG), der Verordnung ber Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Benutzung persnlicher Schutzausrstungen bei der Arbeit (PSA-Benutzungsverordnung PSA-BV) sowie der Achten Verordnung zum Ger-te- und Produktsicherheitsgesetz (Verordnung ber das Inverkehrbringen von persnlichen Schutzausrstungen 8. GPSGV) bercksichtigt.

    Die in dieser BG-Regel enthaltenen technischen Lsungen schlieen andere, mindestens ebenso sichere Lsungen nicht aus, die auch in technischen Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europischen Union oder der Trkei oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens ber den Europischen Wirt-schaftsraum ihren Niederschlag gefunden haben knnen.

    Prfberichte von Prflaboratorien, die in anderen Mitgliedstaaten der Euro-pischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens ber den Europischen Wirtschaftsaum zugelassen sind, werden in gleicher Weise wie deutsche Prfberichte bercksichtigt, wenn die den Prfberichten dieser Stellen zu Grunde liegenden Prfungen, Prfverfahren und konstruktiven Anforderungen denen der deutschen Stelle gleichwertig sind. Um derartige Stellen handelt es sich vor allem dann, wenn diese die in der Normenreihe EN 45000 niedergelegten Anforderungen erfllen.

    1 Anwendungsbereich

    Diese BG-Regel findet Anwendung auf die Auswahl und die Benut-zung von Schutzhandschuhen zum Schutz gegen schdigende Ein-wirkungen mechanischer, thermischer und chemischer Art sowie gegen Mikroorganismen und ionisierende Strahlen.

  • BGR 195

    4

    2 Begriffsbestimmungen

    Im Sinne dieser BG-Regel werden folgende Begriffe bestimmt:

    1. Schutzhandschuhe sind Handschuhe, die die Hnde vor Sch-digungen durch uere Einwirkungen mechanischer, thermi-scher und chemischer Art sowie vor Mikroorganismen und ionisierender Strahlung schtzen.

    2. Stulpe ist der Teil des Schutzhandschuhes, der das Handgelenk abdeckt. Eine Stulpe kann auch den Unterarm abdecken.

    3. Keder ist eine schmale Nahteinlage zum Schutz des Fadens.

    4. Handschuhrcken ist der Teil des Schutzhandschuhes, der den Handrcken bedeckt.

    5. Handschuhinnenflche ist der Teil des Schutzhandschuhes, der den Handteller bedeckt.

    6. PH-Wert des Handschuhmaterials ist ein Anhaltswert fr die Hautvertrglichkeit, z.B. von Leder.

    7. Auswaschbare Stoffe sind ungebundene Wirkstoffe im Hand-schuhmaterial, die die Hautvertrglichkeit beeinflussen knnen.

    8. Tragekomfort ist eine Bewertung des Schutzhandschuhes, der im Wesentlichen durch die Handschuhgre, die Flexibilitt des Materials und die Fhigkeit, den an den Hnden entstan-denen Schwei abzufhren, bestimmt wird.

    9. Griffsicherheit ist eine Bewertung des Schutzhandschuhes, die im Wesentlichen von Form und Gre des Schutzhandschuhes sowie von der Flexibilitt und dem Reibungswiderstand der Materialien abhngig ist.

    10. Dauerknickverhalten eines Werkstoffes ist ein Ma dafr, dass der Werkstoff fr den jeweiligen Einsatzbereich des Schutz-handschuhes der vorgegebenen Anzahl von Knickungen ohne Beschdigungen standhlt.

    11. Der Abrieb gibt Auskunft ber den Verschlei und lsst Rck-schlsse auf die Verwendungsdauer des Schutzhandschuhes zu.

    12. Hchstzugkraft ist ein Ma fr die Reifestigkeit eines Werk-stoffes.

  • BGR 195

    5

    13. Weiterreiverhalten ist die Bewertung eines Werkstoffes hin- sichtlich seines Widerstandes, den er nach einer Schnitt- oder Rissbildung dem Weiterreien entgegensetzt.

    14. Penetration ist der Durchtritt von festen, flssigen oder gas-frmigen Stoffen durch makroskopische Lcher (Fehler, Nhte).

    15. Permeation ist der Durchtritt von festen, flssigen oder gasfr-migen Stoffen im molekularen Bereich.

    16. Degradation ist die Verschlechterung des Materials durch Ein-wirkung von Chemikalien.

    17. Quellbestndigkeit ist die Eigenschaft von Materialien, unter Einwirkung von Chemikalien nicht zu quellen.

    18. Schnittfestigkeit ist die Eigenschaft von Materialien, wider-standsfhig gegenber Schnittbelastungen zu sein.

    19. Dehnfhigkeit ist die Lngennderung bei einer bestimmten Krafteinwirkung. Sie ist ein Ma fr die Flexibilitt.

    3 Gefhrdungsbeurteilung

    3.1 Allgemeines

    Vor der Auswahl und dem

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