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    Picker International, einer der Pioniere in der Entwicklung der Ultraschalldiagnostik

    H.-J. Schultz Einleitung Die Anwendung von Ultraschall fr medizinische Bildgebung basiert im Prinzip auf die Erfindung des piezoelektrischen Effekts durch die franzsischen Physiker Pierre und Jaques Curie in 1880. Ultraschall wird ja auch als Stethoskop des Arztes angesehen und bereits 1761 wurde von Leopold Auersbrugger durch abklopfen des Krpers unterschiedliche Tne an das Gehr des Untersuchers bertragen und die Auskultation eingefhrt. 1819 entwickelte R.T.H. Laennec in Paris das erste Stethoskop. In den dreiiger Jahren wurde Ultraschall fr therapeutische Zwecke bereits in einigen europischen Staaten, Japan und USA eingesetzt. In den spten dreiiger Jahren berichte der sterreichische Neurologe Karl T. Dussik ber eine mit seinem Bruder, Physiker Friederik Dussik entwickelte Transmissions Einrichtung. Eine Dekade spter 1947 erstellte er die ersten Hyper-Phonogramms mit der Darstellung der Hirnventrikel. 1948 diskutierte Dr. Douglas Howry von der Denver Gruppe mit Dr. Carl Spaulding vom California Institute of Technologie ber die Anwendung von Ultraschall fr die Querschnittsdarstellung des Krpers und Diagnostik von Organen. Zusammen mit einer Gruppe von Ingenieuren wurde 1949 ein Pulse Echo Scanner konstruiert. 1953-54 wurde der Wassertankscanner vorgestellt, bekannt als B-29 gun turret. 1962 entwickelten bei der Firma Physionics Engeneering, die Ingenieure Wright und Meyer, den ersten kommerziell erhltlichen transportablen Compound Contact Scanner. Physionics Engeneering wurde Ende 1967 von der Picker Corporation bernommen. 1974 wurde die Produktion in ein neu gebautes Werk in Northford/Connecticut verlagert. (Ultraschall und Nuklearmedizin) Bei der Geschichte zum Ultraschall wird immer auf die Entwicklungen in USA und England verwiesen. Tatschlich und bis vor etlichen Jahren unbekannt, wurde ber die Entwicklung eines Compound Scanner bereits am 21. August 1945 von Dr. H. Netheler im Stdt. Kranhaus Lbeck-Sd berichtet. Dr. H. Netheler war Mitarbeiter der Reichstelle fr Hochfrequenzforschung e.V. und seit 1943 mit der Entwicklung und Anwendung von Funkmessverfahren beschftigt. Das Institut wurde Anfang 1945 von Berlin zunchst nach Mecklenburg verlagert und von dort in Rumlichkeiten des Krankenhauses Lbeck-Sd. Dr. Netheler zeigte dem damaligen Dierktor der Klinik, Prof. Hansen ein Funkmessbild der deutschen Nordseekste mit den erkennbaren Flssen. Prof. Hansen zeigte sich interessiert und sagte: wenn Sie das darstellen knnen, knnen sie auch das Pankreas darstellen. Beide, Prof. Hansen und Dr. Netheler knnen als die Pioniere fr eine Idee angesehen werden, ein nichtinvasives Verfahren zur Darstellung von Weichteilorganen in der Bauchhhle mit initiiert zu haben. Die Konstruktion bestand aus einer Einrichtung zur Echoimpulserzeugung mit einer 1MHz Einzelelementsonde und Kathodenstrahlrhre zur Bildwiedergabe wahlweise in A Mode und B-Mode. Der Patient lag in einer Rhre mit Ausschnitt fr den Bauchraum. Die Schallsonde wurde auf den zu untersuchenden Bereich aufgesetzt und durch Drehung der Rhre mit dem Patienten ein Querschnittsbild erzeugt. Natrlich nur schwarz/weis Bilder. Anlage Seite 32: 1945 und die Forschung geht weiter.

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    Leider ist der gesamte Nachlass von Prof. Hansen verloren gegangen. Ein hochbetagter Arzt berichtete, dass einige Untersuchungen ausgefhrt wurden. Wegen technischer Probleme und fehlenden finanziellen Mitteln wurde die Entwicklung eingestellt. Dr. Netheler legte dann am 7. August 1945 im Universittskrankenhaus Eppendorf den Grundstein der heutigen Firma Eppendorf Gertebau (Netheler und Hinz GmbH) 1967 Picker Echoview-Laminograph mit Speicherbildrhre

    Echoimpulsverfahren A-Scan Zeitbewegungsstudien-Time Motion Schnittbilddarstellung B-Mode Echokardiographie Stop-Motion

    NEUES von Picker Ultraschalldiagnostik- Eine neue Dimension- Ein Beitrag zur 1. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft fr Ultraschalldiagnostik. Wiesbaden 06.-7.5.1972 Die Ultraschalldiagnostik Eine neue Dimension diagnostischer Mglichkeiten bei Erkrankungen des Abdominal -und Retroperitonealraums. P. Otto Abteilung fr Gastroentereologie, MHH Trotz aller Fortschritte der klinischen Chemie ist das morphologische Substrat nach wie vor unentbehrlicher Bestandteileiner umfassenden Diagnostik, Neben radiologischen, nuklearmedizinischen und endoskopischen Verfahren rckt in letzter Zeit die Ultraschalldiagnostik als morphologisches Diagnostikum in den Vordergrund. Grenzflchen von Medien unterschiedlicher Schallwiderstnde ( Dichte x Schallgeschwindigkeit)zur Lokalisation intrakorporaler Strukturen. Sie ergnzt bisher gebruchliche morphologische Verfahren, indem die frequenzabhngige unterschiedliche Schallabsorption in festen und flssigen Medien eine Konsistenzdifferenzierung von Tumoren ermglicht.

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    NEUES von Picker Zur Anwendung der Ultraschall-Compoundscan-Methode zur Weichteildiagnostik und Konturendarstellung in der Orthopdie. H.-A. Kramps und E. Lenschow Orthopdische Universittsklinik Mnster ( Direktor :Prof. Dr. med. H. H. Matthia) Abteilung fr Orthopdische Physiologie ( Leiter: Prof. Dr. med. V. Gth)

    Sonographische Ausbildung H.-J. Schultz 1972 Mrz-April erhielt ich in der Univ. Klinik Denver meine sonographische Ausbildung. Der erste Eindruck war, Diagnose aus dem Kaffesatz bei dem damaligen Stand der Technik. Wenige Tage spter und nach intensiver Schulung durch eine Sonographerin und mit Hilfe anatomischer Tafeln kam die Erkenntnis, dass Ultraschall als nicht invasives Verfahren eine groe Zukunft hat. Weiteres Training 1973 in der Universittsklinik San Diego bei Dr. Leopold und Sandra L. Hagen. 1974 Training in Echokardiographie bei Dr.Winsberg, General Hospital Montreal und Dr. Gramniak Rochester. Auf Anregung von Prof. Hanrath und Prof. Bleifeld (UKE) erhielt ich 1977 ein ausgemustertes Olympus Gastroskop das mit einer 5MHz Einzelelementsonde modifiziert wurde. Die Time-Motion Darstellungen gaben einen bisher unbekannten Einblick in die Herzkammern und Darstellung der Klappen. 1984 beabsichtigte Hitachi mehrere Ultraschallgerte mit unterschiedlichen Sondentechnologien auf den Markt zu bringen. Das erschien mir problematisch bei der Ersatzteilhaltung und bei einem Gesprch mit Prof. Herbertz, Univ. Duisburg-Essen, entstand die Idee fr eine 192 Element Sondentechnologie, anwendbar fr Linear, Konvex und Phased Array Sonden mit beliebigen Abmessungen. Das hat Bestand bis

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    zum heutigen Tag, natrlich mit Weiterentwicklungen der Elementtechnologie. Andere Ttigkeiten im Rahmen meiner Ttigkeit 1962-1972 Einfhrung der Medtronik Herzschrittmacher in Deutschland, Europa und Russland. Idee fr einen Demand Pacer und Bau eines externen Musters und Erprobung durch Dr. Ortwin Giebel (UKE). Medtronik lehnte die Fertigung ab. Prof. Rodewald (UKE) diskutierte die Entwicklung auf einer Tagung in USA mit der Fa. Cordis, Miami, die den ersten Demand Pacer baute. Paired and Coupled Stimulator, bei Beginn der Operationen fr Ersatz der Mitralklappe kam es hufig zu Tachykardien, die man medikaments nicht in den Griff bekam. Mit der Coupled Stimulation lies sich die hohe Herzfrequenz halbieren, mit Paired Stimulation konnte man die Herzfrequenz zwischen 60-140/ Schlge pro Minute einstellen und die fr den entsprechenden Patienten gnstigsten Wert. Das Gert wurde von Medtronik hergestellt. Eine Vielzahl von Kliniken hat diesen Stimulator beschafft und mit Erfolg eingesetzt. Durch Entwicklung neuer Medikamente wurde der Stimulator nicht mehr bentigt. 1965 Ausbildung in der Mayo Klinik als Pumpboy fr die Mayo-Gibbon Herz-Lungen Maschine. Mehrere Installationen in Deutschland und Europa. Bei reinem Besuch der NATO-Generalrzte bei Picker International in Mnchen und Vorstellung eines Universal Feldrntgengertes sprach mich der amerikanische Generalarzt auf ein Problem an, dass man Probleme htte, Kunststopfpartikel im Krper aufzufinden. Ein Teil der Munition enthlt diese Kunststoffpartikel. Anhand von Ultraschallaufnahmen mit einem 10MHz Scanner konnte ich zeigen, dass derartige Partikel erkennbar sind. Auf Einladung vom Pentagon konnte ich einen Vorschlag fr ein portables Ultraschallgert fr den Einsatz im Sanittswesen vorstellen. Das Gert wurde von Hitachi Medical als Picker CS 9100 gefertigt und hat sich weltweit bewhrt. Das Gert war fr Netz und Batteriebetrieb ausgelegt und bei tropischen und arktischen Temperaturen noch einsetzbar.

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    Echoview System 80-C

    Modularer Echokardiograph mit EKG/Phono/Puls Einschub um die Ultraschall Information mit physiologischen Daten zu korrelieren. DAS Depth Selection Amplification eine programmierbare Auflage die ber die Einstellregler gelegt wurde, als praktische Hilfe fr die optimale Abgrenzung von Herzstrukturen. Ein ideales Hilfsmittel zur Verkrzung der Untersuchungszeit und Training fr den Untersucher.

    Grauwertprocessing in 16 Graustufen und Aufzeichnung. Auswahl von Einzelementsonden im Frequenzbereich von 2,25- 3,5-5,0 -7,5 MHz. Abb.1 Echoview 80C Abb. 2 Left ventricle, corrected TGA Aufzeichnung in 16 Graustufen mit optimaler Textur Darstellung von Septum und Hinterwand.

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    1975 Echoview 80-C Cardiac Imager

    Als Weiterentwicklung vom Echoview 80C wurde zum Internistenkongress 1975 das Echoview 80C- Cardiac Imager vorgestellt. Ein mechanischer Sektorscanner mit auswechselbaren, steckbaren Sonden in 2,5, 3,5 , n5,0 und 7,5MHz. Scanwinkel variabel 0-60, Bildfrequenz 30-45-60B/s. Bildaufzeichnung ber Polaroidkamera und integrierten Videorecorder. Abb. Schallsondenaustausch

    Abb. 3 Ech