schwarze löcher, blinde flecken, konzeptionelle leerstellen. zum stand einer medienbildung an der...

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  • 1

    Schwarze , blinde Flecke , konzeptionelle ____________. Zum Stand einer Medienbildung an der Hochschule.

    Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

  • 2 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Fokus:'Pdagogik,'Hochschuldidak3k'

    A.#HINTERGRUND:##BILDUNGSIDEE#

    Ziel'der'persnlichen,'akademischen'und'gesellscha;lichen'Entwicklung,'aber:'Inwieweit'ist'die'Bildungsidee'

    noch'up'to'date?'Welche'Teilkonzepte'von'Bildung'exis3eren,'die'Medien'mitdenken?'Welche'Rolle'spielen'Konzepte'von'Medienbildung?'

    SUBJEKTIVER#ANSPRUCH:##

    (MEDIEN8)BILDUNG#

    Fokus:'Organisa3onsforschung,''Bildungssoziologie'

    D.#HOCHSCHULEN#ALS#BILDUNGSINSTITUTIONEN#

    Hinweise'auf'(LernQ)Infrastrukturen,'umfassende'Strategien'bzgl.'Studium'und'Lehre'(z.B.'

    Forschungsorien3erung)''

    (MEDIEN8)#UMWELT#

    Fokus:'Medienpdagogik,'Informa3k'

    B.#(TATSCHLICHES)#MEDIENHANDELN#

    Medienhandeln'integriert'unterschiedliche'Verstndnisse'von'Medien'und'Technologien'im'Alltag,'aber:'Welche'Konzepte'von'Medien'

    resul3eren'daraus'fr'das'Lernen'(und'Lehren)?'Wie'knnen'diese'produk3v'in'Bildungsins3tu3onen'aufgegrien'

    werden?'

    Fokus:'Mediendidak3k,'Hochschulforschung'

    C.#MEDIEN#IN#DEN#FACHKULTUREN#

    In'den'Fchern'dienen'Medien'als'Werkzeug'o;'dem'Zweck,'

    (FachQ)Wissen'zu'entwickeln'und'Erkenntnisgewinn'zu'frdern,'aber:'

    Wie'handeln'Lernende'(und'Lehrende)'mit'Medien'in'Wissenscha;'und'

    Forschung?'Wie'unterscheidet'sich'Medienhandeln'nach'Disziplinen'(z.B.'zwischen'Naturwissenscha;en'und'

    Geisteswissenscha;en)?'

    Media Perspektiven 7-8/2013 | 386

    Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2013

    Always on Smartphone, Tablet & Co. als neue Taktgeber im Netz Von Birgit van Eimeren*

    Der Internetkonsum ist drastisch angestiegen: Statt 133 Minuten wie im Vorjahr weist die ARD/ZDF-Onlinestudie 2013 nun eine tgliche Nut-zungsdauer von 169 Minuten aus. Dieser Anstieg ist nicht nur wegen der absoluten Grenordnung bemerkenswert, sondern auch angesichts dessen, dass sich die Hufigkeit der Onlinenutzung pro Woche nur geringfgig ausgedehnt hat (2013: 5,8 Tage; 2012: 5,7 Tage). Besonders stark stieg die Internetnutzung bei den 14- bis 29-Jhrigen an: von 168 Minuten (2012) auf 237 Minuten (2013) (vgl. dazu ausfhrlich den Beitrag von Birgit van Eimeren und Beate Frees in diesem Heft). Die Ausweitung des Internetkonsums ist auf die gestiegene Nutzung mobiler Endgerte und die zunehmende Bedeutung der Unterwegsnut-zung zurckzufhren. Personen, die mobile Ger-te verwenden, sind hufiger und lnger im Netz als Personen, die nicht ber Smartphones, Tablets, MP3-Player oder E-Book-Reader ins Internet ge-hen. An 6,3 Tagen in der Woche sind sie online, ihre durchschnittliche tgliche Verweildauer be-trgt 208 Minuten. Diejenigen, die keine mobilen Gerte fr den Netzzugang verwenden, sind an 5,1 Tagen online, ihre Verweildauer im Netz liegt bei 122 Minuten tglich (vgl. Tabelle 1).

    Gerteausstattung der OnlinehaushalteDer Anstieg der Nutzungsdauer geht eng einher mit der steigenden Verfgbarkeit neuer mobiler Endgerte in den deutschen Haushalten. In den letzten Jahren haben die Deutschen betrchtlich in ihre Haushaltsausstattung investiert, was sich sowohl in der Anzahl der im Haushalt vorhande-nen Endgerte, ber die man ins Internet geht, wie auch in der zunehmenden Spezialisierung bei der Nutzung dieser Endgerte zeigt. Im Schnitt stehen in jedem Onlinerhaushalt 5,3 internetfhi-ge Endgerte zur Verfgung, die abhngig von der jeweiligen Nutzungssituation und Nutzungsab-sicht eingesetzt werden.

    Kein anderes mobiles Endgert hat sich schneller verbreitet als der Tablet-PC. Allein in den USA wurden in weniger als zwei Jahren nach Markt-einfhrung des iPads ber 40 Millionen Tablets

    verkauft eine Anzahl, fr die die Smartphones sieben Jahre brauchten. Zwar reicht die Tablet-PC-Ausstattung in deutschen Haushalten noch nicht an US-amerikanische Verhltnisse heran. Jedoch erkennen auch hierzulande immer mehr Onliner die Vorzge gegenber Laptop und PC ei-nerseits und gegenber dem Smartphone ande-rerseits. Gegenber PC und Laptop zeichnen sich die Tablets vor allem durch ihr geringeres Gewicht und den Umstand aus, dass man nahezu sofort und (theoretisch) berall online ist, gegenber den Smartphones durch ihren greren Bild-schirm Vorzge, die inzwischen 19 Prozent der deutschen Onlinehaushalte zu einer Anschaffung bewogen haben (vgl. Tabelle 2). 2012 war ein Tablet erst in 8 Prozent der Internethaushalte vorhanden.

    Mobile Zugangswege ins NetzWar bis 2008 der stationre PC das Mittel der Wahl fr den Internetzugang (85 %), nutzen inzwi-schen nur noch 70 Prozent der Nutzer den statio-nren PC (vgl. Tabelle 3). Im Gegenzug gewinnen Laptop, Tablet-PC und Smartphone immer strker an Zuspruch. 67 Prozent der deutschen Onliner gehen inzwischen (auch) ber einen Laptop ins Netz (2008: 40 %). Der Anteil derjenigen, die fr den Internetzugang ihr Smartphone nutzen, stieg binnen fnf Jahren von 4 Prozent (2008) auf 45 Prozent (2013). Versechsfacht hat sich innerhalb von einem Jahr auch die Zahl derjenigen, die ber ihren Fernseher ins Internet gehen: von 2 Prozent auf 12 Prozent. Im Einsatz der Endgerte zeichnen sich deut-liche altersspezifische Unterschiede ab. Whrend in den lteren Onlinersegmenten der stationre PC (noch) der erste Weg ins Internet ist, wird dieser bei den unter 50-Jhrigen allmhlich durch kleinere, flexiblere und mobile Gerte abgelst. Zwar verwenden unter den 14- bis 29-Jhrigen noch zwei Drittel den stationren PC (65 %) fr den Weg ins Netz, mobile Gerte wie Laptop (75 %) und Smartphone (69 %) werden jedoch bevorzugt. Bei den 30- bis 49-Jhrigen rangiert der Laptop (69 %) mit dem stationren PC (71 %) nahezu gleichauf. Das Smartphone wird von jedem Zweiten aus der mittleren Generation fr den Inter-netzugang eingesetzt (48 %).

    Jedoch nicht jedes internetfhige Gert im Haus-halt nutzen die Onliner fr den Weg ins Netz. Von den in einem durchschnittlichen Onlinerhaushalt verfgbaren 5,3 internetfhigen Gerten werden fr den Internetzugang lediglich 2,5 mehr oder weniger regelmig eingesetzt. Dabei ist die Wahl des Endgertes keine Entweder-oder-Entschei-dung, sondern jeweils abhngig davon, welche Anwendungen eingesetzt werden und an wel-chem Ort sich der Onliner aktuell befindet: ber das Smartphone findet ein Groteil der tglichen Kommunikation mit Freunden, Bekannten und Kollegen statt. Das Smartphone ist auch das Gert, das am hufigsten unterwegs, sprich au-

    Unterwegsnutzung treibt Entwicklung

    beim Internetkonsum

    Zunehmende Spezialisierung in der Nutzung der Endgerte

    Grter Zuwachs bei Tablet-PCs

    Trend: Mobile Endgerte lsen stationre Gerte bei Internet-zugang ab

    Nutzungsszenarien mobiler Endgerte abhngig von Anwendung und Nutzungsort

    * BR-Unternehmensplanung und Medienforschung, Leiterin der ARD/ZDF-Projektgruppe Multimedia

    ISBN 978-3-86644-665-6

    Michael GroschGerd Gidion

    Mediennutzungs- gewohnheiten im Wandel

    Ergebnisse einer Befragung zur studiumsbezogenen Mediennutzung

    Jngste Entwicklungen im Medienbereich, oft umschrieben mit dem Begriff Web 2.0, fhrten zu tiefgreifenden Vernderungen in Studium. So haben relativ neue Angebote wie beispielsweise Google oder Wikipedia bereits den Alltag der Studierenden vollstndig durchdrungen. Diese Angebote erfreuen sich hchster Akzeptanz nicht nur im privaten, sondern auch im universitren Bereich. Gleichzeitig werden die von den Universitten selbst angebotenen E-Learning-Dienste hufig von den Studierenden abgelehnt. Vor diesem Hintergrund wurde am Karlsruher Institut fr Technologie das Mediennutzungsverhalten der Studierenden untersucht. Vorliegende Arbeit beschreibt detailliert welche Medien und Medientypen von den Studierenden besonders akzeptiert werden, welche Gerte genutzt und welche mglichen Einflsse auf das Nutzungsverhalten der Studierenden bestehen.

    IBPInstitut fr Berufspdagogik und Allgemeine Pdagogik

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    9 783866 446656

    ISBN 978-3-86644-665-6

    HIS:Forum Hochschule7 | 2013

    Bernd Vogel | Andreas Woisch

    Orte des Selbststudiums

    Eine empirische Studie zur zeitlichen und rumlichen Organisation des Lernens von Studierenden

    Sources:'h\p://www.his.de/pdf/pub__/_Q201307.pdf;'h\p://digbib.ubka.uniQkarlsruhe.de/volltexte/documents/1751693;'h\p://www.ardQzdfQonlinestudie.de/leadmin/Onlinestudie/PDF/Eimeren.pdf'

    Bildquelle:'h\ps://ic.kr/p/oxjuZv'

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    Schwarze

    Hintergrund: Bildungsidee

    Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

  • Tab. 1: Der Bildungs-, Kompetenz- und Qualifikationsbegriff (in Anlehnung an Kaufhold, 2006, S. 51)

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    Verschwinden des Bildungsbegriffs?

    Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015 4

  • Bildungsverstndnis im Kontext Hochschule Bildung durch Wissenschaft

    | Bezugnahme und Rckgriff auf W. von Humboldt: normativ-emanzipatorische Bildungsidee und Qualifizierung in der Bildungsinstitution

    | Bildung durch Wissenschaft (z.B. Huber, 1993) als konzeptionelle und normative Leitidee fr Bildungsangebote an Hochschulen

    | bersetzung in praktisch wirksame Konzepte zum forschenden Lernen als | Analogie zwischen Lern- und Forschungshandeln (Wildt, 2009) | gemeinsames Forschungshandeln | individuelle Prozesse des Fragens, Suchens, Reflektierens etc.

    | Weithin verbreitete Ziele: Fachliche und berfachliche Kompetenzentwicklung (fr Person, Gesellschaft, Berufswelt)

    | Aber: Offene Frage nach den passenden Formaten fr forschendes Lernen

    5 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Huber, L. (1993). Bildung durch Wissenschaft Wissenschaft durch Bildung: hochschuldidaktische Anmerkungen zu einem groen Thema. In H. Bauersfeld & R. Bromme (Hrsg.), Bildung und Aufklrung: Studien zur Rationalitt des Lehrens und Lernens (S. 163-175). Mnster: Waxmann.; Wildt, J. (2009). Forschendes Lernen: Lernen im Format der Forschung. Journal Hochschuldidaktik, 20(2), 4-7.

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    Bilder von Bildung Bilder von Medienbildung?

    6 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

  • Bilder von Medienbildung? Medienbildung als schwarzes Loch

    7 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    | Bildungsidee rckt z.B. durch Debatten um forschendes Lernen (und neu konnotiert) wieder auf die hochschul- und bildungspolitische Agenda aber kaum normative Behandlung der Medienbildung in bzw. fr Hochschulen.

    | Zu fragen: | Inwieweit mssen Medien als Phnomen aus der Lebenswelt strker als bisher

    auch in Hochschulen bearbeitet werden? (Stichwort: Kulturtechniken) | Inwieweit stellen sie Anlsse und neue Rume fr Bildungserfahrungen und

    -prozesse (Jrissen & Marotzki, 2009, S. 31) dar? (Stichwort: Bildungsrume) | Worin besteht der Bildungswert von Grenzen, Grenzberschreitungen und

    Grenzerfahrungen (ebd., S. 35) in, mit und durch Medien? (Stichwort: Scheitern) | Verbindendes Element knnte die kritische Dimension innerhalb von Konzepten

    zum forschenden und mediengesttzten Lernen sein (vgl. kritisch zur sonstigen Halbmedienkompetenz auch Damberger, 2013, S. 7)

    Damberger, T. (2013). Halbmedienkompetenz? berlegungen zur kritischen Dimension von Medienkompetenz. medienimpulse. http://www.medienimpulse.at/articles/view/496; Jrissen, B., & Marotzki, W. (2009). Medienbildung eine Einfhrung. Stuttgart: Klinkhardt.

  • 8

    blinde Flecke

    Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    (Tatschliches) Medienhandeln

  • Media Perspektiven 7-8/2013 | 386

    Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2013

    Always on Smartphone, Tablet & Co. als neue Taktgeber im Netz Von Birgit van Eimeren*

    Der Internetkonsum ist drastisch angestiegen: Statt 133 Minuten wie im Vorjahr weist die ARD/ZDF-Onlinestudie 2013 nun eine tgliche Nut-zungsdauer von 169 Minuten aus. Dieser Anstieg ist nicht nur wegen der absoluten Grenordnung bemerkenswert, sondern auch angesichts dessen, dass sich die Hufigkeit der Onlinenutzung pro Woche nur geringfgig ausgedehnt hat (2013: 5,8 Tage; 2012: 5,7 Tage). Besonders stark stieg die Internetnutzung bei den 14- bis 29-Jhrigen an: von 168 Minuten (2012) auf 237 Minuten (2013) (vgl. dazu ausfhrlich den Beitrag von Birgit van Eimeren und Beate Frees in diesem Heft). Die Ausweitung des Internetkonsums ist auf die gestiegene Nutzung mobiler Endgerte und die zunehmende Bedeutung der Unterwegsnut-zung zurckzufhren. Personen, die mobile Ger-te verwenden, sind hufiger und lnger im Netz als Personen, die nicht ber Smartphones, Tablets, MP3-Player oder E-Book-Reader ins Internet ge-hen. An 6,3 Tagen in der Woche sind sie online, ihre durchschnittliche tgliche Verweildauer be-trgt 208 Minuten. Diejenigen, die keine mobilen Gerte fr den Netzzugang verwenden, sind an 5,1 Tagen online, ihre Verweildauer im Netz liegt bei 122 Minuten tglich (vgl. Tabelle 1).

    Gerteausstattung der OnlinehaushalteDer Anstieg der Nutzungsdauer geht eng einher mit der steigenden Verfgbarkeit neuer mobiler Endgerte in den deutschen Haushalten. In den letzten Jahren haben die Deutschen betrchtlich in ihre Haushaltsausstattung investiert, was sich sowohl in der Anzahl der im Haushalt vorhande-nen Endgerte, ber die man ins Internet geht, wie auch in der zunehmenden Spezialisierung bei der Nutzung dieser Endgerte zeigt. Im Schnitt stehen in jedem Onlinerhaushalt 5,3 internetfhi-ge Endgerte zur Verfgung, die abhngig von der jeweiligen Nutzungssituation und Nutzungsab-sicht eingesetzt werden.

    Kein anderes mobiles Endgert hat sich schneller verbreitet als der Tablet-PC. Allein in den USA wurden in weniger als zwei Jahren nach Markt-einfhrung des iPads ber 40 Millionen Tablets

    verkauft eine Anzahl, fr die die Smartphones sieben Jahre brauchten. Zwar reicht die Tablet-PC-Ausstattung in deutschen Haushalten noch nicht an US-amerikanische Verhltnisse heran. Jedoch erkennen auch hierzulande immer mehr Onliner die Vorzge gegenber Laptop und PC ei-nerseits und gegenber dem Smartphone ande-rerseits. Gegenber PC und Laptop zeichnen sich die Tablets vor allem durch ihr geringeres Gewicht und den Umstand aus, dass man nahezu sofort und (theoretisch) berall online ist, gegenber den Smartphones durch ihren greren Bild-schirm Vorzge, die inzwischen 19 Prozent der deutschen Onlinehaushalte zu einer Anschaffung bewogen haben (vgl. Tabelle 2). 2012 war ein Tablet erst in 8 Prozent der Internethaushalte vorhanden.

    Mobile Zugangswege ins NetzWar bis 2008 der stationre PC das Mittel der Wahl fr den Internetzugang (85 %), nutzen inzwi-schen nur noch 70 Prozent der Nutzer den statio-nren PC (vgl. Tabelle 3). Im Gegenzug gewinnen Laptop, Tablet-PC und Smartphone immer strker an Zuspruch. 67 Prozent der deutschen Onliner gehen inzwischen (auch) ber einen Laptop ins Netz (2008: 40 %). Der Anteil derjenigen, die fr den Internetzugang ihr Smartphone nutzen, stieg binnen fnf Jahren von 4 Prozent (2008) auf 45 Prozent (2013). Versechsfacht hat sich innerhalb von einem Jahr auch die Zahl derjenigen, die ber ihren Fernseher ins Internet gehen: von 2 Prozent auf 12 Prozent. Im Einsatz der Endgerte zeichnen sich deut-liche altersspezifische Unterschiede ab. Whrend in den lteren Onlinersegmenten der stationre PC (noch) der erste Weg ins Internet ist, wird dieser bei den unter 50-Jhrigen allmhlich durch kleinere, flexiblere und mobile Gerte abgelst. Zwar verwenden unter den 14- bis 29-Jhrigen noch zwei Drittel den stationren PC (65 %) fr den Weg ins Netz, mobile Gerte wie Laptop (75 %) und Smartphone (69 %) werden jedoch bevorzugt. Bei den 30- bis 49-Jhrigen rangiert der Laptop (69 %) mit dem stationren PC (71 %) nahezu gleichauf. Das Smartphone wird von jedem Zweiten aus der mittleren Generation fr den Inter-netzugang eingesetzt (48 %).

    Jedoch nicht jedes internetfhige Gert im Haus-halt nutzen die Onliner fr den Weg ins Netz. Von den in einem durchschnittlichen Onlinerhaushalt verfgbaren 5,3 internetfhigen Gerten werden fr den Internetzugang lediglich 2,5 mehr oder weniger regelmig eingesetzt. Dabei ist die Wahl des Endgertes keine Entweder-oder-Entschei-dung, sondern jeweils abhngig davon, welche Anwendungen eingesetzt werden und an wel-chem Ort sich der Onliner aktuell befindet: ber das Smartphone findet ein Groteil der tglichen Kommunikation mit Freunden, Bekannten und Kollegen statt. Das Smartphone ist auch das Gert, das am hufigsten unterwegs, sprich au-

    Unterwegsnutzung treibt Entwicklung

    beim Internetkonsum

    Zunehmende Spezialisierung in der Nutzung der Endgerte

    Grter Zuwachs bei Tablet-PCs

    Trend: Mobile Endgerte lsen stationre Gerte bei Internet-zugang ab

    Nutzungsszenarien mobiler Endgerte abhngig von Anwendung und Nutzungsort

    * BR-Unternehmensplanung und Medienforschung, Leiterin der ARD/ZDF-Projektgruppe Multimedia

    ISBN 978-3-86644-665-6

    Michael GroschGerd Gidion

    Mediennutzungs- gewohnheiten im Wandel

    Ergebnisse einer Befragung zur studiumsbezogenen Mediennutzung

    Jngste Entwicklungen im Medienbereich, oft umschrieben mit dem Begriff Web 2.0, fhrten zu tiefgreifenden Vernderungen in Studium. So haben relativ neue Angebote wie beispielsweise Google oder Wikipedia bereits den Alltag der Studierenden vollstndig durchdrungen. Diese Angebote erfreuen sich hchster Akzeptanz nicht nur im privaten, sondern auch im universitren Bereich. Gleichzeitig werden die von den Universitten selbst angebotenen E-Learning-Dienste hufig von den Studierenden abgelehnt. Vor diesem Hintergrund wurde am Karlsruher Institut fr Technologie das Mediennutzungsverhalten der Studierenden untersucht. Vorliegende Arbeit beschreibt detailliert welche Medien und Medientypen von den Studierenden besonders akzeptiert werden, welche Gerte genutzt und welche mglichen Einflsse auf das Nutzungsverhalten der Studierenden bestehen.

    IBPInstitut fr Berufspdagogik und Allgemeine Pdagogik

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    ISBN 978-3-86644-665-6

    HIS:Forum Hochschule7 | 2013

    Bernd Vogel | Andreas Woisch

    Orte des Selbststudiums

    Eine empirische Studie zur zeitlichen und rumlichen Organisation des Lernens von Studierenden

    Quellen: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Onlinestudie/PDF/Eimeren.pdf; http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201307.pdf; http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/documents/1751693, http://www.flickr.com/photos/apricum_net/7004822729/ sowie Bachmann, Gudrun (2014). Passt der traditionelle Campus zum Studieren von heute? In T. Skerlak, H. Kaufmann & G. Bachmann (Hrsg.), Lernumgebungen an der Hochschule. Auf dem Weg zum Campus von morgen. Reihe Medien in der Wissenschaft, Band 66 (93121). Mnster: Waxmann.

    9 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Gngige (Mediennutzungs-)Studien untersuchen technisch-funktionalen Mediengebrauch

    Ausnahme: Untersuchung der Lernwanderer (Bachmann, 2014)

  • 10 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Bildungs- und hochschulpolitische Frdermanahmen tragen zur Fokussierung auf technischen Gebrauch bei.

    Mythos E-Learning (Schulmeister, 2009) | Einsatz digitaler Medien fr das Lehren und Lernen (sich ausprgender,

    mediendidaktischer Schwerpunt fr Medien an der Hochschule) | Frderung von Konzepten und praktischen Umsetzungsmanahmen, die das

    Lernen unter Zuhilfenahme von digitalen Werkzeugen (vermeintlich) besser machen (z.B. Mayrberger, 2013)

    Frderprogramme und Infrastrukturmanahmen BMBF-Frderprogramm Neue Medien in der Bildung I an zahlreichen Hochschulen und Universitten, DFG-Infrastruktur-Initiativen, Technologie- und Werkzeug-bezogene Ausschreibungen von Stiftungen, Verbnden, Vereinen etc.

    Mayrberger, K. (2013). Medienbezogene Professionalitt fr eine zeitgeme Hochschullehre ein Pldoyer. In G. Reinmann, M. Ebner & S. Schn (Hrsg.),Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenitt und Vielfalt. Doppelfestschrift fr Peter Baumgartner und Rolf Schulmeister (S. 197-214).; Schulmeister, R. (2009). eLearning. Einsichten und Aussichten. Mnchen: Oldenbourg.

  • Medien(-einsatz) in der Forschung und fr die Forschung hingegen eingebter aber anders?

    | Fr Wissenschaftler drfte der Einsatz digitaler Medien im Forschungsprozess heute selbstverstndlich sein: | Mediennutzung in allen Phasen des Forschungsprozesses | Effizientere Gestaltung einzelner Schritte im Forschungsprozess | Digitale Wissensproduktion (Stichworte wie digital vs. digitized science; Donk, 2012)

    | Lehrende und Lernende (Subjekte) gestalten den Mediengebrauch speziell im Rahmen ihrer Forschungsprozesse selbstbestimmt aus.

    | So erzeugt das Medienhandeln selbst Raum fr Bildung durch Wissenschaft und Diskurs wird genauso zum Element medial geprgter Forschungsttigkeit. | Aushandlungsprozesse finden in und mit Medien statt. | Medien werden zu sozialen Medien (Mnker, 2009, S. 10).

    11 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Donk, A. (2012). The Global Science Village? Wissenschaftler in der digitalen Welt. medien + erziehung (merz) Wissenschaft. 6, 103113.; Mnker, S. (2009). Emergenz digitaler ffentlichkeiten. Die Sozialen Medien im Web 2.0. Frankfurt: Suhrkamp Verlag.

  • 12 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Rume fr Medien in der Hochschule Blinde Flecken

    | Blinder Fleck weiter, meist medien- und kulturwissenschaftlich geprgter Medienbegriffe, z.B. | Formen der studentischen Aneignung ihrer (Bildungs-)Rume fr Forschung, | sich verndernde Ttigkeiten von Wissenschaftler_innen in und mit Medien

    (Stichwort: digital scholar). | Konsequenz: Mit einem weiten Medienbegriff werden jegliche (Lern-)Orte mit ihrer

    spezifischen (sozio-technischen) Infrastruktur und Bildungsarchitektur relevanter, als sie bisher als bloe Anwendungs- oder Praxiskontexte oder mit der Konnotation situiert beschrieben waren.

    | Zu fragen ist bspw.: | Inwieweit werden andere Medienverstndnisse an Hochschulen zugelassen? | Inwieweit wird die Beschftigung mit Medien durch den Kontext vorbestimmt? | Wo ergeben sich blinde Flecken in der Beschftigung mit Medien?

  • 13

    konzeptionelle ____________

    Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Medien in den Fachkulturen

  • Hufig anzutreffender Medien(-einsatz) in den Fachkulturen Einflsse auf Medienhandeln im Kontext Hochschule

    | Medien- und Forschungsverstndnis beeinflussen sich wechselseitig und werden durch ihre Auffassungen in (Teil-)Disziplinen bestimmt, aber: | Je nach Disziplin oder Fach sind Medien Inhalt des Forschungshandelns oder nur auf

    der methodischen Ebene von Interesse. | Differenzierung der Forschungsauffassung knnte hilfreich sein, ehe Medienverstndnis

    erklrt werden kann. | Aber: Der fachkulturelle Einfluss von Medienbegriff und -nutzung ist an Hochschulen

    kaum erforscht. | Etwas Wissen besteht hinsichtlich der Studienprogrammgestaltung, worin es (auch)

    darum geht, neben den fachlichen Inhalten die sozialen und materiellen Rahmenbedingungen zu gestalten, innerhalb derer Studierende ihre Vorstellungen darber entwickeln, welche Funktionen und Ziele ein Studium erfllt und wie in bestimmten Situationen gehandelt werden soll (Jenert, 2011, S. 395)

    14 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Hofhues, S., Reinmann, G. & Schiefner-Rohs, M. (2014). Lernen und Medienhandeln im Format der Forschung. In O. Zawacki-Richter, D. Kergel, N. Kleinefeld, P. Muckel, J. Stter, J. & K. Brinkmann (Hrsg.), Teaching Trends14. Offen fr neue Wege: Digitale Medien in der Hochschule (S. 1936). Mnster: Waxmann.; Jenert, T. (2011). Studienprogramme als didaktische Gestaltungs- und Untersuchungseinheit Theoretische Grundlegung und empirische Analyse. Bamberg: Difo.

  • Schwerpunkte (u.a. durch Frdermanahmen,

    Technologie-Zentriertheit, E-Learning-Mythos)

    Leerstellen in der Praxis

    (u.a. Medienprojekte wie studentisches Publizieren)

    15

    Fokussierung auf die spezifischen Aneignungsprozesse

    TECHNISCHER GEBRAUCH (Werkzeug)

    KOMMUNIKATION (Raum)

    Rezeption von INHALT

    (Content)

    Ergebnis-offene PRODUKTION (Option des Scheiterns)

    Zu fragen: Wie komplex sind gegenwrtige, mediale Arrangements an Hochschulen und warum? Welche (normativen) Standpunkte stehen hinter den Konzepten? Welche Rolle spielt die Bildungsinstitution und Bilder ber sie dabei?

    Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Hofhues, S., Schiefner-Rohs, M., Egloffstein, M. & Bremer, C. (2013). Konzeptionen und Frderanstze von Medienkompetenzen in der Lehrpersonenbildung. In C. Bremer & D. Krmker (Hrsg.), E-Learning zwischen Vision und Alltag. Zum Stand der Dinge (S. 392394). Reihe Medien in der Wissenschaft (Band 64). Mnster: Waxmann.

    Optionen fr Medien(-einsatz) an Hochschulen

  • Optionen fr Medien(-einsatz) an Hochschulen Vermeintliche konzeptionelle Leerstellen

    | Konzeptionelle Leerstellen werden offenbar hinsichtlich a) Forschungsorientierung in Studium und Lehre sowie b) Medien(-einsatz) in Studium und Lehre (doppelte Herausforderung bzw. Double Bind)

    | Ein Zusammendenken mediengesttzten Lernens mit Konzepten forschenden Lernens htte die Konsequenz, dass | sich Forschungsorientierung in Studium und Lehre als Komplex von Bildungszielen,

    fachbezogenem Forschungsverstndnis und Medienbegriff sowie flankierenden Faktoren (Zeit, soziale Eingebundenheit, Hochschulstrategie etc.) darstellen wrde.

    | Konzepte zwingend auf unterschiedlichen hochschulischen Gestaltungsebenen gedacht werden mssten.

    | Gleichzeitig mssten auch Verstndnisse von Lernen und Bildung einbezogen werden (bspw. zur Partizipation an Bildungsprozessen, Mayrberger, 2011, S. 14).

    | Herausforderung: Gemeinsame Gestaltung und Erforschung erst mglich, wenn die Auseinandersetzung mit Medien in den verschiedenen Fachkulturen erfolgt.

    16 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Mayrberger, K. (2011). Partizipatives Lernen mit dem Social Web gestalten Zum Widerspruch einer verordneten Partizipation. MedienPdagogik. 1, 125.

  • 17 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Fokus:'Pdagogik,'Hochschuldidak3k'

    A.#HINTERGRUND:##BILDUNGSIDEE#

    Ziel'der'persnlichen,'akademischen'und'gesellscha;lichen'Entwicklung,'aber:'Inwieweit'ist'die'Bildungsidee'

    noch'up'to'date?'Welche'Teilkonzepte'von'Bildung'exis3eren,'die'Medien'mitdenken?'Welche'Rolle'spielen'Konzepte'von'Medienbildung?'

    SUBJEKTIVER#ANSPRUCH:##

    (MEDIEN8)BILDUNG#

    Fokus:'Organisa3onsforschung,''Bildungssoziologie'

    D.#HOCHSCHULEN#ALS#BILDUNGSINSTITUTIONEN#

    Hinweise'auf'(LernQ)Infrastrukturen,'umfassende'Strategien'bzgl.'Studium'und'Lehre'(z.B.'

    Forschungsorien3erung)''

    (MEDIEN8)#UMWELT#

    Fokus:'Medienpdagogik,'Informa3k'

    B.#(TATSCHLICHES)#MEDIENHANDELN#

    Medienhandeln'integriert'unterschiedliche'Verstndnisse'von'Medien'und'Technologien'im'Alltag,'aber:'Welche'Konzepte'von'Medien'

    resul3eren'daraus'fr'das'Lernen'(und'Lehren)?'Wie'knnen'diese'produk3v'in'Bildungsins3tu3onen'aufgegrien'

    werden?'

    Fokus:'Mediendidak3k,'Hochschulforschung'

    C.#MEDIEN#IN#DEN#FACHKULTUREN#

    In'den'Fchern'dienen'Medien'als'Werkzeug'o;'dem'Zweck,'

    (FachQ)Wissen'zu'entwickeln'und'Erkenntnisgewinn'zu'frdern,'aber:'

    Wie'handeln'Lernende'(und'Lehrende)'mit'Medien'in'Wissenscha;'und'

    Forschung?'Wie'unterscheidet'sich'Medienhandeln'nach'Disziplinen'(z.B.'zwischen'Naturwissenscha;en'und'

    Geisteswissenscha;en)?'

    Media Perspektiven 7-8/2013 | 386

    Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2013

    Always on Smartphone, Tablet & Co. als neue Taktgeber im Netz Von Birgit van Eimeren*

    Der Internetkonsum ist drastisch angestiegen: Statt 133 Minuten wie im Vorjahr weist die ARD/ZDF-Onlinestudie 2013 nun eine tgliche Nut-zungsdauer von 169 Minuten aus. Dieser Anstieg ist nicht nur wegen der absoluten Grenordnung bemerkenswert, sondern auch angesichts dessen, dass sich die Hufigkeit der Onlinenutzung pro Woche nur geringfgig ausgedehnt hat (2013: 5,8 Tage; 2012: 5,7 Tage). Besonders stark stieg die Internetnutzung bei den 14- bis 29-Jhrigen an: von 168 Minuten (2012) auf 237 Minuten (2013) (vgl. dazu ausfhrlich den Beitrag von Birgit van Eimeren und Beate Frees in diesem Heft). Die Ausweitung des Internetkonsums ist auf die gestiegene Nutzung mobiler Endgerte und die zunehmende Bedeutung der Unterwegsnut-zung zurckzufhren. Personen, die mobile Ger-te verwenden, sind hufiger und lnger im Netz als Personen, die nicht ber Smartphones, Tablets, MP3-Player oder E-Book-Reader ins Internet ge-hen. An 6,3 Tagen in der Woche sind sie online, ihre durchschnittliche tgliche Verweildauer be-trgt 208 Minuten. Diejenigen, die keine mobilen Gerte fr den Netzzugang verwenden, sind an 5,1 Tagen online, ihre Verweildauer im Netz liegt bei 122 Minuten tglich (vgl. Tabelle 1).

    Gerteausstattung der OnlinehaushalteDer Anstieg der Nutzungsdauer geht eng einher mit der steigenden Verfgbarkeit neuer mobiler Endgerte in den deutschen Haushalten. In den letzten Jahren haben die Deutschen betrchtlich in ihre Haushaltsausstattung investiert, was sich sowohl in der Anzahl der im Haushalt vorhande-nen Endgerte, ber die man ins Internet geht, wie auch in der zunehmenden Spezialisierung bei der Nutzung dieser Endgerte zeigt. Im Schnitt stehen in jedem Onlinerhaushalt 5,3 internetfhi-ge Endgerte zur Verfgung, die abhngig von der jeweiligen Nutzungssituation und Nutzungsab-sicht eingesetzt werden.

    Kein anderes mobiles Endgert hat sich schneller verbreitet als der Tablet-PC. Allein in den USA wurden in weniger als zwei Jahren nach Markt-einfhrung des iPads ber 40 Millionen Tablets

    verkauft eine Anzahl, fr die die Smartphones sieben Jahre brauchten. Zwar reicht die Tablet-PC-Ausstattung in deutschen Haushalten noch nicht an US-amerikanische Verhltnisse heran. Jedoch erkennen auch hierzulande immer mehr Onliner die Vorzge gegenber Laptop und PC ei-nerseits und gegenber dem Smartphone ande-rerseits. Gegenber PC und Laptop zeichnen sich die Tablets vor allem durch ihr geringeres Gewicht und den Umstand aus, dass man nahezu sofort und (theoretisch) berall online ist, gegenber den Smartphones durch ihren greren Bild-schirm Vorzge, die inzwischen 19 Prozent der deutschen Onlinehaushalte zu einer Anschaffung bewogen haben (vgl. Tabelle 2). 2012 war ein Tablet erst in 8 Prozent der Internethaushalte vorhanden.

    Mobile Zugangswege ins NetzWar bis 2008 der stationre PC das Mittel der Wahl fr den Internetzugang (85 %), nutzen inzwi-schen nur noch 70 Prozent der Nutzer den statio-nren PC (vgl. Tabelle 3). Im Gegenzug gewinnen Laptop, Tablet-PC und Smartphone immer strker an Zuspruch. 67 Prozent der deutschen Onliner gehen inzwischen (auch) ber einen Laptop ins Netz (2008: 40 %). Der Anteil derjenigen, die fr den Internetzugang ihr Smartphone nutzen, stieg binnen fnf Jahren von 4 Prozent (2008) auf 45 Prozent (2013). Versechsfacht hat sich innerhalb von einem Jahr auch die Zahl derjenigen, die ber ihren Fernseher ins Internet gehen: von 2 Prozent auf 12 Prozent. Im Einsatz der Endgerte zeichnen sich deut-liche altersspezifische Unterschiede ab. Whrend in den lteren Onlinersegmenten der stationre PC (noch) der erste Weg ins Internet ist, wird dieser bei den unter 50-Jhrigen allmhlich durch kleinere, flexiblere und mobile Gerte abgelst. Zwar verwenden unter den 14- bis 29-Jhrigen noch zwei Drittel den stationren PC (65 %) fr den Weg ins Netz, mobile Gerte wie Laptop (75 %) und Smartphone (69 %) werden jedoch bevorzugt. Bei den 30- bis 49-Jhrigen rangiert der Laptop (69 %) mit dem stationren PC (71 %) nahezu gleichauf. Das Smartphone wird von jedem Zweiten aus der mittleren Generation fr den Inter-netzugang eingesetzt (48 %).

    Jedoch nicht jedes internetfhige Gert im Haus-halt nutzen die Onliner fr den Weg ins Netz. Von den in einem durchschnittlichen Onlinerhaushalt verfgbaren 5,3 internetfhigen Gerten werden fr den Internetzugang lediglich 2,5 mehr oder weniger regelmig eingesetzt. Dabei ist die Wahl des Endgertes keine Entweder-oder-Entschei-dung, sondern jeweils abhngig davon, welche Anwendungen eingesetzt werden und an wel-chem Ort sich der Onliner aktuell befindet: ber das Smartphone findet ein Groteil der tglichen Kommunikation mit Freunden, Bekannten und Kollegen statt. Das Smartphone ist auch das Gert, das am hufigsten unterwegs, sprich au-

    Unterwegsnutzung treibt Entwicklung

    beim Internetkonsum

    Zunehmende Spezialisierung in der Nutzung der Endgerte

    Grter Zuwachs bei Tablet-PCs

    Trend: Mobile Endgerte lsen stationre Gerte bei Internet-zugang ab

    Nutzungsszenarien mobiler Endgerte abhngig von Anwendung und Nutzungsort

    * BR-Unternehmensplanung und Medienforschung, Leiterin der ARD/ZDF-Projektgruppe Multimedia

    ISBN 978-3-86644-665-6

    Michael GroschGerd Gidion

    Mediennutzungs- gewohnheiten im Wandel

    Ergebnisse einer Befragung zur studiumsbezogenen Mediennutzung

    Jngste Entwicklungen im Medienbereich, oft umschrieben mit dem Begriff Web 2.0, fhrten zu tiefgreifenden Vernderungen in Studium. So haben relativ neue Angebote wie beispielsweise Google oder Wikipedia bereits den Alltag der Studierenden vollstndig durchdrungen. Diese Angebote erfreuen sich hchster Akzeptanz nicht nur im privaten, sondern auch im universitren Bereich. Gleichzeitig werden die von den Universitten selbst angebotenen E-Learning-Dienste hufig von den Studierenden abgelehnt. Vor diesem Hintergrund wurde am Karlsruher Institut fr Technologie das Mediennutzungsverhalten der Studierenden untersucht. Vorliegende Arbeit beschreibt detailliert welche Medien und Medientypen von den Studierenden besonders akzeptiert werden, welche Gerte genutzt und welche mglichen Einflsse auf das Nutzungsverhalten der Studierenden bestehen.

    IBPInstitut fr Berufspdagogik und Allgemeine Pdagogik

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    ISBN 978-3-86644-665-6

    HIS:Forum Hochschule7 | 2013

    Bernd Vogel | Andreas Woisch

    Orte des Selbststudiums

    Eine empirische Studie zur zeitlichen und rumlichen Organisation des Lernens von Studierenden

    Sources:'h\p://www.his.de/pdf/pub__/_Q201307.pdf;'h\p://digbib.ubka.uniQkarlsruhe.de/volltexte/documents/1751693;'h\p://www.ardQzdfQonlinestudie.de/leadmin/Onlinestudie/PDF/Eimeren.pdf'

    Bildquelle:'h\ps://ic.kr/p/oxjuZv'

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    15

  • Weitung der Perspektiven auf Medien an der Hochschule Einbezug jeglicher medienpdagogischen Praxis

    Integrative Sichtweise | ber die Erforschung und Gestaltung von Lehrveranstaltungen mit Medien hinaus, | unter Einbezug der Bezugswissenschaften (z.B. Fachdidaktiken, Sozialpdagogik) und | unterschiedlicher, dort verankerter Medienbegriffe.

    Rckwirken der integrativen Sicht auf mediendidaktische/-pdagogische Konzepte | infolge der Anerkennung vernderter/erweiterter subjektiver Handlungspraxen in, mit und

    durch Medien, | durch Bildung selbstbestimmter Persnlichkeiten als Zieldimension, | durch Zulassen kooperativ-vernetzter Szenarien, die angesichts fortschreitender

    Mediatisierung (z.B. Krotz, 2012) ntig und mglich werden, sowie | durch Einbezug eines pdagogischen Kompetenzverstndnisses zur Bewertung und

    weiteren Entwicklung von (Medien-)Kompetenzen.

    18 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Krotz, F. (2012). Von der Entdeckung der Zentralperspektive zur Augmented Reality: Wie Mediatisierung funktioniert. In F. Krotz & A. Hepp (Hrsg.), Mediatisierte Welten (S. 2755). Wiesbaden: VS.

  • Weitung der Perspektiven auf Medien an der Hochschule Anforderungen zwischen Gestaltung und Erforschung

    Offensichtliche Anforderungen | Aufeinander-zu-bewegen von Mediendidaktik und Medienpdagogik vor dem

    Hintergrund der Frage nach der (kritisch-emanzipativen) Medienbildung des Subjekts | Ermglichen von Lernerfahrungen entlang der Bildungsbiografien

    (Bildungsgelegenheiten) | Vermehrte Beachtung von bergngen und Zwischenrumen auch forschungs- und

    lehrseitig Versteckte Anforderungen | Wiederkehrende, kritische Betrachtung Technologie-zentrierter Konzepte | Ungewisse Bedeutung lterer medienkologischer Konzepte (vgl. Vollbrecht, 2010) | Umgang mit und Begleitung des mglichen Scheiterns in komplexeren Arrangements

    19 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015

    Vollbrecht, R. (2010). Der sozialkologische Ansatz der Mediensozialisation. In D. Hoffmann & L. Mikos (Hrsg.), Mediensozialisationstheorien. Modelle und Anstze in der Diskussion (S. 93108). 2., berarbeitete und erweiterte Auflage. Wiesbaden: VS.

  • Vielen Dank fr Ihr Interesse. Gibt es Fragen?

    Dr. Sandra Hofhues Akademische Mitarbeiterin Zeppelin Universitt gemeinntzige GmbH Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik Am Seemooser Horn 20 D-88045 Friedrichshafen | Bodensee Email: [email protected] Blog: www.sandrahofhues.de Twitter: @shofhues

    20 Dr. phil. Sandra Hofhues | Lehrstuhl fr Hochschuldidaktik | Frhjahrstagung der Sektion Medienpdagogik in der DGfE | Aachen, 19.03.2015