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  • Der OberbürgermeisterFachbereich Oberbürgermeister, Rat und Bezirke

    Rathaus Aktuell Dezember 2018Seite 1

    50 Jahre Städtepartnerschaft Leverkusen – Oulu

    Jubiläum mit Festabend im Forum gefeiertMit einem Festakt im Großen Saal des Forums hat die Stadtmit ihren Gästen am 6. Dezember das 50-jährige Jubiläum derStädtepartnerschaft zwischen Oulu und Leverkusen gewür-

    digt. Anschließend wurde beim Bürgerfest im Terrassensaalweiter gefeiert. Oberbürgermeister Uwe Richrath begrüßtezum Auftakt des Abends besonders die Gäste aus dem fin-nischen Oulu, allen voran seine Amtskollegin Päivi Laajala und

    den Stadtdirektor Oulus, Kyösti Oikarinen. Sie sowie sieben weitere Gäste aus der finnischen Partnerstadt besuchten als offizielle Delegation für vier Tage Leverkusen.

    Oberbürgermeister Richrath erinnerte an den 7. Juni 1968, den Tag, an dem die offizielle Partnerschaftsurkunde im Rat-haus von Oulu unterschrieben worden war. Die Unterzeichner damals: Stadtdirektor Arvo Heino und Wilhelm Dopatka, der damalige Oberbürgermeister von Leverkusen. Für Leverkusen war es die erste Partnerschaft dieser Art, die eigentlich keine „Liebe auf den ersten Blick“, vielmehr vom Deutschen Städte-tag vermittelt worden war. Doch beide Städte passten, so Uwe Richrath, einfach gut zueinander. „Dass sie sich so gut entwickeln konnte, war und ist das Verdienst von ungezählten Aktiven beider Städte.“ Richrath zählte einen Teil der vielen Aktivitäten auf. Er dankte besonders Bernhard Marewski, dem Vorsitzenden der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Leverkusen für sein jahrzehntelanges Engagement. „Eine Städtepartner-schaft braucht solche Persönlichkeiten.“

    „Arbeit für geeintes Europa“Diesem Lob schloss sich Bürgermeisterin Päivi Laajala an. Oulu und Leverkusen seien in Europa ein beispielhaftes Part-nerschaftspaar. Sie erinnerte an den Kulturaustausch beson-ders in Kunst und Musik, an viele gemeinsame Konzerte mit dem Blasorchester der Musikschule etwa, an schöne Begeg-nungen, auch in Gastfamilien, sowie an Praktika finnischer Studenten bei der Bayer AG in den 70er Jahren. So manche

    Eintrag ins Goldene Buch der Stadt (v.re.): Bürgermeisterin Päivi Laajala, Kyösti Oikarinen, der Vorsitzende der Stadtregierung, und OberbürgermeisterUwe Richrath

  • Rathaus Aktuell Dezember 2018Seite 2

    hätten ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland gefunden.„Das ist Arbeit für ein geeintes Europa, ein Europa der Bürger,diese Zusammenarbeit von Städten und Regionen.”

    Glückwünsche zum Jubiläum und ein verstärktes Zusammen-arbeiten in den kommenden Jahren – das war der Tenor derReden von Professor Klaus Becker von der Technischen Hoch-schule Köln/Campus Leverkusen und Professor Arto Maaninenvon der Universität Oulu. Denn auch der Wissensaustauschsoll in Zukunft zwischen den beiden Hochschulen gefördertwerden. Das wurde dann einen Tag später, am 7. Dezember, indie Tat umgesetzt: Die STEPsCON 2018 brachte Wissenschaft-lerinnen und Wissenschaftler der TH Köln und der UniversitätOulu zum Kongress im Forum zusammen.

    Eintrag ins Goldene Buch und EhrenpreisDem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt folgte dann die Ver-leihung eines neuen Ehrenpreises für städtepartnerschaft-liches Engagement. Leverkusen würdigte damit zum einen die Bürger Oulus. Gottfried Effe aus Oulu erhielt den Preis zudem persönlich für sein 40jähriges bürgerschaftliches Engagement. Der 6. Dezember ist in Finnland Unabhängigkeitstag und so erhielt die Videogrußbotschaft von Paula Risikko, der Präsidentin des Finnischen Parlamentes, besonderes Gewicht. Zum Abschluss des offiziellen Festaktes wurden die Nationalhymnen der beiden Länder angestimmt.

    Der OberbürgermeisterFachbereich Oberbürgermeister, Rat und Bezirke

    Erstes Polar Bear PitchingNach einer Pause wechselten die Gäste in den Terrassensaalzum eher lockeren Teil des Abends. Das erste Polar Bear Pit-ching in Deutschland war ein besonderer Programmpunkt. EinBottich mit eiskaltem Wasser stand bereit. Zwei Teilnehmerin-nen am Pitching kletterten dort hinein, um ihre Geschäfts- beziehungsweise Projektidee vorzustellen. Unter den Bedin-gungen galt es, schnell auf den Punkt zu kommen. Das „PolarBear Pitching“ ist eine Erfindung aus Oulu und wird dort imRahmen eines Wettbewerbs vor allem für Start-Ups, jungeGründer mit Geschäftsidee, veranstaltet.

    Begleitet wurde der gesamte Abend vom Blasorchester derMusikschule, vom Chorensemble „Art Tonale“, vom CellistenManuel Lipstein, von Pierto Pittari am Klavier, Tim Kayser amAkkordeon, der Sängerin INKA Auhagen und demtanztrieb.Ensemble.

    Informationen zu Oulu unter: https://www.ouka.fi/oulu/english/Bildergalerie zum Festabend unter:https://www.leverkusen.de/rathaus-service/partnerstaedte/bil-der-jubilaeum-oulu.php

    Haushalt verabschiedet

    In seiner Sitzung vom 10. Dezember hat der Stadtrat dieHaushaltssatzung und damit den Haushalt für 2019 sowie dieFortschreibung des Haushaltssanierungsplans 2012 bis 2021verabschiedet.

    Für das Jahr 2019 sind Erträge in Höhe von 629,7 Mio. Eurogeplant und Aufwendungen in Höhe von 626,7 Mio. Euro.Damit steht am Ende ein Plus von 3 Mio. Euro als Jahreser-gebnis. Für 2020 wird mit einem positiven Jahresergebnis von1,3 Mio. Euro gerechnet, für die Jahre 2021 und 2022 jeweilsmit einem Plus von 1,5 Mio. Euro.

    Somit wird die Vorgabe aus dem Stärkungspakt erfüllt, dauer-haft einen ausgeglichen Haushalt auszuweisen, nachdem dieserstmals 2018 wie gefordert gelungen war. Erhöhungen derGewerbe- und Grundsteuer waren dafür nicht nötig.

    Präsentation im Eiswasser: Eine Teilnehmerin am Polar Bear Pitching erläutertihre Projektidee.

    https://www.leverkusen.de/rathaus-service/partnerstaedte/bilder-jubilaeum-oulu.phphttps://www.leverkusen.de/rathaus-service/partnerstaedte/bilder-jubilaeum-oulu.phphttps://www.ouka.fi/oulu/english/

  • Der OberbürgermeisterFachbereich Oberbürgermeister, Rat und Bezirke

    Rathaus Aktuell Dezember 2018Seite 3

    Für das Jahr 2019 sind Investitionen in Höhe von 80,8 Mio.Euro geplant. Damit liegt das Investitionsvolumen letztlichnoch etwas höher als im Haushaltsplanentwurf, den Oberbür-germeister Uwe Richrath und Stadtkämmerer Markus MärtensEnde Oktober eingebracht hatten. Ein großer Teil der Investi-tionen entfällt auf die Sanierung von Schulen. Genauso fließtGeld in weitere, für die Stadt wichtige Projekte – etwa in dieIntegrierten Handlungskonzepte, in den Ausbau von Kitas, inMaßnahmen im Rahmen des Mobilitätskonzepts wie etwa dasneue Buslinienkonzept oder auch in Digitalisierungsprozesse.

    Insgesamt gelingt es mit dem verabschiedeten Haushalt, so-wohl die Haushaltskonsolidierung weiter voranzubringen, alsauch ein Investitionsprogramm vorzulegen, das Leverkusenszukünftige Entwicklung weitsichtig in die richtigen Bahnenlenkt. Für die Umsetzung all dieser Projekte sind jedoch nichtnur die nötigen Finanzmittel erforderlich. Ob die Realisierunggemäß dem im Haushalt vorgegebenen Zeitplan erfolgenkann, wird letztlich auch von den Personalressourcen und derBaukonjunktur abhängen.

    Nach Verabschiedung des Haushaltes durch den Rat kann nundas förmliche Genehmigungsverfahren bei der Bezirksregie-rung als Aufsichtsbehörde eingeleitet werden.

    Gut angenommen: Fußgängerzone Opladen bietet deutlich mehr als vor der Neugestaltung

    Mit der „Neueröffnung“ der umgestalteten Fußgängerzoneund pünktlich zum Weihnachtsmarkt steht allen Besucherin-nen und Besuchern, Kunden und Gästen der Opladener Fuß-gängerzone der Zugang zum freien und kostenlosen Internetper WLAN zur Verfügung.

    Wenn im Sommer auch das Fontainenfeld in der Bahnhofstraßewieder sprudelt, wird die Aufenthaltsqualität in der neuen Fuß-gängerzone Opladen einen weiteren Schub bekommen.

    Die bauliche Auffrischung der zentralen Einkaufsstraßen inOpladen fand bislang schon großen Anklang. Hauptgestal-tungselement ist das neu gepflasterte helle Band. Es bietetdie Basis für neue Bänke, Bäume, Leuchten, Mülleimer und

    Spielelemente. Das in den neunziger Jahren verlegte rote Klin-kerpflaster bildet den Rahmen dieser Neuerungen.

    Die neu gestaltete Fußgängerzone ist eine der zentralen Maß-nahmen des Stadteilentwicklungskonzepts für Opladen.

    Händler und Immobilienbesitzer beteiligten sich am Erneue-rungsprozess und investierten selbst. Ausstattung, Räumlich-keiten und Fassaden einiger Ladenlokale wurden aufgefrischt– und weitere sollen folgen.

    Wirtschaftsförderung, Stadtplanung und das – vom DezernatPlanen und Bauen beauftragte – Stadtteilbüro schufen die Voraussetzungen dafür mit Workshops, persönlicher Anspra-che und Beratung. Sehr gut angenommen wurde auch dasAngebot des Quartiersarchitekten.

    Das Stadtteilentwicklungskonzept für Opladen hatte für alldas seit 2012 die Voraussetzungen geschaffen. Es wurde auf-gelegt, um die Wachstumsimpulse der neuen Bahnstadt fürden historischen Stadtkern zu nutzen. Mit dem Umbau derFußgängerzone konnte die erste große Baumaßnahme erfolg-reich zuende geführt werden. Bis 2021 soll auch die Schule ImHederichsfeld grundsaniert sein und als Quartierszentrum zurVerfügung stehen.

    Die Repeater für flächendeckendes WLAN wurden in die neuen Beleuchtungs-masten integriert. Möglich wurde dieses Angebot durch eine Kooperation zwischen Stadtverwaltung, Wirtschaftsförderung Leverkusen, der Initiative Freifunk Leverkusen e.V. und der Energieversorgung Leverkusen (EVL).

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    Nachhaltige Medienbildung – 50 neue Medienscouts für Leverkusen

    Eine Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben: Ab Septemberfanden an der Sekundarschule Leverkusen vier ganztägige Basisqualifizierungen für das Projekt Medienscouts der Lan-desanstalt für Medien statt. Die neuen Medienscouts sowiedie begleitenden Lehrerinnen und Lehrer wurden zu aktuellenMedienthemen wie Cybermobbing, Datenschutz, Privatsphäreund Rechtssicherheit im Internet geschult. Sie begannenschon während der Schulungsphase eigene Projekte an ihrerSchule.

    Am 29. November erhielten insgesamt 50 neue Medienscoutsaus sechs weiterführenden Schulen ihr Zertifikat aus der Handder Fachbereichsleiterin Schulen, Carolin Maus. In Ihrer An-sprache zur feierlichen Zertifikatsübergabe betonte CarolinMaus, wie wichtig es ist, über Chancen und Risiken der digi-talen Welt zu informieren und vor allem junge Menschen wiedie Medienscouts zu befähigen, den noch viel unsichererenMitschülern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Fortan tragendie neuen Medienscouts an der GHS Theodor-Wuppermann,dem Werner Heisenberg Gymnasium, der KHS im Hederichs-feld, dem Landrat Lucas Gymnasium, der Realschule am Stadt-park und der Sekundarschule Leverkusen ihr Wissen weiter.

    Im Schuljahr 2014/15 wurden die ersten Medienscouts für dieLeverkusener Schulen ausgebildet und gewannen direkt imRahmen einer Geocaching-Challenge die Teilnahme an einem

    zweitägigen TV-Schnupperkurs. Das Projekt wird bis heute gelebt, so dass vier der seinerzeit ausgebildeten Schulen dieAuszeichnung „Medienscoutschule NRW 2018-2019“ erhiel-ten. Abordnungen des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums, derMarienschule, der Montanus Realschule und des Lise-MeitnerGymnasiums erhielten ihre Urkunden ebenfalls im Rahmender Feierstunde.

    Der Ansatz der „Peer-Education“ ist bei der Medienscout-Arbeit besonders hilfreich: Junge Menschen lernen lieber vonGleichaltrigen und können sie aufgrund eines ähnlichen Mediennutzungsverhaltens zielgruppengerecht aufklären. Heranwachsende sollen jüngeren Schülerinnen und Schülernberatend bei ihrer Mediennutzung zur Seite stehen und Fragen, die sich für junge Nutzer rund um die Themen SocialWeb, Internet & Co. ergeben können, beantworten. Das Pro-jekt fördert zudem die Vernetzung der beteiligten Schüler undLehrkräfte und deren schulformübergreifende Zusammen-arbeit.

    Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hat das Projekt„Medienscouts NRW“ 2012 erstmals NRW-weit und mit Unterstützung der Kreise und kreisfreien Städte durchgeführt.

    Leverkusen Taler verliehen

    Auch in diesem Jahr hat die Stadt Leverkusen gemeinsam mitder Sparda-Bank mit einem feierlichen Empfang ein Zeichender Würdigung und Anerkennung für ehrenamtlich aktive Leverkusenerinnen und Leverkusener gesetzt. Anlass war deroffizielle „Tag des Ehrenamtes“ am 5. Dezember 2018.

    Oberbürgermeister Uwe Richrath drückte in seinem Grußwortden Anwesenden stellvertretend für alle ehrenamtlich Aktivenseinen Dank aus und betonte den Wert der ehrenamtlichenArbeit: „Ohne das Ehrenamt wäre unsere Stadtgesellschaftdeutlich ärmer. Viele Angebote könnten kaum mehr funktio-nieren, wenn da nicht die vielen Menschen wären, die sichkümmern, die anpacken, die organisieren – sei es im Sport-verein, beim Musizieren, in der Feuerwehr, bei der Flüchtlings-hilfe oder in der Nachbarschaftshilfe.“

    Im Mittelpunkt der Veranstaltung im Ratssaal stand die Verlei-hung des Leverkusen Talers, der zum 12. Mal vergeben wurde.

    Neue Medienscouts an der Sekundarschule ausgebildet – links: Schulleiterin Carola Becker und Fachbereichsleiterin Schulen Carolin Maus.

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    Bildung mit Spaß für mehr als 200 Kinderaus über 20 Nationen

    Viele neuzugewanderte Kinder konnten dieses Jahr von denneuen Angeboten des Bildungsbüros und der Bildungskoordi-natorin für Neuzugewanderte profitieren.

    Insgesamt fanden acht Schwimmkurse für Kinder und Jugend-liche über das Jahr verteilt statt. Die Nichtschwimmer hattenin den Kursen die Möglichkeit das Seepferdchen-Abzeichen zuerlangen. Für viele Kinder bedeutete dies, endlich Badespaßerleben zu können und auch auf Klassenfahrt vom Wasser-sport nicht mehr ausgeschlossen zu sein. Die Kurse machtenden Kindern und Jugendlichen nicht nur immensen Spaß, son-dern sie tragen auch dazu bei, dass Schwimmen als wichtigeGrundbildung erlebt wird und tragische Badeunfälle vermie-den werden.

    Finanziert wurden die verschiedenen Kurse aus Mitteln desLandesprogrammes „KommAn“ sowie Spenden der Kober-Stiftung und der Rheindorfer Pänz.

    „Fit in Deutsch“ hieß das neue Credo für 140 Kinder und Jugendliche in den Oster-, Sommer- und Herbstferien 2018.

    Preisträgerin war in diesem Jahr Frau Marieluise Kurth, diesich seit vielen Jahren in der katholischen KirchengemeindeSt. Stephanus in zahlreichen Gremien engagiert und darüberhinaus die pflegerische Tätigkeit im Seniorenwohnheim unddie Hospizarbeit begleitet.

    Pfarrer Ralf Hirsch hob in seiner Laudatio den langjährigenEinsatz von Marieluise Kurth hervor: „Schnell wird die Redevon Glauben und Werten zu leeren Worthülsen. MarieluiseKurth gibt ihrem christlichen Glauben und den Werten, die ausihm erwachsen, ein Gesicht, ihr Gesicht.“

    Anschließend überreichten Oberbürgermeister Uwe Richrathund Stadtdirektor Markus Märtens der Preisträgerin die Ur-kunde und den neugestalteten Taler, der erstmals in seinemneuen Design verliehen wurde.

    Gestaltet wurde er von der Firma Haarhoff GmbH aus Lever-kusen, die sich bereiterklärt hatte, die Neukonzeption unent-geltlich zu übernehmen. Gefertigt wurde der Taler schließlichvon der Leverkusener Gold- und Platinschmiede Drösser. Ermöglicht wurde die Ehrenamtsfeier durch das Engagementder Sparda-Bank, die das Ehrenamt zudem schon seit überzehn Jahren im Rahmen des Leverkusen Talers unterstützt.

    Stolz präsentieren Kinder und Jugendliche ihr Zertifikat „Fit in Deutsch“.

    Oberbürgermeister Uwe Richrath und Stadtdirektor Markus Märtens (li.) umrahmen Marieluise Kurth, die sich in das Goldene Buch eintrug.

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    wicklung Wiesdorf und wird mit Fördermitteln der Städtebau-förderung zu 80 Prozent bezuschusst.

    Notwendig wurden die Arbeiten, da die beiden großen Plata-nen durch das Wachstum ihrer Wurzeln das Klinkermauerwerkder Baumscheiben teilweise gesprengt hatten und nur nochnotdürftig gesichert werden konnten. Ein entsprechend er-stelltes Gesamtkonzept sah eine Bestandsicherung der Plata-nen, aber auch eine zeitgemäße freiräumliche Nutzung undAttraktivierung des Areals vor.

    Dazu wurden zunächst die beiden Glaspavillons zurückge-baut. Anschließend entstanden jeweils rund 50 m² große,durch Sichtbeton gefasste Baumbeete, die als besondere Aus-stattung rund 35 m² große Sonnendecks mit einer integriertenBeleuchtung erhielten. Zur weiteren Bestandssicherung derBäume wurde ein spezielles Baumsubstrat eingebracht.

    Das Deck des östlichen Hochbeetes kann, bedacht durch eindreieckiges Segel, auch witterungsunabhängig z.B. bei Aktivi-täten der Roten Funken oder dem Weihnachtsmarkt als„kleine Bühne“ genutzt werden.

    Das Bildungsbüro nutzte ein Förderprogramm des LandesNordrhein-Westfalen und mit großzügiger Hilfe der Kober-Stiftung, die bereits auch Schwimmkurse mitfinanziert hatte,konnte in allen Ferien ein buntes und lehrreiches Ferienpro-gramm zusammengestellt werden. Die Kinder und Jugend-lichen zwischen 6 und 18 Jahren erhielten intensive Deutsch-förderung durch qualifizierte Sprachlernbegleiter und natürlichkam der Spaß mit Kreativangeboten und zahlreichen Aus-flügen nicht zu knapp.

    Ein unvergesslicher Höhepunkt für die Teilnehmenden in den Sommerferien war die Mitwirkung bei einem Bundes-ligaspiel von Bayer 04 Leverkusen als Fahnen- und Banner-träger. Durch das Engagement des Werksklubs konnten sojede Menge neue Fans aus vielen verschiedenen Nationen gewonnen werden.

    Zum Abschluss der Angebote wurde für diesen Personenkreisauch die Berufsorientierungsveranstaltung „Mein Beruf –Meine Zukunft“ neu aufgelegt. Ziel ist es hier, den Jugendli-chen vor allem die Chancen und Möglichkeiten einer dualenAusbildung aufzuzeigen. Auch für diese Veranstaltung, die mitzahlreichen Kooperationspartnern durchgeführt wurde, wardie Nachfrage riesengroß.

    Durch den großen Erfolg aller Angebote fiel die Entscheidung,auch für 2019 wieder Angebote vorzuhalten, sehr leicht. DieFördermittel des Landes wurden bereits beantragt und dieKober-Stiftung hat ihre Unterstützung für Kinder in Leverku-sen schon zugesagt. Die Kinder und Jugendlichen haben alsowieder allen Grund, sich auf interessante Angebote im neuenJahr zu freuen.

    Funkenplätzchen in neuer Optik

    Urbanes Flair am Funkenplätzchen: Mit der Aufwertung durch verschiedene bauliche Maßnahmen hat sich der Platz zueinem Mittelpunkt für städtisches Leben in Wiesdorf ent-wickelt. Ende Oktober wurde das Funkenplätzchen der Öffent-lichkeit übergeben.

    Die Neugestaltung des Funkenplätzchens ist ein Teilprojektdes Integrierten Handlungskonzeptes und der Stadtteilent-

    (v.li.) Klaus Fings (KG Rote Funken), Baudezernentin Andrea Deppe, Sigi Kaschulla (KG Rote Funken) und Bezirksvorsteherin Regina Sidiropulos testendas Sonnendeck.

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    Leverkusen erhält Förderbescheide über5,8 Mio. Euro für den Städtebau

    Regierungspräsidentin Gisela Walsken überreichte Zuwen-dungsbescheide über Fördergelder des Städtebaus in Höhevon insgesamt 98 Mio. Euro Anfang Dezember an insgesamt52 Städte und Gemeinden im Regierungsbezirk Köln.

    Diese fließen u.a. in Projekte zur Sanierung von Schulbauten,Kulturzentren, Sportstätten und die Neugestaltung von inner-städtischen Straßen, Plätzen und Grünflächen. Für die Pro-jekte stellen der Bund und das Land rund 524 Mio. Eurolandesweit zur Verfügung.

    Oberbürgermeister Uwe Richrath hat für die Stadt LeverkusenFörderbescheide in Höhe von insgesamt rund 5,8 Mio. Euroentgegengenommen. Davon fließen rund 580.000 Euro in dasProjekt „Soziale Stadt Leverkusen Rheindorf-Nord“, rund790.000 Euro stehen für das InHK Wiesdorf (2. Förderstufe)zur Verfügung, und rund 4,4 Mio. sind für die nbso, 5. Bau-abschnitt Westteil, bestimmt.

    Darüber hinaus hat die Stadt von der Bezirksregierung vorkurzem Förderbescheide für den Straßenbau zur Fortführung

    des Rad-/Gehweges Balkantrasse bis zum Bahnhof Opladenüber 580.000 Euro und für den Umbau der Goethestraße (Anbindung an die künftige Europaallee) über 360.000 Euroerhalten.

    Bernd Hibst leitet seit vier Monaten denFachbereich Finanzen

    Bereits am 15. August hat Bernd Hibst als neuer Leiter desFachbereichs Finanzen die Nachfolge von Dietmar Geiser an-getreten, der Ende Februar aus dem Dienst ausgeschiedenwar. Bernd Hibst war zuvor elf Jahre lang bei der Stadt Wer-melskirchen tätig, die letzten acht Jahre davon als Kämmerer.In dieser Position bekleidete er unter anderem auch die Posi-tion des Leiters des Städtischen Abwasserbetriebs.

    Grund für den Wechsel nach Leverkusen war für den 46-jähri-gen, der mit seiner Familie auch in Wermelskirchen lebt, vorallem die Herausforderung, in einer Großstadt mit anderenwirtschaftlichen Dimensionen tätig sein zu können. Als weite-rer Beweggrund kam hinzu, dass er die Beteiligungsstrukturender Stadt Leverkusen als sehr interessant empfindet.

    Nach vier Monaten hat er sich nach eigenem Bekunden beider Stadt Leverkusen bereits gut eingelebt. „Ich bin hier sehroffen und herzlich aufgenommen worden“, berichtet Bernd

    Regierungspräsidentin Gisela Walsken übergibt Oberbürgermeister Uwe Richrathdie Förderbescheide zum Städtebau. © Bezirksregierung Köln Bernd Hibst leitet seit August den Fachbereich Finanzen.

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    Rathaus Aktuell Dezember 2018Seite 8

    Hibst. „Viele haben sich große Mühe gegeben, mir einenguten Start zu ermöglichen. Dafür bin ich sehr dankbar.“

    Seit seinem Dienstantritt standen erste Herausforderungen an, die bereits zu bewältigen waren. Langeweile wird seinerEinschätzung nach in den nächsten Jahren nicht aufkommen.Bernd Hibst ist stolz darauf, im Fachbereich Finanzen miteinem so zuverlässigen und engagierten Team arbeiten zudürfen.

    Leiterin des Frauenbüros verabschiedet sich

    Oberbürgermeister Uwe Richrath überreichte bei der städti-schen Ehrungsfeier die Urkunde, bei der Ratssitzung gab eszum Abschied einen großen Blumenstrauß: Sabine Rusch-Witthohn, Leiterin des Frauenbüros, tritt zum Jahresende inden Ruhestand.

    Die studierte Sprachwissenschaftlerin fing 1984 bei der StadtLeverkusen im Fachbereich Kinder und Jugend an und war insozialpädagogischer Funktion im Jugendhaus Lindenhof tätig.Nach einer Zwischenstation an der VHS Hilden als Leiterin fürden Bereich der Schulabschluss-Kurse wurde sie 1991 Leiterindes Mädchentreffs in Leverkusen.

    1994 erfolgte der Wechsel zum Frauenbüro, wo sie unter anderem für das Themenfeld beruflicher Wiedereinstieg unddie Fortschreibung des Frauenförderplanes zuständig war.Später übernahm Sabine Rusch-Witthohn zudem die Koor-dinierung des „Runden Tisches gegen Gewalt an Frauen“.2009 wurde sie stellvertretende Büroleiterin, 2013 Leiterindes Frauenbüros.

    Langweilig wird es der scheidenden Frauenbeauftragten jedoch nicht werden, denn Pläne für die freie Zeit nach demaktiven Berufsleben gibt es bereits zur Genüge: „Zwei Bücher-stapel warten aktuell darauf, gelesen zu werden. Außerdemmöchte ich endlich regelmäßig schwimmen gehen und mirden langgehegten Wunsch erfüllen, Italienisch zu lernen“, erzählt Sabine Rusch-Witthohn.

    Ausstellungseröffnung: „Vor aller Augen“– Die Deportation der Juden und die Ver-steigerung ihres Eigentums – Fotografienaus Lörrach Oktober/November 1940

    Was die anlässlich des Holocaustgedenktags 2019 von derVHS gezeigte visuelle Dokumentation „Vor aller Augen“ soeinzigartig macht: Sie steht exemplarisch für das Geschehen inzahlreichen deutschen Städten. Im Oktober 1940 wurden etwa6.500 Juden aus dem Südwesten deportiert, wenige Wochendanach versteigerten staatliche Stellen den Hausrat, den dieVerschleppten zurücklassen mussten. Im badischen Lörrach fotografierte ein Polizeibeamter beide Aktionen. Die insgesamt42 überlieferten Bilder sind eine erschütternde Quelle, zeigensie doch einmal mehr, dass die Judenverfolgung keineswegsunbemerkt von der übrigen Bevölkerung stattfand. Im Gegen-teil: Die Menschen drängten sich am Straßenrand, um den Ab-transport zu begaffen, und bei den Versteigerungen herrschtengroßes Gewühl und ausgelassene Schnäppchenjagd-Stim-mung. Vor aller Augen fanden diese öffentlichen Verbrechenstatt.

    Die Ausstellung wird am Montag, 28.01.2019, 17:00 Uhr, inder Galerie im Forum durch Oberbürgermeister Uwe Richratheröffnet. Klaus Hesse, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stif-

    Sabine Rusch-Witthohn und Oberbürgermeister Uwe Richrath bei der städtischenEhrungsfeier.

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    tung „Topographie des Terrors“ (Berlin), hält den Einführungs-vortrag. Musikalisch begleitet wird die Gedenkveranstaltungdurch Musiker der Musikschule unter Leitung von JürgenOhrem.

    Ausstellung29.01.2019- 24.02.2019Forum – Galerie im Forum

    Öffnungszeiten:Mo bis Fr von 9:00 bis 20:00 Uhram Wochenende während der Veranstaltungen Info-Telefon: 02 14/4 06-41 41

    Bildungsbericht „Schulische Bildung in Leverkusen“ erschienen

    In der aktuellen Ausgabe des Mitteilungsblattes z.d.A. Ratwurde der Bildungsbericht „Schulische Bildung in Leverkusen“veröffentlicht. Er löst die bisherige jährliche Meldung zur Ent-wicklung der Anzahl der Schülerinnen und Schüler ab und gibteinen statistischen Überblick über die Schullandschaft in Lever-kusen. Der Bericht beinhaltet Zahlen, Daten und Fakten zu Themen wie Förderschwerpunkten, Abschlüssen oder Zuwan-derungsgeschichte der Schülerinnen und Schüler. Ergänzt wirdder Bericht durch einen Anhang mit detaillierten Tabellensowie ein Glossar, in dem Fachbegriffe erklärt werden.

    Der Bildungsbericht ist im Rahmen des vom Bundesministe-rium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozial-fonds geförderten Programms „Bildung integriert“ entstanden,das im September 2016 mit dem Ziel gestartet ist, in drei Jah-ren eine fundierte Datenbasis für Entscheidungen und Projekteim Bildungsbereich zu schaffen. Es ist der erste Teilberichteines umfassenden Bildungsberichts für Leverkusen. In derweiteren Laufzeit des Programms „Bildung integriert“ sollenzusätzlich Berichte zur frühkindlichen Bildung, zur beruflichenBildung und zur Erwachsenenbildung erscheinen.

    Bei Interesse kann der Bildungsbericht „Schulische Bildung inLeverkusen“ per E-Mail direkt beim Team „Bildung integriert“angefordert werden (als PDF oder Druckexemplar).

    Kontakt:Stadt LeverkusenKommunales BildungsbüroKatharina Baarhs (zentrale Ansprechpartnerin für das Pro-gramm „Bildung integriert“)Telefon: (0214) 406-4014E-Mail: [email protected]

    Info zum Programm „Bildung integriert“: http://www.transferinitiative.de/bildung-integriert.php

    © Stiftung „Topografie des Terrors“

    http://www.transferinitiative.de/bildung-integriert.phpmailto:[email protected]

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    Rathaus Aktuell Dezember 2018Seite 10

    Ehemalige Vereinigung der Ruheständler derStadt Leverkusen hat sich aufgelöst: Geld-spende an Palliativ-Station des Klinikums

    Am 16. April 1948 wurde die Vereinigung der Ruheständler derStadt Leverkusen gegründet. 70 Jahre später wurde der einge-tragene Verein offiziell aufgelöst, denn er konnte nicht mehrgenügend neue Mitglieder gewinnen. Die Zahl der Mitgliederging zunehmend zurück.

    Das verbliebene Vereinsvermögen in Höhe von 840 Euro spen-dete der Verein der Palliativ-Station des Klinikums. In Anwesen-heit von Oberbürgermeister Uwe Richrath übergab derehemalige Vereinsvorstand einen Scheck in entsprechenderHöhe an Hans-Peter Zimmermann, den Geschäftsführer desKlinikums. Gudrun John und Hans Gerd König, ehemalige Vor-standsmitglieder des Vereins, erklärten: „Wir sind sehr beein-druckt, wie liebe- und respektvoll Menschen am Ende ihresLebensweges auf der Palliativ-Station des Klinikums betreutund begleitet werden. Diese Arbeit möchten wir gerne unter-stützen.“

    Auch wenn die Vereinigung der Ruheständler der Stadt Lever-kusen ihre offiziellen Vereinstätigkeiten eingestellt hat, soll der

    Kontakt untereinander und zur Stadtverwaltung nicht gänzlichabreißen. Auch Oberbürgermeister Uwe Richrath liegt es amHerzen, dass die Verbundenheit mit der Stadt erhalten bleibt.

    Sterntaleraktion: Die Pakete stapelten sich

    Auch in diesem Jahr stapelten sich wieder die Geschenke derSterntaler-Aktion in einem Büro des Fachbereiches Oberbürger-meister, Rat und Bezirke. 182 Sterntaler-Patenschaften wurdenin diesem Jahr allein von städtischen Mitarbeiterinnen undMitarbeitern übernommen.

    Seit 2008 können alle, die bei dieser Aktion mitmachen wol-len, Kindern Weihnachtswünsche im Wert von maximal 20 Euro erfüllen, die durch einen Stern symbolisiert werden.Die Bürgerstiftung Leverkusen hatte auch dieses Jahr aufge-rufen, möglichst vielen Leverkusener Kindern fröhliche Weih-nachten zu bescheren. Erstmals wurden im Rahmen der Aktionauch Senioren im Seniorenheim mit Geschenken bedacht.

    2018 wurden insgesamt 515 Geschenke gepackt, 375 für Kinder und 140 für Senioren. Kurz vor dem Weihnachtsfestwerden die Kinder und Senioren ihre Geschenke im Rahmeneiner kleinen Feier in der jeweiligen Kinder- bzw. Senioren-einrichtung erhalten.

    Vorstandsmitglieder der nun aufgelösten Vereinigung der Ruheständler der StadtLeverkusen überreichen den Scheck in Anwesenheit von Oberbürgermeister UweRichrath (re.) an Prof. Dr. Utz Krug, Direktor der Klinik für Onkologie, Hämatologieund Palliativmedizin am Klinikum Leverkusen. Oberbürgermeister Uwe Richrath freut sich über die Bereitschaft der Mitarbeiter-

    schaft zu spenden.