Inklusion in der Bildung Gemeinsames Positionspapier der Verbände der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten – Selbsthilfe und Fachverbände

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<ul><li> Folie 1 </li> <li> Inklusion in der Bildung Gemeinsames Positionspapier der Verbnde der Deutschen Gesellschaft der Hrgeschdigten Selbsthilfe und Fachverbnde </li> <li> Folie 2 </li> <li> Petra Blochius, Frankfurt, Audiotherapeutin, DSB Referat Inklusion in Schule und Ausbildung Dr. Paul Heeg, Rendsburg, DFGS Gehrlosenfachschule fr soziale Berufe von </li> <li> Folie 3 </li> <li> Eine gemeinsame Stellungnahme aller Verbnde der Deutschen Gesellschaft der Hrgeschdigten: z.B. Deutscher Schwerhrigenbund, Deutscher Gehrlosenbund, Deutsche Cochlear-Implant Gesellschaft, Elternverband, Verbnde der Lehrer, Sozialarbeiter, Seelsorger, Erzieher. Angeregt von Ines Helke von der Bundesjugend im Deutschen Schwerhrigenbund e.V. Treffen der Arbeitsgruppe seit 17.1.2009. Viel Diskussion, unterschiedliche Meinungen und Lebenserfahrungen aber eine gemeinsame Basis gefunden. Anfang 2010 verabschiedet. </li> <li> Folie 4 </li> <li> Hintergrund: UN-Behindertenrechskonvention Artikel 24 (1) Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewhrleisten die Vertragsstaaten ein integrativen [inklusives] Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen.. (2) Bei der Verwirklichung dieses Rechts stellen die Vertragsstaaten sicher, dass... a) Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden... </li> <li> Folie 5 </li> <li> 1. Was verstehen wir unter Inklusion? </li> <li> Folie 6 </li> <li> 1.1 Grundaussage Gleichberechtigte und vollstndige gesellschaftliche Teilhabe sowie die Durchsetzung von Gleichstellung und einer selbstbestimmten Lebensfhrung aller hrgeschdigten Menschen </li> <li> Folie 7 </li> <li> fr uns: Inklusion ist nicht gleich Integration! </li> <li> Folie 8 </li> <li> Integration = Behinderte Menschen werden in die Normalgesellschaft aufgenommen. Unterschiedliche Bedrfnisse mssen durch Anpassung der Behinderten ausgeglichen werden. Inklusion = Es ist normal, dass jeder Mensch anders ist. Unterschiedliche Bedrfnisse werden anerkannt. </li> <li> Folie 9 </li> <li> Auch hrgeschdigte Menschen haben Gemeinsamkeiten und Unterschiede </li> <li> Folie 10 </li> <li> Wichtigstes Ziel von Inklusion: Kinder stark machen, damit sie spter ihren eigenen Weg selbst bestimmen knnen. Dazu gehren: Gutes Selbstbewusstsein, viel Wissen und ein gutes kommunikatives und soziales Verhalten. </li> <li> Folie 11 </li> <li> 1.2 Kommunikative Barrierefreiheit 1.2.1 Verbesserung des akustischen Zugangs: z.B. gute Raumakustik, Hrgerte, Cochlea - Implantate, technische Hilfen </li> <li> Folie 12 </li> <li> 1.2.2 Einsatz von Gebrdensprache: Bilingualer Unterricht sollte ein selbstverstndliches Angebot sein. Lehrer und Berater sollen die Gebrdensprache auf gutem Niveau beherrschen und benutzen. Es soll ein Angebot geben, damit Eltern, Freunde und Mitschler die Gebrdensprache lernen knnen. </li> <li> Folie 13 </li> <li> 1.2.3 durchgehende Visualisierung Die hrgeschdigten Kinder sollen alles sehen knnen. Beispiele: Beamer, Video mit Untertiteln, Schriftdolmetscher und ein anschaulicher Unterricht </li> <li> Folie 14 </li> <li> 1.2.4 Gestaltung von Kommunikationssituationen Zur Barrierefreiheit gehren auch: Gesprchsdisziplin, Beleuchtung, geruscharme Umgebung oder eine Sitzordnung, bei der sich alle Gesprchsteilnehmer anschauen knnen. </li> <li> Folie 15 </li> <li> Bereiche von Inklusion: Frhfrderung und Beratung Schulische Bildung Nachschulische Bildung Werden ausfhrlich in den Podien diskutiert werden, deshalb hier nur einige Stichworte. </li> <li> Folie 16 </li> <li> 2. Frhfrderung und Beratung Elternbegleitung statt Bevormundung Interdisziplinres Beratungsteam mit hrenden und hrgeschdigten Fachleuten Vernetzung mit rtlichen und berregionalen Selbsthilfegruppen Die unterschiedlichen Frderanstze in der Frhfrderung ergnzen sich und sehen sich nicht als ausschlieende Konzepte </li> <li> Folie 17 </li> <li> 3. Schulische Bildung Zentrale Aufgabe der schulischen Bildung ist der Aufbau von Kompetenzen: Kommunikative Kompetenz Soziale Kompetenz Personale Kompetenz Sowie die Vermittlung von Wissen auf dem gleichen hohen Niveau wie bei den Nicht-Behinderten </li> <li> Folie 18 </li> <li> 3.2 Orte schulischer Bildung 3.2.1 Stammschule 3.2.2 Regelschule 3.2.3 Schwerpunktschule </li> <li> Folie 19 </li> <li> 3.2.1 Stammschule = Eine Schule, auf die nur hrgeschdigte Kinder gehen. Mit grundstzlich bilingualem Ansatz, d.h. Laut- und Gebrdensprache sind gleichberechtigt. Strkere ffnung gegenber der hrenden Gesellschaft. </li> <li> Folie 20 </li> <li> 3.2.1 Regelschule = Die hrgeschdigten Kinder gehen in die gleiche Schule, wie die anderen Kinder der Umgebung. Chance: Teilhabe an der Gesellschaft wird frh eingebt. Gefahr: soziale, persnliche, kommunikative berforderung. </li> <li> Folie 21 </li> <li> 3.2.3 Schwerpunktschulen = Mehrere hrgeschdigte Kinder gehen zusammen in eine Regelschule. </li> <li> Folie 22 </li> <li> 3.3 Lehrerausbildung Lehrer mssen gut ausgebildet sein: Didaktik und Methodik Einstellung zu den Schlern Pdagogische Audiologie Gebrdensprache </li> <li> Folie 23 </li> <li> 4. Kompetenzzentrum Die Ressourcen fr die Bildung Hrgeschdigter mssen gebndelt und koordiniert werden. Hierzu wird die Bildung eines Kompetenzzentrums vorgeschlagen. </li> <li> Folie 24 </li> <li> Folie 25 </li> <li> 5. Nachschulische Bildung Lebenslanges Lernen entscheidet ber die Zukunft der hrgeschdigten Menschen. Ohne dies gibt es keine gesellschaftliche Teilhabe, sondern ein Leben am Rande der Gesellschaft. </li> <li> Folie 26 </li> <li> Lebenslanges Lernen ist der Schlssel fr gesellschaftliche Teilhabe. Inklusive Bildung bedeutet fr uns vor allem die konsequente Sicherstellung kommunikativer Barrierefreiheit. Auf dieser Grundlage kann Inklusion gelingen. </li> </ul>

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