einstellungsänderung, einstellung, persuasion

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  1. 1. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion Felix Zappe
  2. 2. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen DisclaimerAgenda Einstellungsentstehung und -vernderung Definition und Funktionen 2 1 2 Persuasion3 Resistenz gegenber Einstellungsnderung4 Messung von Einstellungen und ihre Vorhersagekraft5
  3. 3. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 3 1. Definition und Funktionen Definition und Komponenten der Einstellung Mentale Reprsentation, bestehend aus der zusammenfassenden Bewertung des Einstellungsobjekts Einstellungsobjekte knnen Personen, Sachverhalte, Objekt, Ideen etc. sein Kognitiv Gedanken und berzeugungen (Vorteile vs. Nachteile) Behavioral Handlungen und beobachtbares Verhalten (Annherung vs. Vermeidung) Affektiv emotionale Reaktionen (positiv vs. negativ)
  4. 4. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 4 1. Definition und Funktionen Weitere Unterscheidungsmerkmale Implizite vs. Explizite Einstellungen steuern das Verhalten: Implizit steuert unbewusst (automatisch) Explizit steuert bewusst (deliberativ) unabhngig voneinander mglich feste vs. situativ konzipierte Einstellungen: Feste Einstellungen: im Gedchtnis berdauernd gespeichert Situativ konzipierte Einstellungen: vom Kontext beeinflusst Informationen Bedrfnisse Empfindungen
  5. 5. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 5 1. Definition und Funktionen Funktionen von Einstellungen Kognitive Funktion: Starke Vereinfachung der Informationsaufnahme Einordnung und Management von Informationen Automatisierung der Handlung Motivationale Funktion: Sicherheit im Umgang mit der Umwelt Selbstwertuntersttzung Identifizierung mit sozialen Gruppen Einstellungskonforme Informationen werden bevorzugt behandelt Nicht konforme Informationen ndern die Einstellung nur schwer
  6. 6. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 6 2. Einstellungsentstehung und vernderung Evaluatives Konditionieren Durch Bildung von Assoziation zwischen Zielobjekt und Reaktion Erwerb von Prferenzen Auch ohne bewusste Wahrnehmung mglich Unabhngig vom Vorhersagewert des Stimulus Nicht auf gemeinsames Auftreten beschrnkt: spreading-attitude-effect auf entfernt assoziierte Reite
  7. 7. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 7 2. Einstellungsentstehung und vernderung Operantes Konditionieren Verhaltensweisen die zu positiven oder zum Fernbleiben von negativen Konsequenzen fhren, werden verstrkt
  8. 8. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 8 2. Einstellungsentstehung und vernderung Modelllernen Verhaltensweisen werden aufgrund von Beobachtung gelernt Einstellungsuerungen oder Handlungen sind einstellungsbildend Besonders bei Verstrkung
  9. 9. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 9 2. Einstellungsentstehung und vernderung Selbstwahrnehmung und Bodyfeedback Annahme: Wir knnen aus unserem Verhalten unsere Einstellungen, Motive und Empfindungen rckschlieen Weitere Mglichkeiten: Bodyfeedback postural oder facial Feedback
  10. 10. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 10 2. Einstellungsentstehung und vernderung Mere-exposure-effect Das wiederholte bloe- Ausgesetzt-sein eines Reizes fhrt zu positiveren Einstellungen ihm gegenber Auch bei Vergessen, unterschwelligem Reiz oder mere- thought Grundstzlich negative Haltung wird jedoch auch verstrkt
  11. 11. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 11 2. Einstellungsentstehung und vernderung Konsistenzbestreben Streben nach spannungsfreiem (konsistentem) Zustand zwischen Einstellung und Komponenten der Einstellung
  12. 12. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 12 2. Einstellungsentstehung und vernderung Kognitive Dissonanz Handeln wider der Kognition oder die Unvereinbarkeit zweier Einstellungskomponenten lst unangenehme physiologische Erregungen aus kognitive Dissonanz Bei freien Wahlmglichkeiten strebt der Mensch dann nach Dissonanzreduktion Strke und die Motivation des Aufhebens hngen ab von relativer Wichtigkeit & Ausma der dissonanten Kognitionen
  13. 13. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 13 2. Einstellungsentstehung und vernderung Kognitive Dissonanz direkte Reduktion nderung eines oder mehrerer Elemente der dissonanten Beziehung Des Verhaltens Der Wahrnehmung Der Wahrnehmung des eigenen Verhaltens Hinzufgen neuer, konsonanter Kognitionen Hinzufgen neuer konsonanter Beziehungen Rationalisierung Trivialisierung / Bedeutungsverminderung der Inkonsistenz Subtraktion dissonanter Kognition Minimierung der Wichtigkeit Reduzierung der wahrgenommenen Wahlfreiheit Meidung dissonanzvergrernder Situationen Bei hohem Selbstwertgefhl vor allem Nutzung der indirekten Dissoziationsreduktion (ber Selbstwerterhhungsstrategien zb. self-affirmation)
  14. 14. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 14 2. Einstellungsentstehung und vernderung Kognitive Dissonanz Grnde Dissonanz nach Entscheidungen Abwertung der nicht gewhlten und Aufwertung der gewhlten Alternative Spreading-apart-of - alternatives-effect durch selektive Wahrnehmung eigener Anstrengung Justification of effort Aufwertung des Ziels eigenen einstellungskontrren Verhaltens Forced / induced compliance Bagatellisierung/ Aufwertung ->Reduktion Keine Dissonanz bei externer Rechtfertigung Dissonanz aufgrund unzureichender Rechtfertigung Je mehr (gute) Grnde fr Verhalten desto weniger Dissonanz
  15. 15. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 15 2. Einstellungsentstehung und vernderung Kognitive Dissonanz Einstellungsnderung Dissonanztheorie erklrt die Einstellungsnderung bei geringen Belohnungen Gezielte Erzeugung von auen fhrt zu effektiverer Anpassung des Verhaltens als Strafen Geringere Strafen schaffen eher eine Verhaltensnderung als hohe Strafen
  16. 16. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 16 3. Persuasion Definition und Wirkungsdeterminanten Persuasion = Bemhung, die Einstellung einer Person durch den Einsatz diverser Botschaften zu verndern Glaubwrdigkeit Paraverbale Merkmale Attraktivitt Sympathie Merkmale des Kommunikators Beeinflussungsabsicht Reihenfolge der Argumente Zweiseitigkeit Framing Merkmale der Botschaft Ablenkung Kultureller Hintergrund Alter Bildung / Intelligenzgrad Merkmale der Rezipienten
  17. 17. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 17 3. Persuasion Wirkungsweg Systematische Betrachtung: Informationsverarbeitung unter sorgsamer Betrachtung der Inhalte Heuristische Betrachtung: Informationsverarbeitung unter Nutzung von Faustregeln und Heuristiken Zentrale Route: Einstellungsnderung aus systematischer Informationsverarbeitung Periphere Route: Einstellungsnderung als Reaktion auf periphere Hinweisreize
  18. 18. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 18 4. Resistenz gegenber Einstellungsnderung 3 Zentrale Mglichkeiten Immunisierung gegen Angriff auf die eigene Einstellung durch mehrere kleine Angriffe Einstellungsimpfung Ermglichung der Generierung von Gegenargumenten Vorwarnung Einschrnkung der eigenen Freiheit lst Bestreben aus, diese wieder herzustellen Reaktanz
  19. 19. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 19 5. Messung von Einstellungen und ihre Vorhersagekraft Groe Vorhersagekraft Das Verhalten beruht nicht nur auf Konsistenz zwischen Einstellung und Handlung, sondern auch ist auch stark situativ geprgt. Schwerpunktmige Einstellung berwiegt Schwchere Komponenten werden berblendet Einstellungs- komponenten Intensitt und Extremitt Leichtigkeit der Abrufbarkeit Einstellungsstrke und Zugnglichkeit Bei aufflligen Komponenten des Objektes die fr die Einstellungsbildung bedeutend sind Salienz Bei Zeit & Mglichkeit Anwendung des theory-of-planned behaviour Verhaltensabsicht Korrespondenzprinzip Aggregationsprinzip Einstellungsspezifikation vs. Globalitt
  20. 20. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 20 5. Messung von Einstellungen und ihre Vorhersagekraft Theory-of-planned behaviour
  21. 21. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 21 5. Messung von Einstellungen und ihre Vorhersagekraft Einstellungsmessung Ratingskalen (z.B.:Likert-Skala) Semantische Differenziale Probleme (Auswahl): Fehlende Bereitschaft zur Auskunft Fehlende Introspektionsfhigkeit Formale Vorgabe des Fragebogens Physiologische Mae Verhaltensmae Bogus-Pipeline-Methode Implizite Mae Stroop-Test Affektives Priming IAT Behaviorale Mae Go/No-Go-Aufgabe AMP
  22. 22. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer 22 Literaturverzeichnis Aronson, E.; Wilson, T. D.; Akert, R. M. (2004): Sozialpsychologie, 4., aktualisierte Aufl., Mnchen: Pearson Studium.
  23. 23. Felix Zappe20.05.2016 Angewandte Sozialpsychologie: Einstellung, Einstellungsnderung und Persuasion | Fakultt II | Universitt Siegen Disclaimer Vielen Dank fr die Aufmerksamkeit!