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    bestnden herum, es sind die I^u^ris. ainoi-uiu Olir. 1^. L i . , nor-discher Leinftnk, dann neben ?M'ku1a 6M'0pg.6 ?. m^oi-, die nrd-liche Form des Gimpels. Letzterer kommt nur des Winters zu uns.

    2. December hatte ich Gelegenheit, eine ^c l io i 'oma mui-aria,1^. am Heiligengeistthurme zu beobachten.

    4. December. Eine Sumpfohreule, 0tu8 drao^otus 1^., Feld-kirchen.

    11. December. Abermals zwei Polarseetaucher, und zwar einMnnchen und ein Weibchen, Umgebung Klagenfurt.

    20. December. Trieb sich ein Alpenmauerlufer in der Stadtherum.

    Am 6. December wurde bei Windisch-Bleiberg ein Adler erlegt.Leider wurde er gerupft und konnte ich selben nach der mangelhaftenBeschreibung, die ich erhielt, nicht bestimmen. Aller Wahrschein-lichkeit nach war es der Seeadler Ht>,1ia6tu8 aidioilia, 1^.

    Ameise und Biene.I n K e r n e r s gediegenem, oft citiertem Werke ber das Pflanzen-

    leben" finden wir hchst ansprechende Schilderungen ber das Ver-hltnis von Ameisen zu gewissen Wirtspflanzen. Unter anderem lesenwir dort, dass verschiedene Ameisenarten einen frmlichen Polizei-dienst eingerichtet haben zum Schtze gegen solche Insecten, welchejene Pflanzen, die den Ameisen Sssigkeiten spenden, zu gefhrdendrohen. So z. B. wird eine sdeuropische Schartenart, 86rratui^ooMolia,, welche an den Hllschuppen der jungen BltenkpfchenHonig abscheidet, von den hiedurch angelockten Ameisen mit Erfolggegen einen schdlichen, unseren Goldkfern verwandten Kerf geschtzt,der die Blutenstnde der genannten Pflanze schonungslos zu zernagenpflegt.

    Nun hatte ich im abgelaufenen Jahre Gelegenheit, in den Alpen-anlagen unseres botanischen Gartens einen Fall zu beobachten, inwelchem eine Ameise sich einer Biene gegenber hnlich benahm, wo-durch gewissermaen eine Umkehrung des oberwhnten Verhltnissesstattfand, indem die Bienen in der Regel bei ihren Vltenbesuchendie Befruchtung vornehmen, also der Pflanze ntzen, unsere Ameisenaber gewhnlich, um zum Nektar zu gelangen, "die Blumenrhrendurchbeien, daher dem Gewchse gegenber als Schdlinge erscheinen.

    Naturwissenschaftlicher Verein fr Krnten, Austria, download unter www.biologiezentrum.at

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    Die Einzelheiten des Falles waren folgende. Eine Biene kam zueinem Bltenkpfchen des kugelfrmigen Rapunzels, kk^thuma, ordi-oui3.ro ^?r., herangesummt, um aus den eigenthmlich gebauten blauenRhrenblten den Honig zu holen, als mit einemmale eine schwarzeGartenameise, von denen ich bei nherem Zusehen mehrere auf demKpfchen bemerkte, auffuhr und mit weit gesperrten Zangen der Bieneden Besuch verwehrte. Es mag letzterer vielleicht auch etwas Ameisen-sure entgegengeschleudert worden sein, da sie sich auffallend schnellzurckzog. Jetzt versuchte es die Zurckgewiesene, an einer anderenStelle desselben Bltenstandes anzukommen, aber mit unsagbarerGeschwindigkeit war die Angreiferin auch dort, die Honigsammlerinzu verscheuchen. Noch zweimal versuchte diese sich festzusetzen, aberstets mit demselben Erfolge. Allem Anscheine nach entmuthigt, verliesie den Pflanzenstock und schwebte in groem Bogen zu den prchtigengelben Blutenscheiden des benachbarten ^.rouioum Zoorpioiss (Xoon),bei denen sie jedoch nicht lange verweilte, sondern bald zum Rapunzelzurckkehrte. Aber schon wurde sie hier von der streitschtigen Ameiseerwartet. Als die Biene sich nun unbekmmert um diese niederlassenwollte, wurde sie von der Ameise nun mit solcher Wuth angefallen,dass sie nicht mehr Zeit gewann, sich wieder in die Lfte zu erheben,fondern mit ihrer Angreiferin zur Erde kollerte. Da erst konnte sie,die Riesin, sich frei machen und fummte dann, endgiltig zurckgeschlagen,davon, der Zwergin das Feld berlassend. Jedenfalls hatte die Ameisewhrend des letzten Angriffes mit ihren Zangen das Flgelgelenk derBiene getroffen und diese dadurch fr einen Augenblick flgellahm"gemacht, denn am Grunde der Flgel hatte sie sich, wie ich deutlichbemerken konnte, festgebissen gehabt. H. S a b i d u s s i .

    Vortrge,g e h a l t e n s e i t 1. I n n e r 1 8 9 4 am n a t u r h isto r i s chen L a n d e s -

    muse n in.Herr Franz Ritter u. G d l m a n n ber das Thema: Ist das organische

    Leben, insbesondere das Leben uon Menschen auf die Erde allein beschrnkt oderexistiert solches auch auf anderen Weltkrpern?" am 12. und 19. Jnner frHerren, am 18, und 25. Jnner fr Frauen.^

    Herr Dr. Ernst K r a m e r , Leiter der landwirtschaftlich-chemischen Versuchs-station, ber die geistigen Getrnke und ihre Verflschungen" am 26. Jnner frHerren und an 1. Februar fr Frauen.

    Herr Dr Peter Tsch auko ber das Orientierungsvermgen der Vrief-tauben" am 9. Februar fr Herren.

    Enthalten in Nr. 1 der Carinthia I I . "

    Naturwissenschaftlicher Verein fr Krnten, Austria, download unter www.biologiezentrum.at

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