neuerungen kev, erwartungen gleichzeitigkeit, netzbelastung

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Post on 25-Dec-2014

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Dr. Frank Rutschmann, Bundesamt fr Energie BFE

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  • 1. Die Frderinstrumente fr Erneuerbare im Gebudebereich Dr. Frank Rutschmann, Leiter Erneuerbare Energien
  • 2. 2 Energiestrategie 2050: Der Bundesrat hat entschieden, nun ist das Parlament am Ball! http://www.admin.ch/br/
  • 3. 3 Die Energiestrategie hat ehrgeizige Ziele: Der neue Energiemix bis 2050
  • 4. 4 Im Gebudebereich liegt der Kern der Energiestrategie 1,64 Millionen Gebude verbrauchen 46% der Gesamtenergie (v.a. in Form von Wrme) Ziele: Erhhung der Quote an energetischen Sanierungen am bestehenden Gebudepark Selbstversorgung mit erneuerbarer Wrmeenergie in neuen Gebuden ab 2020 (2011 nur 17%) Elektrizitt wird nicht mehr fr Widerstandsheizungen und Elektroboiler verwendet Ersatz von fossilen Feuerungen durch erneuerbare Energien Vermehrte Nutzung von Abwrme und Wrme aus WKK-Anlagen (Nah- und Fernwrme-/Kltenetze) Verschrfung der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) bis 2014
  • 5. 5 Massnahmen: Anhebung der CO2-Abgabe und Verstrkung des Gebudeprogramms CO2-Abgabe von CHF 84 pro Tonne CO2 Ergibt ber Teilzweckbindung einen hheren Gesamtertrag von rund 350 Mio. pro Jahr Ausschttung in Form von Globalbeitrgen Mit den kantonalen Mitteln stehen total rund 525 Mio. pro Jahr fr Gebudeprogramm zur Verfgung Verantwortung fr die Umsetzung liegt bei den Kantonen Beispiel Kanton Bern: Minergie A oder Plusenergiegebude Thermische Solaranlagen Ersatz Elektroheizungen (Holz, Wrmepumpe, Fernwrme) GEAK Plus
  • 6. 6 Beispiel Frderung Solarwrme im Kanton Bern Frderprogramm des Kantons Bern: gut zugnglich, einfach, unbrokratisch. Einstieg ber: www.dasgebaeudeprogramm.ch und www.energieschweiz.ch Beitrge: Absorberflche 10 m2 Fr. 2300.- Absorberflche > 10 m2 Fr. 200.-/m2 plus Fr. 300.- Ohne gltigen GEAK reduziert sich der Beitrag bei Wohnbauten um Fr. 800.- Beitragsberechtigt sind neue Anlagen, die Erweiterung bestehender Anlagen sowie der Ersatz bestehender Anlagen, die lter als 20-jhrig sind. Mehrere regionale Energieversorger bieten temporre Aktionen an, die diese Beitrge ergnzen Heizungsinstallateur: Machen Sie Photovoltaik das wird strker subventioniert!
  • 7. 7 Auch die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien soll massiv ausgebaut werden
  • 8. 8 Die Einspeisevergtung ist das Hauptfrderinstrument fr Strom aus erneuerbaren Energien Die KEV ist erfolgreich und fhrt zu einem effektiven Zubau der Erneuerbaren (Anteil neue Erneuerbare am CH-Strommix: 2009 0.6%; 2013 rund 2.4%) Es gibt eine lange Warteliste (> 37000 Anlagen plus rund 800 Neuanmeldungen jeden Monat) Die KEV sorgt dafr, dass die Anlagen bis zum Ende der Vergtungsdauer instand gehalten werden und die Frderkosten ber die Jahre verteilt anfallen Die Vergtungsstze werden regelmssig an die Marktverhltnisse angepasst; besonders wichtig bei der Photovoltaik
  • 9. 9 Vergtungen fr Photovoltaik-Anlagen ab 1.1.2014 (Dauer 20 Jahre) Grsse der Anlage Neue Vergtung ab 1.1.2014 [Rp./kWh] 30 kW 26.4 100 kW 23.3 1000 kW 21.5 >1000 kW 19.9 Obige Zahlen entsprechen der anteilsmssigen Berechnung. Die Vergtungsstze in der Energieverordnung weichen leicht von diesen Werten ab.
  • 10. 10 Die Nachfrage ist hoch, das Frdersystem berlastet KEV-Anmeldungen pro Monat
  • 11. 11 Ein neues Frderinstrument fr die Photovoltaik: Die Einmalvergtung fr Anlagen bis 30 kW Alternative zur KEV; deckt 30% der durchschnittlichen Investitionskosten fr kleine Photovoltaik-Anlagen; fast track Fr Anlagen unter 10 kW nur noch Einmalvergtungen, fr Anlagen zwischen 10 und 30 kW Wahl zwischen Einmalvergtung und KEV. Systemwahl nach Inbetriebnahme der Anlage; Anlagen auf KEV-Warteliste mit Wahlrecht wurden alle informiert; mglichst rasche Auszahlung nach Inbetriebnahme Grundbeitrag pro Anlage + Leistungsbeitrag pro kWp; differenziert nach Jahr der Inbetriebnahme Erhhte Beitrge fr integrierte Anlagen Wechsel von KEV zu Einmalvergtung ist fr Anlagen, die noch nicht in Betrieb sind, mglich.
  • 12. 12 Das Recht auf Eigenverbrauch Explizites Recht auf Eigenverbrauch fr alle Produzenten: Gleichzeitig produzierte und verbrauchte Energie muss nicht mehr rechnerisch dem Netzbetreiber verkauft werden Der Produzent spart dadurch Strombezugskosten Dies schafft je nach Elektrizittstarif Anreize, dann zu produzieren, wenn eigener Bedarf vorhanden ist. Minimierung der Energieflsse ins Netz. Technisch: Getrennte Messung von Ein- und Ausspeisung (meist 1 Zhler mit 2 Registern), aber keine Saldierung ber Zeit (kein Net Metering, kein Rckwrtslaufen des Zhlers) Finanzflsse folgen den physikalischen Energieflssen
  • 13. 13 Die Eigenverbrauchsregelung in der Praxis Produzenten mssen dem Netzbetreiber drei Monate im Voraus mitteilen, wenn sie in den Eigenverbrauch oder zur Abrechnung der Nettoproduktion wechseln wollen. Netzbetreiber mssen dies sptestens bis am 1. Januar 2015 ermglichen (Zeit fr Anpassung der Ablese- und Abrechnungssysteme, Wechselprozesse, Tarife). Netzbetreiber sollen allenfalls entgangene Netznutzungsentgelte auf alle Endverbraucher verteilen und mglichst keine neuen Tarifkundengruppen fr Produzenten bilden (rechtliche Einschrnkungen in der EnV). Eigenverbrauch ist auch in Mehrfamilienhusern und auf Bauernhfen gestattet, wobei der Produzent auch ein Dritter kann, der die Kunden vor Ort beliefert. Detaillierte Regelungen gibt es in einer Vollzugshilfe des BFE (www.bfe.admin.ch).
  • 14. 14 Einspeisevergtung fr Photovoltaik-Anlagen ab 10 kW: Alle Projekte, die sich bis im 15. Juni 2011 angemeldet haben, werden freigegeben: 69 Biomasse-Kraftwerke, 1 Geothermie-Anlage, 4050 Photovoltaik-Anlagen (rund 150 MW), 190 Windkraftwerke sowie 98 Kleinwasserkraftwerke. 2015 und 2016 ist mit hnlichen Kontingenten zu rechnen. Einmalvergtung fr Photovoltaik-Anlagen bis 30 kW: Im Frhling 2014 wurden rund 15000 weitere Photovoltaik- Projektanten mit Wahlrecht ber die Einmalvergtung informiert und zur Realisierung der Anlage ermuntert. Erst nachdem sie ihre Anlage gebaut haben, knnen sie zwischen Einmalvergtung und KEV whlen. Whlen sie dann die Einmalvergtung, wird diese nach Inbetriebnahme der Anlage so rasch wie mglich ausbezahlt (aufgrund der grossen Anzahl Anlagen kann dies allerdings noch bis Ende 2015 dauern). Wie geht es 2014 und 2015 weiter mit der KEV? Beschleunigter Abbau der Warteliste
  • 15. 15 Herzlichen Dank fr Ihre Aufmerksamkeit! Dr. sc. nat. Frank Rutschmann 15 10. St.Galler Energietagung, 24. September 2012 frank.rutschmann @bfe.admin.ch

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