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  • Ausgabe 6, Dezember 2015/Januar 2016

    Gesegnete Weihnachten, ein gutes neues Jahr und

    kleine oder grere Wunderwnscht Ihnen die Markus-Gemeinde

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  • Nun geht das Jahr 2015 zu Ende, das uns mit dem Reformationsdekadenthe-ma Bild und Bibel beschftigt hat. Und da bekommen wir fr das nchste Jahr ein besonders plastisches und konkretes Gottesbild mit auf den Weg, ein weib-liches, mtterliches. Der Eindruck wird sogar noch verstrkt, wenn man sich den Kontext im Jesaja-Buch anschaut, hier in der bersetzung der Zrcher Bibel:

    Jes 66,10 Freut euch mit Jerusalem, und jauchzt ber sie, alle, die ihr sie liebt! Froh-lockt von Herzen mit ihr, alle, die ihr um sie trauert! 11 Damit ihr trinkt und satt werdet an der Brust ihres Trosts, damit ihr schlrft und euch erquickt an ihrer prall gefllten Mutterbrust. 12 Denn so spricht der HERR: Sieh, wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr und den Reichtum der Nationen wie einen flutenden Fluss, und ihr werdet trinken, auf der Hfte werdet ihr getragen, und auf den Knien werdet ihr geschaukelt. 13 Wie einen, den seine Mutter trstet, so werde ich euch trsten, und getrstet werdet ihr in Jerusalem. 14 Und ihr werdet es sehen, und euer Herz wird frohlocken, und eure Knochen werden erstarken wie junges Grn.

    Geballte Mtterlichkeit, eine prall gefllte Mutterbrust fr alle Kinder Israels, die im 6. Jahrhundert vor Christus mit Sorge auf ihr Jerusalem blickten. Wie wrde es wei-tergehen mit der Heimat? Die Fremdherr-schaft war eine vergleichsweise tolerante, aber die erst vor kurzem aus der Verban-nung zurckgekehrte Gesellschaft noch zerbrechlich und unsicher. Wrde Gerech-tigkeit sich durchsetzen, knnten Gottes-dienste gefeiert werden, was knnte Halt geben?

    Und Gott bringt sich nicht als starken Mann ins Spiel, was bestimmt eine er-sehnte Hoffnung war. Die starke Hand, die durchgreift, Gefahren von auen abwehrt, mit Macht Ordnung herstellt, am besten die alte Ordnung. Statt dessen: Trost. Elterlicher Trost, der das Kleinkind auf der Hfte trgt oder im Tragetuch. Trost, der Sicherheit durch Nhe vermittelt, da-mit das Kleinkind Urvertrauen entwickelt und ein starkes Selbstbewusstsein. Ein Selbstbewusstsein, das keine Abgrenzung braucht, sondern das sich der elterlichen Liebe sicher ist. Ein Selbstbewusstsein, das unbekannte Situationen aushalten kann, weil es aus Erfahrung die Gewissheit hat, dass sich Dinge zum Guten entwickeln knnen, dass es immer Hoffnung gibt.

    Die Autoritt einer durchgreifenden Hand und der Trost einer liebevollen Hand ver-mitteln zwei unterschiedliche Qualitten von Sicherheit in neuen, vielleicht bedroh-lichen Situationen. Wer nur darauf warten kann, dass Hilfe von auen oder von oben kommt, wird sich umso einsamer fhlen, wenn diese ausbleibt. Was bleibt ihm anderes, als Zune gegen die bse Welt zu errichten? Wer hingegen mit dem Vertrauen aufgewachsen ist, dass Liebe strker ist als alles andere, trgt den Trost in sich. Er kann nicht nur auf diesen Trost zurckgreifen, sondern ihn weitergeben, vervielfachen.

    Gott verspricht den Kindern Israels Trost nicht nur aus der Nuckelflasche, sondern aus der prall gefllten Mutterbrust. Stillende Mtter werden sagen, dass das damit verbundene Gefhl nicht nur ein Segen ist, sondern dringend Erleichterung braucht. Mit anderen Worten: Gott kann gar nicht anders, es gehrt zu seinem Wesen, uns seinen Trost zu schenken. Also

    nehmen wir es an im neuen Jahr. Schlr-fen wir und trinken und erquicken uns und werden satt, indem wir uns von Gott zur Brust nehmen und ab und zu auf seiner Hfte durch das Leben tragen lassen.

    Ein solchermaen gesegnetes neues Jahr wnsche ich Ihnen,

    Ihre Pfn. Katrin Rudolph

    2 MARKUS Auf ein Wort

    Weihnachtsgedicht

    Vom Himmel in die tiefsten KlfteEin milder Stern herniederlacht;Vom Tannenwalde steigen DfteUnd hauchen durch die Winterlfte,Und kerzenhelle wird die Nacht.

    Mir ist das Herz so froh erschrocken,Das ist die liebe Weihnachtszeit!Ich hre ferne KirchenglockenMich lieblich heimatlich verlockenIn mrchenstille Herrlichkeit.

    Ein frommer Zauber hlt mich wieder,Anbetend, staunend muss ich stehn;Es sinkt auf meine AugenliderEin goldner Kindertraum hernieder,Ich fhls, ein Wunder ist geschehn.

    Theodor Storm

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    Dann feiern sie mit mir! Denn: Zusammen ist man weniger allein.

    Vielleicht geht es Ihnen auch wie mir. Ich habe einen lieben Menschen verloren, und auf einmal ist alles anders. Gerade an den Feiertagen ist der Verlust doppelt spr-bar. Oder Sie leben allein und wnschen sich ein wenig Nhe an Weihnachten. Die Grnde, warum man sich gerade an Weihnachten einsam fhlt, sind sicher sehr unterschiedlich.

    Ich lade Sie ein, sich auf eine neue Art des Zusammenseins am Heiligen Abend einzulassen.

    Wir besuchen den 18-Uhr Gottesdienst,

    19 Uhr bis 22 Uhr gestalten wir uns eine Weihnachtsfeier in der Kapelle,

    22 Uhr ist Turmblasen (eine Blsergruppe spielt Weihnachtslieder) und es gibt Punsch.

    Wer mchte, kann anschlieend noch die Christnacht mit Kantorei besuchen.

    Bitte melden Sie sich bei mir an, wenn Sie Interesse haben, unter der Tel. 817 11 57 oder hoffmann@markus-gemeinde.de

    Am Freitag, dem 11.12., treffen wir uns nach der Adventsabendandacht um 18.30 Uhr in der Kirche, um den Ablauf der Feier zu besprechen.

    Ich freue mich auf Sie, Johanna Hoffmann

    Allein am Heiligen Abend?

    Jahreslosung 2016Gott spricht: Ich will euch trsten, wie einen seine Mutter trstet. (Jes 66,13)

    Der schn geschmckte Baum ist das Werk von Gudrun Diestelkamp und ihrer Enkelin. Siehe auch Bericht Seite 5.

  • Titelthema MARKUS 3

    Zeit fr Wunder

    Dem Wunder Raum geben, wie Maria bei der Begegnung mit dem Engel. Sehen, was wird, was entsteht. Viele haben so etwas schon er-lebt. Danke an alle, die davon berichten:

    Zwei Drittel des Lebens voll-bracht. Die Elterngenerati-on gestorben, der Partner abhanden gekommen, das Kind aus dem Haus auf ei-genen Beinen. Die Rente in naher Aussicht. Was kann jetzt noch kommen?

    Da gibt mir eine Freundin ei-nen kleinen Prospekt ber ein Wohnprojekt von Frauen fr Frauen - die Idee einer Gemein-schaft, eines Ziels, wird geweckt.

    Das ist 10 Jahre her und das Wunder ist eingetreten: Eine neue Gemeinschaft mit Menschen, die mich anregen, die mir vertrauen, mit denen ich den Alltag teilen kann, eine Mglichkeit, nicht allein zu sein, sondern eingebunden in aller Freiwilligkeit. Das Wunder war der kleine Prospekt, der meinem Leben noch einmal eine span-nende Wendung gab. (U.v.B.)

    Fr mich ist es ein Wunder, ...

    wenn im Stadtpark-Steglitz die Bume im leuchtenden Herbstlaub zu bestaunen sind, dass die ca. 110 Jahre alte Kastanie auf dem Kirchplatz trotz Miniermotte immer noch steht, dass der Martinsbasar seit mehr als 30 Jahren ein Aushnge-schild der Markus-Gemeinde ist oder auch vom Kirchturm der Markuskirche einen Sonnen aufgang oder Sonnenuntergang zu beobachten. (M. Tybussek)

    ... dass mein Elternhaus nach der Wende bei Knigs Wusterhausen sofort wieder benutzbar war und wir wieder wie in der Jugend im Krpelsee schwimmen gehen knnen. (M. Plank)

    ... wenn wir mit den vielen Spenden bis zu Basarbeginn wieder alles schn einge-richtet haben, dass es schn prsentierbar ist. (I. Gerlach und B. Kiecke)

    ... jedesmal, wenn ein Kind geboren wird. Vor allem meine eigenen Enkel. (J. Dahlke)

    ... dass ich ganz pltzlich wieder nach einer schlimmen Krankheit gesund wur-de. (R. Barsch)

    ... wenn ich jeden Morgen gesund auf-stehen kann. (M. Benning)

    ... wenn ich morgens aufwache und hre, dass es meinen Urenkeln gut geht. (D.N.)

    ... dass man Krisensituationen im Leben bewltigt und sich hinterher fragt: Wie hab ich das nur geschafft? (G. Schneider)

    ... dass jedes Jahr so viele, auch ltere Menschen in dieser tollen Gemeinschaft zusammenkommen, um den Basar fr einen guten Zweck zu organisieren. (J.R.)

    ... dass jedes Jahr so viele Spenden zu-sammenkommen. (R. Nienke, seit 31 Jahren Basarhelfer)

    ... dass der Mauerfall so friedlich ver-laufen ist.Ich mchte die Sngerin Nena zitieren: Wunder geschehen, ich habs gesehen. Wir drfen nicht nur an das glauben, was wir sehen. (T. Ziebell)

    ... wenn ich gesund bleibe. (R. Mathus)

    ... dass ich noch meinen Garten bearbei-ten kann. (R. Kaya)

    ... dass es meiner Tochter und meinem Mann so gut geht. (A. Alt)

    ... wenn die Morgensonne mich auf-weckt. (J. Hoffmann)

    ... dass wir Uroma und Uropa geworden sind. (F. und U. Schneider, seit 23 Jahren im Dienste der Gemeinde)

    ... dass der Fahrstuhl jedes Jahr zum Basar defekt ist. (M. Traeger)

    ... wenn ein Mensch sich bewusst dazu entscheidet aufzubrechen, um Christ zu werden. (Sebastian Hoffmann)

    ... wenn ich mich schweren Her-zens von einem Wunsch, einem Vorhaben, einem Traum verab-schiedet habe, und es wird dann doch noch wahr. (Martina Schnherr)

    ... dass wir - egal was passiert - bei der Arbeit miteinander lachen, herumalbern und singen, gerne auch Weihnachts-lieder. (Uta Scholian)

    Wunder gesammelt von Inken Fischer und Katrin Rudolph

    Wunder gibt es immer wiederheute oder morgenknnen sie geschehn.Wunder gibt es immer wiederwenn sie dir begegnenmusst du sie auch sehn.

    Refrain eines Lieds von Katia Ebstein aus dem Jahre 1970

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  • Beim diesjhrigen Herbstkonzert des Gospelchores wirkten neben den beiden Bandmusikern Stanley Schtzke und den Verantwortlichen fr Licht und Ton auch das Team der Rendez-Vous-Gottesdienste und Pfarrerin Katrin Rudolph

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