etr 01 2005 ff rheda 2000 nurmberg ingolstadt

Download ETR 01 2005 FF Rheda 2000 Nurmberg Ingolstadt

Post on 09-Nov-2015

4 views

Category:

Documents

1 download

Embed Size (px)

DESCRIPTION

feste fahrbahn

TRANSCRIPT

  • Eurailpress, Hamburg44

    54 (2005), H. 1/2 Januar/Februar

    Bahnanlagen

    Die Neubaustrecke NrnbergIngolstadt wird mit der Ober-bauart Feste Fahrbahn ausgestattet. Dafr kommen die Systeme Bgl im Los Nord sowie Rheda 2000 in den Losen Mitte und Sd zum Einsatz.

    Nach Verffentlichung eines berblicks ber die einzubau-enden Systeme und eines Beitrags zum System Feste Fahr-bahn Bgl in der ETR werden nunmehr die Einbau- undRichtverfahren fr die Feste Fahrbahn Rheda 2000 vorge-stellt. Hierbei werden die Fortschritte gegenber frherenVerfahren auf der NBS KlnRhein/Main verdeutlicht.

    1 Einleitung

    Die NBS NrnbergIngolstadt wird mitder Oberbauart Feste Fahrbahn (FF) aus-gestattet. Dafr kommen die SystemeBgl im Los Nord sowie Rheda 2000 inden Losen Mitte und Sd zum Einsatz.

    Zurckliegende Verffentlichungen inder ETR behandelten bereits das ThemaFeste Fahrbahn in diesem Neubaupro-jekt. Ein Gesamtberblick enthielt dasHeft 09/2004 [1]. Das FF-System Bglwurde in Heft 1-2/2004 umfassend be-schrieben [2].

    Nachfolgend gehen die Autoren nherauf die im Los Mitte und Los Sd ver-wendeten Verfahren zur Gleisregulie-rung und des Betoneinbaus fr das FFSystems Rheda 2000 ein.

    Das FF-System Rheda 2000 wird im LosMitte und Los Sd durch eine Arbeitsge-meinschaft Feste Fahrbahn (ARGE FF),bestehend aus den Gleisbauunterneh-men Deutsche Gleis- und Tiefbau GmbHund Max Knape GmbH & Co. KG sowieden beiden Firmen Bickhardt Bau AGund Hermann Kirchner GmbH & Co. KGBauunternehmung, im Auftrag der je-weiligen Generalunternehmer errichtet.Generalunternehmer sind im Los Mittedie HOCHTIEF Construction AG und imLos Sd die Arbeitsgemeinschaft Neu-baustrecke NrnbergIngolstadt LosSd, bestehend aus der Detlef Hege-mann GmbH & Co. KG, Schlerbau Ber-lin GmbH, Berger Bau GmbH und Klos-termann GmbH & Co. KG.

    Weiterentwicklung des FF-Systems Rhe-da. Entwicklungstrger und Systeminha-ber ist die Firma Pfleiderer AG. Die ein-zelnen Entwicklungsschritte sind demBild 2, zu entnehmen.

    Ziel der Entwicklungsarbeit war, den Sys-temaufbau und die Einbautechnik unterkonsequenter Bercksichtigung der Be-messungsgrundlagen fr die BauartRheda dahingehend zu optimieren, dass

    Die Bauzeit fr die rd. 72 km Gleis und10 Weichen in Fester Fahrbahn erstrecktsich von April 2004 bis April 2005. Ne-ben dem in der ARGE FF ber mehrereFeste Fahrbahn-Projekte entwickeltenEinbauverfahren erhielt die Fa. Rhom-berg im Los Sd die Gelegenheit, ihrEinbauverfahren, das bereits umfang-reich auf der NBS KlnRhein/Main An-wendung fand, zum Einsatz zu bringen.

    2 Beschreibung FF-System Rheda 2000

    Das FF-System Rheda 2000 ist einekompromisslose, den Anforderungen ei-nes modernen FF-Systems angepasste

    Feste Fahrbahn Rheda 2000 aufder NBS NrnbergIngolstadt

    Gesamtprojektleiter ARGE Feste Fahrbahn.

    Anschrift: Max Knape GmbH & Co. KG, Warschauer Strae 36-38, D-10243 Berlin.

    E-Mail: Foege@knape.de

    Dipl.-Ing.Thomas Foege

    Projektleiter Feste Fahrbahn.

    Anschrift: Rhomberg Bahn-technik GmbH, Mariahilfstrae 29, A-6900 Bregenz.

    E-Mail: thomas.flatschacher@rhombergbau.at

    Bmst. Ing.Thomas Flatschacher

    Bild 1: Ansicht Feste Fahrbahn Rheda 2000 vor dem Betonieren (Quelle: ARGE FF)

  • Eurailpress, Hamburg45

    54 (2005), H. 1/2 Januar/Februar

    Bahnanlagen

    Bild 2: Systementwicklung von Bauart Rheda (Classic) bis Rheda 2000 (Quelle: Pfleiderer AG)

    teter Straenfertiger und Grader durch-gefhrt. Zur Sicherung der vorgegebe-nen Einbautoleranz wird der Straen-fertiger mit Leitseil und Abtaster bzw.tachymetrisch gesteuert.

    Tunnelbauwerk erfolgt mit unbewehr-tem Beton der Betonklasse B15. Abhn-gig vom berhhungsbetrag wird derEinbau ein- bzw. zweilagig (frisch infrisch) mittels speziell hierfr vorberei-

    die Gebrauchstauglichkeit bei sinken-den Herstellkosten weiter erhht wird.

    Wesentliche Entwicklungsschritte wa-ren:

    Erhhung des Verbundes Schwelleund Fllbeton,

    Verringerung der Aufbauhhe, Beseitigung der Trogwangen.

    Weiterfhrende Informationen zum FF-System Rheda 2000 knnen dem Auf-satz von Bachmann und Foege [3] ent-nommen werden.

    3 Die Einbauverfahren und Arbeitsschritte zur Herstellungdes Gesamtquerschnittes der Festen Fahrbahn

    Bezogen auf die vorgegebenen Trassie-rungsparameter (max = 160 mm undmax. Lngsneigung s = 20 ) der NBSNrnbergIngolstadt sowie smtlicherPlanungen und Bauausfhrungen desUnterbaues (Erdbauwerk, Tunnelsohle,Brckenberbauten) erfolgte die kon-struktive Anpassung des FF-Systems Rhe-da 2000. Der Regelaufbau im Bereichder Erdbauwerke und im Tunnel kannden Bildern 3 und 4 entnommen wer-den.

    3.1 Hhenausgleichsschichten

    3.1.1 Erdbauwerk

    Die ungebundene, frostsichere Hhen-ausgleichsschicht in einer Strke von 180mm unterhalb der Hydraulisch gebun-denen Tragschicht (HGT) erfllt in ihrerMaterialeigenschaft und dem Einbaudie Anforderungen der Straenbau-richtlinie ZTVT-StB 95 fr die BauklasseSV (Schwerverkehr). Ergnzend dazuhat das Material der Anforderung DB-Norm BN 918 062 im Bezug auf Kornzer-trmmerung zu entsprechen.

    Der Einbau erfolgt mit Laser- bzw.tachymetrisch gesteuerten Grader undWalzenzug. Die Einbauqualitt wirdmittels Flchendeckender Verdichtungs-kontrolle (FDVK) nachgewiesen.

    3.1.2 Tunnel- und Trogbauwerk

    Der erforderliche Hhenausgleich frdie Streckenabschnitte im Trog- und

  • Eurailpress, Hamburg46

    54 (2005), H. 1/2 Januar/Februar

    Bahnanlagen

    3.2 Einbau der Hydraulisch gebundenen Tragschicht

    Der Einbau der im Bereich der Erdbau-werke anzuordnenden HGT erfolgt ent-sprechend den bekannten Einbautechno-logien aus dem Straenbau mittels Gleit-schalungsfertiger. Die Schalungsform be-rcksichtigt die Querschnittsgestaltungund hierbei besonders die Flankengeo-metrie mit einer 14 % geneigten Ober-flche im freiliegenden Randbereich.Diese Oberflchengeometrie ermglichtunabhngig von der Gleisberhhungeine ausreichende HGT-Flankenentwsse-rung, die mit 4% vorgegeben wurde.

    3.3 Schwellen- und Bewehrungsverlegung

    Die im Abstand von 650 mm zu ver-legenden Schwellen vom Typ B 355

    W 60 M werden mittels LKW ins Baufeldtransportiert und mit gleisbaublichenEntladetechniken (Zweiwegebagger mithydraulisch gesteuerter Schwellentra-verse) vom LKW aufgenommen und aufder HGT ausgelegt (Bild 5). Das Einschie-

    ben der in den Gittertrgern derSchwellen zu platzierenden Lngsbe-wehrung (14 Stck 20) erfolgt im Ab-stand von 14 m. Die Lnge von 14 m be-stimmt sich durch die Transportlngeder Bewehrungsstbe. Das Taktverfah-

    Bild 3: Regelquerschnitt Rheda 2000 auf Erdbauwerk fr NBS NrnbergIngolstadt (Quelle: ARGE FF)

    Bild 4: Regelquerschnitt Rheda 2000 fr Tunnel und Trogbauwerke der NBS NrnbergIngolstadt (Quelle: ARGE FF)

    Bild 5: Schwellen-verlegung

    (Quelle: ARGE FF)

  • Eurailpress, Hamburg47

    54 (2005), H. 1/2 Januar/Februar

    Bahnanlagen

    Bild 6: Richtge-triebeverfahren

    (Quelle: ARGE FF)

    Fahrwegtrger Transrapid, Shanghai

    Feste Fahrbahn FF Bgl auf der NBSNrnberg Ingolstadt

    Postfach 1120 92301 NeumarktTelefon (0 91 81) 9 09-0 Telefax (0 91 81) 90 50 -61

    info@max-boegl.de www.max-boegl.de

    Fortschritt baut man aus Ideen.

    ZukunftsWege.Fahrwegtrger Transrapid oder Feste Fahrbahn FF Bgl sind technologische Innovationen im Hochgeschwindigkeitsverkehr entwickelt fr weltweiten Einsatz.

    Durch umfassendes Know-how undEngineering sowie Professionalitt in puncto Planung, Bau und Fertigungsetzt die Firmengruppe Max Bgl in Zusammenarbeit mit ihren Partnernneue Standards.

    Mobilitt im neuen Jahrtausend Max Bgl bereitet den Weg.

    3.4 Gleismontage

    Die Montage des Gleises kann mit denendgltigen Fahrschienen (L > 100 m)oder mit walzneuen Montageschienenerfolgen. Sowohl im Los Mitte, als auchim Los Sd entschied sich die ARGE FFaus logistischen und bauablauftechni-schen Grnden zur Verwendung vonMontageschienen. Diese werden mittelsSpezialtransportfahrzeugen in der Gleis-trasse lngs transportiert und auf dieSchwellen aufgesetzt. Die Schienen-

    ren Schwellen- und Bewehrungsverle-gung ermglicht mit dieser Technologieeine Leistung von ca. 25 m in der Stun-de. Die auerhalb der Schwellen zu ver-legende Bewehrung erfolgt im Nach-gang zur Schwellenbewehrung. Fr eineRegelbreite der Betontragschicht (BTS)von 3,20 m werden entsprechend derVorgabe des Bewehrungsgehaltes von0,8 bis 0,9 % bezogen auf den nicht un-terbrochenen Betonquerschnitt 18 St.Bewehrungsstbe 20 zur Rissweiten-begrenzung von 0,3 mm bentigt.

    ste des linken und rechten Schienen-stranges werden dabei versetzt ange-ordnet. Das Anzugsmoment der Schie-nenbefestigung Ioarv 300-1 betrgt imMontagezustand ca. 75 % der Endver-spannung. Mit der Fertigstellung derGleismontage werden auch die Beweh-rungs- und Erdungsarbeiten abgeschlos-sen.

    4 Baulos Mitte: Gleisrichtver-fahren und Betoneinbau mittelsweiterentwickelter Methode System Rheda

    4.1 Vorbemerkungen

    Seit 1999 beschftigt sich die ARGE FF inAbstimmung mit dem SysteminhaberPfleiderer mit der Weiterentwicklungder Gleisricht- und Betoneinbautechni-ken im FF-System Rheda 2000. Diesfhrte dazu, dass erstmalig im Los Mitteeine vollautomatische Gleisrichtmaschi-ne des ARGE-Partners Knape eingesetztwird. Neben diesem Entwicklungsschritt

  • Eurailpress, Hamburg48

    54 (2005), H. 1/2 Januar/Februar

    Bahnanlagen

    Bild 8: MesseinrichtungMSFEFAD3

    (Quelle: ARGE FF)

    Bild 7: Gleisheberichtmaschine (Quelle: ARGE FF)speziell fr die Ansprche der FestenFahrbahn entwickeltes Patent.

    Es erfolgt eine Prfung des vorregu-lierten Gleisrostes auf seine innereGenauigkeit ber die lt. Richtlinie ge-forderte 5 m-Sehne.

    Der Nachweis der ueren Genauig-keit wird whrend des Gleishebe-und Gleisrichtvorganges gefhrt. Dieinnere Genauigkeit mit zustzlichenS