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  • Die Versicherungswirtschaft im Wandel: Herausforderungen aus Solvency II, IDD und Digitalisierung

    Dr. Othmar Ederer Generaldirektor Grazer Wechselseitige Versicherung AG

    Generalversammlung, 30. Mrz 2017

  • Solvency II Grundlagen und Anforderungen an Versicherer

  • Solvency II 3-Sulen-Architektur

    30.03.2017 Folie 3

    Aufsicht

    Sule 1 Sule 2 Sule 3

    Umsetzung Kontrolle Offenlegung

    Rahmenrichtlinie, Durchfhrungsmanahmen

    Quantitative Kapital-

    anforderungen

    Qualitative Anforderungen

    Transparenz &

    Marktdisziplin

    MESSEN STEUERN BERICHTEN

    Dr. Othmar Ederer

  • Sule 1 Quantitative Anforderungen

    30.03.2017 Folie 4

    > Risikobasierte Solvabilittsberechnungen

    > Bewertung der Vermgenswerte und Verbindlichkeiten nach Marktwert

    > Zwei Kontrollgrenzen

    > MCR (Minimum Capital Requirement)

    > SCR (Solvency Capital Requirement)

    Aktiva (Marktwert)

    SCR

    Best Estimate

    Risikomarge

    Aktiva (Marktwerte)

    Passiva (Marktwerte)

    Eige

    nm

    itte

    l

    Freie Eigenmittel

    vt. R

    ck

    ste

    llun

    gen

    SC

    R

    MCR

    Dr. Othmar Ederer

  • Sule 2 Qualitative Anforderungen

    30.03.2017 Folie 5

    Governance System

    Unternehmens-organisation

    Dokumentation

    Schlsselfunktionen

    Fit & Proper

    ORSA

    Dr. Othmar Ederer

  • Sule 3 Offenlegung

    30.03.2017 Folie 6

    Berichte an die ffentlichkeit

    > SFCR (Solvency Financial and Condition Report):

    > Verffentlichung auf Homepage

    > jhrlich bzw. unterjhrig bei wichtigen Entwicklungen

    Berichte an die Aufsicht

    > RSR (Regular Supervisory Reporting)

    > SFCR

    > Meldetabellen (QRTs): jhrlich und/oder quartalsweise

    > ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)

    Dr. Othmar Ederer

  • IDD Insurance Distribution Directive

  • Allgemeines

    30.03.2017 Folie 8

    > Zielsetzung

    > Verbesserung der Regulierung des Versicherungsmarktes

    > Sicherstellung von gleichen Wettbewerbsbedingungen fr alle am Vertrieb von Versicherungsprodukten beteiligten Akteure

    > Verbesserung des Verbraucherschutzes

    > IDD stellt Mindeststandard dar kann im nationalen Recht verschrft werden

    > Bis 23.02.2018 muss IDD im nationalen Recht umgesetzt sein

    > Umfasst jede Form des Versicherungsvertriebes

    > Versicherungsvermittler (auch in Nebenttigkeit*)

    > Versicherungsunternehmen (Direktvertrieb)

    > Preisvergleichsportale

    > Allfinanzunternehmen

    > Weitere (Reisebros, Autovermietung)

    > Ausgenommen: Tippgeber

    *) Sofern Nebenttigkeit nach Art 1 Abs 3 IDD nicht ausdrcklich ausgenommen ist - Annexvertrieb zu anderen Produkten (z.B. Reise-, Ski-Versicherungen)

    Dr. Othmar Ederer

  • Anforderungen an den Vertrieb

    30.03.2017 Folie 9

    > Informationspflichten und Wohlverhaltensregeln

    > Grundsatz der IDD: best-interest-Ansatz

    > Generelle Pflicht eines jeden Versicherungsvertreibers:

    > ehrlich,

    > redlich,

    > professionell,

    > im besten Interesse des Kunden zu handeln.

    > Weiterbildungspflicht (mind. 15 Stunden pro Jahr) fr:

    > Alle Vermittler von Versicherungs- und Rckversicherungsprodukten

    > Angestellte von Versicherungs- und Rckversicherungsunternehmen

    > Angestellte von Versicherungsvermittlern

    Dr. Othmar Ederer

  • Produktgenehmigungsverfahren

    30.03.2017 Folie 10

    > Jedes neue oder wesentlich vernderte Versicherungsprodukt muss vom Ersteller genehmigt werden

    > Festlegung eines Zielmarktes und Nicht-Zielmarktes

    > Produkt muss bestimmten Zielmarkt entsprechen

    > Risiken fr Zielmarkt mssen bewertet werden

    > Vertriebsstrategie muss Zielmarkt entsprechen

    > bestehende Produkte sind regelmig zu berprfen

    > Vermittlern werden smtliche Informationen zu Produkt und Genehmigungsverfahren zur Verfgung gestellt

    Dr. Othmar Ederer

  • Beratung

    30.03.2017 Folie 11

    > Standardisiertes Informationsblatt bei Nichtlebensversicherungsprodukten

    > EIOPA erarbeitet standardisiertes Format fr die Prsentation des Informationsblattes Entwurf

    > Beratung: persnliche Empfehlung an den Kunden

    > Empfehlung: umfasst eine Erluterung, warum das gewhlte Produkt am besten geeignet ist

    Dr. Othmar Ederer

  • Beratung

    30.03.2017 Folie 12

    Fr alle Produkte

    Fr wen ttig? Makler/Agent?

    Offenlegung der Beteiligungsverhltnisse (> 10%)

    Analyse der Kundenwnsche- und Bedrfnisse

    Passendes Produkt anbieten

    Art der Vergtung?

    Doku der Kundenwnsche und der Grnde fr Produktempfehlung

    Versicherungs-anlageprodukten

    Ausreichend Kenntnisse und Erfahrungen des Kunden?

    Finanzielle Situation des Kunden?

    Verlusttragfhigkeit des Kunden?

    Anlageziele des Kunden?

    Risikobereitschaft des Kunden?

    Be

    ratun

    gspro

    toko

    ll

    Zustzlich bei:

    Dr. Othmar Ederer

  • Vergtung (I)

    30.03.2017 Folie 13

    > Provisionen, Gebhren, Entgelte, sonstige Zahlungen, wirtschaftliche Vorteile jeglicher Art, finanzielle oder nichtfinanzielle Vorteile oder Anreize

    > Offenlegung der Vergtung (vor Abschluss)

    > Gebhr (Vergtung ist direkt vom Kunden zu begleichen Offenlegung Betrag oder Berechnungsart)

    > Provision (Vergtung ist in Versicherungsprmie enthalten)

    > Andere Art von Vergtung (wirtschaftliche Vorteile)

    > Zahlungen nach Vertragsschluss

    > Hhe der Vergtung

    > Keine Mitteilungspflicht

    > Ausnahme: Honorarberatung, wo Honorar direkt vom Kunden zu bezahlen ist!

    Dr. Othmar Ederer

  • Vergtung (II)

    30.03.2017 Folie 14

    > Verbot: Vergtung und Verkaufsziele drfen keine Anreize schaffen, ein bestimmtes Versicherungsprodukt zu verkaufen, obwohl ein anderes Produkt den Kundenbedrfnissen besser entsprche

    > Vergtungssysteme drfen keine Anreize*) zur Fehlberatung bieten!

    *) Worin genau diese Anreize bestehen knnen bzw. woraus konkret ein verbotenes Vergtungssystem besteht, regelt die IDD nicht

    Dr. Othmar Ederer

  • 30.03.2017 Folie 15

    > Bis zu 5 Millionen Euro oder 5% des Gesamtumsatzes

    > Verffentlichungspflicht

    Sanktionen bei Versto gegen IDD

    Dr. Othmar Ederer

  • Digitalisierung Interne Prozesse und Kundenperspektive

  • Digitalisierung interner Prozesse

    30.03.2017 Folie 17

    Zielsetzung: Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung

    > Automatische Verarbeitung und Polizzierung

    > Elektronisches Dokumentenarchiv

    > Elektronische Kommunikation (rechtliche Grundlage: VersRG 2012)

    > Schadenabwicklung (Online-Schadenmeldung, App, elektronischer Schadenakt etc.)

    > Digitalisierung im Personalbereich (Zeiterfassung, Reiseabrechnung, Aus- und Weiterbildung etc.)

    > Intranet

    Dr. Othmar Ederer

  • Kundenperspektive Studie: Digital Insurance Monitor

    30.03.2017 Folie 18

    > Fnf Lnder: Deutschland, Italien, sterreich, Schweiz, Trkei

    > 3.000 Endkundenbefragungen

    > ber 100 Manager-Interviews

    Dr. Othmar Ederer

    Quelle: http://www.csc.com/de/insights/137162-csc_studie_digital_insurance_monitor

  • Online Kommunikation

    30.03.2017 Folie 19

    Wie gehen Sie vor, wenn Sie auf der Suche nach dem richtigen Versicherungsprodukt sind?

    Dr. Othmar Ederer

    Quelle: http://www.csc.com/de/insights/137162-csc_studie_digital_insurance_monitor

  • Online Kommunikation

    30.03.2017 Folie 20

    Welche zustzlichen Serviceangebote wnschen Sie sich von Ihrer Versicherung, um Sie zu begeistern?

    Dr. Othmar Ederer

    Quelle: http://www.csc.com/de/insights/137162-csc_studie_digital_insurance_monitor

  • Online Abschluss | Manager-Befragung

    30.03.2017 Folie 21

    Wie hoch schtzen Sie den prozentualen Anteil der Versicherungsvertrge ein, die von den Kunden im Jahr 2020 online abgeschlossen werden?

    Dr. Othmar Ederer

    Quelle: http://www.csc.com/de/insights/137162-csc_studie_digital_insurance_monitor

  • Online Abschluss

    30.03.2017 Folie 22

    Haben Sie bereits eine Versicherung online abgeschlossen?

    Welche sind fr Sie die wichtigsten Grnde, warum Sie Online Services gegenber dem persnlichen Kontakt bevorzugen wrden?

    Dr. Othmar Ederer

    Quelle: http://www.csc.com/de/insights/137162-csc_studie_digital_insurance_monitor

  • Big Data

    30.03.2017 Folie 23

    Wrden Sie den Einsatz neuer Produkte wie Fitnessarmbnder oder die bertragung von Fahrzeugdaten akzeptieren, um vergnstigte Angebote zu erhalten?

    > Speicherkapazitt?

    > Datenverarbeitung?

    > Datenschutz?

    > Ethische Grundstze?

    Dr. Othmar Ederer

    Quelle: http://www.csc.com/de/insights/137162-csc_studie_digital_insurance_monitor

  • 30.03.2017 Folie 24 Dr. Othmar Ederer

    Quelle: http://www.csc.com/de/insights/137162-csc_studie_digital_insurance_monitor

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