Deutsche Ornithologen-Gesellschaft, e. V. Satzung

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  • S.-Heft] 1988 /

    79

    Deutsche Ornithologen-Gesel lschaft, e.V..

    Satzung

    Beschlossen in der Mitgliederversammlung am 8. Oktober 1971 in Bonn

    1. Name und Sitz Der Verein fhrt den Namen ,Deutsche Ornithologen-Gesellschaft, eingetragener Verein .

    Er hat seinen Sitz in Mggingen bei Radolfzell (Bodensee).

    2. Zweck Der Verein bezweckt ausschlielich die Frderung der Vogelkunde nach allen Richtungen.

    Er erstrebt dieses Ziel nur in gemeinntziger Form und auf wissenschaftlicher Grundlage, ins- besondere durch Herausgabe von mindestens einer wissenschaftlichen Zeitschrift und durch gegenseitigen Austausch der gesammelten Erfahrungen und Beobachtungen in regelmig wie- derkehrenden Versammlungen.

    3. Mitgliedschaft Die ordentliche Mitgliedschaft wird beim Vorstand beantragt. Familienangehrige der

    Ordentlichen Mitglieder knnen als Auerordentliche Mitglieder aufgenommen werden. Lebenslngliche Mitgliedschaft wird durch einmalige Zahlung des zwanzigfachen Jahresbei- trags erworben.

    Der Vorstand hat das Recht, in besonderen Fllen Korrespondierende Mitglieder und Ehren- mitglieder zu ernennen.

    Die Mitgliedschaft erlischt durch den Tod oder durch Austritt. Der Austritt kann nur auf den Schlu eines Geschftsjahres erklrt werden. Die Erklrung hat schriftlich unter Einhal- tung einer Frist von zwei Monaten zu erfolgen. Mitglieder, die den Bestrebungen des Vereins zuwiderhandeln oder sein Ansehen schdigen, knnen durch Vorstandsbeschlu aus dem Ver- ein ausgeschlossen werden. Das ausgeschlossene Mitglied hat das Recht, innerhalb von vier Wochen nach Zustellung des Beschlusses Berufung einzulegen, ber die der Beirat endgltig entscheidet. Dem auszuschlieenden Mitglied ist Gelegenheit zu geben, sich vor dem Vor- standsbeschlu oder whrend des Berufungsverfahrens zu rechtfertigen. Der Ausschlu kann auch dann erfolgen, wenn ein Mitglied seine Beitragsverpflichtungen nicht innerhalb von vier Wochen nach schriftlicher Anmahnung nachkommt.

    4. Geschftsjahr Das Geschftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

    5. Beitrag Der Jahresbeitrag wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt. Ehrenmitglieder und

    Korrespondierende Mitglieder sind von der Beitragspflicht befreit. Der Beitrag wird am 1. Januar jeden Jahres fllig.

  • 80 DO-G-Satzung [ J" Orn. [ 129

    6. Lei tung Der Verein wird von einem Vorstand geleitet, dem ein Beirat von mindestens 15, hchstens

    20 Mitgliedern zur Seite steht. Der Beirat ist vom Vorstand in allen wichtige n Vereinsangele- genheiten beratend zuzuziehen.

    Der Vorstand besteht aus dem Prsidenten, dem Vizeprsidenten, dern Generalsekretr, dem Schriftfhrer und dem Schatzmeister. Vorstand im Sinne des Brgerlichen Gesetzbuches ist der Prsident. Er wird im Behinderungsfalle oder durch Delegierung von den anderen Vor- standsmitgliedern in der im Satz 1 genannten Reihenfolge vertreten. Sofern der Schriftleiter des Journals fr Ornithologie nicht bereits ein Vorstandsamt innehat, gehrt er als solcher mit Stimmrecht dem Vorstand an.

    Die Vorstandsmitglieder werden in der Mitgliederversammlung einzeln mit einfacher Stim- menmehrheit gewhlt. Bei allen Personenwahlen wird mit Stimmzetteln abgestimmt (Aus- nahme: Wahl des Rechnungsprfers). Die Amtszeit des Prsidenten und des Vizeprsidenten betrgt drei Jahre, die der brigen Vorstandsmitglieder zwei Jahre. Sofortige Wiederwahl ist zulssig. Die Neuwahl ist rechtzeitig vor Ablauf des letzten Amtsjahres vorzunehmen und wirkt von Beginn des folgenden Geschftsjahres an; ist der durch die Wahl zu besetzende Vor- standssitz jedoch vakant, beginnt die Amtszeit sogleich mit der Wahl.

    Die Beiratsmitglieder werden in der Mitgliederversammlung gewhlt. Der Vorstand setzt die Anzahl der zu whlenden Beiratsmitglieder im Rahmen des Abs. 1 fest und gibt die Anzahl von Mitgliedern sptestens ein Vierteljahr vor der Mitgliederversmmlung bekannt (Hinweis im Vereinsorgan gengt). Die Bestimmung in Abs. 5, Satz 5, bleibt unberhrt. Fr das Wahl- verfahren gilt im brigen Abs. 3 sinngem.

    Die Zugehrigkeit zum Beirat endet durch Erlschen der Mitgliedschaft im Verein, durch den Eintritt in den Vorstand, durch Ernennung zum Ehrenmitglied sowie durch Erklrung gegenber dem Vorstand, da das Amt niedergelegt werde Im brigen scheiden alle zwei Jahre diejenigen beiden Mitglieder, die dem Beirat am lngsten angehren, aus dem Beirat aus. M- ten hiernach mehr als zwei Mitglieder ausscheiden, weil sie dem Beirat gleich lange angehren, scheidet jeweils der an Lebensjahren ltere zuerst aus. Sofortige Wiederwahl ist unzulssig. Die turnusmig ausscheidenden Mitglieder sind sofort durch Neuwahlen zu ersetzen. Die Ehrenmitglieder knnen an den Sitzungen des Beirats mit Stimmrecht teilnehmen.

    Vorschlge fr die Wahl der Vorstands- und Beiratsmitglieder mssen sptestens sechs Wochen vor der Mitgliederversammlung beim Sprecher des Beirats bzw. beim Generalsekretr eingegangen sein. Erklren sich die Vorgeschlagenen schriftlich zur Kandidatur bereit, mssen sie zur Wahl gestellt werden. Nach Ablauf der genannten Frist sollen Vorstand un d Beirat eigene Vorschlge erarbeiten.

    Der Vorstand kann einzelne Mitglieder des Vereins mit besonderen Aufgaben betrauen und sie zu den Sitzungen des Beirats hinzuziehen.

    Vorstand und Beirat knnen ihre Angelegenheiten im Rahmen dieser Satzung und der Vor- schriften des $ 32 BGB durch eine Geschftsordnung regeln.

    7. M i tg l iederversammlung Alljhrlich findet eine Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand bestimmt Zeit, Ort und

    Tagesordnung. Der Prsident ldt die Mitglieder sptestens drei Wochen vor dem Termin schriftlich oder durch Bekanntgabe im Vereinsorgan ein und leitet die Versammlung.

    Bei besonderem Anla, oder wenn mindestens der vierte Teil der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Grundes es verlangt, mu der Prsident eine auerordentliche Mitgliederver- sammlung einberufen. Die Einladung erfolgt in derselben Weise wie zur Jahresversammlung.

    Der Vorstand ist verpflichtet, Antrge, die von mindestens 10 Mitgliedern oder vom Beirat eingebracht werden, auf die Tagesordnung der nchsten Mitgliederversammlung zu setzen.

  • ScHeR] 1988 ] DO-G-Satzung 81

    Der Vorstand erstattet der Jahresversammlung einen Ttigkeitsbericht und einen Bericht ber die Finanzlage mit Rechnungsabschlu, jeweils fr das abgelaufene Geschftsjahr. Nach Bekanntgabe des Berichtes des Rechnungsprfers beschliet die Versammlung ber die Entla- stung des Vorstandes. Sie whlt einen Rechnungsprfer fr das laufende Gesch~iftsjahr.

    Beschlsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Stimmenmehrheit der anwe- senden Mitglieder (Ehrenmitglieder, Korrespondierende, Ordentliche und Auerordentliche Mitglieder) gefat, sofern die Satzung nichts anderes bestimmt.

    8. Zeitschri f ten Organ der Gesellschaft ist das ~Journal fr Ornithologie'. Sie beteiligt sich auerdem finan-

    ziell an der Herausgabe der Zeitschrift Die Vogelvarte , des Organs der Vogelwarten Helgo- land und Radolfzell.

    Die Ordentlichen Mitglieder, die Ehrenmitglieder und die Korrespondierenden Mitglieder erhalten das ,Journal fr Ornithologie und nach Mglichkeit auch Die Vogelwarte" unent- geltlich.

    9. Verwaltung der Mittel Der Vorstand hat die Einnahmen und das Vermgen des Vereins zweckentsprechend zu ver- walten und zu verwenden. Sie dienen in erster Linie der Herausgabe der Zeitschriften sowie zur Deckung notwendiger Verwaltungskosten. Andere Verwendungen mssen im Sinne der Zweckbestimmungen von Ziffer 2 liegen und bedrfen der Zustimmung des Beirats. Keine Per- son darf durch Ausgaben, die dem satzungsmigen Zweck fremd sind, oder .durch unverhlt- nismig hohe Vergtung begnstigt werden.

    Freiwillige Zuwendungen (Spenden) an den Verein werden, sofern keine andere Zweckbe- stimmung des Spenders vorliegt, fr den Ausbau der Zeitschriften verwendet.

    10. Satzungsnderungen nderungen oder Ergnzungen der Satzung knnen nur mit einer Mehrheit von drei Vier-

    teln der abgegebenen Stimmen einer Mitgliederversammlung beschlossen werden. nderungen oder Ergnzungen der Satzung, die durch ein Gesetz, eine Verordnung oder

    eine behrdliche Anordnung notwendig werden, knnen vom Vorstand beschlossen werden.

    11. Auflsung Der Verein kann nur durch Beschlu einer auerordentlichen Mitgliederversammlung, die

    unter Ankndigung des Zweckes mindestens vier Wochen vorher einberufen werden mu, auf- gelst werden. Der Auflsungsbeschlu bedarf einer Dreiviertelmehrheit der abgegebenen Stimmen. Abwesende Mitglieder knnen ihre Stimme schriftlich abgeben.

    Das bei der Auflsung des Vereins und nach Abdeckung der bestehenden Verpflichtungen noch vorhandene Vermgen fllt der Deutschen Forschungsgemeinschaft, zur Zeit Bad Godes- berg, zu mit der Auflage, es zu einem der Ziffer 2 dieser Satzung entsprechenden Zweck zu verwenden.

    Errichtet.: Freiburg i. Br., 14..Dezember 1949. nderungen: Frankfurt a. M., i. August 1955; Wien, 21. Mai 1956; Kiel, 12. September 1958; Gieen, 10. Oktober 1962; Bonn, 8. Oktober 1971.

    Frhere Fassungen der Satzung: Die Vogelwarte 15, 1950: 137--139; J~ Orn. 96, 1955::464-466; 100, 1959: 260--262; 104, 1963: 300--302. ., Erstverffentlichung dieser Fassung: J. Orn. 113, 1972: 352-154.