weltzeit 01_2010: wettbewerb im mediversum

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weltzeit – das Magazin der Deutschen Welle – erscheint alle zwei Monate. Es richtet sich an kritische Begleiter des deutschen Auslandsrundfunks, an Multiplikatoren in Deutschland aus Medien, Politik, Wirtschaft und Kultur. Interessenten können das Magazin auf Wunsch kostenlos abonnieren. weltzeit bringt Reportagen aus allen Kontinenten, stellt Menschen vor und informiert über das Unternehmen Deutsche Welle, über Programminitiativen und Programmmacher.

TRANSCRIPT

  • Das Magazin der Deutschen Welle 01Februar 2010

    zeitwelt

    Wettbewerb im Mediversum

    Gut gefunden.

  • www.medienforum.nrw.de

    22. medienforum.nrw Koelnmesse, Rheinparkhalle 28.30. Juni 2010

    Das medienforum.nrw ist eine Veranstaltung der Landesanstalt fr Medien NRW (LfM), gefrdert mit Mitteln des Ministers fr Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen. Verantwortlich fr Konzeption und Durchfhrung ist die LfM Nova GmbH.

    Gute GeleGenheit, auch mal wieder analoGe KontaKte zu Knpfen:

    MEDiENfoRuM.NRW 28.30. JuNi 2010

    mefo_AZ_Weltzeit_200x156.indd 1 15.01.2010 15:44:06 Uhr

    Jede dritte Frau wird Opfer von Gewalt unabhngig von ihrer Herkunft, Religion und Kultur. Frauen werden misshandelt, weil sie Frauen sind. Gegen solche Menschenrechtsverletzungen setzt sich Amnesty International ein. Husliche Gewalt darf nicht ungeahndet bleiben. Untersttzen Sie uns dabei, ffentlichen Druck aufzubauen und Unrecht an-zuprangern. Mit Ihrer Unterschrift knnen Sie etwas verndern. www.amnesty.de/aktionen

    Greifen Sie ein. Mit ihrer UnterSchrift.

  • vorspann 3weltzeit 01_2010

    0405 nachrichten

    0613 titelWirsindnichtallein:DerinternationaleMedienmarkt

    ErikBettermannimInterview:EineFragederZukunftsfhigkeit

    China:MilliardenfrdieSoft-Power

    14 schlaglichter

    15 neue medienGoogleunddieperfekteWelle

    16-20 partnerAfghanistan:BildungsprogrammeundMedienfrderung

    21 spot

    22-23 partnerZypern:ReiffrdieEinheit

    24-25 profil Deutschlandbild:ElisabethCadotKultserie:DieWahrheit

    26-27 vor ortWestVirginia:Bergeversetzen

    28-29 innovation ProjektZukunft:NeueVerpackung

    30-31 zoom Teilchenbeschleuniger:IngolfBaur

    Liebe Leserinnen und Leser,vor einigen Wochen wurde die Ausstrahlung von DW-Programmen ber Hotbird 8 gezielt gestrt. Der Satellit versorgt Europa, in der Peripherie auch den Mittleren Osten. Dort konnten wir den Verursacher lokalisieren: Die Strsignale kamen aus dem Iran und legten Fernseh- und Hrfunk-bertragungen lahm. Internetangebote nicht nur der DW werden von iranischer Seite ohne-hin immer wieder geblockt. Gngige Praxis auch fr die Mchtigen in Peking. Allerdings wissen sich die Menschen bei staatlicher Zensur im Netz zu helfen. ber Umwege kommen sie zumeist doch zu den gewnschten Seiten. Die Regierenden in Teheran und Peking ken-nen die Macht internationaler Medien. Deshalb versuchen sie Anbieter wie die Deutsche Welle zu blockieren und setzen selbst vermehrt auf eine mediale Prsenz im Ausland. Vor allem China un-ternimmt groe Anstrengungen, um insbesondere den etablierten Stimmen aus dem Westen eine eigene Sicht der Dinge entgegenzusetzen. Erst jngst hat der chinesische Staatssender CCTV

    zustzlich zu seinem englischen noch ein ara-bisches und ein russisches TV-Programm gestar-tet. Der Iran hat aus demselben Grund Press TV lanciert, Fernsehen auf Englisch fr die Welt. Immer mehr Kanle buhlen auf allen Konti-nenten um die Gunst der Mediennutzer. Die Konkurrenz wchst unaufhaltsam. Und damit wchst auch der Druck fr die DW. Die Entwicklung des internationalen Wettbe-werbs auf den Medienmrkten ist Schwerpunkt dieser weltzeit. Wie sich die Deutsche Welle in diesem Umfeld knftig behaupten will, erlutert Intendant Erik Bettermann im Interview. Ein zweiter Fokus dieser Ausgabe liegt auf Afghanistan. Dort produziert die DW das Bil-dungsprogramm Learning by Ear und Trainer der DW-AKADMIE leisten, allen Rckschlgen zum Trotz, Aufbauhilfe fr Partnersender. Au-erdem werfen wir einen Blick nach Zypern, wo Radio Mayis auf Vershnung setzt. Ich wnsche Ihnen eine interessante Lektre.

    Guido Baumhauer, Direktor Distribution

    Impressum

    DeutscheWelleUnternehmenskommunikation53110 BonnT. 0228.429.2041F. 0228.429.2047weltzeit@dw-world.dewww.dw-world.de/presse

    Verantwortlich: Dr.JohannesHoffmannRedaktion:BertholdStevensGestaltung:LisaFlanakin,MarcoSiebertz,AlexandraSchottkaDruck:BrandtGmbHBonn

    Fotos und Illustrationen:GettyImages(Titel),DW-Archiv(3,5,23,24,28,29,30),F.Sieren(4),DW/M.Mller(4,10,19,21),A1PIX(5),DW/M.Siebertz(6,8,11,12),L.Flanakin(9),DW/Z.Tamanna(16,17,18),V.Picmanova(20),DW/P.Hen-riksen(21),DW/S.Winand(21),M.Hilbert(21),BayreutherFest-spieleGmbH/E.Nawrath(21),E.Scagnetti/GRANANGULAR/Bilderberg(22),picturealliance(24),DW/L.Scholtyssyk(26,27)

    Anzeigen T.0228.429.2043F.0228.429.2047weltzeit@dw-world.de

    Werbung im ProgrammT.0228.429.3507F.0228.429.2766werbung@dw-world.de

    In dieser Ausgabe

    Editorial

    Jede dritte Frau wird Opfer von Gewalt unabhngig von ihrer Herkunft, Religion und Kultur. Frauen werden misshandelt, weil sie Frauen sind. Gegen solche Menschenrechtsverletzungen setzt sich Amnesty International ein. Husliche Gewalt darf nicht ungeahndet bleiben. Untersttzen Sie uns dabei, ffentlichen Druck aufzubauen und Unrecht an-zuprangern. Mit Ihrer Unterschrift knnen Sie etwas verndern. www.amnesty.de/aktionen

    Greifen Sie ein. Mit ihrer UnterSchrift.

  • 4 nachrichten

    Das Mauerstck ist eine Leihgabe, gestiftet von Friedel Drautzburg und Harald Grunert, Berliner Gastronomen mit Bonner Wurzeln. Das 3,8 Tonnen schwere und 3,60 Meter hohe Mahnmal gegen Krieg und Gewalt steht jetzt in der Nhe des Haupteingangs der DW-Zentrale. Es werde die Bonner knftig tglich daran erinnern, dass uns Demokra-tie nicht geschenkt wird, sagte Prof. Hans Walter Htter, Prsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepu-blik Deutschland.

    Intendant Erik Bettermann erinnerte bei der Enthl-lung am 21. Dezember vor rund 100 Gsten daran, dass die Mauer ein Bauwerk von Menschen gegen Menschen gewesen sei. Aufgabe der Medien sei es, die Mauern in den Kpfen zu berwinden.

    Der Mauerfall habe Bonn viel Vernderung gebracht, so Bonns Oberbrgermeister Jrgen Nimptsch. Vieles sei

    damals aus Bonn weggegangen. Andererseits verwies der OB auf Erfolgsgeschichten, eine davon ist die der Deut-schen Welle. Der Fall der Mauer habe mit Mut und En-gagement der Menschen in der damaligen DDR zu tun, so Htter. Und dass man nun ein Berliner Mauerstck in Bonn enthllen knne, habe schlielich auch mit vielem zu tun, was im damaligen Bonn entschieden wurde und was in der Folge zum Fall der Mauer gefhrt hat. Video unter: www.dw-world.de/euromaxx

    Umzug nach Bonn Bonn Ein Stck Berlin in Bonn: Die Bundesstadt am Rhein ziert ein Originalstck der Berliner Mauer, ge-staltet vom Aktions- und Umweltknstler Ben Wagin. Ende Dezember wurde die Stele vor dem Funkhaus der Deutschen Welle enthllt.

    Talk aus PekingPeking/Berlin Die Deutsche Welle hat ihr regionales TV-Angebot auf dem asiatischen Markt ausgeweitet. Seit Dezember ist die neue Reihe Asia Talk zu sehen auch als Video im Netz.

    Buch zum Kosovo Bonn/Pristina DW-Interviews mit dem in Paris lebenden albanischen Schriftsteller Ismail Kadare liegen als Buch vor. Mafia, Korruption und Pressefreiheit im Kosovo sind zentrale Themen, zu denen sich Kadare uert.

    Die halbstndige Sendung entsteht in einem Studio in Peking. Produzent und Moderator Frank Sieren spricht mit pro-minenten asiatischen und europischen Experten aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Asia Talk wird wchentlich auf Englisch und Deutsch ausgestrahlt. Asien-Experte Frank Sieren (42) ist Journalist und Buch-Autor (Der China-Code). Er lebt seit mehr als 15 Jahren in der chine-sischen Hauptstadt.

    In der Auftaktsendung sprach Sieren mit Alt-Bundeskanzler Gerhard Schrder ber das europisch-asiatische Verhltnis und nicht zuletzt ber die deutsch-chinesischen Beziehungen. Schrder hatte sich in seiner Amtszeit in besonderem Ma fr den Aus-bau der deutsch-chinesischen Beziehungen stark gemacht. Weitere Gste waren unter anderem der chinesische Deutschlandspe-zialist und frhere Botschafter Prof. Mei Zhaorong, der Dirigent und Pianist Justus Frantz, der Managementexperte und Un-ternehmensberater Fredmund Malik und Uwe Kruter, der Deutsche, der am lngs-ten in China lebt.

    Video unter www.dw-world.de/dw-tv

    Mimoza Kelmendi vom Albanischen Programm hat die Interviews dokumen-tiert und das Ergebnis krzlich in der Hauptstadt des Kosovo Pressevertretern vorgestellt. 17 Mal hat Kadare der DW zwischen 1995 und 2009 Rede und Ant-wort gestanden. Der mehrfach fr den Li-teratur-Nobelpreis vorgeschlagene Autor nimmt zu einem weiten Themenspektrum Stellung. Er uert sich zur Sicherheitslage im Kosovo, zum Krieg und dessen Folgen, zum wachsenden Einfluss der Mafia und zu Korruption. Er spricht ber Meinungs- und Pressefreiheit in seiner Heimat und ber die nationale Identitt der Kosovo-Albaner.

    01 Das Mauerstck wurde von Ben Wagin (vorne links) knstlerisch bearbei-tet, hier mit (v. l.) Harald Grunert, OB Jrgen Nimptsch, Hans Walter Htter, Erik

    Bettermann und Friedel Drautzburg

    02 Aus Asien fr Asien: Frank Sieren (l.) im Gesprch mit Justus Frantz

    02

    01

  • weltzeit 01_2010

    Beethoven und das Land der Samba So Paulo/Bonn Brasilien ist das diesjhrige Partner-land fr den Orchestercampus von Deutsche Welle und Beethovenfest Bonn. Eingeladen ist das Orchester Sin-fnica Helipolis aus So Paulo. Die jungen Musiker werden im Rahmen des Festivals im September 2010 in Bonn auftreten.

    Eine Woche lang arbeiten sie mit namhaften Dirigenten und interpretieren im Rahmen des Festivals eine Auftragskomposi-tion der Deutschen Welle. Es wird das erste Auslandsgastspiel des Orchesters sein.

    Viele der 75 Musiker im Alter von 15 bis 20 Jahren kommen aus den Favelas von So Paulo. Das Instituto Baccarelli, das die Musiker ausbildet, gehrt zu den viel beachteten privaten Bil-dungsinstitutionen Brasiliens. Die Einrichtung frdert sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche derzeit mehr als 350 Schlerinnen und Schler.

    Die Initiative der Deutschen Welle wird von Brasiliens bedeu-tendstem Klassik-Konzertveranstalte