was wie - ?· Gott spricht: Fürchte dich nicht, ich kenne dich mit Namen! 31 IdeenVielfalt Kirchenjahreszeitliches…

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  • Inhalt

    was+wieHeft 1/2018

    Zum HeftInklusion wie im Himmel? 1Zugnge und Hintergrnde

    Das ThemaWie im Himmel Inklusion und Religionspdagogik 2

    Persnliche ZugngeSagen Sie mal ... 5

    Biblische und theologische BezgeAbschottung oder Inklusion 6

    Impulse fr die PraxisFr 0- bis 10-Jhrige

    Inklusion und religionspdagogische Gestaltung 8Fr 3- bis 6-Jhrige

    Alle werden gebraucht, alle auf ihre Weise 9Paulus ein ganz anderer Held 11Vom Suchen und Gefunden-Werden 13

    Fr 0- bis 3-JhrigeBiblische Geschichten strken Krippenkinder 16

    Das Bild in der MitteDas Versprechen: Eine neue Erde 19

    Fr 7- bis 10-JhrigeMose und Aaron ein Bruder hilft dem anderen, weil Gott es so will! 23Kinderarmut 25Der mitleidende Gott auch fr uns?! 27

    Im TeamJetzt sollen wir auch noch Inklusion machen! 29

    Gottesdienst fr Gro und KleinGott spricht: Frchte dich nicht, ich kenne dich mit Namen! 31

    IdeenVielfaltKirchenjahreszeitliches

    Einzug in Jerusalem mit Beiteiligung aller Kinder 33Theologisches Stichwort

    Maria Magdalena erste Zeugin der Auferstehung 35Der Gottesknecht aus dem Buch Jesaja 37

    Literatur und MedienBuchvorstellungen 39Literaturhinweise 39

    Impressum 40

    *empf. Verkaufspreis

    Inklusion das luft falsch: Michael Felten stellt ein radikales Bildungsexperiment auf dem Prfstand und fi ndet klare Worte in einer tabubehafteten Debatte. Mit seinem Buch zeigt er, warum eine gut gemeinte Idee zu scheitern droht. Denn: Inklusion ist eine Chance, wenn man bereit ist, ehrlich zu sein.

    M I C H A E L F E LT E N

    Lasst uns off en reden ber Inklusion. Was daran

    sinnvoll ist und was nicht.

    Michael FeltenDie InklusionsfalleWie eine gut gemeinte Idee unser Bildungssystem ruiniert

    176 Seiten / gebunden mit Schutzumschlag 17,99 (D) / 18,50 (A) / CHF* 24,50ISBN 978-3-579-08672-9Auch als E-Book erhltlich

    Erfahren Sie mehr unterwww.gtvh.de

    Felten ist kein Inklusionsgegner, aber er wagt es auszusprechen, was viele seiner Kollegen tglich erleben.

    Heike Schmoll, FAZ

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    Das Thema | Zugnge und Hintergrnde

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    Zum Heft

    Inklusion wie im Himmel?Inklusion meint das Zusammenleben sehr verschiedener Menschen mit dem Ziel, mglichst vielen der unterschiedlichen Bedrfnisse nachzukommen. Niemand wird an den Rand ge-drngt oder ausgegrenzt. Alle sind dabei. Das klingt himmlisch. Das klingt nach dem, was in der Bibel mit Reich Gottes bezeichnet ist.

    Und dann kommt die Realitt dazwischen: Die gute Idee vom Zusammenleben in aller Vielfalt erlebt als Reichtum scheitert womglich an an den Rahmenbedingungen, am Geld, an der Zeit, an der eigenen Haltung oder der Haltung der Kolleg*innen, an den Vorgaben, am Trger irgendwie am Alltag.

    Dabei ist es religionspdagogisch so klar: Bei Gott gibt es keine Ausgrenzung. Jesus holt die, die auen stehen, in die Mitte. Im Glauben zhlt das Individuum, jeder Mensch darf selbst seine eigene Beziehung zu Gott leben. In den Heilungsgeschichten steht der Einzelne, die Einzelne mit ihren Bedrfnissen im Mittelpunkt. Jesus wendet sich zu und fragt: Was willst du, das ich fr dich tue? (Markusevangelium 10,51)

    Deshalb lohnt es sich sehr, Inklusion als Verlockung zu verstehen und immer wieder zu entdecken, was in der Umsetzung helfen kann. Lesen Sie hierzu S. 2-4 und 29-30.

    Religionspdagogisch bedeutet es: Alles, was Kinder in der Entdeckung von Identitt einer-seits und Gemeinschaft andererseits strkt, kann als Beitrag zur Umsetzung des Inklusions-gedankens verstanden werden. Resilienz frdern, Selbstwirksamkeit erleben, den Blick fr das Leben als Geschenk und Zusammenleben schrfen und gute Erfahrungen im Mitein-ander ermglichen dazu eignen sich biblische Geschichten in ganzheitlicher Umsetzung. Entdecken Sie dazu mehr ab S. 8-22.

    Den vier Zielen der Vorurteilsbewussten Erziehung (vgl. S. 4) knnen sich auch schon die Allerkleinsten annhern, das finden Sie auf S. 16-18.

    Und ebenso gibt es Anregungen fr die Arbeit in der Grundschule und im Hort: S. 23-28.

    Mit Blick auf die kommende Passionszeit regt eine Methode zur Gestaltung der Geschichte vom Einzug nach Jerusalem dazu an, Kinder zu ermutigen, ihren ganz eigenen Zugang zur Erzhlung zu finden. So wird schon in der Geschichte selbst deutlich, dass Vielfalt normal und gewollt ist. Schauen Sie dazu auf S. 33f.

    Zwei Theologische Stichworte nehmen Sie dieses Mal mit hinein in die Welt der Bibel: Maria Magdalena begegnet als Person S. 35f. und auf S. 37f. finden Sie eine Antwort darauf, wer eigentlich der Gottesknecht im Jesajabuch ist.

    Lassen Sie sich verlocken, aus der religionspdagogischen Perspektive Gedanken zur Inklu-sion zu entdecken und Ihre eigenen Erfahrungen weiterzuentwickeln.

    Wir wnschen Ihnen und den Kindern reiche und himmlische Erlebnisse!

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    Zugnge und Hintergrnde | Das Thema Gottesdienst fr gro und klein | Impulse fr die Praxis

    Gott spricht: Frchte dich nicht, ich kenne dich mit Namen!Ein Gottesdienst fr gross und klein

    Der Titel dieses Gottesdienstvorschlages ist die verkrzte Wiedergabe von Jesaja 43,1. Im Laufe des Verkndigungs-Teils im Gottesdienst wird der komplette Bibelvers entfaltet und symbolisch aufgenommen. Je nach Situation kann der Gottesdienst mit dem Thema Taufe oder Tauferinnerung verbunden werden.Die Lieder verstehen sich als Anregungen.

    VorbereitungIm Verkndigungs-Teil des Gottesdiens-tes wird eine Schatzkiste ausgepackt. Dazu werden folgende Gegenstnde in die Schatz-kiste gepackt: in ein schwarzes Tuch gewickelt: eine

    weie Kerze in ein violettes Tuch gewickelt: ein klei-

    nes Umhngekreuz und ein Flschchen mit Wasser

    in einem roten Tuch: ein Namensschild in ein grnes Tuch gewickelt: ein

    Fischsymbol in einem goldenen Tuch: eine Bibel, in

    der ein Lesezeichen Jesaja 43,1 markiert.

    DurchfhrungIm Mittelpunkt des Verkndigungsteils des Gottesdienstes steht das Auspacken der Schatzkiste und die Erarbeitung der einzel-nen Inhalte. Sicher finden sich Kinder, die beim ffnen und Auspacken der Schatz-kiste helfen. Der Inhalt der Kiste kann auf dem Rand des Altars, auf einem extra dafr aufgestellten Tisch oder auf einer greren Stufe zum Altar so aufgebaut werden, dass mglichst viele Teilnehmende ihn gut sehen.

    Ein Kind ffnet die Kiste und nimmt das schwarze Tuch mit der Kerze darin heraus. Die Kerze wird ausgepackt, auf das Tuch ge-stellt und angezndet. Gemeinsam werden

    Assoziationen zur Kerze und zum Licht auf dem schwarzen Untergrund zusammenge-tragen. Besonders in den Blick genommen wird der Gedanke, dass Finsternis vielen Menschen Angst macht, das Licht aber die Angst nimmt.Lied: Licht der Morgensonne aus dem Bchlein Das ist Taufe

    Dann nimmt ein weiteres Kind das violette Tuch mit dem Kreuz und dem Flschchen darin aus der Kiste. Auch dies wird ausge-packt. Das Tuch wird neben das schwarze Tuch gelegt und Kreuz und Flschchen kommen auf das violette Tuch.Zunchst findet ein Austausch ber Erfah-rungen mit Wasser statt. Allerdings bekommt durch das Kreuz das Wasser eine besondere Qualitt. Vielleicht wird die Verbindung zum Sich-Bekreuzigen mit Weihwasser herge-stellt. Auch die Verbindung zur Taufe liegt nahe: Der Kopf des zu Taufenden wird mit Wasser bergossen und ber dem Getauften wird das Kreuzzeichen geschlagen.Folgende biblische Erzhlung verbindet die Bedeutung des Wassers und das Kreuz:In der Bibel ist von einem Mann mit Na-men Paulus zu lesen. Dieser Paulus hatte Menschen, die an Jesus glaubten, gefangen genommen und ins Gefngnis geworfen. Er meinte, damit etwas Gutes fr Gott zu tun. Er machte sich auf den Weg nach Damas-kus, um auch dort die Christen gefangen zu nehmen. Doch auf dem Weg dahin wurde er pltzlich von einem hellen Licht umstrahlt. Er fiel auf die Erde und hrte die Stimme Jesu. Da erkannte Paulus, dass alles, was er bisher getan hatte, falsch war. Er wollte sein Leben ndern, anders werden, nicht mehr die Menschen, die an Jesus glaubten, gefangen nehmen, sondern selber an Jesus

    Gebete fr den Gottes-dienst

    Zum EingangGuter Gott,mit ganz verschiedenen Erfah-rungen und Stimmungen sind wir hier zum Gottesdienst zu-sammengekommen: frhlich oder traurig, besorgt oder voller Tatendrang, dankbar oder un-zufrieden, mit vielen Freunden oder allein. Du, Gott, kennst uns. Du meinst es gut mit uns. Danke, dass wir bei dir sein drfen, so wie wir gerade sind. Und danke, dass du fr uns da bist und uns begleitest.Amen.

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    Zugnge und Hintergrnde | Das ThemaImpulse fr die Praxis | Gottesdienst fr gro und klein

    glauben. Da kam Hananias, ein Mann, der an Jesus glaubte, zu Paulus und taufte ihn. Paulus hatte das Gefhl, dass durch das Wasser alles abgewaschen wurde, was er vorher falsch gemacht hatte. Wie neu gebo-ren fhlte sich Paulus nach der Taufe, voller Kraft und Lebensmut. Und sofort fing Pau-lus an, den Menschen von Jesus zu erzhlen.

    Lied: Einfach nur so von Hans-Jrgen Netz und Reinhard Horn (S. 7)

    Dann nimmt ein weiteres Kind das rote Tuch mit dem Namensschild darin aus der Kiste. Auch dies wird ausgepackt. Das Tuch wird neben das schwarze und das violette Tuch gelegt. Das Namensschild kommt auf das rote Tuch.Gemeinsam wird nun ber die Bedeutung von Namen nachgedacht und gesprochen: Der Name gehrt zu dem Menschen, macht ihn ansprechbar. Der liebevoll ausgespro-chene Name kann trsten. Wenn jemand seinen Namen hrt, fhlt er sich gemeint, vielleicht aber auch ertappt. Namen haben oft auch eine besondere Bedeutung, die ent-weder offensichtlich mitklingt wie z. B. bei Namen wie Friedemann oder erst bei der bersetzung deutlich werden wie z. B. bei Namen wie Angela (Engel).

    Lied: Ich hab einen Namen von Ulrich Walter und Reinhard Horn (S. 22)Dann nimmt ein weiteres Kind das grne Tuch mit dem Fischsymbol darin aus der Kiste. Dann nimmt ein weiteres Kind das grne Tuch mit dem Fischsymbol darin aus der Kiste und legt beides neben das rote Tuch.

    Zur Erklrung des Fisches gibt es folgende Geschichte:Der Fisch war das Erkennungszeichen der Menschen in den ersten christlichen Ge-meinden. Wenn man dieses Zeichen an ei-ner Tr oder einem Haus sah, wusste man, hier leben Christinnen und Christen. Das war deshalb sehr wichtig, weil man nicht ffentlich sagen durfte, dass man zu den Christen gehrte, wenn man nicht von den rmischen Soldaten gefangen und get-

    tet werden wollte. Deshalb brauchte man ein geheimes Zeichen, und das war der Fisch. Nun kann man fragen, warum gerade ein Fisch? Das hngt damit zusammen, dass die Menschen damals griechisch sprachen. In der griechischen Sprache heit Fisch nm-lich Ichthys. Und die Buchstaben die-ses Wortes waren die Anfangsbuchstaben des Satzes: Jesus Christus, Gottes (Theou, sprich: te-) Sohn (Yios, sprich: hi-s), Retter (Soter, sprich: so-tr). Der Fisch war also nicht nur ein Geheimzeichen, sondern auch ein Glaubensbekenntnis. Er bedeutet: Diese Menschen gehren zu Jesus Christus.Vielleicht ergibt sich im Gesprch der Hin-weis, dass es auch heute bestimmte Zeichen dafr gibt, dass jemand dazugehrt: Unifor-men, Anstecknadeln, Trikots usw. Dies sind zwar keine Geheimzeichen, aber doch Zei-chen der Zugehrigkeit.

    Lied: Einander brauchen mit Herz und Hand von Okko Herlyn (Kindergesang-buch Nr. 120) oder Geht einer auf den andern zu von Rolf Krenzer und Reinhard Horn (Kinderkirchenhits Nr. 42)

    Schlielich wird noch einmal die Kiste ge-ffnet und das goldene Tuch mit der Bibel darin herausgenommen. Auch die Bibel wird ausgepackt. Das goldene Tuch kommt in die Mitte. Die Bibel findet dann ihren Platz auf dem Tuch.Bevor aber die Bibel abgelegt wird, wird der Vers gelesen, an dem das Lesezeichen liegt:Gott spricht: Frchte dich nicht, denn ich habe dich erlst. Ich kenne deinen Namen. Du gehrst zu mir. (Jesaja 43,1).Die Teile des Verses werden den vier T-chern und Symbolen zugeordnet.Der Vers wird als Gottes Versprechen ge-deutet. Der Vers wird so oft wiederholt, dass ihn alle Kinder im Gedchtnis behalten.Das Tauflied Ein Geschenk habe ich von Gott bekommen von Kerstin Oth-mer-Haake und Oliver Schwarz-Roosmann bringt alle Impulse mit dem Thema Taufe zusammen.

    Ralf Fischer

    Gebete fr den Gottes-dienst:

    Zum Ende

    Guter Gott,du machst uns Mut, du hast uns erlst, du kennst unsere Namen und wir gehren zu dir.Danke, dass du uns daranimmer wieder erinnerst.Aber dennoch gibt es Menschen, die Angst haben,denen niemand eine Chance gibt, neu anzufangen, die niemanden haben, der sie kennt und fr sie da ist oder die sich nirgendwo zugehrig fhlen.Gerade fr diese Menschen bitten wir dich, Gott, besonders um deinen Segen.Amen.Hier kann sich das Vaterunser anschlieen.

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