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  • UNSER DORFheute

    64Zeitschrift fr WelingOberpfaffenhofenHochstadtWeichselbaumMrz 2013

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    Liebe Leser,

    die ersten Frhlingsboten sind zu hren und zu sehen und - die erste UNSER DORF heute-Ausgabe dieses Jahres liegt bereits vor Ihnen. Schwer zu verstehen, dass es Leute gibt, die sie unbesehen gleich in den Papierkorb werfen. Negative Erfahrungen mit Berichten, Meinungen, Einstellungen seitens des Vereins oder der Redakteure? Erfahrungen aus jngsten oder ural-ten Zeiten? Dabei geben wir uns redlich Mhe, sachlich, umfassend und vielsei-tig zu berichten und allen Ortsteilen und Meinungsrichtungen gerecht zu werden. Negatives zu unterstellen, ist hier sicher nicht angebracht. Toleranz zu zeigen, wenn man anderer Meinung ist, und sich eventuell dazu zu uern, oder Altes ber Bord zu werfen, wre doch sicher eine sehr positive Abwechslung. Und das gegen-ber einem Instrument, das in vielen Frei-zeitstunden in der Absicht erschaffen wird, das drfliche Zusammenleben zu frdern.

    Vieles kommt in unserer Gemeinde in letz-ter Zeit in Bewegung. Wir versuchen, mehr Klarheit fr Sie in die Vorgnge zu bringen. In den nchsten zwei Spalten werden von unserem 1. Brgermeister solche Themen angesprochen. Und wem noch nicht ganz klar ist, wo die kommende Umgehungs-strae genau verlaufen wird, der kann dies auf Seite 3 nachvollziehen und dazu einen Artikel lesen, der sich mit den Aus-wirkungen befasst.

    Grnsink ist ein besonderes Kleinod, das wir als Welinger besitzen. Hier wird Ge-schichte greifbar, insbesondere, wenn Sie auf Seite 5 lesen, was es mit diesem Kirch-lein auf sich hat. Der 250-jhrige Geburts-tag ist es wert, ein Volksfest daraus zu machen. Den zeitlichen Ablauf finden Sie auf Seite 16.

    Ein groes Anliegen ist uns die Attraktivi-tt des Foto-Kalenders von UNSER DORF. In letzter Zeit ging die Einsendung von Fotos etwas zurck. Dabei macht es doch groen Spa, wenn man einen Monat lang sein eigenes Foto auf dem Wandka-lender bewundern kann. Machen Sie ein-fach mal mit. Die nebenstehende Anzeige soll Sie daran erinnern.

    Nun wnscht Ihnen das gesamte Redak-tionsteam einen wunderschnen Frhling und eine gesunde Portion Sonne!

    Ihr Dietmar Ku

    Je grer die Auswahl schner Bilder, desto besser das Ergebnis: Der nchste Foto-Kalender von UNSER DORF wartet schon auf Ihre Einsen-dungen gelungener Bilder (mglichst Abzge 16 x 12 cm) von Weling, Oberpfaffenhofen, Hochstadt, Weichselbaum oder der angrenzenden Landschaft. Jede Jahreszeit zhlt!

    Zusendungen jederzeit, sptestens zum 10. September, an: Verein UNSER DORF e.V., Gottfried Weber, Am Kreuzberg 16, 82234 Weling.

    Bedarfsumleitung bei Total-sperrung der AutobahnDie Umleitungsstrecken im Bereich der BAB wurden in Oberbayern berprft. Auch der Bereich zwischen Oberpfaf-fenhofen und Wrthsee ist betroffen. Die Reg. v. Obb. will die Strecke Weling, Hechendorf und Inning einrichten.

    Wir sehen hierdurch den Rckbau der Hauptstrae gefhrdet und haben so-fort vehement widersprochen. Mit Er-folg!

    Am 20.02. ging folgende Mail ein: Das Ergebnis der Anhrung ergab, dass aus verschiedenen Grnden (z.B. ge-plante Baumanahmen Ortsumfahrung Weling, geplante Gesprche wegen Ertchtigung bestehender Umleitungs-strecken usw.) derzeit noch keine Ent-scheidung mglich ist. Das Verfahren wird ausgesetzt; die Regierung wird das Verfahren zu ggb. Zeit wieder aufneh-men.

    Sechsspuriger Ausbau der BAB A 96Mehrfach wurden die Reg. v. Obb. und Herr Minister Hermann darauf hingewiesen, dass der aus Weilheim kommende Verkehr knftig ber die Umfahrung Weling, Auffahrt Wrth-see, auf die BAB gefhrt wird und der 6-spurige Ausbau der A 96 bis dort-hin erfolgen msste. Als Antwort kam die Aussage, dies sei bekannt und ist in der Planung bercksichtigt. Weitere bauliche Entwicklungen ent-lang der BAB Richtung Landsberg fh-ren zu einem gewaltigen Anstieg des Verkehrsaufkommens. Auch dies muss in den Planungen bercksichtigt wer-

    den. Darauf werden wir immer wieder hingewiesen.

    Brsseler Wasser-Liberali-sierungs- und Privatisierungs-BestrebungenDieses fundamentale Thema werde ich als Verbandsvorsitzender des ZV Gro-rumige Wasserversorgung mehr als kritisch verfolgen.

    Aktivitten zugunsten einer europa-weiten Privatisierung der Wasserver-sorgung werden weiter vorangetrieben und sollen ber die Hintertre Dienst-leistungskonzessionsrichtlinie durch-gesetzt werden. Es besteht die Gefahr der tiefgreifenden Strukturnderung im Wassersektor mit den bekannten Ge-fahren einer privaten Bewirtschaftung.

    Der Sektor Wasser muss aus der Richtli-nie herausgenommen werden. Wasser ist ein Menschenrecht - kein Wirtschafts-gut, keine Handelsware.Wasserversorgung ist eine gemeind-liche Pflichtaufgabe, die als wesentlicher Bestandteil kommunaler Daseinsvor-sorge dem besonderen Schutz der verfassungsrechtlich gewhrleisteten Garantie der kommunalen Selbstver-waltung gem Art. 28 Abs. 2 Grundge-setz unterliegt.Ein Kompromiss sieht eine Ausnahme von der Ausschreibungspflicht fr kom-munale Zweckverbnde und kommu-nale Eigenbetriebe vor. Dies muss fr Trinkwasser generell gelten. Siehe auch Seite 4 unter Tipp.Sie knnen aktiv werden! Ihre Stimme zhlt, siehe: www.right2water.eu/de.

    Michael Muther 1. Brgermeister und Vorsitzender des ZV

    Aktuelles aus dem Rathaus

    Schon fotografiert?

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    Das neue Bauwerk am west-lichen Ortsrand - Auswirkungen auf unsere DorfentwicklungVom Gut Delling her kommend, kurz nach der Kuppe wird sie links abzwei-gen die neue Umgehungsstrae am westlichen Ortsrand unserer Gemeinde. In einem leichten Bogen fhrt sie von dort Richtung Bahntrasse, die dann un-terfahren werden muss. Die Bahnunterfhrung soll hier so breit und tief werden, dass sie alle hindurch passen, die ungeliebten Laster und der anstrengende Durchgangsverkehr, die mglichst unsere Ortsmitte nicht mehr durchfahren sollen. Auftauchen aus der Bahn-Unterfhrung werden sie dann wieder auf dem Eichencker, ein Stck vor unserer heutigen Mitterwies, auf der die Straentrasse weiter in den Wald fhren wird. Nach dem Willen der Stra-enplaner drfen dabei keine zu steilen Straenstcke entstehen, sodass Ab-grabungen und Aufschttungen eine der Herausforderungen beim Bau der neuen Staatsstrae sein werden.

    Bei der GR-Sitzung am 29.01.2013 sprach Herr Grafwallner vom Straenbauamt Weilheim gerne vom neuen Bauwerk, das hier am Ortsrand von Weling nach seiner Planung und Ausschreibung ent-stehen wird. Bereits 2013 soll mit den notwendigen Rodungen der Trasse be-gonnen werden. Wie wird sich dieser Ortsrand entwickeln? Wie wird es dort nach der vorausgesagten Fertigstellung im Jahr 2016 aussehen?

    Was sagt eigentlich unser Leitbild dazu?Weling hat in seinem Leitbild Vorstel-lungen zu seiner drflichen Entwick-lung genau benannt, wie brigens viele Nachbargemeinden auch. Um nicht ge-trieben von fremden und partikularen Interessen immer nur reagieren zu ms-sen, beinhaltet das Leitbild konkrete Ziele, wie z.B. zum Thema Ortsrnder Landwirtschaftliche Flchen und Natur erhalten oder Klare Ortsrnder auf-bauen. Im Zuge der Leitbildentwicklung wurde auch der Ortsbildbeirat ins Leben geru-fen der lt. Leitbildgedanke in aktuelle grere Planungen einbezogen und im Sinne des Leitbilds beratend fr den Ge-meinderat ttig sein soll. Er ist hier seit vielen Jahren ttig.

    Aussagen zum Straenbau sind im Leit-bild ebenfalls nachzulesen - wie z.B. Beim Straenbau Umweltbelange und gesundheitliche Belange der Bewohner bercksichtigen, aber auch Umge-hungsstrae als Entlastung vorsehen und Die Hauptstrae verkehrsberuhigt umbauen.

    Unser Leitbild sieht also durchaus Ma-nahmen zur Verkehrsberuhigung vor, mahnt aber zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.

    Die Brger haben fr eine be-ruhigte Hauptstrae gestimmtBeim Brgerbegehren 2012 haben sich mehr als 50 % fr den vorzeitigen Bau der Umgehungsstrae in Sonderbaulast entschieden. Oder wie es Herr Graf-wallner beschreibt, die Gemeinde hat sich durch die finanzielle Eigenbeteili-gung Zeit erkauft. D.h. ohne Eigenbeteiligung wrde die Strae nach seiner Aussage erst in 3 bis 5 Jahren gebaut worden sein. Diese ge-wonnene Zeit sollte nun auch genutzt werden. Die Brger haben unse-re Hauptstrae wieder als ruhige Dorfstrae vor Augen. Dieses Ziel darf nun nicht aufge-weicht werden. Ohne Rckbau wrden Fahr-zeuge nach wie vor die Strecke durch die Ortsmitte whlen. Auch wenn die Finanzen drcken und fr andere Bereiche mehr getan werden msste, wrde eine Umgehungsstra-e ohne gleichzeitige Neugestaltung der Hauptstrae wie ein Schildbrger-streich anmuten. Es wird dabei nicht gengen, Wunschzettel in den Rathaus-briefkasten zu werfen, sondern es ms-sen konstruktive Vorschlge z.B. ber den Agendakreis Ortsbild und Verkehr oder den Welinger Verkehrsberuhi-gungsverein eingebracht werden.

    Konkrete Planungen fr verkehrsberu-higte Pltze und Straenverengungen in der Hauptstrae wurden vom Pla-nungsbro Dragomir in den vergange-nen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Ortsbildbeirat bereits entwickelt. Sie wurden der ffentlichkeit vorgestellt und vom Gemeinderat fr gut gehei-en.

    Wie wird sich der westliche Ortsrand entwickeln?Wie aber gehen wir mit dem neuen, to-pographisch uerst herausfordernden Straen-Bauwerk um, das auch ein Teil unseres wertvollen Ortsrandes sein wird?

    Nach Aussage des Straenbauamts dr-fen - um Unflle zu vermeiden - keine Bume entlang der neuen Staats-Strae gepflanzt werden. Es wird darauf hinge-wiesen, dass fr 1,5 Mio Amphibien-durchlsse eingeplant sind, um heutige Amphibienwanderungen weiterhin mglich zu machen. Wie aber wird sich die heute verzweigte Wegefhrung fr Radler und Spaziergnger in der Zu-kunft zeigen? Lrmschutzmanahmen entlang der Strecke sind nicht vorgese-hen.

    Das zuknftige Staatsstraen-Gebiet darf keine vernachlssigte Grauzone werden, ist sie doch eingebettet in eine bislang wunderschne Welinger Land-schaft. Wie kann diese Staatsstrae, die nahe an unserem Spo

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