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  • THESEN ZUR DIGITALEN ZUKUNFT VON

    SACHSEN-ANHALT in der Wirtschaft +++ im öffentlichen Raum +++ in der Verwaltung +++

    in der Bildung +++ in den Köpfen

    30. OKTOBER 2015 STK_LSA_THESENPAPIER

  • 1

    Inhalt Sachsen-Anhalt digital ............................................................................................................................. 3

    I. Anwendungsfelder .......................................................................................................................... 8

    1. Digitale Wirtschaft ....................................................................................................................... 8

    1.1 Industrie 4.0 ............................................................................................................................... 9

    1.2 Digitale Dienstleistungen und Tourismus ................................................................................ 14

    1.3 Forschung und Innovation ....................................................................................................... 17

    1.4 Rechtsaspekte ......................................................................................................................... 22

    1.5 IT-Gründer, Start-up, Standortmarketing, Rolle der Universitäten......................................... 23

    1.6 Digitale Kreativwirtschaft ........................................................................................................ 27

    2. Verwaltung als Service .............................................................................................................. 31

    2.1 Nach Innen (Digitalisierung der Landesverwaltung) ............................................................... 34

    2.2 Nach Außen (Schnittstellen zu anderen Verwaltungen) ......................................................... 37

    2.3 E-Services für Bürger und Unternehmen ................................................................................ 39

    2.4 Open Government ................................................................................................................... 42

    3. Digitales Land ............................................................................................................................ 45

    3.1 Arbeit, Weiterbildung und Demografische Aspekte ............................................................... 45

    3.2 Demografische Aspekte der Digitalisierung; E-Health ............................................................ 50

    3.3 Energie, Umwelt und Landwirtschaft ...................................................................................... 54

    3.4 Mobilität .................................................................................................................................. 56

    II. Grundlagen .................................................................................................................................... 60

    1. Digitale Bildung .......................................................................................................................... 60

    1.1 Medienkompetenz und E-Learning für alle Altersklassen ....................................................... 63

    1.2 Frühkindliche Bildung .............................................................................................................. 66

    1.3 Schule ...................................................................................................................................... 67

    1.4 Betriebliche Ausbildung ........................................................................................................... 73

    1.5 Hochschule .............................................................................................................................. 75

    1.6 MINT-Förderung ...................................................................................................................... 78

    2. IT-Sicherheit............................................................................................................................... 80

    2.1 Cybercrime .............................................................................................................................. 80

    2.3 Datenschutz ............................................................................................................................. 85

    3. Digitale Infrastruktur ................................................................................................................. 87

    3.1 Breitbandausbau ..................................................................................................................... 87

    3.2 Mobile Infrastruktur ................................................................................................................ 89

    III. Wörterbuch Digitalisierung ....................................................................................................... 91

  • 2

    „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“

    Albert Einstein

    und

    "Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen."

    Chinesisches Sprichwort

  • 3

    Sachsen-Anhalt digital

    „Digital geht nicht mehr weg“ und es gibt viele Gründe, sich über die Digitalisierung Gedanken zu

    machen. Einige davon: 1

    - Soziale Netzwerke prägen mehr und mehr die Kommunikation.

    #SocialMedia #Datenschutz #Kultur

    - Jeder hat Zugang zu Massen an Information und produziert selber immer mehr.

    #Informationsüberfluss #BigData #QuantifiedSelf (Selbsterkenntnis durch Zahlen)

    - Das Internet löst die Grenzen zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen auf.

    #Transparenz #OpenData #Sicherheit #Überwachung

    - Der Mensch vernetzt sich und seinen Besitz und seine Arbeitsmittel.

    #InternetderDinge #Industrie4.0 #Arbeit4.0

    - Das Internet ist technisch gesehen ein Netzwerk gleichberechtigter Computer, doch wer

    stellt die Regeln auf?

    #InternetGovernance #OpenGovernment #Regulierung

    - Wie halten die Menschen beim rapiden technischen Fortschritt mit?

    #Medienkompetenz #Bildung

    Um diese und andere Phänomene nicht nur als beängstigende oder heilsbringende oder einfach nur

    unscharfe Schlagworte in den Raum zu stellen, kann Digitalisierung nicht als ein isoliertes Thema

    diskutiert werden.

    Die Geschwindigkeit der Entwicklung verdeutlicht die historische Perspektive: 1980 war ein mobiles

    Telefon noch eine gewichtige Rarität, 2010 besitzen schon 67% der Weltbevölkerung ein Handy. Eine

    deutsche Befragung von rund 1.500 Personen im Alter von 14 bis 64 Jahren2 belegt die rasant

    ansteigende Smartphone-Durchdringung: 67 Prozent besitzen 2015 ein Smartphone, 2014 waren es

    59 Prozent und 2013 erst 43 Prozent. Dabei ist die grundlegende Erfindung des Transistors (1947)

    erst knapp 60 Jahre her.3 Seit den 1960ern herrscht als Faustregel das Moorsche Gesetz4, nach dem

    sich die Zahl der Transistoren pro Flächeneinheit oder auch die Komplexität integrierter Schaltkreise

    mit minimalen Komponentenkosten regelmäßig alle ein bis zwei Jahre verdoppelt. Mit rasender

    1 Aus: Friedrich (2014): Der Digitale Wandel Q4.2014, Magazin für Internet und Gesellschaft 2 TNS Infratest (2015) im Auftrag von ARD Sales & Services, Deutscher Telekom, IP Deutschland und ZDF 3 Wikipedia 4 G. E. Moore, 1995, Proc. SPIE 2439, 2

  • 4

    Geschwindigkeit steigen die verarbeiteten Datenmengen. Bis zum Jahr 2020 wird eine

    Verzehnfachung des weltweiten Datenvolumens von derzeit gut 4,4 Billionen Gigabyte

    prognostiziert.5 Betrug die gespeicherte Datenmenge 1986 pro Person 539 MB, also etwa eine CD-

    ROM, waren es 2000 12 und 2007 schon 61 CD-ROM6.

    Diesen „Rohstoff des 21. Jahrhunderts“ sollten auch Unternehmen in Sachsen-Anhalt in ihren

    Geschäftsprozessen nutzen, um ihre Abläufe zu flexibilisieren, effektiv zu arbeiten und ihren Kunden

    einen Mehrwert offerieren zu können. Mittlerweile ist der digitale Wandel in Form von Telemedizin,

    Apps, Online-Shopping und elektronischen Formularen bei beinahe jedem Bürger und jeder Bürgerin

    angekommen. Der digitale Wandel verändert Freizeit, Arbeit und Geschäftsmodelle nachhaltig, ganz

    gleich in welcher Branche der Wirtschaft oder welchem Aspekt des Gemeinwesens. Dabei ist die IT-

    Technologie keine neue Erfindung, revolutionär ist vielmehr ihre kreative Anwendung auch

    außerhalb der Kernbereiche von Information und Kommunikation, wie z.B. im Gesundheitswesen, im

    Handel, in der Produktion, der Lehre, der Verwaltung, der Bildung und in Freizeitaktivitäten und

    Kultur. Angetrieben wird die Digitalisierung durch Technologien wie Apps, Software-Plattformen,

    Eingebettete Systeme, Mobiltechnologien, Cloud Computing und Big Data sowie leistungsfähige

    Endgeräte und immer höhere Übertragungsraten in den Netzen. Die EU-Kommission7 kommt zu dem

    Schluss, dass Technologien helfen können, Services besser, schneller und billiger zu machen. Besser,

    weil Services nutzerzentriert, intuitiv, geräteunabhängig, personalisiert und für jeden einf

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