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  • Das Weihnachtszicklein

    Themenbuch Lernimpulse – Spiel-Aktivitäten – Basteltipps zur Weihnachtszeit

    Inhaltsverzeichnis

    1. DAS WEIHNACHTSZICKLEIN 1.1. Kurze Inhaltsangabe 1.2. Begriffserklärung „Pashmina“ 1.3. Die Angoraziege 1.4. Natur und Sachbegegnung

    2. WEIHNACHTEN MIT PASHMINA: BASTELANGEBOT 2.1. Weihnachtsbild aus Märchenwolle 2.2. Adventskalender mit Wichtelzwergen aus Wolle 2.3. Zicklein aus Tonkarton und Märchenwolle 2.4. Ziegen und andere Krippentiere 2.5. Krippenfiguren aus Filz und Wolle 2.6. Filzen von Pashmina Zicklein 2.7. Pashminas Weihnachtsbaum schmücken 2.8. Weihnachtliche Fadenbilder – Klappbild 2.9. Faltstern basteln

    3. VON DER WOLLE ZUM PULLOVER 3.1. Wollverarbeitung 3.2. Besuch einer Spinnerei oder Weberei 3.3. Weben mit Naturmaterial 3.4. Fadenzähler 3.5. Materialbild zum Fühlen

    4. VON DER MILCH ZUM KÄSE 4.1. Wie kommen die Löcher in den Käse? 4.2. Schmeckspiel 4.3. Rezept mit Käse 4.4. Hüpf-Spiel: Löcher im Käse

    5. UM DIE ZIEGE HERUM 5.1. Erlebnisturnen: Die Zicklein auf dem Berge 5.2. Winterrätsel zur Bilderbuchgeschichte 5.3. Sprachspiel 5.4. Zungenbrecher 5.5. Fingerspiel und Vers 5.6. Der Bauernhof 5.7. Der Sockenstopf-Rap 5.8. Spiellied: Wer will die fleißigen Handwerker sehn

  • 1. DAS WEIHNACHTSZICKLEIN

    Als Einführung machen wir einen kleinen Zeitsprung von etwa 5000 Jahren in die Vergangenheit. So weit lässt sich nämlich die Entstehung und Verwendung der Mohairwolle zurückverfolgen. An dieser Stelle stoßen wir auf eine kleine mystische Geschichte: Sie spielt im Himalaya. Erstmals versuchten Menschen dort zu leben. Eines Tages kamen Ziegen, die unseren heutigen Angoraziegen entsprechen, von oben herab aus den Wolken zu ihnen auf die Erde. Die Menschen fürchteten sich nicht, sondern sahen diese Ziegen als ein Geschenk des Himmels.

    Wie ein Geschenk des Himmels erscheint auch unser Weihnachtszicklein am Anfang der Geschichte...

    1.1. Kurze Inhaltsangabe Weihnachten rückt näher und in jedem Haus wird das Fest vorbereitet. Bei Manouk und Kayla aber herrscht Sorge: Was werden wir zur Feier essen? Außer Kartoffeln und Bohnen ist nichts mehr da. Als ihr Vater ein verlorenes Zicklein im Schnee findet, freut sich der Nachbar : »Ein leckerer Weihnachtsbraten!«, meint er. Aber... sollen sie die kleine Ziege wirklich essen? »Niemals!« rufen Manouk und Kayla entsetzt! Diese Entscheidung werden sie nicht bereuen, denn Pashmina ist keine gewöhnliche Ziege. Wie dieser Weihnachtsabend das Leben der Familie überraschend ändern wird, erzählt diese herzerwärmende Geschichte...

    1.2. Begriffserklärung „Pashmina“ In der Geschichte wird die kleine Ziege von den Kindern “Pashmina“ getauft – was in dem Fall ein reiner Fantasie-Name ist. Das schöne Wort erinnert uns aber an etwas...

    An sich gibt es weder Pashmina-Ziegen noch Pashmina-Wolle. Pashmina, so heißen eigentlich die kostbaren großen Schals, die aus Kaschmirwolle gefertigt werden – also aus dem Brustflaum der Kaschmir-Ziege. Diese Fasern, die per Hand ausgekämmt werden, sind so dünn, dass sie kaum sichtbar sind. Für einen einzigen Schal braucht man den Flaum von drei bis vier Tieren.

    Je höher das Weideland der Ziegen, je kälter es dort ist, desto wertvoller die Wolle. Aufgrund des rauhen, unbeständigen Klimas und der harten, langen Winter hat die Ziege im Lauf der Evolution ein einzigartig warmes und dichtes Fell entwickelt. Dieses bietet optimale Voraussetzungen für höchste Wollqualitäten – so vor allem in der Mongolei oder auf dem Hochland von Ladakh in Tibet.

    Die teilweise nomadenhafte Bevölkerung des Himalaya Gebirges lebt in kleinen familiären Dorfgemeinschaften hauptsächlich von der Haltung der hiesigen Schafe, Ziegen und Yaks. All diese Tiere bieten beste Wollqualitäten für das schwierige Überleben in diesem harten, unwegsamen Gebiet unserer Erde. Ist die Qualität wirklich gut, so kann man das große, sehr leichte aber warme Tuch durch einen Ehering ziehen!

    In sehr aufwendiger Art und Weise werden kleine Fasern zwischen den Haaren des Chyangra meist im Frühjahr gezupft. Das Zupfen der Fasern bedeutet hier nicht etwa Unangenehmes für die Ziege, sie wird im Gegenteil somit von ihrem enorm wärmenden Kleid, ähnlich wie bei der Schafschur, befreit. Hunderttausende einzelne Fasern werden dann aufwendig, in mühevoller Handarbeit, richtungsgleich zu einem Vlies gekämmt.

    Leider werden jetzt viele unechte Pashmina-Schals auf dem Markt verkauft, die aus Kunstfasern bestehen und nichts mit der schönen Kashmir-Wolle zu tun haben.

  • 1.3. Die Angoraziege

    Die kleine Pashmina der Geschichte ist eine Angoraziege, wie sie inzwischen auch in Europa gezüchtet wird. Wenn sie klein sind, ähnelt sie sehr einem Lämmchen.

    Modell für unser Weihnachtszicklein stand eine kleine Ziege des Hofes „Mohair von der Schäbischen Alb“ aus Beimerstetten (www.alb-mohair.de).

  • Ursprünglich aus dem Tibet stammend, so sagt man, breitete sich die Angoraziege nach einem weiten Weg bis nach Anatolien aus. Aus dieser Heimat kommt auch ihr Name – Angora – aus der Provinz Ankara abgeleitet. Dort wurde ihre Wolle (nach dem alten arabischen Wort „Mukhayyar“ Mohair genannt) zu einem der wertvollsten Stoffe des Landes. Sie ist so war, haltbar, formstabil, fest und gleichzeitig traumhaft weich. Jahrhunderte lang durfte kein einziges Tier das Osmanische Reich verlassen. Sultane ließen ihre Paläste großzügig mit Mohair-Webereien ausschmücken. Erst Anfang des letzten Jahrhunderts gelangen die Ziegen nach Südafrika und den Vereinigten Staaten. Sie mögen trockene, milde Sommer und kalte, schneereiche Winter. So fühlen sie sich zum Beispiel auch sehr wohl in Lesotho, dieses kleine Nachbarland Südafrikas, das inzwischen hauptsächlich vom Export der Mohairwolle lebt. (Info dazu: www.podi-mohair.de, eine Handelsorganisation, die den fairen Handel mit diesem Land unterstützt).

    Mittlerweile fühlen sich die Angoraziegen auch bei uns zu Hause. Zweimal im Jahr werden die Tiere geschoren, wobei jede Ziege pro Schur bis zu 2000 Gramm Haar liefert. Je jünger sie ist, desto feiner ist ihr Haar, umso weicher die Wolle. Am besten ist die Qualität, die man von Ziegen im Alter von fünf bis sechs Monaten gewinnt, „Superkid“ genannt. Kein Wunder, dass Pashmina traumhaft kuschelig war...

    Quelle: Filati-Journal, (Ausgabe 2, August 1991) herausgegeben von Lana Grossa (www.lanagrossa.de)

    Weitere Informationen zu Mohair bzw. Angoraziegen:

    www.mohair.de (Seite der International Mohair Association in Wuppertal, die ein sehr informatives Mohair-Video zusammengestellt hat als „Dokumentation über den Herstellungsweg von Mohair-Velours, angefangen von der Mohairziege und deren Haltung bis hin zu den modernen Einsatzmöglichkeiten.“ Herzlichen Dank an sie für ihre Hilfsbereitschaft und ihre Unterstützung bei der Suche nach Informationsmaterial! Danke auch an die Raumausstattung Larissa Ruths in Frankfurt sowie an Frau Gaillard, Züchterin auf Belle-Ile (Frankreich) für Bilder, Information usw.

  • www.lemohairdesfermesdefrance.com (auf Französisch, aber mit schönen Bildern)

    www.bergers-cathares.com (Internetseite auf Französisch und Deutsch, auch hier mit wunderbaren Bildern)

    Zum Schluss noch dies: Verwirrend aber wahr: Die Angoraziege hat nichts nichts mit der Angorawolle zu tun! Diese stammt wiederum vom Angorakaninchen.

    Die Angoraziege ist nur eine der vielen Ziegenrassen, die wir in Europa finden. Manche, so wie ist, werden nur für ihre Wolle gezüchtet, andere für ihre Milch, aus der leckeren Käse erzeugt wird. Eins ist sicher: alle Ziegen sind goldig, schlau und frech!

    1.4. Natur und Sachbegegnung

    Am besten besucht man die Tiere beim Ziegenbauern oder im Streichelzoo. Fotoapparat mitnehmen! Tiere beobachten und füttern, Ziegenrassen kennenlernen, Gespräche führen über Nutzung von Wolle und Milch usw.

    Wir fotografieren die jungen Zicklein ... eine Fotoausstellung zu Hause oder im Kindergarten regt die Kinder an, über die Ziegen zu sprechen und Ziegen zu zeichnen.

    Eine Liste der Ziegenhöfe in ihrer Nähe finden Sie in Internet (für Deutschland: www.bundesverband-ziegen.de)

    2. WEIHNACHTEN MIT PASHMINA: BASTELANGEBOT

    2.1.Weihnachtsbild aus Märchenwolle

    Für Kinder ab 3 Jahre Material: Rohwolle in verschiedenen Farben (Märchenwolle im Bastelbedarf erhältlich) Karton oder Filzbögen (in verschiedenen Farben und Größen erhältlich)

    Wir nehmen uns eine Seite des Buches als Anregung und besprechen das Bild. Die Wolle wird zurechtgezupft und auf einen Karton aufgeklebt oder auf den Filz gelegt. Weihnachtsbild, Winterlandschaft, Berge, Täler, Wolken ,Wiesen, Haus, Steine, Bäume... Kann als Gruppenarbeit auf großen Papierbahnen oder auch als eigene Geschichte gestaltet werden. Eine Kindergruppe kann alle Szenen aus dem Buch als Leporello nachgestalten.

    Es können natürlich auch Bilder mit anderen Motiven und zu allen Jahreszeiten angefertigt werden!

    2.2. Adventskalender mit Wichtelzwergen aus Wolle

    Für Kinder ab 3 Jahre Material: Märchenwolle in verschieden Farben, Watte, Tannenzweige, Zapfen, Rindenstücke, Moos je nach Phantasie.

    In der Vorweihnachtszeit können kleine Wollwichtel hergestellt werden. 24 verschiedenen Wichtelzwerge in verschiedenen Größen oder Farben.

  • Wir gestalten eine Winterlandschaft nach der Bilderbuchgeschichte. Täglich kommt ein Wichtel hinzu mit einem Rätsel ,Gedicht oder einer weihnachtlichen Geschichte. Eine Stück Rohwolle wird zurechtgezupft und mit einen Faden in Bauchhöhe abgebunden. Beispiel

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