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Strukturierte Informationssammlung (SIS)

Fallbeispiel Ambulante Pflegeinrichtung Aufnahme eines pflegebedrftigen Menschen mit krperlichen Einschrnkungen

2 Konzept: Beikirch/Roes Nutzungsrechte BMG Version 1.1/2105

Beschreibbares Feld

Strukturierte Informationssammlung SIS ambulant Version 1.1

3 Konzept: Beikirch/Roes Nutzungsrechte BMG Version 1.1/2105

Funktion der SIS und Risikomatrix ambulante Pflege Version 1.1

4 Konzept: Beikirch/Roes Nutzungsrechte BMG Version 1.1/2105

Das Ehepaar Morgenrot lebt seit ber 40 Jahren in ihrem Huschen mit Garten auf dem Lande, in dem sie ihre beiden Kinder gro gezogen haben und sie blicken auf schne, gemeinsame Jahre zurck. Vor ca. 2 Jahren erlitt Herr Morgenrot einen Schlaganfall und war einige Wochen im Krankenhaus, sowie in einer Rehabilitationseinrichtung. Trotz rechtzeitiger medizinischer Hilfe und der rehabilitierenden Manahmen blieben krperliche Einschrnkungen (linksseitige Halbseitenlhmung) sowie eine Sprachstrung (Aphasie) zurck.

Hindrichs/Seniorenstift Kronthal

Fallbeispiel: Aufnahme von Herrn Herbert Morgenrot in einem ambulanten Pflegedienst (orientierte pflegebedrftige Person)

5 Konzept: Beikirch/Roes Nutzungsrechte BMG Version 1.1/2105

Die Erkrankung hat das Leben des Ehepaars sehr verndert Whrend Herr Morgenrot sehr unter dem Verlust seiner Fhigkeiten leidet, kommt seine Frau immer hufiger an ihre krperlichen und psychischen Grenzen. Seit einigen Wochen kommt ein ambulanter Pflegedienst ins Haus, um die rztlich angeordneten Kompressionsstrmpfe an- und auszuziehen, sowie den zu Hause entstandenen Dekubitus Grad 2 an Sakralbereich zu versorgen.

Fallbeispiel: Aufnahme von Herrn Herbert Morgenrot in einem ambulanten Pflegedienst (orientierte pflegebedrftige Person)

Hindrichs/Seniorenstift Kronthal

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Feld A

Feld A Name der pflegebedrftigen Person, Zeitpunkt und Art des Gesprchs (Erstgesprch / Folgegesprch), Handzeichen der Pflegefachkraft, die das Gesprch gefhrt und die SIS ausgefllt hat. Empfehlung: Die Zeile der Unterzeichnung durch die pflegebedrftige Person/Angehrige/Betreuer wird als Ausdruck der gegenseitigen Verstndigung zur Einschtzung der aktuellen Situation genutzt. Feld zur Kennzeichnung - ob es sich um ein Erstgesprch oder ein

Folgegesprch handelt Feld zur Erfassung des Namen der pflegebedrftigen Person Feld zur Erfassung des Datums wann das Gesprch durchgefhrt wurde Feld zur Erfassung des Handzeichen der durchfhrenden Pflegefachkraft Feld zur Unterschrift durch die pflegebedrftige Person und/oder seiner

Angehrigen/Betreuer (Optionales Feld) Es bleibt der Einrichtung freigestellt, ob auch eine Besttigung durch die pflegebedrftige Person/Angehrige/Betreuer erfolgt.

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Mein Mann hatte vor 2 Jahren einen Schlaganfall. Er kann nicht mehr sprechen, kann aber alles gut verstehen und er reagiert auf Fragen und Ansprache. In den letzten 2 Jahren konnten wir die Pflege noch alleine bewltigen und Frau Schmitz von Ambulanten Pflegedienst kam alle 6 Monate zum Beratungsgesprch fr die Pflegekasse. Seit einigen Wochen kommt Frau Schmitz nun tglich zum Verbandswechsel und fr die Kompressionsstrmpfe. Krperlich wird die Pflege von meinem Mann immer schwerer und ich habe es ja so im Kreuz und schaffe das nicht mehr alleine.

Hindrichs/Seniorenstift Kronthal

Die Ehefrau von Herrn Morgenrot erzhlt beim Erstgesprch

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Deshalb wrden wir gern Ihr Angebot in Anspruch nehmen fr eine weitere Hilfestellung. Mein Mann war sein Leben lang ein sehr aktiver Mensch, er hat unser Huschen fast ganz alleine gebaut. Fremde Hilfe mussten wir bisher nicht in Anspruch nehmen, aber nun geht es einfach nicht mehr anders. Hauptsache wir knnen in unserem Huschen bleiben in ein Heim zu ziehen, das wre fr uns das Schlimmste. Herr Morgen blickt seine Ehefrau an und nickt zustimmend.

Die Ehefrau von Herrn Morgenrot erzhlt beim Erstgesprch

Hindrichs/Seniorenstift Kronthal

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Feld B

Durch diese Fragestellungen kann das Gesprch sowohl erffnet als auch geschlossen werden. Bei stark kognitiv beeintrchtigten Personen kann dieses Gesprch auch stellvertretend mit den Angehrigen und/oder mit dem Betreuer/der Betreuerin gefhrt werden. Dies wird entsprechend vermerkt. Entscheidend ist, dass hier tatschlich der wrtliche Originalton ungefiltert wiedergegeben wird, den die pflegebedrftige Person zur eigenen Einschtzung der Situation uert. Positive Effekte: sowohl bei der pflegebedrftigen Person, als auch bei der Pflegefachkraft im Hinblick auf individuelle Wnsche, die gegenseitige Wahrnehmung zur Situation und zur Gestaltung der Pflege und Betreuung als Ausdruck der Selbstbestimmung.

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Feld B

Direkte Zitate und wortgetreue Informationen von dem Pflegebedrftigen

werden hier dokumentiert! Die Angaben des Pflegebedrftigen zu seinen Hauptproblemen, seinen Wnschen und Untersttzungsbedarf aus seiner Sicht! Kennt oder sieht der Pflegebedrftige Risiken bei sich selber?

Ergnzend knnen in diesem Bereich Informationen von Angehrigen

und Betreuern erfasst werden.

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Feld C1

Wenn aus fachlicher Sicht in einem der 5 Themenfelder ein Risiko angesprochen wird, welches die pflegebedrftige Person anders einschtzt, oder mit den Vorschlgen zur Risikobegrenzung nicht einverstanden ist, ist dies zu vermerken. Dies gilt auch, wenn ein Themenbereich nicht bentigt wird, oder auf Grund einer besonderen Situation nicht angesprochen werden kann. Im Feld C1 wird in der Regel im Themenfeld 6 die jeweilige Zusammenarbeit zwischen Pflegedienst und der Familie festgehalten. (Achtung: Abweichung stationr/ambulant)

Die Themenfelder 1 6 dienen der Dokumentation der pflegefachlichen Einschtzung und Beobachtung zum Untersttzungsbedarf der pflegebedrftigen Person im Zusammenhang mit dem huslichen Umfeld, den Ressourcen, der Thematisierung mglicher Risiken und der Erfassung pflegerelevanter biographischer Informationen. Die Erkenntnisse aus den Themenfeldern haben einen unmittelbaren Bezug zu der Risikomatrix (C2) und werden deshalb in dieser erneut aufgefhrt (Kontextkategorien).

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Feld C1 Themenfeld 1: kognitive und kommunikative Fhigkeiten Leitgedanke: In diesem Themenfeld geht es um die individuelle, situationsgerechte Erfassung und Beschreibung, inwieweit die pflegebedrftige Person in der Lage ist, sich zeitlich, persnlich und rtlich zu orientieren, zu interagieren sowie Risiken und Gefahren zu erkennen. Hier ist auch das Auftreten von herausfordernden Verhaltensweisen wie z.B. nchtlicher Unruhe, Umherwandern (Weglaufen) oder aggressiv-abwehrendes Verhalten zu beschreiben. Die Pflegefachperson sollte mglichst prgnant diesbezglich die pflegerische Situation mit Handlungs- und Gestaltungsrumen der pflegebedrftigen Person, ihren Kompetenzen, Gewohnheiten, Risiken und fachlichen Erfordernissen festhalten.

Leitfrage: Inwieweit ist die pflegebedrftige Person in der Lage, sich zeitlich, persnlich und rtlich zu orientieren und zu interagieren sowie Risiken und Gefahren, auch unter Beachtung von Aspekten des herausfordernden Verhaltens, zu erkennen?

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Feld C1 Themenfeld 2: Mobilitt und Beweglichkeit Leitgedanke: In diesem Themenfeld geht es um die individuelle, situationsgerechte Erfassung und Beschreibung, inwieweit die pflegebedrftige Person in der Lage ist, sich frei und selbststndig innerhalb und auerhalb der Wohnung bzw. des Wohnbereichs zu bewegen. Wichtig ist dabei, die fachliche Einschtzung/Beschreibung der Mglichkeiten des Pflegebedrftigen, sich durch Bewegung in angemessenem Umfang Anregung verschaffen zu knnen, sowie an der Alltagswelt teilzuhaben und teilzunehmen. Der Aspekt des herausfordernden Verhaltens muss dabei bercksichtigt werden.

Leitfrage: Inwieweit ist die pflegebedrftige Person in der Lage, sich frei und selbststndig innerhalb und auerhalb der Wohnung, bzw. des Wohnbereichs, auch unter Beachtung von Aspekten des herausfordernden Verhaltens, zu bewegen?

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Feld C1 Themenfeld 3: Krankheits- bezogene Anforderungen und Belastungen Leitgedanke: In diesem Themenfeld geht es um die individuelle, situationsgerechte Erfassung und Beschreibung, inwieweit die pflegebedrftige Person durch ihre gesundheitliche Situation/ihre Einschrnkungen und Belastungen und deren Folgen, einen pflegerisch fachlichen Untersttzungsbedarf bentigt. Insbesondere sind die individuellen Belastungsfaktoren, die therapeutischen Settings, die Compliance oder der Handlungsbedarf und die eventuellen Untersttzungsbedarfe bei der Bewltigung von Risiken und Phnomenen z. B. Schmerz, Inkontinenz oder deren Kompensation zu beschreiben und hinsichtlich ihrer krankheits- und therapiebedingten Anforderungen einzuschtzen. Es geht nicht um die ausschlieliche Aufzhlung von Diagnosen und rztlichen Therapien/Medikamente, die bereits in anderer Weise erfasst und dokumentiert sind. Leitfrage:

Inwieweit liegen krankheits- und therapiebedingte sowie fr Pflege- und Betreuung relevante Einschrnkungen bei der pflegebedrftigen Person vor?

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Feld C1 Themenfeld 4: Selbstversorgung Leitgedanke: In diesem Themenfeld geht es um die individuelle, situationsgerechte Erfassung und Beschreibung, inwieweit die pflegebedrftige Person in der Lage ist, z. B. Krperpflege, Ankleiden, Ausscheidung, Essen und Trinken etc. selbststndig/mit Untersttzung zu realisieren. Ziel ist die Untersttzung grtmglicher Autonomie, Selbstverwirklichung und Kompetenz. Eventuelle (fachliche und ethische) Konflikte zwischen den obengenannten Werten und die Verstndigungsprozesse sind nachvollziehbar zu beschreiben.

Leitfrage: Inwieweit ist die Fhigkeit der pflegebedrftigen Person zur Krperpflege, zum Kleiden, zur Ernhrung und zur Ausscheidung eingeschrnkt?

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Leitgedanke: In diesem Themenfeld geht es um die individuelle, situationsgerechte Erfassung und Beschreibung, inwieweit die pflegebedrftige Person Aktivitten im nheren (huslichen) Umfeld und im auerhuslichen Bereich selbststndig/mit Untersttzung gestalten kann und wer sie ggf. dabei untersttzt (privates Umfeld).

Leitfrage: Inwieweit kann die pflegebedrftige Person Aktivitten im nheren Umfeld und im auerhuslichen Bereich selbst gestalten?

Feld C1 Themenfeld 5: Leben in sozialen Beziehungen

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Leitgedanke: Die selbststndige oder mit Untersttzung erfolgte Organisation und Bewltigung des eigenen Haushalts der pflegebedrftigen Person wird individuell und situationsgerecht erfasst und beschrieben. Sie betreffen z. B. Einkaufen, Kochen und Waschen etc. Die erfolgte Abstimmung mit Angehrigen ber ein arbeitsteiliges oder aufgabenorientiertes Vorgehen in der Versorgung wird ebenfalls erfasst. Hierbei kann es auch um die nachvollziehbare Beschreibung von Konflikt-, Risiko- und Aushandlungssituationen gehen, die sich infolge psychischer und sozialer Pflege-, Wohn- und Lebenssituationen ergeben.

Feld C1 Themenfeld 6a: Haushaltsfhrung (ambulant)

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Feld C2 ambulant: Einschtzung von pflegesensitiven Risiken und Phnomenen im Kontext der Themenfelder

Aus pflegewissenschaftlicher/pflegefachlicher Sicht ist folgendes Vorgehen verbindlich: Pflegefachliche Einschtzung zu den individuellen pflegesensitiven Risiken und Phnomenen

(ja/nein) aus den Erkenntnissen der Situationseinschtzung in den Themenfeldern. Wird die Kategorie ja angekreuzt, muss die Pflegefachkraft zustzlich eine Entscheidung zu

der Kategorie vertiefende Einschtzung notwendig (ja/nein) treffen, um festzulegen, ob hierzu aus fachlicher Sicht die Notwendigkeit fr ein Differentialassessment besteht.

Das Feld Sonstiges dient der Erfassung weiterer Risiken oder Phnomenen im Einzelfall. Abschlieende berprfung der fachlichen Entscheidungen in der Matrix, inwieweit diese durch Informationen in den Themenfeldern gesttzt sind.

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Ambulant

Pflegeorganisation in Kombination mit Leistungskomplexen

Leistungskomplexe in Kombination mit Themenfeldern

Varianten zur Strukturierung der Manahmenplanung

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Manahmenplanung fr Herrn Herbert Morgenrot

21 Konzept: Beikirch/Roes Nutzungsrechte BMG Version 1.1/2105

Manahmenplanung fr Herrn Herbert Morgenrot

22 Konzept: Beikirch/Roes Nutzungsrechte BMG Version 1.1/2105

Manahmenplanung fr Herrn Herbert Morgenrot

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Berichteblatt fr Herrn Herbert Morgenrot

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S.Hindrichs / Seniorenstift Kronthal

Zeit zu beginnen ist jetzt!

Eine Chance fr die grundlegende Neugestaltung der Pflegedokumentation

Herbert Morgenrot

Eine Chance fr die grundlegende Neugestaltung der Pflegedokumentation

Herzlichen Dank fr Ihre Aufmerksamkeit!

SIS ambulant Erstgesprch Folgegesprch

Name der p egebedrftigen Person Gesprch am Handzeichen P egefachkraft p egebedrftige Person/Angehriger/Betreuer

Strukturierte Informationssammlung

Was bewegt Sie im Augenblick? Was brauchen Sie? Was knnen wir fr Sie tun?

Themenfeld 1 kognitive und kommunikative Fhigkeiten

Themenfeld 2 Mobilitt und Beweglichkeit

Themenfeld 3 krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen

Themenfeld 6 Haushaltsfhrung

Dekubitus Sturz Inkontinenz Schmerz Ernhrung

Sonstiges

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ungweitere Ein-

schtzung notwendig

weitere Ein-schtzung notwendig

weitere Ein-schtzung notwendig

weitere Ein-schtzung notwendig

weitere Ein-schtzung notwendig

weitere Ein-schtzung notwendig

1. kognitive und kommunikative Fhigkeiten

2. Mobilitt und Beweglichkeit

3. krankheitsbez. Anforderungen u. Belastungen

4. Selbstversorgung

5. Leben in sozialen Beziehungen

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Erste fachliche Einschtzung der fr die P ege und Betreuung relevanten Risiken und Phnomene

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RFThemenfeld 4 Selbstversorgung

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RFThemenfeld 4 Selbstversorgung

Themenfeld 5 Leben in sozialen Beziehungen

Foliennummer 1Foliennummer 2Foliennummer 3Foliennummer 4Foliennummer 5Foliennummer 6Foliennummer 7Foliennummer 8Foliennummer 9Foliennummer 10Foliennummer 11Feld C1 Themenfeld 1: kognitive und kommunikative FhigkeitenFeld C1 Themenfeld 2: Mobilitt und BeweglichkeitFeld C1 Themenfeld 3: Krankheits-bezogene Anforderungen und BelastungenFeld C1 Themenfeld 4: SelbstversorgungFoliennummer 16Foliennummer 17Foliennummer 18Foliennummer 19Foliennummer 20Foliennummer 21Foliennummer 22Foliennummer 23Foliennummer 24Foliennummer 25

Gesprch: Auswahl1Code: Name der pflegebedrftigen Person: Herbert MorgenrotGesprch am: 09.05.2015Handzeichen Pflegefachkraft: K.T.pflegebedrftige Person, Angehriger, Betreuer: Berta Morgenrot (Ehefrau)Was bewegt Sie im Augenblick Was brauchen Sie Was knnen wir fr Sie tun: Mein Mann hatte vor 2 Jahren einen Schlaganfall. Er kann nicht mehr sprechen, kann aber alles gut verstehen und er reagiert auf Fragen und Ansprache. In den letzten 2 Jahren konnten wir die Pflege noch alleine bewltigen und Frau Schmitz vom ambulanten Pflegedienst kam alle 6 Monate zum Beratungsgesprch fr die Pflegekasse. Seit einigen Wochen kommt Frau Schmitz nun tglich zum Verbandswechsel und fr die Kompressionsstrmpfe. Krperlich wird die Pflege von meinem Mann immer schwerer, und ich habe es ja so im Kreuz und schaffe das nicht mehr alleine. Deshalb wrden wir gern Ihr Angebot in Anspruch nehmen fr weitere Hilfestellung. Mein Mann war sein Leben lang ein sehr aktiver Mensch, er hat unser Huschen fast ganz alleine gebaut. Fremde Hilfe mussten wir bisher nicht in Anspruch nehmen, aber nun geht es einfach nicht mehr anders. Hauptsache, wir knnen in unserem Huschen bleiben in ein Heim zu ziehen, das wre fr uns das Schlimmste.Herr Morgen blickt seine Ehefrau an und nickt zustimmend.Themenfeld 1 kognitive und kommunikative Fhigkeiten: Aphasie, verbale Kommunikation nicht mglich.Herr Morgenrot verstndigt sich durch Kopfbewegungen. Gesprochenes versteht er.Durch die linksseitige Halbseitenlhmung ist das Sichtfeld von Herr Morgenrot eingeschrnkt, dadurch ist die Orientierung im Raum fr ihn erschwert.Sehschwche ist durch Brille (letzter Augenarztbesuch vor einem halben Jahr) kompensiert.Themenfeld 2 Mobilitt und Beweglichkeit: Linksseitige Halbseitenlhmung. Herr Morgenrot kann einige Schritte gehen, wenn eine Person ihn begleitet und linksseitig sttzt. Er kann kurzzeitig stehen, wenn er einen fest Haltepunkt hat. Sonst nutzt er den Rollstuhl, auch innerhalb der Wohnung. Sitzposition ist nach links geneigt. Transfer Bett - Rollstuhl ist nur mit personeller Hilfestellung mglich.Rollstuhl: Linker Fu steht auf der Fusttze, mit rechtem Fu und der rechten Hand bewegt er den Rollstuhl vorwrts. Der linke Arm liegt auf einem kleinen Kissen.Eigenbewegungen beim Liegen und Sitzen.Bett/Sofa: Liegt vorwiegend auf dem Rcken, mit erhhtem Oberkrper (bevorzugte Lagerung).Beratung: Durchfhrung von Positionswechseln am Tag und in der Nacht zur Druckentlastung, sowie ein Anti-Dekubitus-Kissen im Rollstuhl Erhaltung und Frderung der Mobilitt durch tgliche, mehrfache Stehbungen und Krankengymnastik zweimal in der Woche zu HauseThemenfeld 3 krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen: Die Schlaganfallfolgen stellen fr Herrn Morgenrot eine groe, krperliche als auch seelische Belastung dar. Dekubitus Grad 2 am Sakralbereich seit Mrz 2015 zu Hause entstanden und wird durch den ambulanten Pflegedienst seit 3 Monaten tglich versorgt. Herr Morgenrot leidet unter einer vensen Insuffizienz und Wassereinlagerung in beiden Beinen - er trgt seit Jahren Kompressionsstrmpfe, die seine Frau ihm an- und auszieht. Seine Ehefrau richtet die Medikamente und stellt sie Herrn Morgenrot dreimal am Tag hin. Herr Morgenrot nimmt sie dann selbst ein.Auf die Frage nach Schmerzen schttelt Herr Morgenrot den Kopf, auch seine Frau besttigt: "Schmerzen scheint er nicht zu haben, nur manchmal verzieht er das Gesicht beim Ankleiden des Pullovers." --> BEOBACHTUNG!Verstndigungsprozesse: Verbandswechsel nach rztlicher Verordnung (VO) einmal tglich durch den ambulanten Pflegedienst. An- und Ausziehen der Kompressionsstrmpfe am Morgen und Abend durch den ambulanten Pflegedienst. 1 x wchentlich Medikamente richten durch den ambulanten Pflegedienst.Themenfeld 4 Selbstversorgung: Krperpflege: Herr Morgenrot fhrt die Krperpflege durch und setzt sich auf einen Duschstuhl vor das Waschbecken. Die Mundpflege sowie das Waschen des Gesichts und des Oberkrpers kann Herr Morgenrot alleine durchfhren. Bei der restlichen Krperpflege braucht er personelle Hilfestellung, die hat bisher seine Ehefrau bernommen. Kleiden: Herr Morgenrot trgt leicht zu ffnende, legere Kleidung, z. B. Jogginghose, um die Urinflasche eigenstndig nutzen zu knnen. Seine Ehefrau untersttzt ihn beim an- und auskleiden.Essen und Trinken: Frau Morgenrot bereitet alle Mahlzeiten fr ihren Mann vor und stellt sie mundgerecht auf den Tisch, sowie die Getrnke. Herr Morgenrot isst und trinkt dann selbststndig. Herr Morgenrot trinkt am Morgen immer 4 Tassen Kaffee und zum Abendbrot sein Glschen Feierabendbier.Ausscheiden: Herr Morgenrot nutzt eine Urinflasche weitestgehend selbststndig, seine Ehefrau untersttzt ihn jedoch, da Urin schon hufig neben den Behlter floss.Urinflasche ist an der rechten Bettseite oder am Rollstuhl greifbar angebracht. In der Nacht legt Herr Morgenrot zur Sicherheit eine Inkontinenzeinlage ein (Kontinenzstatus abhngig erreichte Kontinenz).Verstndigungsprozess: Untersttzung bei der morgendlichen und abendlichen Krperpflege, sowie beim An- und Ausziehen durch den ambulanten Pflegedienst. 1 x wchentlich - Duschen am Mittwoch durch den ambulanten Pflegedienst.Themenfeld 5 Leben in sozialen Beziehungen: Enge und vertraute Beziehung zur Ehefrau, diese hat Vorsorgevollmacht.Tochter und Sohn wohnen mit Familien in der Stadt und kommen hin und wieder am Wochenende zu Besuch.Herr Morgenrot liebte die Arbeit an seinem Haus (Beruf: Tischler) und im Garten, er fhrt mit dem Rollstuhl so oft wie mglich nach drauen und schaut nach dem Rechten. Morgens liest er die Zeitung und am Abend schaut er Nachrichten.Mittags macht er ein Schlfchen - sitzend im Rollstuhl.

Verstndigungsprozess: Mittagsschlaf zuknftig auf dem Sofa zur Druckentlastung des Geses (Beratung zur Dekubitusprophylaxe).Themenfeld 6 Haushaltsfhrung: Das Reinigen der Wohnung und den Einkauf, sowie das Kochen bernimmt die Ehefrau.Sonstiges: ja-nein: Auswahl2ja-nein6: Auswahl2Beratung: Offja-nein11: Auswahl1ja-nein16: Auswahl2Beratung6: Jaja-nein21: Auswahl2ja-nein26: OffBeratung11: Offja-nein31: Auswahl2ja-nein36: OffBeratung16: Offja-nein41: Auswahl2ja-nein46: OffBeratung21: Offja-nein51: Offja-nein56: OffBeratung26: Offja-nein2: Auswahl1ja-nein7: Auswahl2Beratung2: Jaja-nein12: Auswahl1ja-nein17: Auswahl2Beratung7: Jaja-nein22: Auswahl2ja-nein27: OffBeratung12: Offja-nein32: Auswahl2ja-nein37: OffBeratung17: Offja-nein42: Auswahl2ja-nein47: OffBeratung22: Offja-nein52: Offja-nein57: OffBeratung27: Offja-nein3: Auswahl1ja-nein8: Auswahl2Beratung3: Jaja-nein13: Auswahl1ja-nein18: Auswahl2Beratung8: Jaja-nein23: Auswahl2ja-nein28: OffBeratung13: Offja-nein33: Auswahl2ja-nein38: OffBeratung18: Offja-nein43: Auswahl2ja-nein48: OffBeratung23: Offja-nein53: Offja-nein58: OffBeratung28: Offja-nein4: Auswahl1ja-nein9: Auswahl2Beratung4: Jaja-nein14: Auswahl1ja-nein19: Auswahl2Beratung9: Jaja-nein24: Auswahl1ja-nein29: Auswahl2Beratung14: Jaja-nein34: Auswahl2ja-nein39: OffBeratung19: Offja-nein44: Auswahl2ja-nein49: OffBeratung24: Offja-nein54: Offja-nein59: OffBeratung29: Offja-nein5: Auswahl1ja-nein10: Auswahl2Beratung5: Jaja-nein15: Auswahl1ja-nein20: Auswahl2Beratung10: Jaja-nein25: Auswahl2ja-nein30: OffBeratung15: Offja-nein35: Auswahl2ja-nein40: OffBeratung20: Offja-nein45: Auswahl2ja-nein50: OffBeratung25: Offja-nein55: Offja-nein60: OffBeratung30: Off