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  • Er sitzt auf der stärksten Bank des Landes und lei- tet seit drei Jahrzehnten die Geschäfte beim FC Bayern. Der ehemalige Nationalstürmer erklärt im BALD-Interview, was ein Bayern-Manager kön- nen muss.

    Lesen Sie weiter auf Seite 3

    Nr. XXX Seite 1 BUND SCHWARZ gelb cyan magenta Version vom: 29.04.2009 20:46 Uhr Dokument: 29_04_09_AL_001

    Version vom: 29.04.2009 20:46 Uhr Dokument: 29_04_09_AL_001

    EIN GLOBAL-PLAYER ÜBER SEINEN

    GRÖßTEN FEIND

    Karl-Theo- dor Freiherr zu Gutten- berg (37). Die Krise hat ihn in die Spit- zenliga der Politik kata- pultiert. Vor einem halben Jahr war er noch einfa- cher Bundes- tagsabgeord- neter. Nach der Wahl- schlappe in Bayern wurde er neuer Ge- neralsekretär, nun manö- vriert er als jüngster Wirtschafts- minister in der Geschich- te der BRD das Land durch die Kri- se. BALD meint: So klappt der Generatio- nenwechsel!

    Das Klima. Vor der Krise waren wir alle ein bisschen grün: Wir tauschten die Glühbirnen gegen Ener- giesparlam- pen, stornier- ten die Fern- reise und weinten den Eisbären auf schmelzenden Schollen nach. Heute sorgen wir uns nur noch um unser Geld. Auch die Bundes- kanzlerin hat das Klima von ihrer Agenda ge- strichen und will nun lieber Banken ret- ten. BALD meint: Mutig ist, wer in der Krise ans Klima denkt.

    Gewinner

    Verlierer

    möchte – in jeder Alltagssi- tuation. Von fair gehandelter Kleidung über Bio-Super- marktgemüse bis zu Naturkos- metik. Gerade die Finanzkrise hat den Trend verstärkt: Kon- sumwahn und Gier sind out, umweltverträgliche und nach- haltige Alternativen gefragt.

    Mehr Existenzgrün- dungen in der Krise Besser selbstständig als ar- beitslos. In der Krise steigt die Zahl der Existenzgrün- dungen. Während eines Workshops im Büro für Exis- tenzgründungen in München präsentiert Regina Beck-Nin- gelgen die pfiffigste aller Ideen: „Die Zeiten sind doch genial, jetzt werden viele Leute entlassen“, erklärt sie. Beck-Ningelgen möchte sich als Karrierecoach selbststän- dig machen und interessier- ten Kunden Personalbera- tung anbieten.

    Krise: Was bedeutet das? „Krise“ kommt vom grie- chischen Wort krisis, was „Ent- scheidung“ bedeutet. Zu- nächst bezeichneten Ärzte damit den Höhepunkt einer Krankheit. Seit etwa 200 Jah- ren steht das Wort allgemein für schwierige, entscheidende Situationen.

    Urlaubskiller kom- men harmlos daher „Der häufigste Unfall im Ur- laub ist das Umknicken auf unebenem Gelände“, sagt Bernhard Knauer von der El- via Reiseversicherung. Also: An passende Bekleidung und Ausrüstung denken. Die häufigste Erkrankung auf Rei- sen: Durchfall. Beim Büffet lieber zu Gekochtem greifen oder zu Früchten, die man schälen kann. Und: Besser keine Eiswürfel!

    Chance in der Krise genutzt International – ganz normal. Hochgezogen als Ein-Mann- Unternehmen, während die Internet-Krise ihre Kinder fraß. Seit dem Jahr 2000 macht die ICU-net.AG als Dienstleister für Großunter- nehmen Auslandseinsätze von Geschäftsleuten so ein- fach wie den täglichen Gang zum Bäcker. Inzwi- schen ist das erfolgreiche Startup das am häufigsten ausgezeichnete Jungunter- nehmen Deutschlands.

    Öko-Gemüse statt Konsum-Gier Laut einer Allianz-Umfrage folgt jeder zweite Deutsche dem LOHAS-Trend („Life of Health and Sustainability“). Ein LOHAS ist jemand, der verantwortungsvoll handeln

    N A C H R I C H T E N

    Für viele Menschen ist dies die erste selbsterlebte Krise. Ande- re haben deutlich mehr Erfah- rung. BALD hat eine Expertin befragt, die sich noch gut erin- nert.

    BALD: Frau Troschel*, Sie ha- ben fast 100 Jahre Lebenser- fahrung. Was unterscheidet die derzeitige Krise von frü- heren Krisen?

    Troschel: Ich kann keine Krise er- kennen. Früher gab es in Krisen

    wenig zu essen. Bücher, Kleidung und Heizmaterial waren Luxus- güter. Wir hatten einen repara- turbedürftigen Handwagen, mit dem wir alles transportierten, was wir kriegen konnten. Heute verschrotten die Leute funktionie- rende Autos, verschwenden Energie und werfen Essen, Bü- cher und Kleidung in den Müll.

    BALD: Trotzdem haben wir ei- ne Krise. Immer mehr Men- schen verlieren ihre Arbeit.

    Troschel: Das stimmt, ohne Ar- beit fällt man in ein Loch. Wir hatten in den schwierigen Zei- ten auch offiziell keine Arbeit. Aber wir hatten mehrere tau- send Quadratmeter Gartenflä- che zu bewirtschaften, schließ- lich wollten die Kinder auch im Winter essen. Wir waren zwar arbeitslos, sind aber jeden Abend todmüde und völlig er- schöpft ins Bett gefallen.

    BALD: Todmüde ins Bett fal-

    len, das war Ihre Antwort auf die „Große Depressi- on“?

    Troschel: Ja und nein. Ja, weil wir irgendwie weitermachen mussten, denn ohne unsere Ei- genleistungen wären wir schließlich verhungert. Und nein, weil wir diese Entschei- dung nicht selbst fällen konnten. Wir standen ja nicht vor der Wahl, ob wir arbeiten wollen oder nicht. Da hatten wir es ver-

    mutlich viel leichter als die Ar- beitslosen heute. Denn wenn man das Arbeiten erst verlernt hat, dann beginnt auch das letz- te Viertel des Lebens; glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich re- de. Aber das letzte Viertel darf doch nicht schon mit Mitte drei- ßig oder vierzig beginnen. *Martha Troschel wurde am 10. September 1910 in Zwi- ckau geboren. Sie hat einen Kaiser, einen Führer, zwei Weltkriege, drei Republiken und drei Währungsrefor- men erlebt. Sie ist zwischen 1944 und '48 von Pommern ins Weser-Ems-Gebiet geflohen. Sie hat acht Enkel und elf Urenkel und saß noch nie in einem Flugzeug.

    Arglist, Intrige und eis- kalte Berechnung. Ber- nard verfolgt seinen perfiden Masterplan:

    Der Mathematik-Stu- dent expandiert lang- sam, dann stimmt er mild-diplomatisch seine

    Gegner gefällig und schaltet sie im nächst- besten Moment aus. Der beste Risiko-Spieler

    der Welt erklärt im BALD-Interview seine Siegerstrategie – lesen Sie weiter auf Seite 3

    Hoeneß im BALD-Interview

    „Ein guter Manager

    spielt nie!“

    Uli Hoeneß über Sports-

    geist und Geschäftssinn

    Brendan Bernard (22) aus Erie (USA) ist Weltmeister im Brettspiel Risiko. In BALD gibt der Champi- on Tipps im Umgang mit dem Zufall

    DIE ZEITEN WAREN SCHON SCHLECHTER

    „Keine Krise zu erkennen“

    Hans-Jörg Naumer (Foto) ist Leiter Ka- pitalmarktanalyse bei Allianz Global Investors. Er hat die Zahlen:

    Die 47: Et- wa 47 Pro- zent der Deut-

    schen spielen nicht mal gelegentlich Lotto.

    Die 5: Etwa 5 Milli- arden Euro kom- men pro Jahr an Lot-

    toeinnahmen zusammen.

    Die 1: Die Chance sechs Richtige mit Zusatzzahl zu tip-

    pen, liegt bei etwa 1 zu 140 Millionen.

    Die 98: In 98 Prozent der

    Fälle gewinnt man nichts, weil weniger als drei richtige Zahlen getippt wurden.

    Die 75: Ein Kästchen auf dem Tipp-

    schein kostet 75 Cent.

    Die 18: Wer jede Woche sechs Kästchen ausfüllt,

    könnte die 18 Euro im

    Monat auch in ei- nen Fondsspar- plan investieren.

    Die 30: Über 30 Jahre sum-

    mieren sich die 18 Euro pro Monat auf 6.480 Euro.

    Die 3: Bei einer Rendite von 3 Pro- zent kämen am En-

    de 10.417 Euro dabei heraus.

    Die 0,00669345: Über den glei-

    chen Zeitraum liegt die Chance bei 0,00669345 Prozent auf einen Sech- ser mit Zusatzzahl.

    Zitate zur Krise

    „Die Chinesen ver- wenden zwei Pin- selstriche, um das Wort „Krise“ zu schreiben. Ein Pin- selstrich steht für Gefahr; der ande- re für Gelegen- heit.“Richard Nixon

    „Wo viel verloren wird, ist manches zu gewinnen.“

    Johann Wolfgang von Goethe

    „Die Verzweiflung schickt uns Gott nicht, um uns zu tö- ten, er schickt sie

    uns, um neues Leben in uns zu erwecken.“ Hermann Hesse

    „Das Leben ist be- denklich, doch per Saldo sollte es sich rentieren.“

    Ernst Bloch

    „Das Spiel mit dem Feuer ist in erster Linie etwas für jene, die be- reits mit allen Was- sern gewaschen sind.“ Ernst Ferstl

    BALD-Mieze kratzt

    scharfe Kurve

    Abgehoben, gefallen und sicher gelandet

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