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  • Sigmund Freud Privatstiftung

    Sigmund Freud GmbH

    Verein der Freunde des Sigmund Freud Museums, Wien

    Freud Foundation U.S.

    JAHRESBERICHT 2017

  • 2

    INHALTSVERZEICHNIS

    MUSEUM 3

    AUSSTELLUNGEN 3

    SCHAURAUM BERGGASSE 19 – KUNST IM GASSENLOKAL 6

    LEIHGABEN 7

    BESUCHER/INNEN UND FÜHRUNGEN 8

    MARKETING UND PUBLIC RELATIONS 9

    WISSENSCHAFT 11

    FULBRIGHT-FREUD VISITING LECTURER OF PSYCHOANALYSIS 11

    KONFERENZEN, WORKSHOPS, VORTRÄGE UND BUCHPRÄSENTATIONEN 12

    WISSENSCHAFTLICHE PROJEKTE UND VERMITTLUNG 17

    VORTRÄGE, PUBLIKATIONEN UND REDEN DER MITARBEITERINNEN 18

    BIBLIOTHEK 20

    ARCHIV 22

    SIGMUND FREUD MUSEUM 2020 25

    VERANSTALTUNGEN 26

    SIGMUND FREUD PRIVATSTIFTUNG 36

    FINANZBERICHT 39

    VEREIN DER FREUNDE DES SIGMUND FREUD MUSEUMS, WIEN 40

    FREUD FOUNDATION U.S. 42

    Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Peter Nömaier, MA

    Vorstandsvorsitzender der Sigmund Freud Privatstiftung

    Tel.: +43 1 319 15 96, Fax: +43 1 317 02 79

    office@freud-museum.at, www.freud-museum.at

    http://www.freud-museum.at/

  • 3

    MUSEUM

    AUSSTELLUNGEN

    HANS HOLLEIN: FREUD IM FOKUS – eine Inszenierung von TRAUM UND WIRKLICHKEIT IN DER BERGGASSE 19

    Seit 2016 zeigt das Museum eine Dauer- leihgabe des Wien Museums, Hans Hol- leins in vergoldetem Kunststoff ausgeführte Miniaturreplik „Sigmund Freud – Couch und Sessel“ von 1985.

    Freuds Erforschung der menschlichen Psy- che lieferte der inhaltlichen Arbeit des Ar- chitekten schon früh eine Basis. Mitte der 1970er Jahre skizzierte Hollein in einer Se- rie von Zeichnungen zu „Elementaren Um- weltsituationen“ einen „Sigmund Freud- Raum“ und legte den Fokus dabei auf das Setting von Analyse-Couch und Sessel. Zehn Jahre später fertigte Hollein im Zuge der Ausstellungsgestaltung „Traum und Wirklichkeit“ im Wiener Künstlerhaus 1985 jene Miniaturreplik, die nun im ehemaligen Behandlungs- zimmer Freuds gezeigt wird.

    Seit 4. Mai 2016, dauerhaft aufgestellt im Sigmund Freud Museum

    SETTING MEMORY - Bettina von Zwehl & Paul Coldwell

    Anlässlich des 160. Geburtstags von Sig- mund Freud führte dieses Ausstellungs- projekt zwei internationale künstlerische Positionen zum Thema “Erinnerung” in den Räumen für Wechselausstellungen des Sigmund Freud Museums zusam- men. Die Ausstellung schuf eine Verbin- dung zu jenem Museum, in dem sich die Geschichte von Leben und Werk Sigmund Freuds nach seiner Vertreibung 1938 fort- setzte und wo sie auch endete – dem Freud Museum in London: Paul Coldwell und Bettina von Zwehl werden im Londo- ner Museum jeweils in Einzelausstellun- gen vertreten sein – für ihre gemeinsame Ausstellung in Wien wurden Arbeiten ausgewählt, die spezifisch auf das Haus in der Berggasse 19 und seinen Genius Loci Bezug nehmen: Die von Paul Coldwell und Bettina von Zwehl installierten Werke fungieren wie Erinnerungsspeicher, die Leben und Werk von Sigmund Freud (Paul Colwell) und Anna Freud (Bettina von Zwehl) im historischen Kontext der Wiener Berggasse 19 noch einmal lebendig werden lassen. In der Verschränkung der beiden künstlerischen Positionen wurde das korrelierende Verhältnis dieser bedeutenden Protagonisten der Psychoanalyse zur Darstellung gebracht und in Form eines zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucks in den Fokus der Auseinandersetzung gerückt. Die- ser „Austausch“ zwischen dem Sigmund Freud Museum Wien und dem Freud Museum London, zeich- net zudem die Entwicklung und enge Verknüpfung dieser Institutionen nach, die beide dem Gedenken an Sigmund und Anna Freud gewidmet sind. 7. Oktober 2016 – 22. Jänner 2017

  • 4

    „DER WOHNUNG GEHT ES GUT“. DIE FREUDS IN DER BERGGASSE 19

    Die Ausstellung „Der Wohnung geht es gut“. Die Freuds in der Berggasse 19 richtete ihr Augenmerk

    vor allem auf das Privatleben der Familie Freud in ihrem Wiener Domizil. Umzüge innerhalb des Hau-

    ses, Wohnungsvergrößerungen sowie im Laufe der Jahre wechselnde Nutzungen der Wohnräume ha-

    ben zahlreiche Spuren hinterlassen: Briefe, Originalobjekte und Fotografien erzählten eine bewegte

    Familiengeschichte, die sich hier beinahe ein halbes Jahrhundert lang – vom Einzug 1891 bis zur Flucht

    nach London 1938 – entfalten

    konnte.

    Zitathafte Visualisierungen der grün-

    derzeitlichen Wohnung und ihres In-

    terieurs vermittelten Einblicke in das

    bürgerliche Wohnen und Alltagsle-

    ben um die Jahrhundertwende. Sie

    vergegenwärtigten die Atmosphäre,

    die das Leben in der Berggasse 19

    kennzeichnete. Erstmals präsentiert

    wurde eine 'Psyche' aus dem Fami-

    lienbesitz: Dieser Spiegelschrank ist

    dank einer großzügigen Spende der

    Wiener Ärztekammer an seinen ur-

    sprünglichen Standort in die Berg-

    gasse 19 zurückgekehrt.

    Fast ein halbes Jahrhundert verbrachte der sechsfache Familienvater als Mieter in der Berggasse 19,

    gemeinsam mit seiner Frau Martha, den Kindern und seiner Schwägerin Minna Bernays sowie mit

    zumindest zwei Bediensteten – und ab 1925 auch mit Hunden. Im Laufe der Jahre kam es zu zahlrei-

    chen Änderungen der räumlichen Verhältnisse: Familiäre Veränderungen und die rasch anwachsende

    Kinderschar führten zu mehreren Umzügen, Umbauten und Mehrfachbelegungen der Zimmer – die

    Wechselwirkungen zwischen den baulichen Strukturen und dem sozialen Verhalten können auch an

    der Wohnsituation und ihrer Erwähnung in den Briefen nachgelesen werden. Zeugnis davon und Ein-

    blicke in das Alltagsleben und das familiäre Beziehungsgefüge gaben insbesondere die in der Ausstel-

    lung gezeigten Briefe der Familienmitglieder. Auch der Ausstellungstitel „Der Wohnung geht es gut“ ist

    einem an den Vater adressierten Schreiben Anna Freuds von 1910 entnommen. Zahlreiche Briefno-

    tate, Zitate aus theoretischen Texten sowie Bilddokumentationen des familiären Interieurs verdeutlich-

    ten, in welchem Ausmaß das familiäre und private Umfeld auch die frühe Entwicklung der Psychoana-

    lyse beeinflusste – ungeachtet der Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsbereich, wie sie von Sigmund

    Freud gelebt worden war. Die Schilderungen aus privaten Briefen ließen ein Bild von jenem Interieur

    entstehen, in dem sich die Familiengeschichte der Freuds in der Berggasse 19 bis zu ihrer Vertreibung

    1938 entfalten konnte.

    31. Jänner 2017 – 18. März 2018

  • 5

    VERBORGENE GEDANKEN VISUELLER NATUR – THE SIGMUND FREUD MUSEUM CONTEMPORARY ART COLLECTION

    Im Rahmen der Vienna Art Week wurde die neu aufgestellte Konzeptkunstsammlung des Museums erstmals präsentiert: im Zuge der Ausstellung wurden jene Räume, in denen Sigmund Freud vor mehr als hundert Jahren seine „erste Ordination“ im Halbstock des Hauses einrichtete, zum ersten Mal öf- fentlich zugänglich gemacht. Dort, wo Freud einst PatientInnen empfing und seine eigenen Traumbilder zu dekodieren versuchte, schreiben sich Imaginationen zeitgenössischer Kunst ein - VERBORGENE GEDANKEN VISUELLER NATUR: Neben Arbeiten von John Baldessari, Pier Paolo Calzolari, Jessica Diamond, Georg Herold, Ilya Kabakov, Joseph Ko- suth, Sherrie Levine, Franz West, Heimo Zobernig werden auch die Neuzugänge der Sammlung, Werke von Susan Hiller und Wolfgang Berkowski, präsentiert. Die Konzeptkunstsammlung bleibt bis auf weiteres in diesen Räumen aufgestellt und wird damit auch einen Teil des neu aufgestellten Sigmund Freud Museum 2020 darstellen. Die Besichtigung ist aktuell auf An- frage möglich. 18.-24. November 2018 sowie 26.-31. Dezember 2018 Besichtigung auf Anfrage möglich.

    ‘SO THIS IS THE STRONG SEX’ – EARLY WOMEN PSYCHOANALYSTS

    Das Freud Museum London übernahm die erfolgreiche Ausstellung ‚„Das ist das starke Geschlecht.“ Frauen in der Psychoanalyse‘ und präsentierte sie in angepasster Form unter neuem Titel. Es ist dies die erste Ausstellung, die in beiden Häusern zu sehen war. 29. November 2017 – 4. Februar 2018 Freud Museum London

  • 6

    SCHAURAUM BERGGASSE 19 – KUNST IM GASSENLOKAL

    Auch 2017 wurde das Gassenlokal der ehemaligen Fleischhauerei Kornmehl im Erdgeschoss als „Schauraum Berggasse 19“ mit Kunst bespielt und somit an die 2002 mit Joseph Kosuth begonnene Reihe „A View from Outside“ angeschlossen.

    Peter Kogler: Schauraum Berggasse 19, 2015

    2015 wurde die eigens für das Sigmund Freud Museum angefertigte Installation des Künstlers Peter Kogler Schauraum Berggasse 19, 2015 in Anwesenheit des Künstlers eröffnet. Mit seiner Manipulation des Schau- raums gewährt Peter Kogler Einblicke in eine Raum- struktur, die, von einer 300 Watt-Glühlampe erhellt, die Grenzen zwischen Außen und Innen zur Auflösung bringt. Freuds topografisches Verständnis des psychi- schen Apparats legt es nahe, jenen Prozessen Aufmerk- samkeit zu schenken, die sich an den Grenzen der Sys- teme, an den Grenzen des Unbewussten und Vorbe- wussten (oder Bewussten) vollziehen. Koglers Linienge- flecht verkehrt nicht nur ein Äußeres in ein Inneres und vice versa. Seiner biomorphen Formensprache ist auch die komplexe Struktur unserer inneren Vorstellungswel- ten immanent und eignet sich daher, „der dynamischen Auffassung der seelischen Vorgänge“ (Sigmund Freud, Das Unbewusste, 1915) ein visuel