salzburg kl¤nge 1/2011 - ausgabe 19

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Absender: Salzburger Blasmusikverband Postfach 527, 5010 Salzburg

MAG A Z I N DES SALZBUR GER BLASMUSIK VERBANDES

Klnge

Salzburg

Nr. 19/2011 10. Jahrgang

STATIONEN AUF DEM WEG ZUM/ZUR

KAPELLMEISTER/INURKUNDEN VEREINFACHT JUGENDORCHESTERWET TBEWERB AUS DEN BEZIRKENwww.blasmusik-salzburg.at

EDITORIAL

Liebe Blasmusikerinnen, liebe Blasmusiker!In den letzten beiden Jahren haben sich die SalzburgKlnge verndert; sie haben zu einem nun moderneren Aussehen und einer einheitlichen Linie gefunden, auch inhaltlich knnen wir immer wieder neue Schwerpunkte beleuchten. Aber was knnte ich als Redakteurin ausrichten, wenn ich nicht Fotos und Berichte von den Musikkapellen und den Funktionren des Salzburger Blasmusikverbandes bekme. So lie sich dieses Mal wieder ein bunter Reigen an interessanten Informationen fr Sie zusammenstellen. Hauptthema in dieser Ausgabe sind die KapellmeisterInnen. Neben dem groen Jugendbereich investiert der Salzburger Blasmusikverband am meisten in die Aus- und Weiterbildung von Kapellmeistern. Dies beginnt bei Schnupperkursen, geht weiter zu Basiskursen und mehrjhrigen Kapellmeisterausbildungen und endet bei den sog. Masterkursen. All dies kann praktisch nur in Zusammenarbeit u.a. mit dem Musikum Salzburg verwirklicht werden. Erleben Sie mit mir gemeinsam die Stationen zum mglichen Traumberuf Kapellmeister. Im Panorama schauen wir u.a. ber die Salzburger Landesgrenzen zum Bundesblasmusikfest in Wien, berichten ber die Stabfhrer-Prfung und prsentieren Ihnen die neuen Urkundenlayouts im Ehrungswesen des Salzburger Blasmusikverbandes. Die Berichte aus den Bezirken sind bunt gemischt hier sind als inhaltliche Neuerung drei CD-Empfehlungen dabei. Auf den vier Mittelseiten, die immer der Jugend vorbehalten sind, geben wir einen Eindruck des Jugendorchesterwettbewerbes wieder. Und abgerundet werden die SalzburgKlnge mit den Vorschauen zu diversen Terminen, wobei wir besonders auf die Konzertwertung am 15./16. Oktober 2011 in der Salzburg Arena verweisen drfen. Nehmen Sie die SalzburgKlnge als Sommer-Bade-Lektre in Ihren Urlaub mit ich versichere Ihnen, dass Sie Neues entdecken! Ursula Schumacher, Pressereferentin im Salzburger Blasmusikverband PS: Und nach dem Motto Its always more fun to share with everyone (aus einem Lied von Jack Johnson) erwarte ich viele Berichte inkl. Fotos zu blasmusikalischen Ereignissen im Bundesland Salzburg jederzeit an presse@blasmusik-salzburg.at senden!

INHALTPANORAMA:

Seite

WienwareineReisewert............ 3 THEMA: Traumberuf:Kapellmeister. .......... 4 Kapellmeister-Schnuppern.......... 4 Kapellmeisterwerdenistnicht schwer................................. 5 Masterkurs2011:Sinfonieorchester 6 DerMusikeralsFhrungskraft....... 6 PANORAMA/VORSCHAU: Internationale Musikmesse ......... 7 Stabfhrer-Prfungen ................ 8 Urkundenvereinfacht............... 9 Generalversammlungdes SalzburgerBlasmusikverbandes.... 10 JUGEND: Jugendorchester-Wettbewerb...... 11 Blasmusikalische Nachwuchssuche....................... 14 Jungmusikerleistungsabzeichen... 14 AUSDENBEZIRKEN: Pinzgau.................................... 15 Pongau .................................... 16 Flachgau .................................. 18 Lungau .................................... 19 Tennengau ............................... 21 Vorschau/Termine...................... 23

Bewhrte Partnerschaft verlngertSeit zehn Jahren untersttzt Kaiser Bier als Hauptsponsor den Salzburger Blasmusikverband. Das Sponsorengeld kommt der Nachwuchsarbeit zugute. Als moderne, in die Zukunft gerichtete und regional bestens verankerte Marke ist Kaiser Bier ein geradezu idealer Partner des Salzburger Blasmusikverbandes, sagt regionaler Verkaufsdirektor Mag. Gerhard Leitner (im Bild Mitte), von der Brau Union sterreich AG, der auf die vielen Gemeinsamkeiten hinweist: Geselligkeit und Musik das ist nicht nur die Welt von Kaiser Bier, sondern auch das Umfeld unserer Salzburger Blasmusikerinnen und Blasmusiker, auf die wir alle sehr stolz sein knnen.Foto: Kaiser

IMPRESSUMREDAKTION: RomanGruber&UrsulaSchumacher presse@blasmusik-salzburg.at RICHTUNG: UnabhngigeInformationfrden BereichderBlasmusik.AlleArtikelgeben dieMeinungdesVerfasserswieder. GESTALTUNG:MiKamediaOG mika@mika-media.at DRUCK: Druck&digitaleMedien office@druck-ohne-troubles.at MEDIENINHABER/HERAUSGEBER: SalzburgerBlasmusikverband, ZVR:765498010 Postfach527,5010Salzburg FOTOS: Wennnichtandersgekennzeichnet SalzburgerBlasmusikverbandbzw. Musikkapellenprivat

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Salzburg Klnge Nr. 19 / 2011

PA N O R A M A

Wien war eine Reise wert

Bertl Steiner fhrte die MusikerInnen der Brgerkorpskapelle Hallein und der Trachtenmusikkapelle Scheffau durch die Straen Wiens.

Es war ein stolzer Aufmarsch, den die zwei Salzburger Musikkapellen in ihren traditionellen Trachten dem Publikum aus nah und fern Anfang Juni beim Bundesblasmusikfest in Wien boten. Die MusikerInnen aus der Brgerkorpskapelle Hallein und aus der Trachtenmusikkapelle Scheffau begeisterten tausende Schaulustige am Ring unter der Stabfhrung von Landesstabfhrer Bertl Steiner. Samstagvormittag zwischen 10:00 und 11:00 Uhr erklang Blasmusik in smtlichen 23 Wiener Gemeindebezirken. Gespielt wurde auf Mrkten, wie etwa dem Brunnenmarkt und dem Rochusmarkt (TMK Scheffau) oder auf Pltzen, wie etwa dem Franz Jonas-Platz in Floridsdorf

oder auf dem Bauernfeldplatz im neunten Bezirk. Hhepunkt des Zwei-Tage-Festes war der Festzug aller Formationen ab 15:00 Uhr vom Heldenplatz ber die Ringstrae zum Rathausplatz. Dabei begeisterte die Brgerkorpskapelle Hallein gemeinsam mit der TMK Scheffau das Publikum mit typisch traditionellen Salzburger Mrschen wie Zum Jubilum von Siegi Schaber, Mein Heimatland von Sepp Neumayr. Selbstverstndlich wurde vor der Ehrentribne auch der Rainermarsch zum Besten gegeben. Danach spielten rund 1.500 MusikerInnen im Gesamtspiel ein tolles Programm, dirigiert vom musikalischen Leiter Prof. Hans Schadenbauer. Das waren beeindruckende Momente, waren sich die Salzburger einig!

Das Wiener Repertoire an Mrschen wurde in den Jahren auch aufgebessert: 1989 wurde erstmals der Dr. Helmut Zilk-Marsch aufgefhrt, 1997 kam der Dr. Michael Hupl-Marsch hinzu. In Summe haben in den letzten 30 Jahren ber 900 Kapellen mit mehr als 50.000 MusikerInnen aus den Bundeslndern bzw. aus dem Ausland an diesem Wiener Fest teilgenommen. Durchschnittlich wird dieses Musik-Treffen von bis zu 30.000 Zuhrern bzw. Zuschauern (bei kostenlosem Eintritt) besucht. Organisiert wird das Fest mageblich vom Kulturamt der Stadt Wien in enger Zusammenarbeit mit weiteren Dienststellen der Stadt und anderen Partnern. Matthus Rieger

InfoDie Anfnge der Brgerkorpskapelle der Stadt Hallein gehen bereits auf das Jahr 1612 zurck. Die Geschichte der Musikkapelle ist seit jeher eng mit der Stadt Hallein und dem Brgerkorps verbunden. Die Kapelle trgt heute zwei Gewnder, zum einen eine Gardeuniform aus napoleonischer Zeit, zum anderen eine Halleiner Brgertracht. Unter ihrem Kapellmeister Hermann Seiwald und ihrem Obmann Stefan Ruegger umfasst die Kapelle derzeit 44 MusikerInnen. Besonderes Augenmerk im Rahmen der Vereinsarbeit wird neben einer kontinuierlichen Steigerung des musikalischen Standards vor allem auf eine gezielt forcierte Jugendarbeit gelegt. www.buergerkorpskapelle-hallein.at Die Grndungsversammlung der Trachtenmusikkapelle Scheffau fand im Februar 1989 statt. Waren es bei der ersten Ausrckung noch 32 MusikerInnen, zhlte die Kapelle im Jahr 2009 bereits 46 Mitglieder mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren. Musikalisch geleitet wird die Kapelle von Matthus Rieger, Andreas Aschauer ist Obmann. Durch die Grndung der Musikkapelle Scheffau entwickelte sich das rtliche Vereins-und Gesellschaftsleben erst so richtig. Und so kann die TMK Scheffau neben ihrer Beteiligung im Ort auch schon Rundfunk-Aufnahmen und mehrere erfolgreiche Teilnahmen an Marsch- und Konzertwertungen aufweisen.

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THEMA

Traumberuf: KapellmeisterIm ganzen Land Salzburg wird es generell immer schwieriger, Kapellmeister fr Musikkapellen zu finden. Die Kapellmeistersuche in Rubach ist nur eines von zahlreichen Beispielen. Viele von den altgedienten Kapellmeistern (da gibt es ja einige, die 30 Jahre und lnger einer Musikkapelle vorstehen) legen ihre Funktionen zurck und bertragen sie an jngere. Nur ist es heutzutage kaum mehr mglich, langfristig sein Leben vorzuplanen und damit kontinuierlich z.B. als Kapellmeister an einem Ort ttig zu sein. So kommt es vor, dass auch im Land Salzburg einige Musikkapellen ohne stndigen Kapellmeister auskommen mssen bzw. sich mehrere Kapellen einen Dirigenten teilen. Der Salzburger Blasmusikverband setzt seit Jahren gemeinsam mit dem Musikum Salzburg Initiativen, um der Ttigkeit des Kapellmeisters (und immer fter der Kapellmeisterin) den ntigen Stellenwert zu geben. So wird heutzutage bei sehr vielen Seminaren die Mglichkeit angeboten, neben dem Hauptinhalt auch das Dirigieren auszuprobieren. Selbst die kleinste Registerprobe braucht einen, der sie lenkt. Tiefer in die Materie wird dann schon bei den Schnupper- und Basiskursen gegangen hier wird der Grundstein fr die dreijhrige Kapellmeisterausbildung gelegt. Nach ein paar Praxisjahren sucht dann der eine oder andere eine neue Herausforderung, welche er in einem Masterkurs (werden zu unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten) annehmen kann. Die nchsten Seiten sollen einen kleinen Einblick in diese Initiativen geben und auch motivieren, das kapellmeistern einmal auszuprobieren.

Kapellmeister-SchnuppernOft beginnt die Suche schon frhzeitig und dennoch findet sich niemand, der in die Fustapfen treten will die Erwartungen sind meist hoch: soll doch ein gewisses Basiswissen an Musikkunde, Dirigieren etc. vorhanden sein. Auch wenn es seit Jahren eine