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  • Arbeitsmarkt

    Regionales Arbeitsmarktmonitoring im Landkreis Osnabrck

    Gesundheitswirtschaft

  • 2

    Herausgeber: Landkreis Osnabrck Der Landrat Am Schlerberg 1 49082 Osnabrck

    Ansprechpartner: Landkreis Osnabrck Geschftsbereich Wirtschaft & Arbeit Annette Menzel Arbeitsmarktmonitoring E-Mail: arbeitsmarktmonitoring@lkos.de www.landkreis-osnabrueck.de Tel.: 0541 501-4202 Fax: 0541 501-64202

    Bearbeitung: Ingo Groe-Kracht Arbeitsmarktmonitoring E-Mail: arbeitsmarktmonitoring@lkos.de www.landkreis-osnabrueck.de Tel.: 0541 501-4802 Fax: 0541 501-64202 Verffentlichung Mrz 2014

    mailto:arbeitsmarktmonitoring@lkos.demailto:arbeitsmarktmonitoring@lkos.de

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    Inhalt 1. Regionales Arbeitsmarktmonitoring im Landkreis Osnabrck ........................................... 4

    2. Zahlen, Daten und Fakten zur Gesundheitswirtschaft im Landkreis Osnabrck ................. 6

    2.1 berblick ber den Landkreis Osnabrck .................................................................... 6

    2.2 Die Gesundheitswirtschaft im Landkreis Osnabrck .................................................... 8

    2.3 Die Umsetzung .......................................................................................................... 10

    3. Befragungen im Rahmen des Arbeitsmarktmonitorings in der Gesundheitswirtschaft ...... 11

    3.1 Befragung von Einrichtungen in der Gesundheitswirtschaft ....................................... 11

    3.2 Befragung von Auszubildenden ................................................................................. 13

    4. Die Gesundheitswirtschaft aus Sicht der verschiedenen Akteure .................................... 16

    4.1 Fachkrftemangel ...................................................................................................... 16

    4.2 Rekrutierungswege und Informationen ber freie Stellen und Berufe ........................ 27

    4.3 Vorstellungen zum Berufsleben ................................................................................. 31

    4.4 Attraktivitt der Region .............................................................................................. 36

    4.5 Alterung der Belegschaft ........................................................................................... 39

    4.6 Anforderungsprofile ................................................................................................... 40

    4.7 Qualifizierung............................................................................................................. 43

    4.8 Betriebliches Gesundheitsmanagement..................................................................... 47

    4.9 Herausforderungen fr die Zukunft ............................................................................ 51

    5. Zusammenfassung und Identifikation von Handlungsfeldern ........................................... 55

  • 4

    1. Regionales Arbeitsmarktmonitoring im Landkreis Osnabrck Der Landkreis Osnabrck bndelt in seinem Geschftsbereich Wirtschaft & Arbeit alle Akti-vitten der Wirtschaftsfrderung und der aktiven Beschftigungspolitik. Ein zentrales Steue-rungsinstrument des Geschftsbereiches ist das regionale Arbeitsmarktmonitoring.

    Mit Hilfe dieses Monitorings werden regelmig Informationen zum Fachkrftebedarf erho-ben und den Akteuren am Arbeitsmarkt zur Verfgung gestellt.

    In dem vorliegenden Bericht wird aus Grnden der besseren Lesbarkeit berwiegend auf eine geschlechtsspezifische Unterscheidung verzichtet. Smtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl fr beiderlei Geschlecht.

    Die Zukunft des Arbeitsmarktes

    Das Thema Fachkrftemangel ist aktuell sehr prsent im ffentlichen Diskurs. Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft diskutieren Szenarien, streiten ber richtige Lsungsanstze und suchen nach Mglichkeiten, um angemessen auf die Entwicklung zu reagieren und die Zukunft des Arbeitsmarktes und somit des Wirtschaftsraumes in Deutsch-land zu sichern. Daher hat dieses Thema auch in dieser Erhebung einen hohen Stellenwert.

    Die erhobenen Daten bilden den regionalen Arbeitsmarkt branchenbezogen ab. Neben den statistischen Werten sind auch die Einschtzungen und Erwartungen der Befragten von In-teresse, um tragfhige Perspektiven fr die Wirtschaft im Osnabrcker Land zu entwickeln. Ziel des Geschftsbereichs ist es, den demografischen Wandel konstruktiv zu begleiten und zur Fachkrftesicherung in der Region beizutragen.

    Die Fragestellungen

    Welche Fachkrftebedarfe gibt es in der Region?

    Wie steht es um die Fachkrftesicherung in einzelnen Branchen / Berufen?

    Welche Manahmen werden eingesetzt oder sind hilfreich, um dem Fachkrftemangel zu begegnen?

    Wie ist die Situation kleiner und mittlerer Betriebe im Gegensatz zu der von greren Unternehmen?

    Gibt es Unterschiede beispielsweise zwischen Industrie und Handwerk?

    Welche Erwartungen haben Arbeitnehmer und Nachwuchskrfte?

    Um Potenziale und Handlungsfelder in den jeweiligen Branchen zu erfassen, werden Fragen zu folgenden Kriterien gestellt:

    Einschtzung Fachkrftemangel

    Attraktivitt der Region

    Alter der Belegschaft

    Anforderungsprofile

    Qualifizierung

    Betriebliches Gesundheitsmanagement

    Herausforderungen fr die Zukunft

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    Neben Unternehmensvertretern, Institutionen und Bildungstrgern werden auch junge Men-schen in Ausbildung und Studium befragt. Somit knnen die verschiedenen Sichtweisen mit-einander abgeglichen werden, um ein umfassendes Bild ber die Situation in einer Branche zu erhalten.

    Fr die Erhebungen wird ein Zeitfenster von drei Monaten angesetzt, fr die Auswertung und Berichterstellung sind etwa acht Wochen geplant damit kann zeitnah ein aktuelles und auf die Region bezogenes Branchenergebnis vorgestellt werden.

    Die Befragungen und Interviews wurden von den Mitarbeitern des Geschftsbereiches Wirt-schaft & Arbeit durchgefhrt. Die Auswertung der Befragung erfolgte mit technischer Unter-sttzung der GEBIT Gesellschaft fr Beratung sozialer Innovation und Informationstechno-logie mbH. Die Berichterstellung wurde von Mitarbeitern des Geschftsbereichs Wirtschaft & Arbeit durchgefhrt.

  • 6

    2. Zahlen, Daten und Fakten zur Gesundheitswirtschaft im Land-kreis Osnabrck Einleitend beginnt dieser Ergebnisbericht mit einem berblick ber den Landkreis Osnabrck und die Struktur der Gesundheitswirtschaft in der Region. Beeinflusst durch den demografi-schen Wandel wird sich das zur Verfgung stehende Arbeitskrftepotenzial in der Region ndern. In der Gesundheitswirtschaft hat der demografische Wandel zustzlich einen direk-ten Einfluss auf knftige Patientenzahlen: Die Menschen werden lter und werden lnger gepflegt oder medizinisch versorgt. Gleichzeitig wchst die Gruppe der lteren, so dass zu-nehmend mehr Menschen in hherem Alter gepflegt und medizinisch versorgt werden ms-sen. Die Branche der Gesundheitswirtschaft ist somit doppelt vom demografischen Wandel betroffen: Einerseits auf der Seite des zur Verfgung stehenden Arbeitskrftepotenzials und andererseits auf der Seite des wachsenden Marktes fr Gesundheits- und Pflegedienstleis-tungen.

    2.1 berblick ber den Landkreis Osnabrck

    Der Landkreis Osnabrck ist ber 2.100km2 gro und damit zweitgrter Landkreis in Nie-dersachsen und etwa so gro wie das Saarland. Er besteht aus 34 Gemeinden, darunter acht Stdte und vier Samtgemeinden. Der Landkreis Osnabrck ist durch eine flchenhafte Ausprgung charakterisiert und berwiegend lndlich geprgt.

    Zum Stichtag 30.06.2013 lebten insgesamt 350.693 Einwohner1 im Landkreis Osnabrck. Es bestehen Unterschiede in der Bevlkerungsstruktur: Der Nordkreis ist relativ dnn besiedelt und eher durch kleinere Stdte und Gemeinden geprgt, whrend der Sdkreis dichter be-siedelt ist und grere Stdte und Gemeinden umfasst.

    Inklusive der Einpendler in den Landkreis Osnabrck arbeiteten hier zum Stichtag 31.03.2013 insgesamt 107.594 Personen2 in sozialversicherungspflichtiger Beschftigung.

    Wie viele andere Regionen in Deutschland ist auch der Landkreis Osnabrck knftig von einer schrumpfenden Bevlkerungszahl betroffen. Gleichzeitig wird die Bevlkerung immer lter. Diese beiden Entwicklungen werden Auswirkungen auf die Gesellschaft und auf den regionalen Wirtschaftsraum haben.

    Die Bevlkerungsentwicklung lsst sich differenziert nach verschiedenen Bevlkerungsgrup-pen analysieren. Die Betrachtung der Entwicklung der Gesamtbevlkerung lsst Rck-schlsse auf grundstzliche Trends zu. Mit Blick auf den Arbeitsmarkt und das zur Verfgung stehende Arbeitskrftepotenzial ist es sinnvoll den Blick auf die Entwicklung der Erwerbstti-gen zu lenken, also die Bevlkerung im Alter zwischen 15 und 67 Jahren. Und letztlich ist arbeitsmarktpolitisch die Entwicklung der jungen Bevlkerung von Interesse, um den poten-ziellen Nachwuchs fr knftige Ausbildungspltze in den Blick zu nehmen.

    Die folgende Abbildung 1 stellt die Entwicklung der Gesamtbevlkerung im Landkreis Osnab-rck dar. Laut Bevlkerungsprognose des Referates fr Strategische Planung im Landkreis Osnabrck wird die Gesamtbevlkerung bis zum Jahr 2030 um 7722 Personen oder 2,2% schrumpfen. Die Grafik verdeutlicht die Anzahl der Personen in den einzelnen Altersgruppen. Es ist eine deutliche Rechtsverschiebung erkennbar. Im Zeitverlauf wird die Gruppe der lte-ren Bevlkerung wachsen, whrend aufgrund niedriger Geburtenraten die Gruppe der jnge-ren Bevlkerung schrumpfen wird.

    1 Quelle: Landesbetrieb fr Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN), Bearbeitung: Land-kreis Osnabrck, Referat fr Strategische Planung (Statistik) 2 Statistik der Bu

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