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  • Eurobarometer Spezial

    Patientensicherheit und Qualität der medizinischen Versorgung Zusammenfassung

    Befragung: September - Oktober 2009

    Veröffentlichung: April 2010

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    Durchgeführt im Auftrag der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher und koordiniert von der Generaldirektion Kommunikation ( "Forschung und politische Analyse" Unit). Dieses Dokument gibt nicht die Meinung der Europäischen Kommission wieder. Die darin enthaltenen Interpretationen oder Ansichten sind ausschliesslich die der Autoren.

    Europaïsche Kommission

  • SPEZIAL EUROBAROMETER 327

    Patientensicherheit und Qualität der medizinischen Versorgung

    Durchgeführt von TNS Opinion & Social im Auftrag der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher

    Koordiniert von der Generaldirektion

    Kommunikation

    TNS Opinion & Social Avenue Herrmann Debroux, 40

    1160 Brüssel Belgien

  • Spezial EUROBAROMETER 327 Patientensicherheit

    - 1 -

    Inhaltsangabe

    EINLEITUNG ....................................................................................................2

    1. WIE WIRD PATIENTENSICHERHEIT WAHRGENOMMEN? ..............................7

    1.1 Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, während einer stationären oder ambulanten medizinischen Behandlung zu Schaden zu kommen?............................................7

    1.2 Angegebene Häufigkeit von ernsten Zwischenfällen......................................10

    1.3 Die Häufigkeit, mit der ernste Zwischenfälle gemeldet werden .......................12

    1.4 Wo werden ernste Zwischenfälle gemeldet? ................................................13

    2. INFORMATIONEN ÜBER PATIENTENSICHERHEIT.......................................15

    2.1 Kenntnis der Einrichtungen, die für Patientensicherheit zuständig sind ............15

    2.2 Schriftliche Einverständniserklärung für chirurgische Eingriffe ........................18

    2.3 Informationsquellen.................................................................................21

    3. KENNTNISSE IN BEZUG AUF WIEDERGUTMACHUNG IM EIGENEN LAND UND IN EINEM ANDEREN MITGLIEDSTAAT............................................................22

    3.1 Kenntnis der Formen von Wiedergutmachung..............................................22

    3.2 Wo ist Hilfe zu erhalten, wenn man während einer medizinischen Versorgung Schaden erlitten hat? ....................................................................................24

    4. WIE WIRD DIE QUALITÄT IM GESUNDHEITSWESEN WAHRGENOMMEN?...27

    4.1 Qualität des Gesundheitswesens................................................................27

    4.2 Vergleich der Qualität medizinischer Versorgung im eigenen Land mit jener der anderen Mitgliedstaaten.................................................................................29

    ANHANG

    TECHNISCHE SPEZIFIZIERUNGEN

  • Spezial EUROBAROMETER 327 Patientensicherheit

    - 2 -

    EINLEITUNG

    Wenn wir uns als Patienten in Behandlung begeben, hoffen und vertrauen wir darauf,

    dass unsere gesundheitlichen Probleme angemessen behandelt werden und dass man

    sich gut um uns kümmert. Es wird angenommen, dass in den EU-Mitgliedstaaten

    zwischen 8% und 12% der Patienten, die in ein Krankenhaus eingewiesen werden,

    einen ernsten Zwischenfall während der medizinischen Versorgung erlitten haben.1

    Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC)

    nimmt darüber hinaus an, dass es bei 5% der in Krankenhäuser eingewiesenen

    Patienten zu therapieassoziierten Infektionen kommt. Dies käme einer Zahl von 4,1

    Millionen Patienten pro Jahr in der EU gleich. Das Zentrum schätzt weiterhin, dass pro

    Jahr 37000 Todesfälle auf derartige Infektionen zurückzuführen sind.2

    Da es sich bei der Sicherheit der Patienten um ein schwerwiegendes Problem handelt,

    wurde vor Kurzem die Empfehlung des Rates der Europäischen Union zur Sicherheit

    der Patienten unter Einschluss der Prävention und Eindämmung von

    therapieassoziierten Infektionen erlassen (im Folgenden die Empfehlungen des Rates

    genannt). Zusammengefasst geht es bei diesen Empfehlungen um Maßnahmen zur

    Verhütung und Reduzierung von ernsten Zwischenfällen im Gesundheitswesen, wie

    z.B.:

    • Eine verstärkte Meldepflicht von ernsten Zwischenfällen.

    • Aus- und Fortbildung der Angestellten im Gesundheitswesen, um eine bessere

    Patientensicherheit zu gewährleisten.

    • Verbesserte Wahrnehmung von Patientensicherheit unter den Patienten selber.

    • Standardisierung der Maßnahmen, der Definitionen und der Terminologie im

    Bereich der Patientensicherheit.3

    Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem vorliegenden Bericht um eine

    Zusammenfassung handelt, die sich auf die wichtigsten Ergebnisse und

    Schlussfolgerungen beschränkt. Eine ausführliche Analyse aller Fragestellungen dieser

    Umfrage ist im vollständigen Bericht zu finden.

    *****

    1 Quelle: http://ec.europa.eu/health/ph_systems/patient_safety_en.htm (auf English) 2 Quelle: http://ec.europa.eu/health/ph_systems/docs/patient_rec2009_de.pdf 3 Quelle: http://ec.europa.eu/health/ph_systems/docs/patient_rec2009_de.pdf

  • Spezial EUROBAROMETER 327 Patientensicherheit

    - 3 -

    Die Ergebnisse dieses Berichtes sind dem Spezial-Eurobarometer Nr. 327 entnommen,

    das vom TNS Opinion & Social - Netzwerk zwischen dem 11. September und dem 5.

    Oktober 2009 durchgeführt wurde. Die Umfrage wurde von TNS Opinion & Social

    anhand persönlicher Interviews in der jeweiligen Landessprache durchgeführt. Dabei

    wurde die Methodik der Generaldirektion Kommunikation (Referat ’’Forschung und

    politische Analyse’’)4 der Europäischen Kommission für die Standard- Eurobarometer-

    Umfragen angewandt. Diesem Bericht ist ein technischer Hinweis zur Durchführung

    der Interviews beigefügt. Darin werden die angewandte Interviewmethode und die

    Konfidenzintervalle im Einzelnen beschrieben. Die Länder sind in diesem Bericht mit

    ihren amtlichen Abkürzungen wiedergegeben. Die im Bericht verwendeten

    Abkürzungen lauten wie folgt:

    ABKÜRZUNGEN

    EU27 Europäische Union - 27 Mitgliedstaaten WN/KA Weiß nicht / Keine Angabe BE Belgien BG Bulgarien CZ Tschechische Republik DK Dänemark DE Deutschland* EE Estland EL Griechenland ES Spanien FR Frankreich IE Irland IT Italien CY Republik Zypern* LT Litauen LV Lettland LU Luxemburg HU Ungarn MT Malta NL Niederlande AT Österreich PL Polen PT Portugal RO Rumänien SI Slowenien SK Slowakei FI Finnland SE Schweden UK Vereinigtes Königreich

    *Zypern als Ganzes ist einer der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Der gemeinschaftliche Besitzstand ist jedoch in dem Teil des Landes, der nicht der Kontrolle der Regierung der Republik Zypern untersteht, ausgesetzt. Aus praktischen Gründen sind nur die Interviews, die in dem von der Regierung der Republik Zypern kontrollierten Landesteil geführt wurden, in der Kategorie "CY" ausgewiesen und in den EU27-Durchschnitt einbezogen.

    4 Quelle: http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm (auf English)

  • Spezial EUROBAROMETER 327 Patientensicherheit

    - 4 -

    Die Eurobarometer-Website ist unter folgender Adresse zu finden:

    http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm

    Wir möchten an dieser Stelle allen Befragten in ganz Europa danken,

    die sich die Zeit genommen haben, an dieser Umfrage teilzunehmen.

    Ohne ihre aktive Mitarbeit wäre diese Untersuchung nicht möglich gewesen.

  • Spezial EUROBAROMETER 327 Patientensicherheit

    - 5 -

    WICHTIGSTE ERGEBNISSE

    • Nahezu die Hälfte der Befragten ist davon überzeugt, dass sie in ihrem Land

    während einer medizinischen Behandlung Schaden erleiden könnte (sowohl durch

    stationäre als auch ambulante Versorgung). Die Befragten sind der Ansicht, dass

    es während einer medizinischen Versorgung im eigenen Land mit entweder

    ziemlich oder sehr großer Wahrscheinlichkeit zu einer Krankenhausinfektion

    oder einer falschen, verfehlten oder verspäteten Diagnose kommen kann.

    • Mehr als 25% der Befragten erklären, dass entweder sie oder ein

    Familienmitglied einen ernsten Zwischenfall während einer medizinischen

    Versorgung erlebt haben. Diese Zwischenfälle werden jedoch häufig nicht

    gemeldet. In den Fällen, in denen der ernste Zwischenfall gemeldet wurde,

    wandten sich die Befragten vorrangig an die Krankenhausleitung oder den

    betreffenden Arzt, Krankenpfleger oder Apotheker.

    • Nahezu ein Drittel der Befragten geben an, nicht zu wissen, welche

    Behörde für die Patientensicherheit in ihrem Land zuständig ist. Andere

    sind der Ansicht, dass das Gesundheitsministerium oder die Dienstleister im

    Gesundheitswesen (z.B. Kra

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