orgelsommer osnabrück 2011 - programmheft_oos_2011_web

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WerkeOrganisteninstrumenteeintritt freiNach den Konzerten wird um eine Spende zur Förderung derkirchenmusikalischenNachwuchsarbeit gebeten.marcel Dupré (1886 – 1971) Carillonaus den „sept pièces“ op. 27 (1931)William BOyce (1711 – 1779)Voluntary D-Dur larghetto – VivaceJOhann gOttlOB töpfer (1791 – 1870)Fantasie c-Mollfranz liszt (1811 – 1886)Consolation Des-Dur (1850?)Orpheus (1860)Denis BéDarD (*1950, kanaDa)Suite romantiquechoralallegro giocosointermezzotoccataOreste rOVanellO (1871 – 1938)Preghiere (Gebet) E-Dur op. 50/2marcel Dupré (1886 – 1971) Finalaus den „sept pièces“ op. 27 (1931)Dienstag , 12. Juli | 20.15 uhrSt. JohannJohannisfreiheitDOminique sauerDOminique sauer studierte an der musikhoch-schule saarbrücken und legte sein kantorenexa-men und seine musiklehrer- und klavierprüfung ab. Die künstlerische reifeprüfung erwarb er bei michael schneider (köln), sein Diplom supérieur bei Daniel roth (straßburg). Dominique sauer ist seit 1987 Domorganist am Dom st. petrus und geschäftsführer des kirchenmusikseminars Osnabrück.Marcel Dupré, Organist von St. Sulpice in paris an der größten Orgel, die cavaillé-coll je gebaut hat (101 register), dort di-rekter Nachfolger von Widor, unternahm zwei Konzertreisen in die uSa, wo er 204(!) auftritte hatte. er war ein faszinierender Improvisator, gefragter Orgelprofessor, Direktor des pariser Konservatoriums, und hinterließ ein umfangreiches Orgelwerk, hauptsächlich mit konzertantem anspruch. Die Sieben Stücke op. 27 sind heute weni-ger häufig gespielt, zeigen aber die Dupré-typischen Qualitäten: eine eigenständige moderne, doch nicht atonale Harmonik, Virtuosität und eine Schreibweise, die die ressourcen großer Orgeln glanzvoll aus-lotet.Hingegen hat uns FraNz lISzt, der Inbe-griff des pianisten/Virtuosen, ein Star auf der Musikbühne des 19. Jahrhunderts, Schöpfer von 16 symphonischen Dichtun-gen und eines umfangreichen Klavierwerks, leider nur drei große und bedeutende Or-gelstücke hinterlassen, sieht man von eini-gen kleineren arbeiten ab, die keine konzer-tanten ansprüche stellen. „Orpheus“ ist eine der symphonischen Dichtungen. Der liszt-Schüler a. W. Gott-schalg fertigte eine Bearbeitung für Orgel an, die er liszt vorlegte. liszt nahm erheb-liche Veränderungen vor, und so kann die Bearbeitung mit recht als liszts eigene betrachtet werden. Das Stück ist keine Ver-tonung des altgriechischen Sagenstoffes, sondern formal eine Fantasie über ein ein-ziges thema, das Orpheus-thema.Die Kreienbrink-Orgel in St. JohannpeDalWerk prinzipalbass 16‘subbass 16‘quintbass 10 2/3‘Oktavbass 8‘gedacktbass 8‘choralbass 4‘nachthorn 2‘mixtur 5f 2 2/3‘Bombarde 32‘ (c-h)posaune 16‘trompete 8‘schalmei 4‘rückpOsitiV 1. manual rohrflöte 8‘quintade 8‘prinzipal 4‘flute douce 4‘Oktave 2‘quinte 1 1/3‘Oktävlein 1‘sesquialter 2fscharff 4-5f 1‘Dulzian 16‘krummhorn 8‘tremulanthauptWerk2. manual quintadena 16‘prinzipal 8‘Offenflöte 8‘gedackt 8‘Oktave 4‘gemshorn 4‘quinte 2 2/3‘Oktave 2‘sesquialter 3fmixtur 5f 2‘zimbel 3f 1/2‘trompete 16‘trompete 8‘tremulantschWellWerk 3. manual gemshorn 8‘gamba 8‘Voix céleste 2f 8‘prinzipal 4‘traversflöte 4‘nasat 2 2/3‘Waldflöte 2‘terz 1 3/5‘mixtur 5f 1 1/3‘Basson 16‘trompette harmonique 8‘Oboe 8‘tremulantnikOlaus Bruhns (1665-1697)Praeludium e-mollfrançOis cOuperin (1648-1733)Kyrie aus der „messe à l’usage des paroisses“ 1. plein chant du premier kyrie, en taille2. fugue sur les Jeux d’anches3. récit de chromhorne4. Dialogue sur la trompette et le chromhorne5. plein chant du dernier kyrie, en tailleJOhann christOph kellner (1736-1803)Praeludium C-DurFantasia in g-mollcésar franck (1822-1890)

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Werke Organisten instrumente

eintritt freiNach den Konzerten wird um eine Spende zur Frderung der kirchenmusikalischen Nachwuchsarbeit gebeten.

Dienstag , 12. Juli | 20.15 uhr St. Johann Johannisfreiheit

DOminique sauer

marcel Dupr (1886 1971) Carillon aus den sept pices op. 27 (1931) William BOyce (1711 1779) Voluntary D-Dur larghetto Vivace JOhann gOttlOB tpfer (1791 1870) Fantasie c-Moll franz liszt (1811 1886) Consolation Des-Dur (1850?) Orpheus (1860) Denis BDarD (*1950, kanaDa) Suite romantique choral allegro giocoso intermezzo toccata Oreste rOVanellO (1871 1938) Preghiere (Gebet) E-Dur op. 50/2 marcel Dupr (1886 1971) Final aus den sept pices op. 27 (1931)

DOminique sauer studierte an der musikhochschule saarbrcken und legte sein kantorenexamen und seine musiklehrer- und klavierprfung ab. Die knstlerische reifeprfung erwarb er bei michael schneider (kln), sein Diplom suprieur bei Daniel roth (straburg). Dominique sauer ist seit 1987 Domorganist am Dom st. petrus und geschftsfhrer des kirchenmusikseminars Osnabrck.

Die KreienbrinkOrgel in St. JohannpeDalWerk prinzipalbass 16 subbass 16 quintbass 10 2/3 Oktavbass 8 gedacktbass 8 choralbass 4 nachthorn 2 mixtur 5f 2 2/3 Bombarde 32 (c-h) posaune 16 trompete 8 schalmei 4 rckpOsitiV 1. manual rohrflte 8 quintade 8 prinzipal 4 flute douce 4 Oktave 2 quinte 1 1/3 Oktvlein 1 sesquialter 2f scharff 4-5f 1 Dulzian 16 krummhorn 8 tremulant hauptWerk 2. manual quintadena 16 prinzipal 8 Offenflte 8 gedackt 8 Oktave 4 gemshorn 4 quinte 2 2/3 Oktave 2 sesquialter 3f mixtur 5f 2 zimbel 3f 1/2 trompete 16 trompete 8 tremulant schWellWerk 3. manual gemshorn 8 gamba 8 Voix cleste 2f 8 prinzipal 4 traversflte 4 nasat 2 2/3 Waldflte 2 terz 1 3/5 mixtur 5f 1 1/3 Basson 16 trompette harmonique 8 Oboe 8 tremulant

Marcel Dupr, Organist von St. Sulpice in paris an der grten Orgel, die cavaillcoll je gebaut hat (101 register), dort direkter Nachfolger von Widor, unternahm zwei Konzertreisen in die uSa, wo er 204(!) auftritte hatte. er war ein faszinierender Improvisator, gefragter Orgelprofessor, Direktor des pariser Konservatoriums, und hinterlie ein umfangreiches Orgelwerk, hauptschlich mit konzertantem anspruch. Die Sieben Stcke op. 27 sind heute weniger hufig gespielt, zeigen aber die Duprtypischen Qualitten: eine eigenstndige moderne, doch nicht atonale Harmonik, Virtuositt und eine Schreibweise, die die ressourcen groer Orgeln glanzvoll auslotet. Hingegen hat uns FraNz lISzt, der Inbegriff des pianisten/Virtuosen, ein Star auf der Musikbhne des 19. Jahrhunderts, Schpfer von 16 symphonischen Dichtungen und eines umfangreichen Klavierwerks, leider nur drei groe und bedeutende Orgelstcke hinterlassen, sieht man von einigen kleineren arbeiten ab, die keine konzertanten ansprche stellen. Orpheus ist eine der symphonischen Dichtungen. Der liszt-Schler a. W. Gottschalg fertigte eine Bearbeitung fr Orgel an, die er liszt vorlegte. liszt nahm erhebliche Vernderungen vor, und so kann die Bearbeitung mit recht als liszts eigene betrachtet werden. Das Stck ist keine Vertonung des altgriechischen Sagenstoffes, sondern formal eine Fantasie ber ein einziges thema, das Orpheus-thema.

Dienstag , 19. Juli | 20.15 uhr St. Joseph miquelstrae

gODeharD naDler

nikOlaus Bruhns (1665-1697) Praeludium e-moll franOis cOuperin (1648-1733) Kyrie aus der messe lusage des paroisses 1. plein chant du premier kyrie, en taille 2. fugue sur les Jeux danches 3. rcit de chromhorne 4. Dialogue sur la trompette et le chromhorne 5. plein chant du dernier kyrie, en taille JOhann christOph kellner (1736-1803) Praeludium C-Dur Fantasia in g-moll csar franck (1822-1890) Cantabile JOhann kaspar kerll (1627-1693) Capricio sopra il Cucu nOel raWsthOrne (1929) Hornpipe Humoresque thODOre DuBOis (1837-1924) Toccata

gODeharD naDler studierte kirchenmusik an der musikhochschule Dortmund, absolvierte anschlieend ein aufbaustudium fr instrumentalpdagogik. seit 1987 ist er kirchenmusiker an st. Joseph in Osnabrck und Dozent am Bischflichen kirchenmusikseminar Osnabrck fr Orgelbau, musiktheorie, musikgeschichte, gehrbildung, liturgisches und knstlerisches Orgelspiel. auerdem ist godehard nadler seit 1989 musiklehrer fr tonsatz, gehrbildung sowie erwachsenenbildung an der stdtischen kunstund musikschule Osnabrck. 2002 wurde er zum Dekanatskirchenmusiker fr das stadtdekanat Osnabrck ernannt.

Die KreienbrinkOrgel in St. JosephhauptWerk 1. manual gedacktpommer 16 prinzipal 8 spitzgedackt 8 Oktave 4 spitzflte 4 Waldflte 2 rauschpfeife 2fach 2 2/3 mixur 5fach1 1/3 trompete 8 schWellWerk 2. manual rohrflte 8 gamba 8 schwebung 8 prinzipal 4 querflte 4 nachthorn 2 sesquialter 2fach 2 2/3 nonsept 2fach 1 1/7 scharff 5fach 1 Basson 16 Oboe 8 tremulant BrustWerk 3. manual gedackt 8 gedacktflte 4 Oktave 2 sifflte 1 1/3 cymbel 3fach 1/2 Dulcian 16 cromorne 8 tremulant peDalWerk prinzipalba 16 subba 16 Oktavba 8 gedacktba 8 choralba 4 hintersatz 4fach 2 2/3 posaune 16 englisch horn 4

Das praeludium in e- moll von NIKOlauS BruHNS ist die wohl eindrucksvollste ausprgung des norddeutschen Stylus phantasticus. In beispielloser Dramaturgie wechselt vierzehn Mal der affekt, wobei lediglich die zwei fugierten teile lngere selbstndige abschnitte bilden. Die einzelnen abschnitte fesseln durch eine Flle von Gesten, harmonischer berraschungseffekte und rhetorischer Wirkung. Beeindruckend ist, wie trotz der kleingliedrigen, fast mosaikartigen anlage der eindruck musikalischer Geschlossenheit vorherrscht. Wie nahezu alle franzsischen Orgelmessen der zeit, die den gregorianischen choral verwenden, greift auch FraNOIS cOuperINS erste Messe die Melodien des IV. Ordinariums cunctipotens genitor deus auf. Die Melodie des ersten und fnften Satzes erklingt in langen Notenwerten im pedal. Die kontrapunktisch streng gearbeitete Fuge des zweiten Satzes mit rhythmischen Synkopendissonanzen entwickelt sich aus der gregorianischen Vorlage. Die vielen differenziert zu handhabenden Verzierungen des 3. Satzes sollen die Innigkeit der Solostimme (chromorne) auf vornehmgrazise Weise untersttzen. Im 4. Satz spielen im Duktus festlichen charakters trompete und chromorne miteinander. Das praeludium von JOHaNN cHrIStOpH KellNer besticht in seiner rondoform durch seinen eingngigen und erfrischenden charakter. Die italienische Bezeichnung cantabile steht fr eine besonders ausdrucksvoll zu singende oder zu spielende Melodie. Im ersten teil des Werkes von cSar FraNcK stellt sich eine expressive Solozungenstimme in Sopranlage vor, die folgend im Mittelteil in die tenorlage wechselt, sich leicht verndert um dann zum ursprung zurckzukehren. ber der solistischen tenorstimme bildet sich, das anfngliche thema aufnehmend, ein Kanon zwischen tenor und Bass. Mit einem Decrescendo klingt diese dreiteilige Werk aus. Das capriccio cucu von JOHaNN KaSpar Kerll ist ein ungemein geistvolles und witziges Stck ber den Kuckucksruf. Die Orgel insbesondere kann mit ihren vierfigen Fltenstimmen diesen Waldbewohner herrlich imitieren. Die Hornpipe Humoresque von NOel raWStHOrNe erinnert unweigerlich an die last Night of the proms. Der alte englische Schiffsjungen-tanz (Sailors Hornpipe) wird zunchst von trten richtig und falsch begleitet. Im weiteren Verlauf werden das Brandenburgische Konzert Nr.3 (Bach), der Frhling aus den Vier Jahreszeiten (Vivaldi), das rule Britannia und zum ende auch noch die toccata aus der 5. Symphonie (Widor) in das Hauptthema eingewoben. Viel Spa! tHODOre DuBOIS toccata kann sich durchaus mit den toccaten von Gigout, Bollmann und Widor messen. Das Werk ist dreiteilig in aBa-Form und coda angelegt. Der Mittelteil besteht aus einem ruhig flieenden choral, der von fragmentarischen einwrfen der toccata neckisch unterbrochen wird.

Dienstag , 26. Juli | 20.15 uhr Dom Domsfreiheit

frieDerike Braun

max reger (1873-1916) Praeludium c-Moll op. 63

JOhann seBastian Bach (1685-1750) Sonate III d-Moll BWV 527 andante adagio e dolce Vivace

JOhann JakOB frOBerger (1616-1667) Prima Parte, Toccata in a FbWV 101

arnOlD schnBerg (1874-1951) Variationen ber ein Rezitativ op. 40

frieDerike Braun nahm 2004 das kirchenmusikstudium in lbeck bei a. gast, e. lauer und g. mller- lorenz auf. sie besuchte meisterkurse fr Orgel, Orgelimprovisation, chorleitung und kammermusik, u.a. bei ton koopman, michael radulescu, harald Vogel, Bine katrine Bryndorf, thomasz a. nowak, Wolfgang schfer und florian meyer-langenfeld. ihr knstlerisches studium ergnzte friederike Braun durch eine pdagogische zusatzausbildung der Ward-methode. im sommer 2011 wird sie ihr aufbaustudium kirchenmusik a an der musikhochschule lbeck abschlieen. seit august 2009 ist friederike Braun assistentin des Domchordirektors in Osnabrck. ihr aufgabenbereich umfasst neben der chorarbeit mit den kindern und Jugendlichen die Orgelbegleitung des Dom- und Jugendchores in konzerten, gottesdiensten und bei cD-einspielungen.

Die Kuhn-Orgel im Dom St. Petrusi. hauptWerk prinzipal 16 prinzipal 8 Doppelflte 8 gedeckt 8 Viola 8 Octave 4 hohlflte 4 quinte 2 2/3 superoctave 2 mixtur major 4f. 2 2/3 mixtur minor 3f. 1 1/3 kornett 3-5f. 8 trompete 16 trompete 8 ii. pOsitiV (schWellBar) lieblich gedackt 16 geigenprincipal 8 rohrflte 8 Dulciana 8 Octave 4 flte douce 4 sesquialtera 2f. 2 2/3 u. 1 3/5 flageolet 2 larigot 1 1/3 mixtur 4f. 2 trompete 8 englischhorn 8 tremulant iii. schWellWerk salicional 16 flte harmonique 8 concertflte 8 Viola di gamba 8 Vox coelestis 8 principal 4 traversflte 4 fugara 4 nasard 2 2/3 flautino 2 terz 1 3/5 Basson 16 tuba 8 Oboe 8 Vox humana 8 clairon 4 tremulant turmWerk (schWellBar) flauto mirabilis 8 stentorgambe 8 clarinette 8 (durchschlagend) tuba magna 8 tremulant peDal untersatz 32 principal 16 subbass 16 Violonbass 16 Octavbass 8 gedackt 8 Violoncello 8 choralbass 4 rauschpfeife 2f. 2 2/3 posaune 16 trompete 8

Das prludium in c-Moll op.

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