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Monatliches Vorwort des Viersener Brgermeisters Gnter Thnnessen in "Viersen Aktuell"

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    Liebe Leser,

    alle vier Wochen schreibe ich in Viersen Aktuell, der Informationsschrift der Stadt Viersen, eine kleine Kolummne. An dieser Stelle uere ich meine Meinung zu wichtigen Fragen und Themen in und um Viersen. Natrlich wei ich, dass man ber Meinungen geteilter Meinung sein kann und nicht alles, was ich meine muss auch richtig sein. Aber man sollte schon eine Meinung haben und auch zu ihr stehen. Deshalb mchte ich Sie einladen, sich mit der Meinung Ihres Brgermeisters aus-einander zu setzen. Positive Kritik ist dabei immer willkommen denn keiner hat die Wahrheit fr sich gepachtet.Also blttern Sie doch einfach mal durch.

    Ihr Brgermeister

    Gnter Thnnessen

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    llMeine MeinungInhalt

    Aug 2009 Hart aber Fair - ber den Stil der Auseinandersetzung im WahlkampfJul 2009 Vandalen - ber den Umgang mit Zerstrungen im StadtgebietJun 2009 Viersen ist Europa - Zur Bedeutung der EuropawahlMai 2009 Konjunkturpakete - Die Umsetzung des Konjunkturpaketes II Apr 2009 Aus den Augen verloren - Die Katastrophe von Winnenden Mrz 2009 Fastenzeit - Neue Aufgaben fordern Leistungsverzicht Feb 2009 Koma - Nein Danke - Aktion zum Alkoholmissbrauch von Jugendlichen Jan 2009 Dunkle Wolken 2009 - Viersen und die drohende WirtschaftskriseDez 2008 Miteinander reden - Stadtgesprch zur Altlast Deponie PlenzenbuschNov 2008 Teilen - Ehrenamt als wichtige Quelle unseres sozialen LebensOkt 2008 Solidaritt gefragt - Untersttzung fr Kinder aus gefhrdeten FamilienSept 2008 Grn und bewegt - Die Bedeutung innerstdtischer GrngrtelAug 2008 Auftanken und sparen - Benzinpreise und Radfahren als AlternativeJul 2008 The Oscar goes to ... Viersen - Innovationspreis fr StadtverwaltungJun 2008 Ehrlich whrt am lngsten - Einkaufen in Viersen statt im Outlet Mai 2008 Das Grne Herz Viersens - Freizeitmglichkeiten als StandortqualittApr 2008 Frhlingsgefhle - Viersen hat viel zu bieten Mrz 2008 Kreisstadt Viersen - Reizthema Kreisstadt Feb 2008 Weisheit gefragt - Die Lebenserfahrung von Senioren als SchatzJan 2008 Ein Lichtlein brennt - Die Finanzaussichten fr Viersen in 2008

    Inhaltsverzeichnis

  • Meine Meinung

    Ein Lichtlein brennt

    Ihr Brgermeister

    Jan-08

    Das Jahr 2007 neigt sich dem Ende zu und ich hoffe, dass Sie alle beschauliche Weihnachtstage mit lieben Men-schen feiern konnten. Fr das Jahr 2008 darf ich Ihnen viel Erfolg aber vor allem Gesundheit und innere Zufriedenheit wnschen.

    Fr die Stadt stehen die Zeichen fr das Jahr deutlich bes-ser als in den vergangenen Jahren, es zeigt sich ein Licht am Ende eines langen dunklen Tunnels. Durch den wirt-schaftlichen Aufschwung, sinkende Arbeitslosigkeit und durch viele eigene Anstrengungen gewinnen wir langsam wieder Luft zum Atmen, weil unsere Finanzsituation sich langsam bessert.

    Noch im Januar 2005 wurde unter Bercksichtigung der Defizite aus den Vorjahren fr 2008 mit einem Gesamt-defizit von 43,5 Mio. Euro gerechnet, tatschlich sind es aber zum Ende dieses Jahres voraussichtlich ca. 18 Mio. Euro. Whrend unsere Schtzung fr den Abschluss 2006 bei einem Defizit von 7,3 Mio. lag, haben wir tatschlich einen berschuss von 0,6 Mio. erreicht, das sind immerhin fast 8 Mio. Unterschied zugunsten unserer Kasse. Auch fr 2007 zeigt sich, dass wir durch die Realitt positiv berrascht werden, denn statt eines geschtzten berschusses von 1,1 Mio. Euro steht vermutlich ein berschuss von 4 Mio. ins Haus. Also wieder 2,9 Mio. Euro besser als geplant.

    Aber wir sind noch lange nicht ber den Berg, denn wir haben zustzlich noch Schulden von 57,6 Mio. fr Investitionen aus der Vergangenheit abzutragen.

    Vereinfacht lsst es sich so sagen: Unser Konto ist um 18 Mio. berzogen und wir haben Hypothekenschulden in Hhe von 57,6 Mio.

    Es wre ein groer Fehler, wenn uns die besseren Einnahmen zu finanziellem Leichtsinn verfhren wrden. Es geht dem ehemals todkranken Patienten Stadtfi-nanzen zwar etwas besser und wir befinden uns auf dem Weg der Genesung aber eine beranstrengung knnte schnell zu einem Rckfall fhren. Vor allem auch deshalb, weil wir als Stadt massiv von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhngig sind und keiner von uns wei, ob die Konjunktur so bleibt wie sie zurzeit ist. lpreis, internationale Krisen und Weltwirtschaft sind eben nicht voraussehbar und die Zeiten knnen sich schnell ndern.

    Wir mssen also vorsichtig optimistisch handeln. Sparen bleibt nach wie vor das Thema Nummer eins aber auch sinnvolle Zukunftsentwicklungen mssen mit ho-hem Kostenbewusstsein angegangen werden. Politik mit Verantwortung und Au-genma ist gefordert. Wir mssen also vorsichtig mit dem kleinem Lichtlein Hoff-nungsschimmer umgehen. Wenn wir das gemeinsam schaffen, dann wird in einigen Jahren fr Viersen das Licht viel heller sein als heute.

    Zur finanziellen Situation der Stadt Viersen fr 2008 Me

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  • Zunchst einmal mchte ich Ihnen allen wnschen, dass Sie mit Optimismus und Zuversicht in das Jahr 2008 ge-startet sind.

    Schon in meiner Neujahrsansprache in der Festhalle habe ich herausgestellt, dass wir Menschen wenigstens in einem Punkt alle gleich sind: wir werden alle lter. Das gilt aber nicht nur fr jeden von uns persnlich, das gilt auch fr un-sere ganze Gesellschaft.

    Der Anteil der lteren Menschen wird zunehmen, so dass zum Beispiel in nur zwlf Jahren der Anteil der Menschen in Viersen, die ber 80 Jahre alt sind, doppelt so hoch sein wird wie heute. Das ganze berschreiben Forscher mit dem Begriff demografischer Wandel, der eine groe Heraus-forderung fr unser Land aber auch unsere Stadt darstellt.

    Dieser demografische Wandel ist nicht nur eine Herausfor-derung an Stdtebau und Infrastruktur, er ist vor allem eine Herausforderung an unser Denken. Es geht nicht nur um barrierefreien Wohnraum, es geht auch um den Abbau von Barrieren in unseren Kpfen. Ich glaube, dass das Wissen und die Lebens- und Berufserfahrung von lteren Menschen ein unglaublicher Schatz sind, den es zu entdecken gilt.

    Gerade die Generation der jetzt ins Rentenalter bertretenden Menschen hat schwere Zeiten erlebt, hat gelernt, dass gegenseitige Untersttzung die Klammer einer Gesellschaft ist.

    Ich glaube, wir mssenden lteren Menschen in unserer Gesellschaft mit ihrem ganzen Erfahrungsschatz und ihrer Lebensweisheit deutlich machen, dass wir sie bei unseren berlegungen und Entscheidungen brauchen auch in der Stadt Vier-sen.

    Ich mchte als Brgermeister in dieser Hinsicht ein Zeichen setzen. Oft genug geht einem als Brgermeister in der Hektik des Alltags ein wenig der Blick fr bergrei-fende Ziele, fr das wirklich Wichtige verloren. Ich mchte einmal im Monat einen Gesprchskreis zur Zukunft der Stadt Viersen anbieten. Unabgngig von Politik und ffentlichkeit mchte ich in diesem Rahmen regelmig mit Menschen ber 60 Jahre diskutieren. Wenn Sie als ehemaliger Leiter oder Entscheidungstrger eines Unternehmens, als jemand, der lange Jahre in wichtigen Berufsfeldern ttig war, Spa daran haben, mit mir Analysen zu fertigen, Vorschlge und Projekte fr unsere Stadt zu entwickeln, dann lade ich Sie herzlich ein.

    Ich glaube, ich kann aus solchen Gesprchen vieles lernen kann lernen, dass man aus der Distanz des Alters Dinge vielleicht ruhiger und gelassener sieht, mit einer gewissen Weisheit an die Dinge herangeht. Wenn Sie mitmachen wollen, nehmen Sie einfach den Hrer in die Hand und rufen Sie mich an (101200).

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    llMeine Meinung Feb-08Die Lebenserfahrung von Senioren als wichtige Erfahrungsquelle

    Ihr Brgermeister

    Weisheit gefragt

  • Meine Meinung

    Kreisstadt Viersen

    Ihr Brgermeister

    Mr-08

    Berlin nennt sich Bundeshauptstadt, Dsseldorf Landes-hauptstadt. Warum? Ganzeinfach: Weil sie Bundeshaupt-stadt bzw. Landeshauptstadt sind. Und die StadtViersen heit jetzt Kreisstadt Viersen. Warum? Ganz einfach: Weil Viersen Sitz derKreisverwaltung des Kreises Viersen ist.Wir sollten stolz darauf sein, dass wir die Kreisstadt sind und sollten das auch zeigen. Kreisstadt zu sein schafft Attraktivitt, weil zentrale Einrichtungen des Kreises wie die Kreismusikschule, die Kreisverwaltung, das Haus der Wirtschaft in Viersen zu finden sind. Sehen Sie es einmal ganz einfach: Wenn jemand, der Viersen nicht so gut kennt, ber den Namen Kreisstadt Viersen erkennen kann, dass wir Kreisstadt sind, dann wird er sich denken, dass an der Stadt Viersen schon et-was besonderes sein muss, denn sonst wre Viersen nicht Kreisstadt. Die Diskussion um das Thema war in den letzten Wochen ziemlich aufgeregt, ich glaube zu unrecht. Natrlich verstehe ich gut, wenn die Brgerinnen und Brger die Frage stellen, was diese Umstellung kostet. Wie bei allem gibt es teure und preis-werte Lsungen. Grundsatz sollte sein, dass wir nur dann etwas verndern, wenn der Begriff Kreisstadt wirklich werbewirksam fr Viersen ist. Ein Schild, auf dem steht: Achtung Bschung Nicht betreten Stadt Viersen hat keinerlei Werbe-wirkung und kann von mir aus auch noch in 20 Jahren dort hngen. Nur wenn wir irgendwann ein neues brauchen, sollte Stadt Viersen durch Kreisstadt Viersen ersetzt werden. Dieser Grundsatz gilt fr vieles. Es war auch die Rede von den ungefhr 50 Ortsschildern im Stadtgebiet. Hier steht bis jetzt nicht Stadt Viersen sondern schlichtweg Viersen. Warum also ersetzen? Und wenn wir es tun, dann durch eine preiswerte