lebensart - das regionalmagazin für kirchhellen

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Die Ausgabe Mai 2009 unter anderem mit diesen Themen: Muttersein ist nicht immer leicht; Landpartie tischt wieder auf; Totenzettel erzählen Geschichten; Kutschenfreunde auf großer Fahrt; Fixmarkt lädt zum Handwerkerfrühstück ein; 72-Stunden-Aktion hat begonnen.

TRANSCRIPT

  • Muttersein ist nicht iMMer leichtNach der Geburt fhlen sich

    nicht alle Frauen als frsorgliche

    Mutter

    Kirchhellen, Grafenwald, Feldhausen

    Ob weiss, grn Oder viOlett

    Auf den Kirchhellener Feldern

    spriet der Spargel in Hlle und

    Flle

    JedeM schulkind einen ApfelDer Hof Umberg ruft ein

    einzigartiges Schulobstprojekt

    ins Leben

    MAi 2009

  • InformatIon

    2

    InformatIon

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  • 33

    EdItorIalEdItorIal

    Zum Titel

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    der Spargel spriet, die ersten Erdbeeren sind reif, alles grnt und blht und das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Der Wonnemonat Mai erfllt damit alle Klischees, die man an ihn stellt. Nachdem nun auch die wichtigsten Garten- und Balkon-arbeiten verrichtet sind, zieht es immer mehr Kirchhellener hin-aus in die Natur. Die Biergarten-besitzer knnen sich jedenfalls ber mangelnden Zulauf nicht rgern. Und auch die heimische Grillsaison wurde lngst erffnet. Vielerorts steigt einem der Duft von frisch Gegrilltem in die Nase, oftmals begleitet von einem aus-gelassenen Lachen. Getrbt wird die Freude hchstens, von dem ei-nen oder anderen Quellwlkchen, welches sich manches Mal recht bestimmt seinen Weg sucht. Doch ansonsten wird das Kirchhellener Lebensgefhl durch nichts beein-trchtigt. Ganz im Gegenteil. Vol-ler Tatendrang starten die Drfler in den Mai. Allen voran die Mit-arbeiter der rtlichen Bcherei. Zahlreiche Bcher, Hrspiele und allerlei Spiele schafften die fleii-gen Helferinnen und Helfer in die renovierten Rume, damit sich die Leseratten hier schon bald wieder ihre Schmker fr den Sommer sichern knnen.

    In den Vorbereitungen zeigen sich ebenso die Feten-strmer. Alle drei Jah-re aufs Neue initiieren die Kirchhellener ei-nen Wettkampf der besonderen Art. Beim Fassweitwerfen geht es um alles, vor allem aber um den Spa an der Sache.

    Spa, den hatten auch die Kin-der beim diesjhrigen Ferienzir-kus. Denn wer hat nicht schon einmal davon getrumt in der Manege zu stehen und das Publi-kum zu begeistern?

    Das unbeschwerte Gefhl des Frhlings ist in Kirchhellen an-gekommen. Man darf sich schon jetzt freuen, was die kommenden Monate so bringen werden. Eini-ges davon lesen Sie schon jetzt in Ihrer LebensArt. Das Team der LebensArt wnscht ihnen viel Spa beim Lesen und einen wun-derschnen Mai.

    Herzlichst,

    Ihre Gabriele Knafla

    Fleiige Erntehelfer ziehen in diesen Tagen schon frh am Morgen ber die Spargelfelder in und um Kirchhellen. Denn Spargelstechen, das ist auch heute

    noch echte Handarbeit. Mit Stecheisen und Kelle werden die begehrten Stangen geerntet und wandern dann frisch auf die Tische der Spargelfreunde.

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  • 44

    InhaltInhalt

    22

    Muttersein ist nicht immer leicht 6-7

    Bcherei erffnet wieder 9

    Landpartie tischt wieder auf 10

    Hof Umberg verschenkt pfel an Schler 11

    Termine fr Mai 13

    Kolpingtermine 52

    Termine fr Mai 56

    Totenzettel erzhlen Geschichten 15

    Susan Schubert feiert Jubilum in Kirchhellen 16

    Fasswerfen lockt Ende Mai 17

    Manege frei fr den Ferienzirkus 18

    LebensArt verlost Karten frs GOP 19

    Kutschenfreunde auf groer Fahrt 30

    Pferdepension ffnet ihre Pforten 31

    Kindergarten feiert Jubilum 40

    Eine kleine Geschichte der Kartoffel 42

    Kruter auf dem Balkon 24

    Rasenmhen ohne Arbeit 25

    Spargelstangen stehen hoch im Kurs 26-28

    Ein Gesetz im Sinne der Umwelt 32-33

    Zum Biker-Treff nach Florida 34-35

    Baden-Baden lockt mit viel Charme 37-39

    Bis der Tod uns scheidet 41

    Wenn das Kreuz nicht so will 22

    Von Schrebergrten und Naturwiesen 21

    2410

    Spezial

    Aktuell

    Termine

    Geschichte

    Freizeit Garten

    Genuss

    Wirtschaft

    Reise

    Nachgedacht

    Gesundheit

    Nachgehakt

  • 55

    InhaltInhalt

    Spiele-Tipp von Frau Spielzeug 57

    Buch-Tipp: Jesus liebt mich 58

    Buch-Tipp: Zwillingsspiel 58

    CD-Tipp: Milow 58

    DVD-Tipp: Burn After Reading 59

    Impressum 59

    57

    47

    55

    Ernhrungsberaterin Gtte gibt Tipps 44

    Fixmarkt ldt zumHandwerkerfrhstck ein 45

    BOKA-Tours zieht bei Flockert ein 45

    Donicht Stahl setzt auf Tradition 46

    Bei Elpers steht nun Whisky im Regal 47

    Im Bioladen Spickermann gibt es einen besonderen Kse 47

    Das Team von Haarwerk wchst 49

    Der Spamacher sorgt fr Abwechslung 49

    Ein Handy frs Kind? 50

    Kaufmannschaft

    Unterhaltung

    Impressum

    Computer

    VfB freut sich auf St. Pauli 51

    Grafenwlder Schtzen ben 51

    DRK-Wagen wurde geweiht 53

    Malwettbewerb im Hause EDEKA 53

    Neue Entspannungskurse fr Schler 54

    Kolpingsfamilie unter neuer Leitung 54

    72-Stunden-Aktion hat begonnen 54

    Drachenflieger suchen neuen Platz 55

    Literaturkurs ldt zum Besuch der alten Dame ein 55

    Kurz und Knapp

  • SpEzIal

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    SpEzIal

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    Eifrig wird derzeit in den Kin-der zimmern in Kirchhellen ge-bastelt, gemalt oder gewerkelt. Manches Mal mit wenig Geschick, aber mit umso mehr Liebe gestal-ten die kleinen Kreativen ihre ganz persnlichen Geschenke zum Muttertag. Und fest steht, egal wie schief die roten Pappherzen aus-geschnitten sind oder wie viele Rechtschreibfehler auch in den lie-bevollen Briefen klaffen, am Ende werden all diese Geschenke einen ganz besonderen Platz erhalten. Denn jede Mutter freut sich am Muttertag ber die Anerkennung ihrer Kinder und sei es nur ein Lcheln, das ihnen und nur ihnen an diesem Tag geschenkt wird. Viele werden in diesem Jahr erst-mals den Muttertag feiern. Doch leider knnen sich nicht alle von ihnen ber ihr Muttersein freuen. Viele Mtter suchen na-hezu nach dem Muttergefhl. Postpartales Stimmungstief nennt der Fachjargon diese Krise, die nach der Entbindung einsetzt und kurze Zeit anhlt. Heute ist dieses Stimmungstief auch als Baby Blues bekannt, sagt die Kirchhellener Hebamme Klaudia Stratmann, Denn vielen Paaren wird oft erst nach der Geburt be-

    wusst, welche Verantwortung sie jetzt tragen. Das setzt ngste frei, die sich im Heultag ihren Weg su-chen. Etwa 50 bis 85 Prozent aller Mtter ergeht es so. Manchmal legt sich der Baby Blues bereits nach einem Tag, manchmal nach drei bis vier Tagen. Doch mit-unter ebbt das Stimmungstief eben nicht ab. Es gibt Mtter, bei denen sich die Angstgefhle festsetzen. Die weiter ange-spannt, traurig und leer bleiben. Das als Postpartale Depression

    beschriebene Krankheitsbild er-greift die Mtter oftmals im ers-ten Lebensjahr des Kindes. Dann kommt es auf den Ehemann an. Er muss seiner Frau nicht nur viel Ver stndnis entgegenbringen, son dern auch die Last von ihren Schul tern nehmen, ihr Freirume schaffen.

    Nur in den seltensten Fllen entsteht aus einer Postpartalen Depression die schwerste Form der Krise: die Postpartale Psychose. In dreiig Jahren in diesem Beruf

    Der Muttertag steht vor der Tr, doch nicht allen Frauen fllt das Muttersein leicht Wenn Mtter in die Depression verfallen

    Vom Muttersein

    Das Kind nach der Geburt zu lieben, fllt nicht jeder Mutter leicht.

  • SpEzIal

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    habe ich erst zwei Frauen mit dieser Psychose erlebt, sagt die Hebamme, diese Mtter mssen in psychologische Behandlung. Auch das Antonius-Krankenhaus in Kirchhellen behandelt Mtter mit Postpartaler Depression, denn eine Selbsthilfe reicht hier oft nicht mehr aus. Eine Kombination aus individuellen Therapien und Medikamenten ist Grundlage der Behandlung. Die Ursachen fr die Postpartale Psychosen knnen so-wohl biologisch als auch psycho-sozial begrndet sein. Oftmals spiele aber die Veranlagung eine Rolle, sind sich die rzte des Antonius-Krankenhauses sicher. Frauen, in deren Familie psychi-sche Strungen vorkommen, sind anflliger. Ausgelst wrden die Psychosen hufig durch Stress und damit auch durch die Geburt des Kindes, bei der der Stress gro ist. Zugenommen htten die Flle in den vergangenen Jahren jedoch nicht.

    Wichtig ist, dass die Frauen darber aufgeklrt werden, was auf sie zukommt, sagt Klaudia Stratmann. In den Geburtsvorbereitungskursen steht daher auch das Thema Wochenbettdepression an. Wichtig ist zu erkennen, dass es ganz normal ist, wenn man sich als Mutter einmal berfor-dert fhlt. Und dass es Hilfe gibt. Manches Mal helfe der Einsatz

    von homopathischen Mitteln, um die Stimmung aufzuhellen. Und vielen Frauen hilft es, ber ihre ngste, Sorgen und Nte zu sprechen. Bis acht Wochen nach der Geburt steht die Hebamme den Mttern betreuend zur Seite. Danach ist der Gynkologe weiter Ansprechpartner. Schn zu sehen ist es aber auch, dass die Mtter, die sich im Schwangerschaftskurs

    kennengelernt haben, nach der Geburt Kontakt halten und sich gegenseitig untersttzen. Nicht selten trifft man die Mtter dann beim Spaziergang, wo sie sich eben nicht nur ber ihre Mut-tertagsgeschenke, sondern auch ber ihre Sorgen austauschen. Denn wie heit es doch so schn: Mutter werden ist nicht schwer, Mutter sein dagegen sehr. gk

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    aktuEllaktuEll

    Grau-braune Umzugkartons stapeln sich derzeit im Flur der Kirchhellener Bcherei. Jede der Kisten ist sorgsam mit einem Schlssel aus Zahlen und Informationen versehen, denn nur so behalten die fleiigen Helfer hier den berblick.

    Nachdem die Bcherei im Januar 15 Zentimeter tief