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  • Krane in Industrie und Gewerbe(z. B. Brckenkrane, Portalkrane)

    Technisches Merkblatt

    Sicher arbeiten

  • SuvaSchweizerische UnfallversicherungsanstaltArbeitssicherheitPostfach, 6002 Luzern

    Fr Ausknfte:Tel. 041 419 51 11

    Fr Bestellungen:www.suva.ch/waswoFax 041 419 59 17Tel. 041 419 58 51

    Krane in Industrie und GewerbeTechnisches Merkblatt

    Autoren: Jean-Michel Emch, Beat Wegmller

    Nachdruck mit Quellenangabe gestattet.1. Auflage Juni 2006 (nur als PDF-Datei erhltlich)

    Nummer: 66120.d (ersetzt frheres Merkblatt 22018.d)

  • 1

    Inhaltsverzeichnis

    1 Einleitung 3

    2 Dokumentation 4

    2.1 Betriebsanleitung 42.2 Kranbuch 42.3 Konformittserklrung 4

    3 Bau und Ausrstung 5

    3.1 Sicherheitsabstnde 53.1.1 Sicherheitsabstand ber und unter dem Kran 53.1.2 Seitlicher Sicherheitsabstand 53.1.3 Sicherheitsabstnde bei Wartungspodesten am Kran und an der Laufkatze 6

    3.2 Zugnglichkeit 63.2.1 Sicherung bewegter Anlageteile 63.2.2 Zugnglichkeit fr Bedienung und Instandhaltung 63.2.3 Zutrittsverbot fr Unbefugte 63.2.4 Zugnglichkeit im Notfall 63.2.5 Zugang zu Steuerstnden an Kranen 73.2.6 Zugang zu Steuerstnden bei weniger als 5 m ber Flur 83.2.7 Arbeitsstandorte fr die Instandhaltung 83.2.8 Begehbare Kopftrger 93.2.9 Instandhaltung von Gebudeeinrichtungen von Podesten an Kranen aus 10

    3.3 Kollision 103.3.1 Sicherung gegen Windeinfluss 103.3.2 Geleise und Unterbau 103.3.3 Begrenzungen von Fahrbahnen 113.3.4 Kranfahrt ber Trennwnde und durch Tore 113.3.5 Mehrere Krane auf derselben Fahrbahn 12

    3.4 Anschriften, Bezeichnung 123.4.1 Tragfhigkeit 123.4.2 Eigenlast schwerer Lastaufnahmemittel 123.4.3 Markierungen 12

    3.5 Steuerung 123.5.1 Zulssige Fahrgeschwindigkeit 123.5.2 Bettigungsorgane 123.5.3 Mehrere Steuerstationen 133.5.4 Kabellose Steuerungen 133.5.5 Kranschalter 133.5.6 Notaus-Schalteinrichtung 133.5.7 Modernisierung oder Ersatz der Steuerung 13

    3.6 Hub- und Senkbegrenzer 133.6.1 Allgemeines 133.6.2 Zweiter Begrenzer (Not-Begrenzer) fr Hubbewegungen 14

  • 2

    3.7 berlastsicherung 143.7.1 Notwendigkeit der berlastsicherung 143.7.2 Schaltung der berlastsicherung 14

    3.8 Lasthaken 143.8.1 Sicherung gegen Aushngen 14

    3.9 Lastaufnahmemittel 153.9.1 Nenntragfhigkeit 153.9.2 Sicherung gegen ungewolltes ffnen 153.9.3 Kraftschlssige Lastaufnahmemittel 15

    4 Betrieb 16

    4.1 Bentzungsregeln 16

    5 Instandhaltung 17

    5.1 Grundstze 175.2 Dokumentation 175.3 Generalberholung 17

    6 Instruktion und Ausbildung 18

    6.1 Kranfhrer 186.1.1 Auswahl 186.1.2 Ausbildung 18

    6.2 Lastanbinder 196.2.1 Instruktion 19

    7 Personentransport mit Kran und Arbeitskorb 20

    8 Weitere Informationen 21

    8.1 Bei der Suva erhltliche Publikationen 218.2 Weitere Publikationen zum Thema 218.3 Bezugsquellen 21

    9 Bilder 22

  • 3

    1 Einleitung

    Das vorliegende Merkblatt befasst sich mitder Sicherheit von fest installierten Kran-anlagen wie Portalkranen, Brckenkranen,Auslegerdrehkranen usw. Die Ausfhrungengelten in erster Linie fr ltere Krananlagen,die vor dem 1.1.1997 in Verkehr gebrachtwurden. Das Merkblatt richtet sich deshalbvor allem an Sicherheitsverantwortliche vonBetrieben mit lteren Krananlagen. Es enthltaber auch ntzliche Angaben fr Architektenund Ingenieure, die Werkhallen planen undbauen, in denen neue Krananlagen eingebautwerden, zum Beispiel Angaben ber Schnitt-stellen zum Gebude, Sicherheitsabstndeund Zugnglichkeiten.

    Nicht Gegenstand dieser Publikation sind diemobilen Krane wie Lastwagenkrane (Lade-krane), Fahrzeugkrane (Autokrane, Mobilkrane)und Turmdrehkrane (Baukrane).

    Das Merkblatt konkretisiert und ergnzt dieKranverordnung (Suva-Bestell-Nr. 1420.d).Es ersetzt das Merkblatt Brckenkrane(frhere Suva-Bestell-Nr. 22018.d) und enthlt zahlreiche Erluterungen und Bestim-mungen der aufgehobenen Suva-Richtlinieber Laufkrane und Portalkrane (frhereSuva-Bestell-Nr. 1845.d).

    Fr die Durchfhrungsorgane der Arbeitssi-cherheit ist das Merkblatt ein Hilfsmittel zurberprfung der Konformitt von Krananla-gen, die vor dem 1. Januar 1997 in Verkehrgesetzt wurden.

    Fr Krananlagen, die nach dem 31.12.1996in Verkehr gesetzt wurden, gelten die grund-legenden Sicherheits- und Gesundheitsan-forderungen nach Artikel 3 der Verordnungber die Sicherheit von technischen Einrich-tungen und Gerten STEV. Diese Anforde-rungen sind im Anhang 1 der Maschinen-richtlinie 98/37/EG und den entsprechendenNormen konkretisiert. Mit der Konformitts-erklrung besttigt der Hersteller oder Liefe-rant, dass die grundlegenden Sicherheits-und Gesundheitsanforderungen, die in dengeltenden Richtlinien und Normen festgehal-ten sind, erfllt werden.

    Zudem ist die Verordnung ber die sichereVerwendung von Kranen zu beachten (Suva-Bestell-Nr. 1420).

  • 4

    2 Dokumentation

    Zu jedem Kran gehrt eine Dokumentation.Diese besteht aus der Betriebsanleitung, demKranbuch (technisches Dokument und Proto-koll ber den Lebenslauf des Krans) undder Konformittserklrung (fr Krane, die nachdem 31.12.1996 in Verkehr gebracht wordensind).

    Der Hersteller der Krananlage ist verpflichtet,die Dokumentation bereitzustellen. Der Be-treiber der Krananlage seinerseits ist verpflich-tet, sich an die entsprechenden Vorgaben zuhalten.

    2.1 Betriebsanleitung

    In der Betriebsanleitung macht der Herstellerdie erforderlichen Angaben ber Aufstellung,Betrieb und Instandhaltung der Krananlage.Wichtig ist, dass darin aufgezeigt wird, wiedie Krananlage genutzt werden darf und wasnicht zulssig ist.

    Die Betriebsanleitung muss je nach Bedrfnisdes Betreibers in Deutsch, Franzsisch oderItalienisch verfasst sein.

    Die Betriebsanleitung muss auch die folgen-den, zur Identifizierung der Krananlage erfor-derlichen Angaben enthalten:

    Name und Anschrift des Herstellers

    Bezeichnung der Serie oder des Typs

    Seriennummer

    Baujahr

    grundlegende technische Daten, insbeson-dere Masse, Gewichte und Traglasten

    2.2 Kranbuch

    Im Kranbuch dokumentiert der Betreiber inchronologischer Reihenfolge und mit Datum,Name und Unterschrift versehen, alle am Krandurchgefhrten Instandhaltungsarbeiten(Inspektion/Kontrolle, Wartung, Instandset-zung) sowie allfllige aussergewhnlicheEreignisse, welche die Sicherheit des Kransbetreffen.

    2.3 Konformittserklrung

    Bei Kranen, die nach dem 31.12.1996 in Ver-kehr gebracht wurden, muss eine Konformi-ttserklrung beiliegen. Mit der Konformitts-erklrung besttigt der Hersteller oder Lie-ferant, dass die grundlegenden Sicherheits-und Gesundheitsanforderungen erfllt sindund der verkaufte Kran gemss dem Standder Technik gebaut wurde.

    Die Konformittserklrung muss in einer derschweizerischen Amtssprachen abgefasstsein.

    Die Mindestanforderungen an den Inhalt derKonformittserklrung sind in der schweizeri-schen Verordnung ber die Sicherheit vontechnischen Einrichtungen und Gerten STEV,Anhang 2 enthalten. Dieser Anhang stimmtinhaltlich berein mit den Anforderungen inder EG-Maschinenrichtlinie 98/37/EG.

  • 5

    3 Bau und Ausrstung

    3.1 Sicherheitsabstnde

    3.1.1 Sicherheitsabstand ber und unterdem Kran

    Um zu verhindern, dass Personen zwischenfesten Bauwerkteilen und bewegten Krantei-len eingeklemmt werden, muss ein Sicher-heitsabstand von mindestens 0,5 m einge-halten werden. Bei Kranen mit motorisch an-getriebenem Fahrwerk ist es der senkrechteAbstand zwischen obersten oder unterstenAnlageteilen und festen Bauteilen, bei berei-nander laufenden Kranen oder Kranteilen derAbstand zwischen den Teilen, die sich amnchsten kommen (Bilder 1, 2, 3). Diesersenkrechte Sicherheitsabstand ist immer einzuhalten, sofern nicht gleichwertige Mass-nahmen getroffen wurden, die Unflle durchEinklemmen verhindern.

    Fr den senkrechten Sicherheitsabstandmssen folgende Teile nicht bercksichtigtwerden:

    Lastaufnahmemittel (z. B. Kranhaken)

    Sttzen der Stromzuleitung zu den Lauf-katzen und Stromabnehmerarme auf denLaufkatzen, sofern diese sich nicht im Ver-kehrs- und Arbeitsbereich von Personenbefinden

    Leuchtstoffrhren oder andere wenig wider-standsfhige schmale Bauteile am Gebu-de, deren Achsen parallel zur Fahrtrichtungdes Krans verlaufen

    flexibel aufgehngte Leuchten, die auch inausgependeltem Zustand keine Einklemm-gefahr bilden

    Der senkrechte Sicherheitsabstand nach obenmuss bei folgenden Kranen nicht eingehaltenwerden:

    Krane, die unter ebenen und glattenDecken laufen, die im ganzen Fahrbereichgeschlossen und gengend widerstands-fhig sind (Bilder 4, 5, 6)

    Krane bis max. 16 t Tragfhigkeit ohne festangebaute Podeste fr die Instandhaltung.Diese Krane mssen im Stillstand vonPodesten unter dem Kran aus instandgehalten werden knnen (am Gebudefest angebaute Podeste, Gerste,Arbeitshebebhnen) oder von Leitern mitEinhakvorrichtung (bis max. 5 m Hhezulssig) (Bild 7). Die Apparateschrnke ansolchen Kranen mssen so angeordnetsein, dass Instandhaltungspersonal, dasvor dem Apparateschrank steht, weder beieiner Bewegung des Krans noch bei einerBewegung der Laufkatze eingeklemmtwerden kann.

    Solche Krane sind z. B.: Eintrgerlaufkrane mit an den Unter-

    flanschen laufenden Katzen Zweitrgerkrane mit an den Unterflan-

    schen laufenden Katzen Eintrgerkrane mit Winkelkatzen, an

    denen die Hubwerke hngend oder seitlich angebaut sind

    3.1.2 Seitlicher Sicherheitsabstand

    Bei schienengebundenen Kranen mit moto-risch angetriebenem Fahrwerk muss im Ver-kehrs- und Arbeitsbereich bis auf eine Hhevon 2,5 m ab Boden bzw. 1,8 m ber demjeweiligen Standort zwischen den usserstenAnlageteilen und festen Bauteilen wie Mauern,Sulen, Gelnder, deponiertem Material usw.ein lichter Abstand von mindestens 0,5 mverbleiben (Bilder 1, 5, 6, 8, 9, 10).

    Der seitliche Sicherheitsabstand ist im Ver-kehrs- und Arbeitsbereich immer einzu

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