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  • 1

    Inhalt

    Editorial

    2

    Martin Evang und Ilsabe Seibt Gottesdienst-Coaches in unseren Landeskirchen Mit O-Tnen von Sylvia Wiederspahn

    4

    Bernhard Leube Kernbestand des Neuen Liedes? Eine Spurensuche in den sechs Ergnzungsbchern zum Evangelischen Gesangbuch

    10

    Simone Merkel Kirche mit Kindern was sie braucht und wie sie gelingen kann

    21

    Stephan Philipp Schulgottesdienst feiern Zu einer Orientierungshilfe der Liturgischen Konferenz

    27

    Volker Lbke Konfirmandenarbeit und Gottesdienst wie knnen sie besser miteinander verknpft werden?

    30

    Cornelia Radeke-Engst und Magdalena Mbius Mirjamgottesdienst in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

    35

    Rdiger Bernhardt Gedenken der Verstorbenen im Gottesdienst Eine Anregung zur liturgischen Gestaltung

    43

    Frank Peters Liturgische Hilfen im Internet I

    45

    Ilsabe Seibt und Martin Evang Monatslieder Liturgische Anregungen fr das Kirchenjahr 2012/2013 II

    48

    Zur aktuellen Perikopenrevision

    60

  • 2

    Editorial

    Mit diesem Heft machen wir das Gottesdienst-Coaching als ein unterstt-zendes Angebot fr Liturginnen und Liturgen in unseren Landeskirchen be-kannt und werben dafr. Gottesdienst-Coaching, das sich in erster Linie an Einzelpersonen richtet, ist auch bereits zu einem wichtigen Bestandteil un-serer gottesdienstlichen Fortbildungsangebote fr Pfarrerinnen und Pfarrer geworden.

    Vor zwanzig Jahren wurde der Stammteil des Evangelischen Gesangbuchs fertig und in Gebrauch genommen. In der Zwischenzeit sind eine Reihe von Ergnzungsbchern zum EG erschienen. Bernhard Leube stellt sie vor und sichtet sie vor allem mit dem Interesse, ob sich darin bereits der Kernbe-stand des Neuen Liedes fr ein erneuertes Gesangbuch abzeichnet.

    Kinder Schlerinnen Konfirmanden Frauen Verstorbene: die weite-ren Beitrge des Heftes sind nach dem Lebensalter angeordnet:

    Simone Merkel pldiert ausgehend von einem fiktiven Gesprch eines Kin-dergottesdienst-Teams dafr, dass die Kirche mit Kindern in unseren Ge-meinden geistlich wahrgenommen wird, und fragt grundstzlich, wie sie als Kindergottesdienst oder in anderen Formen gelingen kann.

    Verknpft mit eigenen Berufserfahrungen stellt Stephan Philipp die neu erschienene Orientierungshilfe der Liturgischen Konferenz zu Schulgottes-diensten vor.

    Volker Lbke hat in der eigenen Gemeinde Gottesdiensterfahrungen seiner Konfirmandinnen und Konfirmanden erkundet und reflektiert sie im Hori-zont der groen Konfirmandenstudie und zweier aktueller Verffentli-chungen.

    Den Mirjamgottesdienst in der EKBO seine Geschichte und den aktuell bevorstehenden stellen Cornelia Radeke-Engst und Magdalena Mbius vor. By the way: Das Arbeitsheft zum rheinischen Mirjamsonntag am 1. Sep-tember 2013 Grenzen berwinden Leben wagen ist soeben erschienen und kann bei der Wuppertaler Arbeitsstelle Gottesdienst bezogen werden.

    Rdiger Bernhardt hat ein kleines gottesdienstliches Ritual zum Gedenken an die Verstorbenen erprobt und stellt es vor.

    In einer kleinen Serie erschliet Frank Peters in diesem und in den folgen-den Heften Liturgische Hilfen im Internet.

  • Editorial

    3

    Es folgen wieder unsere Anregungen zur gottesdienstlichen Verwendung der Monatslieder.

    Ganz am Schluss steht die Einladung, sich an einem kleinen Test zu beteili-gen. Er betrifft Lesungs- und Predigttexte, die die Arbeitsgruppe Perikopen-revision fr vier Sonntage nach Trinitats vorschlgt.

    Den Autorinnen und Autoren danken wir herzlich fr ihre Beitrge. Den Leserinnen und Lesern wnschen wir eine anregende Lektre.

    Berlin und Wuppertal, im April 2013

    Ilsabe Seibt und Martin Evang

  • 4

    Martin Evang und Ilsabe Seibt

    Gottesdienst-Coaches in unseren Landeskirchen Mit O-Tnen von Sylvia Wiederspahn

    Im Juni 2013 endet der zweite, vorerst letzte gemeinsame Ausbildungskurs fr Gottesdienst-Coaches in der EKBO und in der EKiR. 2011/2012 und 2012/2013 sind in Kooperation der beiden Arbeitsstellen Gottesdienst ins-gesamt 40 Pfarrerinnen und Pfarrer zu Gottesdienst-Coaches ausgebildet worden: 21 aus der EKiR, 13 aus der EKBO, drei aus der westflischen und jeweils eine aus der badischen, der hannoverschen und lippischen Kirche. Den Kursen von EKiR und EKBO waren zwei westflische Ausbildungsgnge vorausgegangen, aus denen neben 35 westflischen auch je eine Berliner und ein rheinischer Gottesdienst-Coach hervorgingen.

    Andere Landeskirchen fhren vergleichbare Qualifizierungsmanahmen durch. Sie stehen einerseits in der Tradition gottesdienstlicher Langzeitfort-bildungen, die in zurckliegenden Jahren von einzelnen Gottesdienst-Insti-tuten und -Arbeitsstellen in den Landeskirchen angeboten wurden; dazu haben sich aber auch schon hufiger mehrere Einrichtungen, z. B. die baye-rische, die nordelbische und die westflische, zusammengetan.

    Andererseits reagieren die Initiativen zur Ausbildung von Gottesdienst-Coa-ches bzw., wie sie anderswo heien, Gottesdienst-Beraterinnen auf einen Bedarf, den das Impulspapier des Rates der EKD Kirche der Freiheit von 2006 benannt hat: die Gottesdienste und das gottesdienstliche Tun in den Gemeinden, unter Pfarrerinnen und Pfarrern und bei den anderen gottes-dienstlichen Diensten viel intensiver ins Gesprch zu bringen, als das bis-lang zumeist der Fall war. In diesen Kontext gehrt weiterhin z. B.:

    In der EKiR ist im Auftrag der Kirchenleitung vom Ausschuss fr Gottes-dienst und Kirchenmusik die Handreichung , zu schauen die schnen Gottesdienste des Herrn (Ps 27,4): Zur Qualittsentwicklung von Gottesdienst und Kirchenmusik (erschienen 2009) erarbeitet worden.

    Im Amt fr kirchliche Dienste der EKBO in Berlin ist 2007 eine Studien-leiterstelle fr gottesdienstliche Fragen eingerichtet worden, um mit einer Arbeitsstelle Gottesdienst die Fachberatung und Fortbildung erst-mals auf landeskirchlicher Ebene zu verankern.

    Last but not least: In der EKD ist das Zentrum fr Qualittsentwicklung im Gottesdienst in Hildesheim gegrndet worden, das seither mit zahl-reichen Projekten, Veranstaltungen und Publikationen (darunter z. B.

  • Gottesdienst-Coaches in unseren Landeskirchen

    5

    eine sehr hilfreiche kleine Broschre zum gottesdienstlichen Feedback) hervorgetreten ist.

    Unter Federfhrung des Zentrums fr Qualittsentwicklung im Gottes-dienst ist auch eine Rahmenvereinbarung fr die Ausbildung von Gottes-dienst-Beratern bzw. -Coaches erarbeitet worden, die einigermaen ein-heitliche Ausbildungsstandards fr den Raum der EKD benennt. Die Ver-stndigung darber ist wichtig, weil in den nchsten Jahren nicht mehr mehrere Kurse parallel in den Landeskirchen stattfinden werden. Der Bedarf ist soweit gedeckt, dass einzelne an der Ausbildung Interessierte gebeten werden, die in wechselnder Verantwortung der landeskirchlichen Arbeits-stellen stattfindenden offenen Kurse zu besuchen. Von berlegungen, eine frmliche EKD-weite Zertifizierung von Gottesdienst-Coaches oder -Bera-tern anzustreben, ist man wieder abgerckt; es erschien weder ntig noch angemessen noch wnschenswert, im Blick auf den Gottesdienst quasi einen eigenen Stand besonderer Expertinnen und Experten zu etablieren. Gottesdienst-Coaches werden i. d. R. von und in ihren Landeskirchen fr de-ren Bedarf ausgebildet und eingesetzt.

    Wie hast du vom Gottesdienst-Coaching erfahren?

    S. W.: Vor lngerem las ich in Thema Gottesdienst", dass in Berlin-Branden-burg Gottesdienst-Coaches ausgebildet werden. Mir war gleich klar: Nach fast 30 Jahren im Pfarramt ist das genau richtig fr mich!

    Die Ausbildung

    Natrlich gibt es zum Abschluss der Ausbildung ein Zertifikat, das die Inhalte der Ausbildung ausweist. Das sind konkret fr die beiden Kurse in EKBO und EKiR diese:

    Arbeit an der eigenen Person: Klrung der persnlichen Motivation und Rolle; Strkung der liturgischen Kompetenz; Prsenz und Authentizitt; Stimme und Raum; Kommunikation

    Einfhrung in Coaching und Gottesdienst-Coaching: Coaching im ber-schneidungsbereich von Supervision, Organisationsberatung und Trai-ning; Kontraktgesprch; Identitt und Rolle als Coach; Coaching als Rol-lenberatung und Rollengestaltung; Beziehung und bertragung im Coaching; Fhren und Leiten (incl. genderspezifische Aspekte); geistlich fhren

  • Martin Evang und Ilsabe Seibt

    6

    Gottesdienst in Theorie und Praxis: Gottesdienst als System in Systemen (Beziehung und Beteiligung); Theologie des Gottesdienstes; Gottes-dienstvorbereitung; Einfhrung in die Dramaturgische Homiletik; Pre-digtanalyse

    Coaching zur Gottesdienstpraxis: Gottesdiensterffnung; Sprechen von Gebeten; Lesen biblischer Texte; Predigteinstieg; Abendmahl; Segnen

    Kirchraumprsentation Kollegiale Beratung

    Die beiden Ausbildungskurse von EKBO und EKiR umfassten je drei Kurswochen, die im Michaeliskloster Hildesheim, im Kloster Stift zum Heiligengrabe (Brandenburg) und im Kloster Helfta (Lutherstadt Eisleben) stattfanden. Als Pfarrerin bzw. Pfarrer der veranstaltenden gottesdienst-lichen Arbeitsstellen waren wir fr die Gesamtleitung und fr die im enge-ren Sinn gottesdiensttheologischen und -praktischen Ausbildungsteile zustndig. Der Hauptanteil in der praktischen und theoretischen Qualifizie-rung als Coaches lag bei Christine Zarft, Schauspielerin und Dozentin an der Fhrungsakademie fr Kirche und Diakonie (Berlin), und Dieter Wentzek, Leiter des Evangelischen Zentralinstituts fr Familienberatung (Berlin), der ehemaliger westflischer Superintendent auch schon bei den westfli-schen Ausbildungskursen mit von der Partie war.

    Die drei Kurswochen wurden ergnzt durch Treffen in Regionalgruppen, in denen sich die Teilnehmenden im gegenseitigen gottesdienstlichen Coachen bten, und d