Hauskreismagazin - Darstellung Endlich-Leben-Gruppenarbeit

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Die eigenen Lebenskonflikte gemeinsam durcharbeiten das ist Ziel des zwlf-Schritte- Programms Endlich leben!. Brigitte Eckel hat in ihrer Gemeinde erfahren, dass Menschen Befreiung und Heilung erlebt haben. Die Oxforder Gruppenbewegung Der Ursprung dieses Programms liegt in einem geistlichen Aufbruch in den Anfngen des vorigen Gott hat Endlich leben! dazu benutzt, mir meine Le-benslgen und mein falsches Gottesbild aufzuzeigen.

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  • Gemeinschaft leben | DasHauskreisMagazin Nr. 4/2007

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    Jahrhunderts. Die so genannte Oxforder Gruppenbe-wegung wollte in den Kirchen den lebendigen Glaubenwieder neu entznden. Manche Menschen, die sichbekehrten, erlebten eine dramatische Heilung und er-warteten sie durch ihre Predigten auch bei Anderen.Doch nichts geschah. Deshalb belehrten die Betroffe-nen nicht weiter andere, sondern berichteten auseigenem Erleben. So entstanden geistliche Selbsthilfe-gruppen, in denen sich die zwlf Schritte entwickel-ten. Spter gerieten die christlichen Wurzeln in denSelbsthilfegruppen immer mehr in den Hintergrund.Das heutige 12-Schritte-Programm von Endlich

    leben! knpft wieder an den christlichen Ursprungan und ist ein erstaunlich hilfreiches Werkzeug, Men-schen auch auerhalb von Suchtproblematiken zuheilen und zu Lebensvernderungen zu fhren.Als die Gemeindeleitung meinen Mann und mich

    vor fnf Jahren fragte, ob wir einen Jngerschaftskursanbieten knnten, haben wir uns verschiedene Mate-rialien angesehen und kamen zu der berzeugung,dass das geistliche Selbsthilfeprogramm Endlichleben! fr unsere Gemeinde das Richtige sein knn-te. So haben wir es erst einmal ausfhrlich vorgestelltund immer wieder in den Gottesdiensten und mitFlyern dafr geworben.

    Sich ffnen, hinhren und anschauenVor Beginn jeder neuen Gruppe steht ein Informa-

    tionsabend. An unserem letzten Infoabend im Septem-ber 2006 kamen ungefhr vierzig Personen etwa dieHlfte war nicht aus unserer Gemeinde. Daraus ent-standen vier Gruppenmit je sieben bis neun Personen.

    Endlich leben! ist das Beste, was mir je passiertist!, Mein Leben ist so viel leichter, Ich neh-me Jesus jetzt ungefilterter wahr, Ich war inMustern gefangen, die mich berleben, aber nichtleben lieen die Reaktionen von Teilnehmern amEndlich leben!-Programm in unserer Gemeinde sindmehr als ermutigend. Seit drei Jahren luft das Pro-gramm, das von dem Lemgoer Pastor Helge Seekampzusammen mit anderen entwickelt wurde. VieleTeilnehmer haben eine tiefgreifende Vernderung inihrem Leben erfahren. Dabei sind die meisten schonzwanzig oder dreiig Jahre Christen, und doch erle-ben sie, dass eine neue Beziehung zu Jesus wchst.Mitbringen mssen sie die Bereitschaft, ein Jahr

    lang jede Woche an einem Treffen teilzunehmen,denn Endlich leben! setzt auf Kontinuitt. Sie ver-pflichten sich bei den Gesprchen offen und ehrlichzu sein, Gefhle zuzulassen und auch noch Hausauf-gaben zu erledigen, weil sie Heilung, Vernderungund Gelassenheit erfahren wollen. Dabei spielt es keineRolle, ob ngste, Groll, Neid, Eifersucht, Beziehungs-abhngigkeit, Kontrollsucht oder Wutausbrche dasLeben einengen. Hier ist jeder richtig, der von sichsagt: So wie ich jetzt lebe, mchte ich in den nch-sten zehn oder zwanzig Jahre nicht weiterleben.Stoffgebundene Schte spielen zur Zeit in unserenGruppen eher eine untergeordnete Rolle, aber auchhier kann Endlich leben! ansetzen.

    Die Oxforder GruppenbewegungDer Ursprung dieses Programms liegt in einem

    geistlichen Aufbruch in den Anfngen des vorigen

    Die eigenen Lebenskonflikte gemeinsam durcharbeiten das ist Ziel des zwlf-Schritte-Programms Endlich leben!. Brigitte Eckel hat in ihrer Gemeinde erfahren, dass MenschenBefreiung und Heilung erlebt haben.

    Geistliche Selbsthilfe:

    In zwlf Schritten befreit

    Brigitte Eckelist BTS-Seelsorgerin undlebt mit ihrem Mann inKassel.

    Internet:www.endlich-leben.net

    HKM_Ausgabe4:Layout 1 10.08.2007 11:34 Uhr Seite 40

  • Gemeinschaft leben

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    Vereinzelt nehmen auch Nichtchristen an den Grup-pen teil, die das fromme Leben der Anderen erst ein-mal aushalten mssen. Sie profitieren besonders, wennsie im Laufe des Programms Schritt drei, Wir fasstenden Entschluss, unseren Willen und unsere Leben derSorge Gottes soweit wir ihn verstanden anzuvertrau-en, akzeptiert haben und halten dann auch durch.

    Unser Gruppenabend dauert eineinhalb Stunden.Wir setzen einen dezentenWecker ein. Jede Person ent-scheidet selbst, was sie sagen mchte. Es geht nichtum Diskussionen und um das Erzhlen irgendwel-cher Geschichtchen, sondern um das ehrliche sichffnen, Hinhren und Anschauen, in der tiefen Gewiss-heit, dass Gott das Leben neu ordnen und heilen kann.

    Schmerzliche AnfngeDie Gestaltung des Abends ist schlicht: Eine herzli-

    che Begrung, ein Lied von der CD, ein Gebet, eineerste Runde, in der weitergegeben wird, was sich inder vergangenenWoche ergeben hat. Die Erfahrungen,Eindrcke und Erkenntnisse aus der Hausaufgabe sindGrundlage fr die zweite Runde hier kann direktnachgefragt oder aus eigener Erfahrung ergnzt wer-den. Oft hilft der Beitrag eines Anderen, Dinge imeigenen Leben aufzudecken und zu bearbeiten.

    Dabei kann es vorkommen, dass von Erlebnissenerzhlt wird, die kaum auszuhalten sind zum Beispielaus der Kindheit und einige weinen mit. Eine Teil-nehmerin fragte bei so einer Erinnerung: Wo warstDu Gott? Spter berichtet sie, dass sie beim Fahrrad-fahren eine Stimme hrte: Ich war da, ganz tief unterdir, mchtest Du jetzt noch einmal deine Geschichte

    mitmir durchgehen? Nein antwortete sie, das istmirzu schwer und konnte nur noch weinen. Dann hrtesie Jesu Stimme in ihrem Herzen: In Ordnung, ichwarte. Mit diesem Reden Gottes fing die Heilung an.

    Es bewegt uns auch immer wieder, wenn Gruppen-teilnehmer Schritte gehen und ein Vernderungspro-zess sichtbar wird, selbst wenn es zunchst nur kleineVernderungen sind. Wenn Snde benannt undbekannt wird, ist es zunchst sehr schmerzlich, dochdadurch wchst die Beziehung untereinander. Jedepositive Vernderung, jeder Fortschritt wird von denanderen freudig aufgenommen. Oft geht es den Teil-nehmern zunchst schlechter, nmlich dann, wennsie aufhren zu leugnen, ihre Situation auf sich wir-ken lassen und ihre Ohnmacht erkennen. Es kommtauch vor, dass Teilnehmerinnen einfach nicht (odernoch nicht) an ihre Probleme herankommen wollenoder knnen und vielleicht auch ganz aus der Gruppeaussteigen. Es gibt Rckschritte, die zu verkraftensind und manchmal sind Rckschritte die Startbasisfr einen greren Sprung.

    Der Stolz brckeltJeder Gruppe sind bei uns zwei Leiter zugewiesen.

    So ist eine gegenseitige Untersttzung mglich undman kann sich vertreten, so dass keine Gruppenstundeausfallenmuss. Man braucht kein Psychologie-Studium,um Leiter(in) werden zu knnen, aber es ist hilfreich,selbst an einer Gruppe teilgenommen oder eine Schu-lung beim Endlich-leben!-Netzwerk besucht zu haben.Zur Aufgabe der Leitung gehrt es, die Gruppenstun-den zu moderieren, auf die Einhaltung der Regeln zu

    t

    Gott hatEndlich leben!dazu benutzt,mir meine Le-benslgen undmein falschesGottesbild auf-zuzeigen.

    HKM_Ausgabe4:Layout 1 10.08.2007 11:36 Uhr Seite 41

  • Ganz neue FreiheitObwohl ich schon lange Christ war, war ich durch

    meine Lebenslgen undmein falsches Gottesbild rich-tig blockiert. Ich lebte in einem stndigen Spannungs-feld von Angst und Selbstbespiegelung getriebenvon dem Anspruch, alles richtig machen zu mssen.Ich hatte Angst vor Gott, der doch nur mein Versagensieht. In der Endlich-leben-Gruppe konnte ich dieseZusammenhnge erkennen und es fiel eine groe Lastvon mir ab.

    Obwohl die Teilnahmeverpflichtung ber ein Jahranfangs eher eine Hrde war, konnten wir uns nachder Zeit schlecht vorstellen aufzuhren. So hat einTeil der Gruppe das Buch noch ein zweites Mal durch-gearbeitet und Gott arbeitet immer weiter an jedemvon uns, auch wenn die Gruppe jetzt wirklich zu Endeist. Gott hat Endlich leben! dazu benutzt, mir meineLebenslgen undmein falsches Gottesbild aufzuzeigen.Das hat mich zu einer ganz neuen Freiheit gefhrt.Teilnehmerin (41)

    Alles wurde bunterAls der erste Endlich-leben-Kurs in unserer Gemein-

    de angeboten wurde, war ich mir hundertprozentigsicher, dass ich nie und nimmer daran teilnehmenwrde. Niemals wrde ich in einer Gruppe ber sopersnliche Fragen sprechen! Das war absolut indis-kutabel.

    Zwei Jahre spter startete ein neuer Kurs. Inzwischenhatte sich einiges in meinem Leben ereignet und ichsprte, dass ich es alleine nicht schaffen wrde. Ichbrauchte Hilfe! Ich hatte mich schon dazu entschlos-sen, bei diesem Kurs mitzumachen, als ich gefragtwurde, ob ich als Co-Leiterin einsteigen wollte. Nacheiniger Zeit sagte ich zu.

    Ich schrieb meine Gedanken und Gefhle lieber inmein Tagebuch. Mich mit fremden Menschen darberauszutauschen, war schlichtweg ein Albtraum. Deshalbstehen auch auf der ersten Seite des Buches solche Stzewie: Nach der Gruppe fhle ich mich hundeelendschlecht oder Ich fhlemich hier total fehl am Platz.

    Das erste halbe Jahr war einfach tzend. Ichschleppte mich hin zur Gruppe und dann wieder nachHause nahm eine Schlaftablette und versuchte denRest der Woche nicht mehr daran zu denken. So vieleswurde in mir aufgewhlt, warum sollte ich mir dasantun und auch noch freiwillig? Dazu noch Schuld-gefhle, weil ich meiner Aufgabe als Gruppenleiterinnicht gerecht wurde.

    Irgendwann habe ich aufgegeben und mich dazuentschlossen, mich darauf einzulassen und nicht mehrzu blockieren. Ich war ja sowieso mit meinem Lateinam Ende. Vorsichtig versuchte ich mich zu ffnen undsiehe da die Welt strzte nicht ein. Da kam keinDonnerwetter oder vernichtendes Urteil. Keiner brachin anhaltendes Gelchter aus oder fragte, ob ich nochalle Tassen im Schrank htte. Ich wurde ernst genom-men! Ich wurde verstanden! Pltzlich sprangenmichStze aus dem Buch an, ich verstand Zusammenhnge.Manchmal war es, als wrde ein Vorhang zurckgezo-gen und ich sah die Dinge aus einem komplett anderenBlickwinkel. Ich erlebte, wie Gott zu mir redete!

    Irgendwann passierte es sogar, dass ich mich aufden Gruppenabend freute. Ich erzhlte das dann auchin der Gruppe und sprte, dass sich die Anderen mit-freuten. Mein Mann sprte eine Vernderung. Ich fingan zu leben! Nicht, dass ich vorher nicht gelebt htte,aber pltzlich wurde alles bunter. Vorher gab es vielSchwarz und Wei, jetzt ka

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