grundlegendes fÜr gymnastik und tanz in der …

of 16/16
» GRUNDLEGENDES FÜR GYMNASTIK UND TANZ IN DER SCHULE « 2015 WWW.KNSU.DE Seite 1 GRUNDLEGENDES FÜR GYMNASTIK UND TANZ IN DER SCHULE Autor: Anne Brucker Creative-Commons-Lizenz Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0)

Post on 14-Nov-2021

0 views

Category:

Documents

0 download

Embed Size (px)

TRANSCRIPT

TH Vorlage2015 WWW.KNSU.DE Seite 1
Autor: Anne Brucker
2015 WWW.KNSU.DE Seite 2
• Hinweise zur Unterrichtsgestaltung
2015 WWW.KNSU.DE Seite 3
Gymnastik
Der Begriff Gymnastik stammt aus dem Griechischen und bedeutet „turnen, üben,
schulen“ und gilt als Kunst der Leibesübungen.
Funktionelle Gymnastik
Funktionelle Gymnastik beschreibt jede Art von Gymnastik, die zur Verbesserung
oder zum Erhalt bestimmter Körperfunktionen dient. Durch gezielte Übungen werden
motorische Grundeigenschaften (Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und
Koordination) trainiert. Je nach Schwerpunkt gibt es unterschiedliche Formen der
Gymnastik: Aerobic, Skigymnastik, Gymnastik gegen Rückenschmerzen etc. Funkti-
onelle Gymnastik kann wahlweise mit oder ohne Musik durchgeführt werden.1
Rhythmische Gymnastik
Bei dieser Form der Gymnastik liegt der Schwerpunkt in der Entwicklung rhythmi-
scher Bewegungen zur Bewegungsbegleitung. Der Erhalt bzw. die Verbesserung
einzelner Körperfunktionen wird eher durch häufiges und intensives Üben gewähr-
leistet. Rhythmische Gymnastik kann mit und ohne Handgerät ausgeführt werden.
Bei letzterem werden meist Schrittfolgen, Drehungen und Sprünge miteinander ver-
knüpft (tänzerische Gymnastik, Jazzgymnastik). Aus der rhythmischen Gymnastik mit
Handgerät hat sich die rhythmische Sportgymnastik entwickelt, bei der Schrittverbin-
dungen mit der Nutzung verschiedener Handgeräte (Ball, Reifen, Keule, Band, Seil)
kombiniert werden.
„Tanz ist eine persönliche, individuelle, nonverbale und psycho-physische Aus-
drucks-Bewegung, die eine enge Beziehung zur Musik […] aufweist; die sich im
Raum abspielt; die Zeit benötigt und eine bestimmte zeitliche Epoche abbildet; die
Form aufweist; Kraft und Technik voraussetzt und durch verschiedenartige Motivati-
on ausgelöst wird.“ 2
Kreatives Tanzen
Im Gegensatz zu anderen Tanzformen geht es nicht um das Erlernen tänzerischer
Prinzipien und Techniken. Im Vordergrund stehen Bewegungserfahrungen und das
Finden verschiedener Bewegungsmöglichkeiten. Dies gestattet die Entfaltung eines
individuellen Stils. Entdeckte Bewegungsmuster können dennoch mit der gesamten
Gruppe aufgegriffen und eingeübt werden. 3
1 vgl. Rosenberg 2000, S. 10f
2 Ellermann / Meyerholz 2009, S. 9
3 vgl. Rosenberg 2000, S. 14f
» GRUNDLEGENDES FÜR GYMNASTIK UND TANZ IN DER SCHULE «
2015 WWW.KNSU.DE Seite 4
ze …)
• Gesellschaftstanz (Standarttanz, lateinamerikanischer Tanz …)
Breakdance, HipHop, Jazztanz …)
Synchronschwimmen, Capoeira / Modetänze: Jumpstyle …)
Teilrahmenplan Sport der Grundschule
Gymnastik und Tanz sind im TRP in den beiden Bewegungsfeldern „Bewegen mit
Geräten und Materialien“ und „Bewegen im Rhythmus und zur Musik“ verankert. Ers-
teres sieht die Anregung der Bewegungsphantasie und Beeinflussung der Körper-
wahrnehmung sowie der Bewegungsvorstellung durch den kreativen Umgang mit
Geräten und Materialien vor. 5
Im zweiten Bewegungsfeld steht der Aufbau des Körperbewusstseins, die Entwick-
lung der Identität und die Förderung des Selbstbewusstseins im Vordergrund. Durch
die gemeinsame Gestaltung und Präsentation von Tänzen können zudem soziale
Kompetenzen, wie etwa Anpassung, Akzeptanz und Kooperationsbereitschaft 6
geschult werden.
Kurz ab:
• Miteinander (Soziales Lernen, Umwelt) Gesundheit (Fitness, Wohlbefinden)
4 Meusel / Wiesel 1995, S. 15
5 vgl. Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur 2008, S. 11
6 vgl. ebenda, S. 13
Gymnastik Tanz Bewegungs-
z.B. Aerobic/Fitness- gymnastik* Rhythmische Sportgymnastik*, Rhythmische Gymnastik °
z.B. Gymnastik mit Handgerät, Mate- rialien oder Ob- jekten ° Gymnas- tik und Turnen °
z.B. Ballett °, Jazz- tanz*°, Moderner Tanz*°, Folkloren°, Gesellschaftstanz*, Rock'n'Roll*, kar- nevalistischer Tanzsport *°
z.B. experimenteller Tanz°, Tanzthea- ter°, Tanzspiel°
z.B. Darstellendes Spiel°, Panto- mime°, Sport- theater°, Zirkus- künste/ Akrobatik°
Angebote mit * sind auch als Wettkampfformen zu finden, Angebote mit ° unterliegen keinen Reglementierungen.
Abb. 1: Bewegungsgestaltung nach Meusel/ Wiesel
» GRUNDLEGENDES FÜR GYMNASTIK UND TANZ IN DER SCHULE «
2015 WWW.KNSU.DE Seite 5
Lehrplan Sport der Sekundarstufe I
Der Lehrplan sieht im Bereich Gymnastik und Tanz den Erwerb bestimmter methodi-
scher, sozialer und sachlicher Kompetenzen vor:
7 ebenda, S. 17ff
8 ebenda, S. 24ff
räten und Materialien (Seil, Reifen,
Band, Ball, Keule) verfügen
Materialien sicher ausführen Bewe-
Bewegungsgrundformen verfügen
bewusst und spontan in Bewegung umsetzen
• Materialien zur Ausdrucksgestaltung einset-
verwirklichen
tungen benennen und präsentieren
Methodenkompetenz
• Konzentrierte Wahrnehmung des eigenen Körpers
• Entwickeln von Kreativität in Bezug auf den eigenen Körper
• Anwenden von Gestaltungsprinzipien in der Bewegung
• Kritische Auseinandersetzung mit den Bewegungsangeboten kommerzieller Anbieter
Sozialkompetenz
staltung
mäßig bei Übungen zur Körperwahrnehmung
Abb. 2: Bewegungsunterschiede
» GRUNDLEGENDES FÜR GYMNASTIK UND TANZ IN DER SCHULE «
2015 WWW.KNSU.DE Seite 6
Sachkompetenz
zum Körperaufbau, Koordination, Ausdauer)
• Körperwahrnehmung (Wahrnehmung des ei-
nung/Entspannung, Tiefenatmung, Vertrau-
gungserfahrungen mit einem Handinstrument
wegungserfahrungen mit einem zweiten
Partner/-in)
ter Bewegungsformen 9
2015 WWW.KNSU.DE Seite 7
gungserklärung
• Korrektur
Zielübung
nutzen um Kreativität, Spontaneität, Phantasie anzuregen
• Stellen von Bewegungsaufgaben (als freiere methodische Maßnahmen)
→ unterrichtlicher Impuls, der den Schülern innerhalb einer bewegungsthemati-
schen Begrenzung erlaubt, eine individuelle Lösung des Problems zu finden
• Erfahrungs-, Erprobungs- und handlungsspielraum gewähren
• Durch Probieren Hemmungen ablegen (alles ist erlaubt)
• Sammeln von Bewegungs- und Körpererfahrungen
• Ausprobieren gymnastischer Formen mit und ohne Handgerät
10 Technische Universität München 2010, S. 60
Lehrertätigkeit Schülertätigkeit
wichtigsten Bewegungselemente /
Anwenden
2015 WWW.KNSU.DE Seite 8
mit dazu nehmen)
• begabte Kinder als Vortänzer, die auch Hilfestellung leisten
• angemessenes Lob, Korrekturen und Verbesserungsvorschläge
Gelerntes anwenden und Neues erfahren
• Wiederholung gibt Vertrauen, Bewegungsabläufe können verinnerlicht werden
• bestehendes Bewegungsrepertoire schafft Freiraum für neue Ideen und Improvi-
sation
stellungen, unterschiedliche Berührungspunkte bei Fassungen)
• Gleichgewichtssinn (Übungen mit Ständen, Drehungen etc.)
• Bewegungssinn (Beim Erlernen bzw. Planen neuer Bewegungsabläufe wird so-
wohl der kinästhetische als auch der repriorezeptive Sinn angesprochen. Sin-
neszellen in Muskeln, Gelenken, Sehnen geben Auskunft über die Stellung der
einzelnen Körperteile und deren Spannungszustand)
• Sehsinn (Nachahmen von Bewegungen, Wahrnehmen eigener Bewegungen)
• Hörsinn (Hören von Musik, Rhythmus etc.)
11 ebenda, S. 60
6. Erneute Reflexion / Gespräch
Abb. 6: Induktiver Weg
2015 WWW.KNSU.DE Seite 9
• Musikgeschmack der Schüler berücksichtigen (CDs mitbringen lassen)
alle Wünsche gleichermaßen berücksichtigen 12
Arbeit mit Bildern und Vorstellungen
• abhängig vom Alter der Schüler unterstützen kleine Geschichten und Bilder die
Vermittlung von Bewegungen („Die Beine sind der stabile Baumstamm und die
Hände reichen als Äste weit in den Himmel!“)
• komplexe Zusammenhänge werden verständlicher und einprägsamer
• steigert die Qualität der Bewegungen
Interesse der Jungen für das Tanzen wecken
• Begriff „Tanz“ zu Anfang der Unterrichtseinheit vermeiden
• Lieblingsmusik mitbringen lassen
Ausführungen
• Vorstellungen / Bilder wählen, mit denen sich Jungen identifizieren können (Ro-
boter, Flugzeug)
Räumliche Organisation
Generell ist unter Bewegungsbegleitung das Zusammenspiel von Klang und Bewe-
gung zu verstehen. Die Musik kann dabei als Basis dienen, d.h. der Tanzende richtet
sich nach dem was er hört („Zeige, was du hörst!“) oder die Musik untermalt die Be-
wegung der Tänzer („Spiele, was du siehst!“).
Die Bewegungsbegleitung hat im Bereich der Gymnastik und des Tanzes einen ho-
hen Stellenwert.
Die Bewegungsbegleitung
o unterstützt das Erlernen und Einprägen neuer Bewegungen
o gibt Anregungen zur selbstständigen Gestaltung
o motiviert und steigert die Ausdauer
o trägt zu mehr Abwechslung im Unterricht bei
Es gibt verschiedene Möglichkeiten Bewegungen zu begleiten. Die Auswahl der Be-
wegungsbegleitung ist vom jeweiligen Schwerpunkt bzw. Eignung für die jeweiligen
Übungen abhängig.
Abb. 7: Bewegungsbegleitung
2015 WWW.KNSU.DE Seite 10
Sprech- und Singstimme
• die vokale Begleitung bezeichnet, was man tut und wie man es tut (Sprache als
Hilfstext)
• Rhythmus, Artikulation und Stimmlage finden sich in der Bewegung wieder; ein-
zelne Worte und Silben werden zeitgleich mitgesprochen und unterschiedlich be-
tont
Klanggesten
• (umfasst alle Geräusche und Klänge, die mit dem Körper erzeugt werden kön-
nen)
Elementare Instrumente
trommel, Rasseln)
• Einsatz, Übergänge und Ende durch bestimmte Worte festlegen („Achtung los
geht´s“)
• geeignete Musik wählen (klar strukturiert, deutlich Wahrnehmbares, konstantes
Tempo, dem Alter der Kinder entsprechend) 13
Handgeräte und Materialien
Als Handgeräte des Gymnastik- und Tanz-Unterrichts kommen nicht nur die typi-
schen Geräte der rhythmischen Sportgymnastik in Frage. Gerade für jüngere Schüler
sind alternative Geräte (Tücher, größere Bälle, Stäbe etc.) oder gar Alltagsmateria-
lien (Stühle, Schirme, Hüte, Masken) besser geeignet, da sie eine vielfältigere Hand-
habung erlauben und die Kreativität der Schüler anregen. So können die konventio-
nellen Übungen der rhythmischen Sportgymnastik (s. Tabelle 14) durch zusätzliche
Handhabungen oder gar Entfremdungen erweitert werden.
13 vgl. Fischer 2008, S. 11ff
14 Technische Universität München 2010, S. 38
» GRUNDLEGENDES FÜR GYMNASTIK UND TANZ IN DER SCHULE «
2015 WWW.KNSU.DE Seite 11
• bewegungsanregende Spiele helfen Energien abzubauen und Spannung aufzu-
bauen
Formationen, Tempo)
Sammeln vielfältiger Bewegungserfahrungen
• gezielte Übungen zum Entdecken einzelner Körperteile, Gelenke und deren Be-
wegungsmöglichkeiten
• Üben einzelner Gestaltungselemente
Abschluss
Ball Band Keule Reifen Seil
Schwingen
2015 WWW.KNSU.DE Seite 12
Entwickeln von Choreografien
Ziel des Gymnastik und Tanz-Unterrichts ist meist die Präsentation des zuvor Erar-
beiteten. Es dient nicht nur der Ergebnissicherung, sondern steigert auch die Motiva-
tion der Gruppe. Die Präsentation kann dabei schon aus kleineren Sequenzen be-
stehen. So kann nach fast jeder Unterrichtsstunde eine kleine Vorführung stattfinden.
Die Erarbeitung einer Choreographie gliedert sich in folgende Bereiche:
Imitativer-reproduktiver Bereich (vergleiche deduktiver Lehrweg)
Die Methode der Imitation bzw. des Nachahmens wird hauptsächlich bei stilgebun-
denen Tänzen (s. Pkt 2) angewandt. Von der Lehrperson als Bewegungsvorbild soll-
ten bestimmte Dinge beachtet werden:
• die Bewegung immer gleich vormachen
• auf kleinschrittiges Vorgehen achten (Tempo langsam erhöhen)
• besondere Aufmerksamkeit auf Bewegungsanfänge und -übergänge richten
• eindeutige Bewegungsvorgaben und -anweisungen
Dieser Bereich legt den Schwerpunkt auf die Förderung der individuellen Kreativität.
Die Schüler erhalten Gelegenheit zur Improvisation, Variation und Kombination.
Bei allen drei Methoden sind wichtige Grundsätze zu beachten:
Aufgabenstellungen der Improvisation…
• so formulieren, dass den Schülern klar ist, was sie tun sollen, sie in ihrer Bewe-
gungsfantasie nicht eingeschränkt werden, die Aufgabenstellung aber nicht zu
offen sind
• freier oder geschlossener stellen: „So offen wie möglich, so geschlossen wie nö-
tig!“
Imitativ-reproduktiver Bereich
» GRUNDLEGENDES FÜR GYMNASTIK UND TANZ IN DER SCHULE «
2015 WWW.KNSU.DE Seite 13
Bei der Probierphase sollten keine negativen Wertungen vorgenommen werden. Um
Hemmungen abzubauen, sollten Zuschauer nicht zugelassen werden. Improvisati-
onsübungen führen zu einer individuellen Bewegungsvielfalt und Vergrößern das
Bewegungsvokabular.
Bei der Variation sind Bewegungsmotive vorhanden, die im Hinblick auf unterschied-
liche Schwerpunkte verändert werden sollen:
• zeitlich (Tempowechsel)
Die Methode der Kombination verbindet verschiedene Bewegungen miteinander.
Übergänge von einer Bewegung in die andere spielen hier eine entscheidende Rolle.
Produktiv-präsentativer Bereich
Kommt es zu einer Darbietung des Erarbeiteten sollten die Schüler zuvor ausrei-
chend Zeit zur Festigung des Tanzstücks erhalten. Vor größeren Auftritten (z.B. an
Schulfesten) sollten die Schüler evtl. vor kleinerem Publikum üben.
Bei jeder Art der Präsentation sollten jedoch bestimmte Aspekte berücksichtigt bzw.
geschult werden:
• Bewegungen beginnen aus der Ruhe heraus
• am Ende der Präsentation frieren die Tänzer für einem Moment in ihrer Schluss-
position ein
• Schüler sollten den Kopf heben und die Augen öffnen 16
16 vgl. Ellermann / Meyerholz 2009, S. 12ff
» GRUNDLEGENDES FÜR GYMNASTIK UND TANZ IN DER SCHULE «
2015 WWW.KNSU.DE Seite 14
Gestalten von Choreografien
Die Gestaltung einer Choreografie für Kinder oder unerfahrene Tänzer sollte zwar
abwechslungsreich, aber an den Leistungsstand der Gruppe angepasst sein. Glei-
ches gilt für die Auswahl der Musik: das Lied sollte nicht monoton sein, eine klare
Struktur sowie einen gut hörbaren Takt aufweisen.
Bezüglich der Gestaltung eines Tanzes gibt es verschiedene Mittel bzw. Gestaltung-
kriterien, um eine Choreografie abwechslungsreich zu gestalten. Im Wesentlichen
können tänzerische Bewegungen in räumlicher, zeitlicher und dynamischer Hinsicht
variiert werden. Die Gestaltung des Tanzes bzw. die Auswahl der Bewegungsele-
mente sollte dabei zur Musik passen (bei Kindertänzen ist die tänzerische stark an
die musikalische Form angepasst), d.h.
• eher ruhigere Bewegungen bei langsamer Musik und umgekehrt
• Höhepunkte nutzen
• Anfangs- und Schlussbild passend auswählen
• Gegensätze einbauen, um Kontraste hervorzuheben
• Idee und Motivation des Tanzes sollte mit Inhalt und Struktur der Musik überein-
stimmen
Raum Zeit Dynamik
Raumrichtung: sechs Haupt- richtungen (vor-rück, hoch-tief, rechts-links) und die Diagonalen Körperebenen: frontal, horizon- tal, sagittal Raumebenen: hoch, mittel, tief Geradlinig, kurvig Eng weit Raumformen und Gruppie- rungen: Kreis, Linie, Spirale, Schlange, Gasse, Anordnung in Paaren, Gruppen, vereinzelt...
Tempo: schnell, langsam Accelerando, ritardando (Beschleuni- gung, Verlangsamung) Metrisch (gleichmäßig), ametrisch (un- gleichmäßig), d. h. abhängig bzw. unab- hängig von Takt und gleichbleibendem Grundschlag Rhythmus, d. h. Gestaltung eines zeitli- chen Ablaufs mit Längen, Kürzen, beton- ten und unbetonten Zeiten Bewegungsfluss: fließende und unter- brochene Bewegung (im musikalischen Sinne Artikulation: legato, staccato)
Unterschiedlicher Krafteinsatz: gespannt, gelöst, zunehmend zu und abnehmende Spannung bzw. Akzente
Abb. 10: Gestaltungskriterien
2015 WWW.KNSU.DE Seite 15
17 ebenda, S. 99
Material Gliederung Inhalt
d.h. dem Umgang mit räumlichen, zeitlichen und dynamischen Fakto- ren (siehe obenstehen- de Tabelle) Dabei tritt im Tanz be- sonders der Faktor Raum als formgebend hervor,
Bezogen auf die Gliederung einzelner Teile; Wiederholung von Motiven und Teilen, Variationen, wiederkehrende Be- wegungsthemen, Einleitung und Schluss, Übergänge, Weiterführung, Steigerung, Auflösung von Motiven, Reihung. Bezogen auf die Gliederung der Ge- samtstruktur: dreiteilige Form (ABA), Bar- form (AAB), Gegenbarform (ABB), Rondo- form (ABACADA...), erzählende Form (bei handlungsorientierten Tänzen), Suiten- form (Zusammenstellung einzelner Tänze zu einer Gesamtform), collagenartige Gestaltung...
Idee oder Motivation des Tanzes, die im Verlauf des Tanzes eine Entwicklung oder unterschiedliche Sichtweise erfährt
Abb. 11: Formen eines Tanzes
» GRUNDLEGENDES FÜR GYMNASTIK UND TANZ IN DER SCHULE «
2015 WWW.KNSU.DE Seite 16
Ellermann & Mexerholz
Kassel 2008 Gustav Bosse
Meusel W. & Wieser R.
Ministerium für Bildung
Ministerium für Bildung
Mainz 2008 Sommer Verlag
Aachen 2000 Meyer & Meyer