gottes versprechen - gebet sprengt grenzen

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Der 09.11.2001 bleibt uns allen in Erinnerung. Es ist sicherlich die bestdokumentierte Katastrophe dieser Erde. Vor laufenden Kameras und unzhligen Zuschauern geschah das Unglaubliche. Ein hinterhltiges Attentat auf die Zwillingstrme des World Trade Centers (WTC) strzte die amerikanische Nation in Verzweiflung und fhrte letztendlich auch noch zu den Irak-Kriegen. Aber Gott steht ber allem: 2 Menschen berlebten, unabhngig voneinander, in diesem Inferno auf ungewhnliche Art und Weise. In beiden Fllen geschahen nicht erklrbare Ereignisse. Beide sind ein Zeichen fr Gottes Eingreifen und Gottes Hand in dieser Welt. Beide Menschen haben ihre Erlebnisse der Nachwelt hinterlassen und reisen heute um die Welt um interessierten Zuhrern die Botschaft des Wirkens Gottes mitzuteilen. Inzwischen sind die Berichte auch in Bchern verffentlicht. Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen aus unzhligen Internetseiten die Geschichten im Jahre 2007 zusammengetragen und mit Bildern chronologisch dargestellt.

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    Gottes Versprechen Gebetsprengt Grenzen

    Denn bei Gott ist nichts unmglich.Lk 1,37

    Glauben wir dieser Aussage auch, wenn wir

    in einer schwierigen Lage sind? Oder glau-ben wir ihr, solange es uns gut geht?

    Betet immer und in jeder Situation mitder Kraft des Heiligen Geistes.Eph. 6, 18

    Jakobus gibt den einfachen Rat: Leidet je-mand von euch? Dann soll er beten!Jak.5, 13

    Diesem Aufsatz stelle ich einen weiteren Textaus dem Worte Gottes voraus:

    ...er will, dass alle Menschen gerettetwerden und zur Erkenntnis der Wahrheitgelangen. 1.Tim.2,4 E

    Genelle ist auf der karibischen Insel Trinidadals zweitjngstes von dreizehn Kindern auf-gewachsen. Ihre Mutter war eine fromme Ka-tholikin, aber Genelle mochte die Kirche nichtund hielt sie fr Zeitverschwendung. ... Alssie neunzehn war und ihr erstes Kind erwar-tete, zog sie zu ihrem Freund. Die Beziehungdauerte sechs Jahre. Nachdem sie sich ge-trennt hatten, verbrachte Genelle mehr Zeit inClubs und Partys. Das schien ihr das richtigeLeben fr sie zu sein, so hatte sie es sichschon immer gewnscht. Sie liebte die Musik,das Tanzen und Feiern; es half ihr gegen dieSchchternheit, die sie qulte. Sie hatte dasCollege abgeschlossen und genoss das Le-ben als Alleinstehende, die niemand Re-chenschaft abzulegen brauchte.

    Genelle Guzman - McMillan

    Freunde und Verwandte, die schon in NewYork wohnten, drngten sie, und so zog sie1998 in die Stadt. Ihre Kinder wollte sie ho-len, sobald die das Geld dafr gespart htte.Aber das wrde dauern. Erst einmal gab es inNew York unendlich viele Clubs und Partys ein herrlicher Platz fr eine junge Frau, diegern ausging und das Leben genoss.

    In Brooklyn lebte die 31-jhrige Genelle mitRoger McMillan zusammen, einem hochge-wachsenen Mann, der Partys und Tanzengenauso liebte wie sie.

    Ich war als Broangestellte der Hafenbehr-de von New York ttig. Am Morgen kam ichgegen acht Uhr zur Arbeit. Ich schnappte mirein Ei, ein Brtchen und eine Tasse Schoko-lade, fuhr mit dem Aufzug ins 64. Stockwerkdes Nordturms des World Trade Centers; daarbeitete ich schon seit neun Monaten. Diemeisten Mitarbeiter waren noch nicht da. Ichunterhielt mich gerade mit einer Kollegin, alses passierte. Pltzlich bebte die Erde. Waswar das? Ein Erdbeben in Manhattan? Eswar 08.46 Uhr am 11. September 2001

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    Ich hatte keine Ahnung, dass Flug AA 11eben unser Gebude gerammt hatte. Als ichaus dem Fenster schaute, um zu sehen, waslos war, sah ich kleine Papier- undSchuttstckchen von oben herabsegeln.

    Ein Mitarbeiter rief, ein Flugzeug sei in dasGebude gerast. Ich dachte an ein Privatflug-

    zeug, nicht an eine Dsenmaschine. Ichglaubte, wir seien nicht in ernsthafter Gefahr,und waren darum berrascht, als die Leuteihre Sachen an sich rissen und zum Aufzugliefen.

    Ein Mann hatte schon die Polizei der Hafen-behrde angerufen, die unten war und versi-cherte, alles sei in Ordnung. Wir sollten da-bleiben und nicht weglaufen. Ich ging zu Ro-sa Gonzales hinber. Sie war meine besteFreundin am Arbeitsplatz.

    Rosa hatte schon panische Angst, sie wollteweg.

    Rosa Gonzales mit Tochter

    Ich beschloss meinen Freund Roger anzuru-fen und ihm zu sagen, ich kme heraus. Erversprach mich beim Century 21 zu treffen,einem Modegeschft auf der anderen Seiteder Strasse. Als Rosa und ich endlich demAusgang zu steuerten, funktionierten die Auf-

    zge nicht mehr. Noch schlimmer, jemandhatte Rauch im Treppenhaus gemeldet.Ich wusste nicht, was tun. Sollte ich dablei-ben und auf Hilfe warten oder versuchen,herauszukommen? Um allein loszugehenhatte ich zu viel Angst, also beschloss ich,mich an die Leute zu halten, die noch obenwaren. Was sie entscheiden wrden, wollte

    ich mitmachen. Rosa und ich gingen zu denanderen, die das Bro der Hafenbehrdenoch nicht verlassen hatten. Das waren Ar-chitekten, Ingenieure und Broangestellte.Ich hatte sie schon gesehen, kannte sie abernicht richtig fnfzehn Leute insgesamt. Je-mand hatte den Fernsehapparat im Konfe-renzraum angeschaltet, da sahen wir, imFernsehen, dass unser Haus brannte, derTurm in dem wir uns gerade befanden. DieReporter spekulierten ber einen mglichenTerrorangriff.

    Dann fing das Gebude pltzlich an zuschwanken und zu schaukeln. Ich konnte esnicht glauben:

    Ein zweites Flugzeug hatte um 9.03 Uhr denSdturm gerammt! Oh mein Gott, sagte ich,der Turm strzt ein!.

    Dann zog Rauch in unser Geschoss, alsoklebte jemand die Flurtr zu und wir anderenrannten herum und machten Pullover und Ja-cken nass, um die Tren abzudichten undden Rauch draussen zu halten. Es funktio-nierte nur noch die Hlfte der Lampen undder Rauch wurde dichter. Da sagte einer derMnner, Pasquale Buzzelli: Hrt mal, seit ei-ner Stunde ist uns niemand zu Hilfe gekom-men. Wir haben die Polizei angerufen. Abernichts ist passiert. Wir mssen weg.

    Dann hrten wir einen ungeheuren Krach.Das Gebude zitterte und schwankte. Es war09.59 Uhr.

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    Ich wusste nicht, dass der Sdturm einge-strzt war und dass es nur noch Minutendauern wrde, bis auch unser Turm zusam-menfiel. Sobald es ruhiger wurde, zogenPasquale und noch jemand das Klebebandunter den Flurtren ab und wir rannten dasTreppenhaus B hinunter. Rosa und ich hiel-ten uns an der Hand, wir weinten und zitter-

    ten.

    Wir zhlten die Stockwerke: 63, 62, 61, 60, ...50, 49, 48....

    Feuerwehrleute kamen uns entgegen. Man-che waren stehen geblieben, um wieder zuAtem zu kommen mit ihren Schluchen undder schweren Ausrstung. Sie sagten, wirsollen weiterlaufen, dann ginge es uns gut.

    Im dreizehnten Stockwerk, gab es einen un-geheuren Knall!

    Es war 10.28 Uhr. Der Nordturm, in dem wiruns befanden, strzte zusammen.

    Alles war stockdunkel. Ich hatte das Gefhl,etwas htte mich eben am Brustkorb getrof-fen. Rosa und ich fielen rckwrts an dieWand und dann strzte ich auf den Boden.

    Alles um uns her zerbrckelte. Es war wie einTraum. Ich redete mir ein, es wre auch ei-ner.

    110 Stockwerke brachen in sich zusammen.Ich wusste, ich wurde unter 450 000 TonnenStahl und Beton lebendig begraben. DerLrm war ohrenbetubend und wollte nichtaufhren und ich mittendrin.

    Ich versuchte aufzustehen, aber irgendetwastraf mich und ich fiel gleich wieder hin. Jetzt

    war alles pechschwarz. Ich konnte gar nichtsmehr sehen. Meine Augen und mein Mundwaren voll Steinchen und Staub.

    Irgendwann wurde es still, ganz still. Ichkonnte kaum glauben, dass ich noch atmete ich lag auf der rechten Seite, mein rechtesBein war eingeklemmt. Ich versuchte denKopf zu bewegen, aber mein Haar, das ich zueiner kunstvollen Frisur geflochten hatte, warunter dem Beton festgeklemmt.

    Da war ich sicher, dass ich sterben wrde.Unter all dem Stahl und Beton konnte michniemand finden. Ich fing an nach Rosa zu ru-fen, aber es kam keine Antwort. Dann hrteich, wie ein Mann: Hilfe, Hilfe, Hilfe! rief.Seine Stimme wurde leiser und leiser, dannhrte ich nichts mehr.

    Als ich im Dunkeln lag, fingen meine Gedan-ken an zu rasen. Ich dachte an meine Kinder,

    meine Familie und meinen Freund Roger, derdraussen auf mich wartete. Mehr als allesandere beunruhigte mich, was mit mir passie-ren wrde, wenn ich strbe. Ich wusste nicht,

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    wie man um Vergebung bitten kann. Be-stimmt wrde ich in die Hlle kommen.

    Ich wurde immer wieder bewusstlos. JedesMal, wenn ich aufwachte, versuchte ich mitder linken Hand den Schutt wegzuschieben.Sie war das einzige Krperteil, das ich freibewegen konnte. Aber es war Zuviel. Mein

    Kopf fing an zu schwellen und ich wnschtemir so sehr, ihn von dem Beton loszubekom-men. Ich schob mich nach vorn und dannnach hinten, aber der Platz reichte nicht. Dafing ich an zu beten: Gott, ich halte dieSchmerzen nicht mehr aus. Hilf mir den Kopfvom Beton loszukriegen. Dann zog ich ein-mal mit einem heftigen Ruck nach oben. Ichsprte, wie mir die Haare vom Schdel ris-sen. Mein Kopf blutete, aber er war wenigs-tens frei.

    Ich tastete mit der linken Hand und fand,dass ich unter einem Stck vom Treppen-haus lag. Inzwischen war mein rechter Fussangeschwollen und ich sprte, dass mir Eisenund Stahl in die Seite stachen. Ich versuchteimmer noch den Schutt wegzuschieben, aberer war zu schwer und zu hart.

    Dann schlief ich erneut ein.

    Als ich wieder aufwachte, sagte ich mir, ichmsste etwas tun. Aber was konnte ich, ein-geschlossen unter Tonnen von Beton, ma-chen?

    Gott, du musst mir helfen, betete ich. Dumusst mir ein Zeichen geben, ein Wundertun, mir noch eine Chance geben. Bitte rettemir das Leben!

    Meine Augen waren so von Schmutz ver-klebt, dass keine Trnen flossen, aber mein

    Gebet kam von Herzen. Ich redete zu Gott,als wenn er da wre. Ich wolle jetzt so leben,wie es richtig ist.

    Herr, gib mir nur noch eine zweite Chance,dann verspreche ich, dass ich tun will, was duwillst. Lass mich nochmals meine Tochter,meine Familie sehen.

    Whrend ich das sagte, verlor ich wieder dasBewusstsein. Als ich aufwachte, betete ichgleich wieder um ein Wunder. Je mehr ichbetete, umso weniger merkte ich von denSchmerzen im Fuss und in der Seite. Nach

    einer Weile wurde es so kalt - es war Nachtgeworden. Ich fror und immer noch hattemich niemand gefunden.

    Am nchsten Tag hrte ich ein regelmssigesPiepen wie von einem Lastwagen, der rck-wrtsfhrt. Ich rief um Hilfe, aber es kam kei-ne Antwort. Ich hrte Leute ber ein Funkge-rt sprechen, also rief ich immer wieder. Wieder nichts!

    Endlich brllte jemand zurck: Hallo, ist dasjemand?

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    Ja, helft mir! Ich heisse Genelle und bin im