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  • Leseprobe

    Frohe Weihnachten

    Das groe Buch der humorvollen Weihnachtsge-schichten

    ISBN 9783746241357

    Mehr Informationen finden Sie unter st-benno.de

    Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung von Text und Bildern, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlags urheberrechtswidrig und strafbar. Dies gilt insbesondere fr die Vervielfltigung, bersetzung oder die Verwendung in elektronischen Systemen.

    St. Benno Verlag GmbH, Leipzig 2016

    http://www.st-benno.de/shop/catalogsearch/result/?q=xxx

  • Frohe WeihnachtenDas groe Buch der humorvollen

    Weihnachtsgeschichten

  • Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Informationen sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    Besuchen Sie uns im Internet:www.st-benno.de

    Gern informieren wir Sie unverbindlich und aktuell auch in unserem Newsletter zum Verlagsprogramm, zu Neuerscheinun-gen und Aktionen. Einfach anmelden unter www.st-benno.de.

    ISBN 978-3-7462-4772-4

    St. Benno Verlag GmbH, LeipzigZusammengestellt von Volker Bauch, LeipzigCovergestaltung: Birq Design, LeipzigCover: berry2046/ShutterstockGesamtherstellung: Kontext, Lemsel (B)

    Wie heit das Gegenteil von Frhliche Weihnachten?

  • I N H A LtS V E r Z E I CH N I S

    WinterfreudenDavid Henry Wilson, Warten auf Weihnachten 10Rudolf Reichenau, Weihnachtsfrhfeier 18Hans Christian Andersen, Der Schneemann 23Kurt Tucholsky, Gefhle nach dem Kalender 30Andrea Schwarz, Wie der heilige Andreas die Weihnachts- pltzchen erfunden hat 33Wilhelm Matthiessen, Der Winter und die Schneemnner 42Andreas Iten, Mein Bruder im Schmutzli-Sack 56dn von Horvth, Wintersportlegendchen 62Frank Bonkowski, Das Geschenk 63Erich Kstner, Drei Mnner im Schnee 68Hanns Dieter Hsch, Skifahren 76Karl Valentin, Winterstreiche 78

    Weihnachtsmusik fr alle sinneAxel Hacke, Lasst uns froh und Monster sein 86Irmgard Tabea Laps, Weihnachten einmal anders 88Peter Rosegger, Christmette in der Dorfkirche von Winkelsteg 92Oswald Kberl, Das Werk des Frantiek Smrka 95Hanns Dieter Hsch, Dezember 101

    ein fest frs lebenHanns Dieter Hsch, Die Bescherung 108Franz Hohler, Der krzeste Tag 112

    Marie von Ebner-Eschenbach, Frulein Susannens Weihnachtsabend 114Karl Valentin, Das Weihnachtsgeschenk 132Ludwig Thoma, Der Christabend 136Peter Rosegger, Die heilige Weihnachszeit 141Jeremias Gotthelf, Von Leiden und Freuden eines Schulmeisters 152Paul Keller, Der wilde Apfelbaum 159Joachim Ringelnatz, Weihnachten in der Tropenhitze 172Dora Schlatter, Eine Weihnachtsgeschichte 174Wilhelm Raabe, Weihnachtsgeister 181Eugen Roth, Das Weihnachtsbild 206Guy de Maupassant, Heilige Nacht 216

    ZWischen den JahrenEwald Arenz, Josefs Geschenk 224Hanns Dieter Hsch, Zweiter Feiertag 227Ursula Berg, Gromutter, der Computerfreak 229Karl Valentin, Heiliger Abend abgesagt 232

    mehr als drei heilige knigeEllen Schler, Der Knig aus dem Morgenland 236Ottfried Preuler, Das Lied der Zikade 239Andreas Knapp, Die drei weisen Frauen aus dem Morgenland 251Alban Stolz, Die drei Opfergaben 264Wilhelm Busch, Die drei Weisen aus dem Morgenland 268

  • 1 Winterfreuden

    Du solltest froh sein, dass Opa diese Pferdeschlittenfahrt berhaupt mit uns macht.

    Winterfreuden

  • 1110

    David Henry Wilson

    Warten auf Weihnachten

    Das Dumme an Weihnachten, sagte Jeremy James, ist die Zeit dazwischen.Wozwischen?, fragte Mama sie behngte gerade den Weih-nachtsbaum mit Lametta.Zwischen irgendwann und Weihnachten, sagte Jeremy James. Zum Beispiel zwischen heute und Weihnachten. Wenn nichts da-zwischen wre, htten wir jetzt Weihnachten und ich brauchte nicht auf meine Geschenke zu warten.Au!, sagte Papa, der eine Nadel in eine Papiergirlande und in einen Daumen gesteckt hatte. Verdammte Stecknadeln! Gehen nie dahin, wo man sie hinhaben will.Es war noch schrecklich lange hin bis Weihnachten genau eine Woche. Drauen sah die Welt wie ein riesiger Geburtstagskuchen aus, mit Puderzuckerschnee, Kerzenbumen und Kandishusern bedeckt. Die Leute auf der Strae waren ganz vermummt, man sah nichts als ihre roten Backen, ihre glnzenden Augen und ih-ren Dampfatem. Drinnen war es mollig warm. Mama hatte die Zwillinge gebadet und gefttert, das Haus geputzt, Mittag ge-kocht und den Weihnachtsbaum geschmckt, whrend Papa sich mit dem Aufhngen der Papiergirlande beschftigt hatte. Papier-girlanden waren sehr schwer aufzuhngen. Besonders, wenn Papa sie aufhngte. Sie schienen einen richtigen Dickkopf zu ha-ben, wenn Papa sie aufhngte: Wenn er ein Ende an der Wand

    befestigt hatte, schlang sich das andere um seinen Arm und sei-nen Hals, sodass er es nur entwirren konnte, indem er das Ende, das er schon befestigt hatte, wieder rauszog, aber wenn er es ab-gemacht hatte, schlang es sich um seinen anderen Arm, und schlielich musste er die Papiergirlande in der Mitte zerreien, um seine Arme wiederzufinden. Papa konnte Papiergirlanden nicht leiden, und wahrscheinlich mochten die Papiergirlanden Papa auch nicht besonders.Mama, sagte Jeremy James, Papa lutscht wieder am Daumen.Wir mssen wohl noch ein Pflaster draufkleben, sagte Mama.Die Nadel ging glatt durch, sagte Papa. Noch einen Millimeter und ihr httet mich in eine Schmetterlingssammlung aufnehmen knnen.Na, sagte Mama, hoffentlich erholst du dich rechtzeitig, damit du diese Papiergirlande noch vor Weihnachten aufgehngt kriegst.Wie lange ist es noch bis Weihnachten?, fragte Jeremy James.Genau zehn Minuten weniger als letztes Mal, als du danach frag-test, sagte Mama. Eine Woche, mein Junge. Sieben Tage und sieben Nchte.Ich glaube nicht, dass ich so lange warten kann, sagte Jeremy James. Weihnachten msste frher kommen.Du kannst deine Geschenke morgen haben, wenn du willst, sag-te Papa. Blo, du wirst dann wohl nchste Woche enttuscht sein, wenn alle anderen ihre Geschenke bekommen und du nichts.Du kannst deine auch morgen haben, sagte Jeremy James.Nein, danke, sagte Papa. Sonst feiern wir Neujahr mit Osterei-ern.Jeremy James konnte es kaum erwarten, Mama und Papa ihre Ge-schenke zu geben. Er wollte sie ihnen fast so gern geben, wie er

  • 1312

    wollte, dass sie ihm seine gaben. Er hatte eine Ewigkeit gespart und sich sehr viele Gedanken ber die Geschenke gemacht, und er hatte sie heute ganz allein im Swarenladen an der Ecke ge-kauft. Jetzt waren sie an einer sehr geheimen Stelle versteckt, wo nie jemand auf die Idee kommen wrde nachzusehen: unter sei-nem Bett. Es waren zwei Geschenke das eine war eine bunte Schachtel Lakritzbonbons mit einem Rotkehlchen obendrauf und das andere eine dicke Tafel Schokolade mit dem Weihnachts-mann drauf. Die einzige Schwierigkeit, die Jeremy James bei die-sen beiden geradezu idealen Geschenken hatte, war zu entschei-den, wer was kriegen sollte. Er konnte sich gut vorstellen, wie Mama die bunte Schachtel aufmachte und sagte: Hier, Jeremy James, nimm ein Lakritzbonbon. Aber er konnte sich ebenso gut vorstellen, wie Mama die Schokolade durchbrach und sagte: Hier, Jeremy James, nimm ein Stck Schokolade! Andererseits hrte er geradezu, wie Papa sagte: Jeremy James, hier hast du ein paar Lakritzbonbons. Aber Papa wrde natrlich auch sagen: Hier, Jeremy James, iss ein bisschen Schokolade! Es war wirk-lich eine sehr schwierige Entscheidung.Mamas Weihnachtsbaum sah immer mehr aus wie ein verzauber-ter Wald, und Papas Papiergirlande sah immer mehr aus wie Kon-fetti. Vielleicht war es am besten, sich auf Mama zu konzentrie-ren. Zwei Dinge wollte Jeremy James zu gern wissen: Wrde Mama lieber Schokolade oder Lakritzbonbons haben wollen, und was wird Jeremy James zu Weihnachten kriegen? Fr Mama wa-ren das ganz leichte Fragen, aber Jeremy James wusste aus Er-fahrung, dass Erwachsene Fragen nicht so gern beantworten. Zum Beispiel hatte er mal Mama gefragt, wie die Zwillinge in ih-ren Bauch gekommen waren, und da hatte sie es ihm nicht ge-sagt, obwohl sie es genau gewusst haben musste, denn es war ja schlielich ihr Bauch. Und Papa hatte er mal gefragt, wie viel

    Geld er hat, und er hatte es ihm auch nicht gesagt, obwohl er es gewusst haben muss, denn es war ja schlielich sein Geld.Und an einem Sonntag hatte er sie mal gefragt, ob Jesus im Wohn-zimmer sei, aber sie hatten ihm nicht geantwortet, obwohl sie es gewusst haben mussten, denn es war schlielich ihr Wohnzim-mer. Erwachsene sind sehr schnell bei der Hand, wenn es darum geht, etwas zu fragen, zu befehlen oder zu verbieten oder einen anzutreiben, aber wenn man mal eine Antwort von ihnen will, knnen sie sehr umstndlich sein. Mama, sagte Jeremy James und spielte geistesabwesend mit seinem Zeh und einer Stechpal-menbeere, was findest du besser Schokolade oder Lakritzbon-bons?Ich finde beides gut, sagte Mama.Ja, aber was ist besser?, sagte Jeremy James.Manchmal Schokolade und manchmal Lakritzbonbons, sagte Mama. Kommt drauf an, wie ich mich fhle.Wie fhlst du dich meistens?, sagte Jeremy James.Mama dachte lange und angestrengt nach. Nachmittags Lakritz-bonbons, sagte sie, und abends Schokolade. Erwachsene kn-nen einem manchmal wirklich auf die Nerven gehen.Jeremy James machte noch einen Versuch.Und wie ist es morgens?, sagte er. Aber er wusste schon, bevor sie geantwortet hatte, dass sie sich irgendwie herausreden wr-de.Morgens, sagte Mama, habe ich berhaupt keinen Appetit auf Sigkeiten.Jeremy James trottete zu Papa.Papa, sagte er, was magst du lieber Schokolade oder Lakritz-bonbons? Papa schien sehr erfreut zu sein, Jeremy James zu se-hen, und er hrte sofort auf, an der Papiergirlande zu arbeiten, um ber diese Frage nachzudenken. Hm, sagte er, ich mag

  • 1514

    Schokolade lieber als rosa Lakritzbonbons mit Schwarzem in der Mitte, aber ich mag schwarze Lakritzbonbons mit Weiem in der Mitte lieber als Schokolade. Im

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