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  • Juli 2012 Hauszeitung der Barmherzigen Brüder Straubing Einrichtung für Menschen mit Behinderung · Marienheim

    Filmpremiere des Erwachsenenbildungsprojekts Straubinger „Parkplatzgschichtn“ der Johannes- Grande-Schule In der April-Ausgabe der Hauszeitung „miteinander“ berichtete Alfred Flach vom Videoprojekt des Mittelkurses zum Thema Teilhabe und Inklusion. In dieser Ausgabe möchten wir Sie über die Pre- miere dieses Filmprojektes informieren. Zu Beginn der Veranstaltung konnte man den besinnlichen Harfenklängen von Katharina Buchinger aus dem Mittelkurs lauschen. Danach begrüßte Schulleiter Hans Greipl die Gäste, unter anderem Bürgermeisterin Maria Stelzl, die Verantwortlichen der Barmherzigen Brüder, sowie Mitglieder der Bewohner- vertretung und Gäste aus den anderen Praxisstellen. Auch Martina Mohr und Andrea Müller vom Förderverein waren anwesend und wurden von den Schü- lern mit donnerndem Applaus begrüßt, da der Förderverein Projekte der Schule oft finanziell unterstützt. Herzlich be- grüßt wurden natürlich auch die Leh- rer der Schule und alle, die gekommen waren, um sich dieses zeitaufwändige und anstrengende Projekt der Schüler anzusehen. Das im März 2012 gestartete Projekt kann als Episodenfilm bezeichnet wer- den. Die erste Episode „Brutto vorm Netto“ erzählt die Geschichte eines Parkplatz- sünders, der sich ungeniert auf einen Behindertenparkplatz stellt. Von einem Rollstuhlfahrer darauf angesprochen, schlägt er diesen brutal zusammen und wird zu 60 Sozialstunden in einer Wohn- gruppe verurteilt. In der Wohngruppe trifft er ausgerechnet seinen Ankläger wieder... In der zweiten Episode „Freundschaft inklusive“ wird eine junge Frau von einem Rollstuhlfahrer „angerempelt“. Obwohl sie zunächst sehr ungehalten re- agiert, findet sie ihren Gesprächspartner schnell sympathisch. Als sie jedoch die

    Toilette aufsucht und zurückkommt, ist er verschwunden. Die dritte Episode erzählt die Geschich- te von Tim, der auf einem Rastplatz auf dem Weg in den Urlaub vergessen wird und beschließt, einfach mal zu schauen, wie weit er alleine kommt. Die Men- schen, die ihm dabei begegnen und die Dinge, die ihm widerfahren, bringen ihn zum Nachdenken und schließlich dazu, etwas ganz Neues zu wagen. Die Filme kamen beim Publikum sehr gut an. Die Emotionen waren weit gestreut. Während ein Film zunächst erschreckte, war man beim nächsten voller Mitgefühl und konnte die Wut von Tom gut mitle- ben. Der letzte Film lud dazu ein, sich in die Rolle von Tim hineinzudenken und dabei gab es auch einiges zu lachen. In der Pause war noch einmal Harfen- musik zu hören. Danach gab es das „Making off“ und „Outtakes“. Abgerundet wurde die Aufführung durch Interviews mit Darstellern und Kameramännern. Die Teams bestanden

    sowohl aus Fachschülern, wie auch aus Menschen mit Beeinträchtigung. Die meisten kamen aus dem Berufsbildungs- bereich der Barmherzigen Brüder, der dieses Projekt dadurch unterstützt hat, dass die Beschäftigten für den Zeitraum der Dreharbeiten freigestellt wurden. Auch viele andere Menschen und Fir- men im Stadtgebiet waren für das Ge- lingen dieses Filmprojekts ausschlag- gebend. Da das Projekt ohne sie aber gar nicht möglich gewesen wäre galt der besondere Dank der Fachschüler all de- nen, die es ermöglicht haben. Nach den Interviews mit den Darstellern und Ka- meraleuten waren sich alle einig: Beim nächsten Projekt sind sie wieder dabei. Es hat großen Spaß gemacht – auch wenn es manchmal anstrengend war. Alle haben etwas dabei gelernt. Egal ob Schüler oder Teilneh- mer.

    Sonja Coy Fachschülerin Mittelkurs

    Die Hauptdarsteller Tom Siebenäuger, Patrick Petschenka Thomas Fischer und Jan Beer (v.l.) im Interview mit Dozentin Petra Altenhofer

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    Aufmerksame Leser haben festgestellt, dass viele fleißige Helfer bereits seit 2010 mit den Vorbereitungen für den Kongress beschäftigt sind. An dieser Stelle möchten wir allen fleißigen und engagierten Helfern dafür noch einmal „DANKE“ sagen.

    Hier einige Impressionen der Vorbereitungen. ei

    Europäischer Kongress Juni 2012

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    Patrone Europas Edith Stein - Ein hoffnungsvolles Zeichen für Europa Die Kirche kennt mehrere Heilige, die als Patrone Europas angerufen werden können, drei Frauen und drei Männer aus verschiedenen Jahrhunderten und Ländern, die die Vielfalt Europas reprä- sentieren. Benedikt von Nursia, der im 6. Jahrhundert mit seiner Klosterregel Grundlegendes für das ganze abend- ländische Mönchtum schuf, Kyrill und Methodius, die im 9. Jahrhundert die Missionierung Osteuropas entschei- dend vorantrieben und als „Apostel der Slawen“ verehrt werden, Katharina von Siena, die sich im 14. Jahrhundert für die Einheit der Kirche aufzehrte und für die Rückkehr der Päpste von Avignon nach Rom einsetzte, Birgitta von Schweden, eine Mystikerin, die im 14. Jahrhundert den Birgittenorden gründete und Teresia Benedicta a Cruce.

    Die zeitgeschichtlich jüngste Patro- nin Europas ging als Märtyrerin in die Kirchengeschichte ein. Edith Stein mit bürgerlichem Namen, eine gebore- ne Jüdin, die 1922 zum katholischen Glauben konvertierte, eine Philosophin von Format, die am 9. August 1942 von nationalsozialistischen Schergen in Auschwitz ermordet wurde. Im Pogrom- jahr 1938, als die Juden in Deutschland öffentlich geächtet wurden, legte sie im Kölner Karmel die Ewigen Gelübde ab. 1939 ging sie in das holländische Kloster Echt, um ihre Mitschwestern in Köln nicht zu gefährden. Eine Mög- lichkeit, in ein Schweizer Karmelkloster zu fliehen, schlägt sie aus, weil sie ihre Schwester Rosa, ebenfalls Ordensfrau,

    nicht mitnehmen konnte. „Was auch immer kommen mag, ich bin auf alles gefasst. Jesus ist auch hier mitten unter uns.“ So tröstet sie die Mitgefangenen auf dem Weg nach Auschwitz und so geht sie selber den Weg am 9. August 1942 ins Martyrium. Lange war es ja vergessen, dass Kirche immer auch eine Märtyrerkirche ist, und es überraschte nicht wenige zu hören, dass noch nie so viele Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt, gefoltert und getötet wurden, wie in unseren Tagen. Edith Stein ging als Jüdin und als Christin in den Tod und damit in die engste Kreuzesnachfolge. „Komm, wir gehen für unser Volk“, sag- te sie ihrer Schwester bei der Verhaftung und sie ging diesen Weg nicht nur für das jüdische Volk, sie ging ihn auch für uns.

    Genau 50 Jahre ist es her, seit Josef Kar- dinal Frings den Seligsprechungspro- zess eröffnete und damit ermöglichte, dass sie seit 1999 als Patronin Europas verehrt werden kann. Sie steht für dun- kelste Stunden in der Geschichte Eu- ropas, die für sie persönlich das Kreuz bedeuteten. Interessanterweise schreibt sie an einem Buch über Johannes von Kreuz, dem großen spanischen Mysti- ker und Kirchelehrer, der mit Teresa von Avila den Karmelitenorden reformierte, anlässlich seines 400. Geburtstags als sie verhaftet wurde und den Gang nach Auschwitz antreten musste. Und das Kreuz gehört zu ihrem Ordensnamen.

    Dass sich in unserer Zeit Europa so weit vom Kreuz abwendet und eher Kreuze aus Schulen und Gerichtssälen entfernen lässt, als sich in der Präambel seiner Ver- fassung zu Christus zu bekennen, lässt tief blicken und erkennen, wie wichtig eine solche Patronin der Überzeugung und der Hingabe für Europa ist. Im Kreuz liegen die Antworten für Politik und Gesellschaft, dass zu verkünden fällt immer schwerer, doch ein Blick auf diese Heilige vertreibt das Dunkel moderner Relativismen und Hoffnungs- losigkeiten: Sie geht den Weg des Kreu- zes, um dem Gott des Lebens Raum zu eröffnen und sie geht ihn hoffnungsvoll als vom Kreuz Gesegnete, wie ihr Or- densname übersetzt heißt: Ein Zeichen für Europa!

    Gerhard Kaiser Pastoralreferent

    Quelle: www.heiligenlexikon.de

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    Internationaler Tag der Pflege im Marienheim Den Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai haben Heim- und Pflegedienst- leitung des Marienheims zum Anlass genommen, den Pflegenden in der Ein- richtung für ihre harte Arbeit zu danken. Die Sorge um alte und pflegebedürf- tige Menschen in Altenheimen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr kann nicht hoch genug eingeschätzt werden angesichts der schwierigen vorgegebenen Rahmenbedingungen. Die Mitarbeiter zeigten sich erfreut über die Rosen, die jeder von Pflegedienstlei- terin Nicole Wiesmüller überreicht be- kam. „Ich habe meine Rose vom letzten Jahr sogar noch getrocknet zuhause!“ so Beata Schmid vom Wohnbereich Elisabeth.

    Aber auch der Brotzeitkorb von Heim- leiterin Silvia Schroll fand großen An- klang. „Da geht man doch gern in die Arbeit“ freute sich Valeria Ochs, Wohn- bereichsleiterin im Wohnbereich Josef. Oft wird die fachlich hoch qualifizierte und zugleich sehr persönliche Arbeit in Altenheimen eher negativ gesehen.

    Dass diese Arbeit aber auch viel Ab- wechslung und Freude bringt, kann man immer wieder im Marienheim sehen.

    Die Mitarbeiterinnen freuen sich über Rosen und Brotzeitkorb

    Den Internationalen Tag der Pflege ha- ben Silvia Schroll und Nicole Wiesmül- ler zum Anlass genommen, einmal mehr denjenigen zu danken, die ihr Herzblut jeden Tag für die Bewohnerinnen und Bewohner einbringen - den Pflegenden! Und auch Nicole Wiesmüller konnte

    sich als engagierte Pflegedienstleiterin über einen Blumenstrauß freuen, der ihr hoffentlich das Wochenende und die kommenden Tage verschönt hat.

    Silvia Schroll Heimleiterin

    „Die Spielgesellen“ Michael Wohlgemuth ist Mitglied einer besonderen Musik

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