empfehlungen und vorgaben zur anfertigung

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Campus Landau FB 06: Kultur- und Sozialwissenschaften Institut für Sozialwissenschaften Abteilung Politikwissenschaft Empfehlungen und Vorgaben zur Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten (Stand Dezember 2018)

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Institut für Sozialwissenschaften
3. Verbindliche formale Vorgaben ................................................................................................ 4
4. Empfehlungen zur formalen Gestaltung .................................................................................... 5
4.1 Deckblatt ............................................................................................................................. 5
4.3 Literaturverarbeitung .......................................................................................................... 6
4.4 Literaturverzeichnis .......................................................................................................... 10
4.4.1 Monographie ............................................................................................................. 11
4.4.4 Online-/Internetquellen ............................................................................................. 12
4.4.5 Besonderheiten .......................................................................................................... 14
4.5 Tabellen und Abbildungen ................................................................................................. 17
5. Verstöße gegen wissenschaftliche Standards .......................................................................... 18
6. Gültigkeit der Empfehlungen über Hausarbeiten hinaus ......................................................... 18
Literaturhinweise zur Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten .................................................. 19
Anhang 1: Vorlage Deckblatt ....................................................................................................... 20
Anhang 2: Vorlage Selbstständigkeitserklärung .......................................................................... 21
3
wissenschaftlich relevanten Problemstellungen. Ihnen soll mit Hilfe einer konkreten problem-
orientierten Fragestellung nachgegangen werden. Das Ziel einer Hausarbeit besteht somit nicht
im Zusammentragen aller verfügbaren Fakten, sondern in einer tiefer gehenden Bearbeitung
der gewählten Fragestellung. Die eindeutige Formulierung der Problemstellung ist daher unab-
dingbar, um beurteilen zu können, ob die Bearbeitung der Fragestellung gelungen ist.
Die Aufarbeitung soll klar strukturiert sein, wobei die Gliederung der Hausarbeit an der Ziel-
setzung, mithin der Beantwortung der Fragestellung, auszurichten ist. Vom Verfasser1 wird er-
wartet, dass sie die relevante (vorwiegend fachwissenschaftliche) Literatur zu dem gewählten
Thema verarbeiten und etwaige Debatten darstellen und diskutieren. Hierfür ist eine eigenstän-
dige systematische Literaturrecherche über die im Seminar angegebene Literatur hinaus erfor-
derlich.
Bei einer Hausarbeit ist die Einhaltung wissenschaftlicher Standards unabdingbar. Neben for-
malen Kriterien, die im weiteren Verlauf genauer erläutert werden, sind vier inhaltliche Güte-
kriterien für wissenschaftliches Arbeiten zu beachten. Zum einen ist auf Präzision (1) im Hin-
blick auf sprachliche Klarheit und die Verwendung empirischer Daten zu achten. Die in der Wis-
senschaft vorherrschende Begründungspflicht (2) verlangt zudem, dass getroffene Aussagen
mit Argumenten oder empirischen Daten belegt werden. Des Weiteren muss die Argumentation
in sich logisch, also widerspruchsfrei (3) und für andere nachvollziehbar (4) sein. Weiterhin ist
auf ein insgesamt angemessenes Sprachniveau sowie die korrekte Verwendung von Fachter-
mini zu achten. Orthographie, Ausdruck und Grammatik inkl. Interpunktion sind gemäß den
Regeln der neuen Rechtschreibung einzuhalten. Orientierung bietet hierfür bspw. der Duden.
Diese Empfehlungen fassen die wichtigsten formalen Kriterien zusammen, erheben aber keinen
Anspruch auf Vollständigkeit. Für eine intensivere Auseinandersetzung mit den Arbeitstechni-
ken der Politikwissenschaft, insbesondere auf inhaltlicher und methodischer Ebene, wird auf
die entsprechende Literatur verwiesen (siehe Literaturhinweise).
1 Zur besseren Lesbarkeit wird das generische Maskulinum verwendet.
4
Deckblatt (Vorlage siehe Anhang)
Literaturverzeichnis
Hausarbeiten werden auf einseitig bedruckten DIN A4-Seiten abgegeben. Dabei ist darauf zu
achten, dass die Seiten aller Gliederungspunkte (ausgenommen sind somit Deckblatt, Inhalts-
verzeichnis und Selbstständigkeitserklärung) mit Seitenzahlen nummeriert sind. Für die Seiten-
zählung gilt: Gezählt werden alle Seiten, einschließlich Titelblatt und Inhaltsverzeichnis. Die
Seitenzahlen werden allerdings erst ab der ersten Textseite eingefügt (siehe dazu die Vorge-
hensweise in diesem Dokument).
12 pt
Ausrichtung: Blocksatz
Seitenränder: oben, unten und links: 2,5-3 cm; rechts: 3-4 cm
Erklärung: Jede Hausarbeit muss eine handschriftlich unterschriebene Erklärung
über die selbstständige Anfertigung derselben enthalten. Eine Vorlage
findet sich im Anhang. Die Selbstständigkeitserklärung wird auf einer
separaten Seite ganz am Ende der Hausarbeit angehängt und wird nicht
im Inhaltsverzeichnis (auch nicht als Anhang) aufgeführt.
Sollten die Betreuenden andere Vorgaben machen, ist diesen für die betreffende Arbeit Vorrang
einzuräumen. Es empfiehlt sich ohnehin, die formalen Vorgaben für eine schriftliche Haus-
oder Abschlussarbeit mit der/m jeweiligen Betreuer abzuklären.
5
4.1 Deckblatt
Das Deckblatt enthält den Titel der Hausarbeit sowie die relevanten Informationen zum Semi-
nar und zum Verfasser der Hausarbeit. Zu beachten ist hierbei, dass der Titel der Arbeit nicht
mit der gewählten Fragestellung identisch ist, sondern das übergeordnete Thema formulieren
sollte. Eine Vorlage findet sich im Anhang (siehe Anhang 1).
4.2 Gliederung und Inhaltsverzeichnis
Auf das Deckblatt folgend gibt das Inhaltsverzeichnis einen Überblick über die Gliederung des
Fließtextes. Hierbei ist wichtig, dass in der Gliederung eine klare Strukturierung und Aufteilung
in sinnvolle Abschnitte deutlich wird. Dies gilt im Grundsatz ebenso für den Fließtext. Auch
hier bilden einzelne Absätze Sinneinheiten, die den Argumentationsgang der Arbeit ordnen.
Absätze, die lediglich aus einem einzigen Satz bestehen sind daher zumeist ebenso wenig an-
gebracht wie Absätze, die sich über eine ganze Seite oder gar mehrere Seiten erstrecken.
Wie eingangs erwähnt, soll die Arbeit und somit auch die Gliederung an der Beantwortung der
gewählten Fragestellung ausgerichtet sein. Kleinteilige Untergliederungspunkte, die nur we-
nige Sätze umfassen, sind selten sinnvoll und sollten vermieden werden.
Die im Text verwendeten Überschriften müssen mit denen im Inhaltsverzeichnis übereinstim-
men; zu jedem Gliederungspunkt muss im Inhaltsverzeichnis die entsprechende Seitenzahl an-
gegeben werden.
Dabei ist zu beachten, dass es auf jeder Gliederungsebene zwei Abschnitte geben muss. An-
dernfalls ist auf eine Untergliederung zu verzichten. In der Gliederung sollte Ebene 1.1 somit nur
vorkommen, wenn darauf 1.2 folgt. Die Überschriften der einzelnen Kapitel müssen aus sich
heraus verständlich sein. Ebenso muss der Text der Arbeit aus sich heraus verständlich sein.
Bitte beachten: Eine Gliederung strukturiert die Arbeit und deren Argumentationsgang. Struk-
turieren von argumentativen Sinneinheiten heißt dabei, dass Hauptabschnitte identifiziert wer-
den, denen wiederum Unterabschnitte zugeordnet werden. Nicht gemeint sind damit zusam-
menhangslose Aneinanderreihungen von Haupt- und Unterabschnitten! Es empfiehlt sich, die
Gliederung entlang einer einheitlichen und ausschließlichen Verwendung arabischer Zahlen
gemäß DIN 1421:
4.3 Literaturverarbeitung
Bei der Auswahl der verwendeten Literatur ist darauf zu achten, dass diese für die Verwendung
im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit geeignet ist. Art, Umfang und Aktualität der Pub-
likationen hängen dabei von der gewählten Fragestellung ab.
Grundsätzlich ist alles zu belegen, was nicht zum Allgemeinwissen gehört; mit Hilfe von Kurz-
belegen im Text (amerikanische Zitierweise) oder Fußnoten kann auf die verwendete Literatur
verwiesen werden. Beide Zitierweisen finden in der Wissenschaft Anwendung. Wichtig ist hier-
bei vor allem, dass man sich innerhalb der Hausarbeit für eine dieser Möglichkeiten entscheidet,
diese konsistent umsetzt und nicht verschiedene Zitierweisen vermischt. Da sich in der Politik-
wissenschaft größtenteils die amerikanische Zitierweise durchgesetzt hat, wird diese empfohlen
und im Folgenden erläutert. Fußnoten können bei der amerikanischen Zitierweise Anwendung
finden, um ergänzende Anmerkungen zu machen.
Wörtliche Zitate werden in Anführungszeichen gesetzt; mit solchen sollte aber sparsam umge-
gangen werden. Sinnvoll ist ein direktes Zitat nur dann, wenn der entsprechenden Textstelle
besondere Bedeutung zukommt, beispielsweise bei zentralen Begriffsbestimmungen oder zur
Präzisierung bei wissenschaftlichen Kontroversen. Ansonsten sollte mit Paraphrasen gearbeitet
werden, bei denen Inhalte aus einem oder mehreren Texten in eigenen Worten mit Belegen
wiedergegeben werden. Die wörtliche Übernahme längerer Textpassagen sowie die Aneinan-
derreihung mehrerer Zitate sind zu vermeiden.
Um längere wörtlich übernommene Textstellen hervorzuheben, werden alle direkten Zitate, die
länger als 3 Zeilen sind, auf beiden Seiten des Textes 1cm eingerückt und mit einfachem Zei-
lenabstand formatiert.
In Sätze integrierte wörtliche Zitate müssen ggf. grammatikalisch oder bezüglich des Satzbaus
angepasst werden. Etwaige Veränderungen werden in eckigen Klammern kenntlich gemacht.
Auslassungen im wörtlichen Zitat werden an der entsprechenden Stelle folgendermaßen ange-
geben: [...]. Am Anfang und Ende eines wörtlichen Zitats ist eine Kennzeichnung für Auslas-
sungen nicht erforderlich.
Da Anführungszeichen immer auf ein wörtliches Zitat verweisen, sind Eigennamen sowie ein-
zelne Hervorhebungen im Fließtext einer Arbeit, die bspw. einer inhaltlich-argumentativen Be-
tonung dienen können, dadurch zu kennzeichnen, dass diese kursiv gedruckt werden. Um um-
gangssprachliche Formulierungen oder vom Normalgebrauch abweichende Verwendungen ein-
zelner Begriffe kenntlich zu machen, sind sogenannten halbe Anführungszeichen (‘…’) zu ver-
wenden. In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten: An- und Einpassungen eines direkten
Zitats in das eigene Satzgefüge sind zulässig, müssen jedoch durch den Verfasser mittels ecki-
ger Klammern kenntlich gemacht werden. Auslassungen von einzelnen Wörtern oder auch gan-
zen Sätzen werden ebenfalls mit eckigen Klammern gekennzeichnet. Die Auslassungen dürfen
jedoch keinesfalls den Gedankengang oder Sinnzusammenhang der ursprünglichen Formulie-
rung verfälschen.
Beispiel: Um exemplarisch zu verdeutlich, „wie eckige Klammer[n] korrekt zur Kenntlichma-
chung von Ergänzungen und Auslassungen […] verwendet werden“ (Mustermann 2018: 34;
Herv. d. Verf.), ist dieser komplett erfundene Satz hier formuliert.
8
Werden eigene Anmerkungen in ein Zitat eingefügt, sind diese ausdrücklich über folgende Ab-
kürzung zu vermerken: (Anm. d. Verf.) (= Anmerkung des Verfassers). Bereits bestehende
Hervorhebungen in einem Zitat sind als „(Herv. i. Orig.)“ (=Hervorhebungen im Original) zu
kennzeichnen. Werden Hervorhebungen in einem Zitat aus inhaltlichen Erwägungen hingegen
selbstständig vorgenommen, ist dies über folgende Abkürzung kenntlich zu machen: (Herv. d.
Verf.) (=Hervorhebung des Verfassers). Wenn in einem direkten Zitat doppelte Anführungs-
zeichen („…“) verwendet werden, werden diese als halbe Anführungszeichen (‘…’) in das di-
rekte Zitat übernommen.
Grundsätzlich gilt: Sowohl wörtliche Zitate als auch Paraphrasen müssen, um die Nachprüfbar-
keit zu gewährleisten, mit einer Quellenangabe im Text belegt werden.2 Hierfür wird ein soge-
nannter Kurzbeleg verwendet, bei dem in runden Klammern 1. der Nachname des Verfassers, 2.
das Jahr, in dem der Beitrag publiziert wurde, sowie 3. die relevante(n) Seitenzahl(en) angege-
ben werden. Die Informationen der Jahreszahl und der Seitenzahl sind hierbei durch einen Dop-
pelpunkt abgetrennt. Der Kurzbeleg wird immer in den Satz integriert, steht also vor dem ab-
schließenden Satzzeichen. Bei wörtlichen Zitaten sieht ein solcher Kurzbeleg folgendermaßen
aus: (Schneider 2007: 421). Um zu kennzeichnen, dass sich Paraphrasen nur an die Original-
texte anlehnen, diese aber nicht direkt übernehmen, wird in diesen Kurzbelegen ein vgl.’ (ver-
gleiche) vorangestellt (vgl. Schneider 2007: 421). Sind zwei Verfasser für einen Beitrag ver-
antwortlich, werden die Nachnamen in der auf dem Beitrag angegebenen Reihenfolge angege-
ben und mit einem &’ verbunden; bei drei Autoren werden die ersten beiden Nachnamen mit
einem Komma, der zweite und dritte Nachname mit einem
&’ getrennt (vgl. Schneider & Müller 2003: 58; vgl. Schneider, Maier & Müller 2005: 23).
Handelt es sich um ein Werk mit mehr als drei Verfassern, wird im Kurzbeleg der zuerst auf-
geführte Nachname mit dem Zusatz ‚et al.’3 angegeben (Müller et al. 2006: 54). Im Literatur-
verzeichnis müssen allerdings alle Namen vollständig aufgeführt werden.
Erstrecken sich wörtliche Zitate oder Paraphrasen über mehrere Seiten im Originaltext, wird im
Kurzbeleg die erste und letzte Seitenzahl angegeben (vgl. Schneider & Müller 2003: 58-61). So-
weit möglich sollte immer das Originalwerk verwendet werden. Lediglich bei schwer zugäng-
licher Literatur darf aus zweiter Hand zitiert werden. Hierbei ist allerdings anzumerken, dass das
Nichtauffinden der Literatur in der Bibliothek oder ein zu kleiner Bibliotheksbestand kein Kri-
terium für schwere Zugänglichkeit ist. Bei Zitaten aus zweiter Hand ist zunächst der Vor- und
2 Es gibt verschiedene zulässige Zitierstile; wichtig ist die konsistente Verwendung eines Zitierstils in einer schriftli-
chen Arbeit. Die folgenden Empfehlungen orientieren sich weitgehend an den Vorgaben der Politischen Vierteljahres-
schrift (PVS). Siehe dazu auch Fußnote 3. Weitere Zitierstile finden sich u.a. in den in Abschnitt 7 angegebenen Pub-
likationen. 3 et al.’ (lat.) entspricht dem deutschen Kürzel u.a. (und andere).
9
Nachname des Verfassers des Originalwerks anzugeben und anschließend mit dem Zusatz ‚zit.
nach‘ (zitiert nach) die Publikation, aus der das Zitat entnommen wurde (Andreas Maurer zit.
nach Müller 2008: 68). In das Literaturverzeichnis werden jedoch beide Werke übernommen.
Fehlende Informationen sind entsprechend durch Abkürzungen, wie beispielsweise ‚o. J.‘ (ohne
Jahr) oder o.S.’ (ohne Seitenzahl) zu kennzeichnen (Müller o.J.: 75; Müller 2008: o.S.).
Verwendet man mehrere Werke eines Verfassers, die im selben Jahr erschienen sind, sind die
Einträge im Literaturverzeichnis und entsprechend auch in den Kurzbelegen mit dem Zusatz
von Buchstaben hinter der Jahreszahl zu unterscheiden (Müller 1998a: 34-37). Genauere Infor-
mationen zur Nummerierung finden sich in Kapitel 3.4.
Verwendet man mehrere Werke verschiedener Verfasser für eine Paraphrase oder wörtliches
Zitat, sind die Kurzbelege chronologisch nach Erscheinungsjahr zu ordnen und werden durch
ein Semikolon ( ; ) getrennt: (vgl. Schneider & Müller 2003: 58-61; Müller et al. 2006: 54;
Schneider 2007: 421). Wird aus dem gleichen Werke unmittelbar nacheinander zitiert, so ge-
nügt es, ab der zweiten Nennung die Abkürzung ebd.’ (=ebenda) oder ibid.’ (= lat. ibidem) zu
verwenden.
Beispiel:
Handelt es sich um eine Institution als Verfasser, wird der Name der Institution an Stelle des
Namens der verfassenden Person(en) verwendet: (Deutscher Bundestag 2012: 3).
Bei Onlinequellen wird nur eine Seitenzahl angegeben, wenn es sich um eine Datei mit Seiten-
zahlen handelt. Auf Homepages veröffentlichte Texte haben in der Regel jedoch keine Seiten-
zahlen. In diesem Fall wird dementsprechend auch keine Seitenzahl angegeben – auch nicht der
Vermerk o.S. ’ für fehlende Seitenzahlen – wie beispielsweise bei dem unter 3.4 aufgeführten
Redemanuskript von Habermas (Habermas 2013).
Neben wörtlichen Zitaten und Paraphrasen gibt es die Möglichkeit, auf weiterführende Literatur
zu verweisen. Hierzu werden die Literaturangaben in der Klammer mit siehe’, siehe dazu’,
siehe auch’, vgl. hierzu’ und ähnlichen Formulierungen eingeleitet (siehe Müller 2003). Wichtig
bei wörtlichen Zitaten ist, dass nichts verändert werden darf. Dies gilt insbesondere für Recht-
schreibfehler – die bspw. durch Rechtschreibreformen auftreten. Hier wird hinter das jeweilige
10
Wort oder Gedankengang ein [sic!]’ eingefügt, um anzuzeigen, dass es sich hier nicht um einen
Übertragungsfehler o.ä. handelt. Beispiel:
Das Literaturverzeichnis wird in alphabetischer Reihenfolge der Nachnamen der Autoren ge-
ordnet; zur Kenntlichmachung der einzelnen Beiträge wird die zweite und jede weitere Zeile des
Eintrags 1cm eingerückt. Wie die Kurzbelege müssen auch die Einträge im Literaturverzeichnis
einem einheitlichen Stil folgen. Welche Informationen die Angabe im Literaturverzeichnis ent-
halten muss, ist von der Art der Publikation abhängig. Im weiteren Verlauf werden Vorlagen,
bei denen die zu ersetzenden Informationen in eckigen Klammern angegeben werden, und kon-
krete Beispiele für die wichtigsten Literaturarten dargestellt.4 Neben den relevanten Daten ist
auch die Interpunktion wichtig, da so die wichtigen Informationen voneinander abgetrennt wer-
den.
Grundsätzlich gilt für alle Publikationsarten, dass Titel und Untertitel mit einem Punkt vonei-
nander getrennt werden, insofern der Titel nicht mit einem anderen Satzzeichen (beispielsweise
einem Fragezeichen) endet. Sollte das zitierte Werk (Monographie oder Sammelband) in der
zweiten oder einer höheren Auflage erschienen sein, wird diese Angabe vor dem Publikations-
ort eingefügt. Erscheint das Buch in der ersten Auflage, entfällt diese Angabe. Wichtig zu be-
achten ist, dass die Titel so angegeben werden, wie sie publiziert wurden. Anpassungen im Sinne
einer zwischenzeitlich stattgefundenen Rechtschreibreform werden beispielsweise nicht vorge-
nommen. Siehe hierzu Luhmann 2008a (Grundriß’ statt Grundriss’ im Titel) in den folgenden
Erläuterungen. Weiterhin ist zu beachten, dass die Nennung der Namen von Autoren ohne An-
gabe von akademischen Titeln und (Adels-) Titeln erfolgt.
4 Es gibt verschiedene zulässige Gestaltungsstile von Literaturverzeichnissen; wichtig ist die konsistente Verwen-
dung eines Stils in einer schriftlichen Arbeit. Die folgenden Empfehlungen orientieren sich weitgehend an den
Vorgaben der Politischen Vierteljahresschrift (PVS), abzurufen unter http://www.pvs.nomos.de/fileamin/pvs/d
oc/PVS_Autorenhinweise_2017_deutsch.pdf [letzter Zugriff: 08.02.2018].
Arendt, Hannah. 1996. Macht und Gewalt. 12. Auflage. München: Piper.
Rawls, John. 2005. Eine Theorie der Gerechtigkeit. Frankfurt: Suhrkamp.
4.4.2 Aufsatz in einem Sammelband
Beispiele:
sche Orientierungen. Aktuelle Beiträge der Parteienforschung, Hrsg. Carsten Koschmie-
der, 53-69. Wiesbaden: Springer VS.
Croissant, Aurel. 2010. Regierungssysteme und Demokratietypen. In Vergleichende Regie-
rungslehre: Eine Einführung, Hrsg. Hans-Joachim Lauth, 117-139. 3. Auflage. Wiesba-
den: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
4.4.3 Aufsatz in einer Zeitschrift
Beispiele:
Richter, Solveig. 2005. Frieden schaffen mit den Waffen der Demokratie? Theorie und Praxis
von Demokratisierung als Friedensstrategie. Zeitschrift für Internationale Beziehungen
12, 1: 77-116.
Müller, Harald. 2008. Zwischen Macht und Gerechtigkeit: Zustand und Perspektiven des nuklea-
ren Nichtverbreitungsregimes. Politische Vierteljahresschrift 49, 3: 425-437.
[Nachname Verfasser], [Vorname Verfasser]. [Jahr]. [Titel]. [Untertitel]. (ggf. [X.] Auflage.) [Ort]:
[Verlag].
[Nachname Verfasser], [Vorname Verfasser]. [Jahr]. [Titel des Beitrags]. In [Titel des Sammelbandes],
Hrsg. [Vorname Herausgeber] [Nachname Herausgeber], [erste-letzte Seite des Beitrags]. (ggf.
[X.] Auflage.) [Ort]: [Verlag].
[Nachname Verfasser], [Vorname Verfasser]. [Jahr]. [Titel des Artikels]. [Name der Zeitschrift] [Jahr-
gang], [Ausgabe]: [erste-letzte Seite des Artikels].
12
4.4.4 Online-/Internetquellen
Auch bei Onlinequellen müssen die Verfasser angegeben werden. Falls kein Autor für einen Bei-
trag explizit verantwortlich ist, wird die für den Inhalt der Website verantwortliche Person oder
Institution als Verfasser angegeben. Diese Information findet sich für gewöhnlich am unteren
Rand der Website oder im Impressum. Ist kein Jahr angegeben, wann der Beitrag online gestellt
oder die Website letztmalig aktualisiert wurde (siehe Impressum, Copyright), kann von der Ak-
tualität der Seite ausgegangen und die aktuelle Jahreszahl angegeben werden. Bei der Angabe
der URL ist es wichtig darauf zu achten, dass dieser nicht als blauer Hyperlink angezeigt wird.
Automatisch eingefügte Trennstriche müssen vermieden werden!
Beispiele:
onstheorie. http://www.wilhelm-knelangen.de/pdf/Soziologische%20und%20 kulturwis-
senschaftliche%20Beitraege.pdf. Zugegriffen: 12.03.2013.
n.be/communicatie/evenementen/evenementen/jurgen-habermas/en/democracy-solid
destag.de/bundestag/aufgaben/rechtsgrundlagen/go_btg/index.html. Zugegriffen: 27.04.
inzwischen weitgehend etablierte Formen wissenschaftlicher Online-Publikationen wie folgt zu
spezifizieren:
Monograhien/E-Books
Für Bücher, die nicht nur in gedruckter Form erscheinen, sondern auch als digitales E-Book im
Internet publiziert werden (z.B. springerlink.com), sind grundsätzlich die oben genannten Vor-
und Angaben für Monographien und Sammelbände maßgeblich. Zusätzlich wird in diesen Fäl-
len die URL einschließlich Abrufdatum angegeben.
[Nachname Verfasser], [Vorname Verfasser]. [Jahr]. [Titel der Online-Publikation]. [URL].
Zugegriffen: [Datum, an dem die URL aufgerufen wurde im Format tt.mm.jjjj].
nk.spri nger.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-658-19445-1.pdf. Zugegriffen: 08.02.
Auch für wissenschaftliche Aufsätze, die in einer (ausschließlich) online publizierten Zeit-
schrift erschienen sind, gelten die Leitlinien, wie sie oben stehend für gedruckte Zeitschriften
formuliert sind. Diese werden ebenfalls um die URL, das Abrufdatum und – sofern verfügbar
– die DOI-Nummer5 ergänzt.
Beispiel:
Koch, Thomas. 2017. Immer wieder und wieder (und wieder): Ein Modell zur Erklärung von
Wiederholungseffekten in der persuasiven Kommunikation. Studies in Communication
and Media 6, 3: 218-239. DOI: 10.5771/2192-4007-2017-3-218. http://www.scm.no-
mos.de/fileadmin/scm/doc/SCM_17_03_00.pdf. Zugegriffen: 08.02.2018.
wie Online-Quellen gehandhabt (siehe oben)!
5 Die DOI-Nummer (DOI; deutsch Digitaler Objektbezeichner) ist eine Kennung, die – stark vereinfachend ausge-
drückt – zur eindeutigen Identifikation von digitalen Objekten und Ressourcen dient.
[Nachname Verfasser], [Vorname Verfasser]. [Jahr]. [Titel]. [Untertitel]. (ggf. [X.] Auflage.) [Ort]:
[Verlag]. [URL]. Zugegriffen: [Datum, an dem die URL aufgerufen wurde im Format tt.mm.jjjj].
[Nachname Verfasser], [Vorname Verfasser]. [Jahr]. [Titel des Artikels]. [Name der Zeitschrift] [Jahr-
gang], [Ausgabe]: [erste-letzte Seite des Artikels]. [DOI, sofern verfügbar]. [URL]. Zugegriffen:
[Datum, an dem die URL aufgerufen wurde im Format tt.mm.jjjj].
[Nachname Verfasser], [Vorname Verfasser]. [Jahr]. [Titel des Artikels], [Name der Zeitung] [Publika-
tionsdatum]: [Seitenzahl].
4.4.5 Besonderheiten
Bei zwei Verfassern:
Beispiele:
tikwissenschaft: Eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Sind mehrere Herausgeber für einen Sammelband verantwortlich, wird dies folgendermaßen dar-
gestellt.
Bei drei und mehr Herausgebern:
[Nachname 1. Verfasser], [Vorname 1. Verfasser] & [Vorname 2. Verfasser] [Nachname 2. Verfasser].
[Jahr]. …
[Nachname 1. Verfasser], [Vorname 1. Verfasser], [Vorname 2. Verfasser] [Nachname 2. Verfasser] &
[Vorname 3. Verfasser] [Nachname 3. Verfasser]. [Jahr]. …
[Nachname Verfasser], [Vorname Verfasser]. [Jahr]. [Titel des Beitrags]. In [Titel des Sammelbandes],
Hrsg. [Vorname 1. Herausgeber] [Nachname 1. Herausgeber] & [Vorname 2. Herausgeber]
[Nachname 2. Herausgeber], [erste-letzte Seite des Beitrags].
[Nachname Verfasser], [Vorname Verfasser]. [Jahr]. [Titel des Beitrags]. In [Titel des Sammelbandes],
Hrsg. [Vorname 1. Herausgeber] [Nachname 1. Herausgeber], [Vorname 2. Herausgeber] [Nach-
name 2. Herausgeber] & [Vorname 3. Herausgeber] [Nachname 3. Herausgeber], [erste- letzte
Seite des Beitrags].
VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Massing, Peter. 2007. Politik. In Wörterbuch: Politische Bildung, Hrsg. Georg Weißeno, Klaus-
Peter Hufer, Hans-Werner Kuhn, Peter Massing & Dagmar Richter. 281-290. Schwalbach:
Wochenschau Verlag.
Handelt es sich um eine Institution als Verfasser oder Herausgeber, wird der Name der Institution,
ggf. mit ausgeschriebenem Namen in runden Klammern, angegeben.
Beispiele:
barkeit der Einführung von Stabilitätsanleihen: Memo/11/820, 23.11.2011. http://eu-
ropa.eu/rapid/press-release_MEMO-11-820_de.htm. Zugegriffen: 13.01.2013.
Lehramtsausbildung. https://www.dvpw.de/fileadmin/docs/Stellungnahme%20Lehramt
%2006-2007%20Endfassung.pdf. Zugegriffen: 02.04.2013.
Verwendet man mehrere Beiträge eines Autors aus einem Jahr, werden die Einträge im Litera-
turverzeichnis ab dem zweiten Eintrag aus demselben Jahr mit aufeinanderfolgenden Buchsta-
ben, beginnend mit ‚a‘, voneinander unterschieden. Durch diese Unterscheidung können die
Kurzbelege im Fließtext dem entsprechenden Eintrag im Literaturverzeichnis eindeutig zuge-
ordnet werden. Diese Differenzierung wird auch vorgenommen, wenn es sich um verschiedene
Publikationsarten aus einem Jahr (beispielsweise eine Monographie, einen Beitrag in einem
Sammelband und einen Zeitschriftenartikel) handelt. Achtung: Die jeweiligen Buchstaben
müssen auch in die Quellenangabe im Fließtext übernommen werden!
Beispiel:
Suhrkamp.
Luhmann, Niklas. 2008c. Rechtssoziologie. 4. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwis-
senschaften.
17
4.5 Tabellen und Abbildungen
Wie bei wörtlichen Zitaten gilt auch hier die Maxime der Sparsamkeit. Tabellen und Abbildun-
gen dienen als Ergänzung oder Unterstützung der Argumentation, sind aber nur sinnvoll, wenn
sie tatsächlich zum Gehalt der Arbeit beitragen. Tabellen und Abbildungen wirken nur unter-
stützend, ersetzen aber nicht die schriftliche Argumentation, weshalb der tabellarisch oder gra-
fisch dargestellte relevante Inhalt im Fließtext beschrieben und erläutert werden muss. Zur bes-
seren Zuordnung muss im Text auf die dazugehörige Tabelle oder Abbildung verwiesen werden
(siehe Abbildung X), (siehe Tabelle X); die verschiedenen Tabellen und Abbildungen sind da-
bei durchzunummerieren und mit einer aussagekräftigen Überschrift zu versehen. Tabellen und
Grafiken sollten nur Informationen erhalten, die für die Arbeit relevant sind. Wird auf Tabellen
und Abbildungen anderer Autoren zurückgegriffen, empfiehlt es sich mit Blick auf eine leser-
liche sowie grafisch einwandfreie Darstellung, diese unter Quellenangabe mit den relevanten
Daten bzw. benötigten Elementen eigenständig nachzubilden. Tabellen und Abbildungen, die
für die Beantwortung der Fragestellung relevant sind, werden in den Fließtext eingefügt; ergän-
zende Tabellen und Abbildungen werden im Anhang dargestellt. Je nach Umfang der Arbeit
sollten für Tabellen und Abbildungen jeweils gesonderte Verzeichnisse erstellt werden (als
Faustregel ab drei Tabellen/Abbildungen ein Verzeichnis erstellen), die dem Inhaltsverzeichnis
nachzuordnen sind. D.h. diese Verzeichnisse kommen vor der Einleitung und werden auch im
Inhaltsverzeichnis aufgeführt, ggf. mit römischen Seitenzahlen (I, II, III; IV).
Hier eine beispielhafte Abbildung eingebettet im Fließtext:
18
5. Verstöße gegen wissenschaftliche Standards
Fehler beim Belegen der verwendeten Literatur zählen zu den häufigsten Verstößen gegen wis-
senschaftliche Standards. Hierbei gibt es je nach Intention und Umfang unterschiedliche
Schweregrade, die gegebenenfalls zum Nichtbestehen der Arbeit führen können.
Bei Plagiaten, dem Diebstahl geistigen Eigentums, handelt es sich gemäß der Prüfungsordnung
um einen bewussten und vorsätzlichen Täuschungsversuch. Ein Plagiat liegt vor, wenn Inhalte
aus Arbeiten anderer Verfasser ohne Quellenangabe übernommen und somit als eigene Arbeit
ausgegeben werden. Dies können Textstellen (Teilplagiat) oder sogar ganze Arbeiten (Vollpla-
giat) sein. Ein Plagiat liegt nicht nur dann vor, wenn Textstellen wörtlich übernommen wurden,
sondern auch wenn der Originaltext mit nur kleineren Änderungen (wie Füllwörtern oder Um-
strukturierungen im Satzbau) ohne Angabe des Originaltextes übernommen wurde. Ein Plagiat
führt IMMER zum Nichtbestehen der Arbeit und zur Meldung des Täuschungsversuchs beim
Hochschulprüfungsamt sowie beim Prüfungsausschuss.
Fahrlässige Fehler beim Belegen der verwendeten Literatur können je nach Ausmaß und Um-
fang ebenfalls als schwere Verstöße gegen wissenschaftliche Standards gewertet werden. Die
häufigsten Fehler sind (1) die nicht ausreichende Kenntlichmachung von wörtlichen Zitaten (bei-
spielsweise durch fehlende Anführungszeichen zu Beginn und Ende des Zitats), (2) eine feh-
lende oder nicht eindeutige Quellenangabe bei einer korrekten (= in eigenen Worten) Paraphra-
sierung, weil zum Beispiel der Kurzbeleg nicht hinter dem entsprechenden Absatz erfolgt und
(3) eine zu starke Orientierung am Originaltext, der zwar im Kurzbeleg als Quelle angegeben,
der Inhalt aber nicht in eigenen Worten, sondern durch kleinere Veränderungen der Original-
stelle (bspw. Füllwörter, Umstrukturierungen im Satzbau) wiedergegeben wird. Diese formalen
Fehler führen je nach Umfang und Art der Arbeit zu Abzügen in der Benotung bis hin zum Nicht-
bestehen der Arbeit.
Alle hier ausgesprochenen Empfehlungen und Vorgaben, vor allem die Literaturverarbeitung
und das Literaturverzeichnis betreffend, gelten ebenfalls für Essays, Referate sowie dazugehö-
rige Präsentationen und Handouts.
Alemann, Ulrich von und Erhard Forndran. 2005. Methodik der Politikwissenschaft: Eine Ein-
führung in Arbeitstechniken und Forschungspraxis. 7. Auflage. Stuttgart: Kohlhammer.
Eco, Umberto. 2010. Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt: Doktor-, Dip-
lom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften. 13. Auflage. Wien:
Facultas.
Kruse, Otto. 2007. Keine Angst vorm leeren Blatt: Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12.
Auflage. Frankfurt: Campus-Verlag.
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Wagner, Christoph. 2012. Wissenschaftliches Arbeiten im Studium: Wie schreibe ich eine
Hausarbeit? In Politikwissenschaft: Eine Einführung, Hrsg. Hans-Joachim Lauth &
Christoph Wagner, 424-470. 7. Auflage. Paderborn: Schöningh.
20
Leitung: Dr. Bettina Mustermann
Carina Müller
Hauptstraße 67
Sozialkunde 2. FS
Deutsch 2. FS
Hiermit versichere ich, dass ich die vorliegende Seminararbeit selbständig verfasst und keine
anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet habe, die anderen Schriften
wörtlich oder sinngemäß entnommen wurde, kenntlich gemacht sind und die Arbeit in gleicher
oder überwiegend ähnlicher Fassung noch nicht Bestandteil einer Studien- oder Prüfungsleis-
tung war.