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„Wir gestalten Energie-Zukunft“

Author: phamkien

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  • Wir gestalten Energie-Zukunft

    EnergieDienstleistungsGesellschaftRheinhessen-Nahe mbHAm Giener 1355268 Nieder-Olm

    Tel.: 061 36 / 92 15-0Fax: 061 36 / 92 15-20

    E-Mail: [email protected]: www.edg-mbh.de

  • Impressum

    Herausgeber:EnergieDienstleistungsGesellschaft

    Rheinhessen-Nahe mbH

    Verantwortlich:Geschftsfhrer Christoph Zeis

    Bildquellen:Archiv der EnergieDienstleistungsGesellschaft

    Rheinhessen-Nahe mbH

    Auflage:1.000 Stck

    Produktion:Agentur publicum

    Gestaltung und Layout: Waldemar Erz

    Erscheinung:Mai 2013

  • inhaltsverzeichnis

    GruSSworte

    Geschftsfhrer Christoph Zeis ............................................................................................................ 4Landrat Claus Schick ................................................................................................................................... 6Gastbeitrag Prof. Dr. Hans-Georg Kmpf ............................................................................................. 8Gesellschafter .............................................................................................................................................. 10

    FaktenI

    Philosophie, Bettigungsfeld ................................................................................................................ 15

    FaktenII

    Geschichte, Gesellschaftsstruktur, Entwicklung, Einsparung ................................................ 19

    GeSchIchten

    Initiative Idee Umsetzung Happy End .................................................................................. 23

    SpIeGelbIld

    15 Jahre ffentlichkeitsarbeit der EDG ........................................................................................... 33

    FamIlIe&ZuhauSe

    Die Zentrale Mitarbeiter und Struktur .......................................................................................... 37

    edG:GeSchIchtemItZukunFt

    Stark fr unsere Region und beispielhaft fr andere ............................................................... 43

  • [ 4 ]

    Klimaschutz ist auf globaler Ebene zu ei-nem zentralen politischen Dauerthema geworden und gehrt nach allgemeiner Erkenntnis zu den herausragenden Zu-kunftsproblemen der Menschheit. Eine be-sondere Rolle bei der Lsung dieser Pro-bleme spielt die Energieversorgung auch vor dem Hintergrund immer knapper wer-dender Ressourcen im Bereich der fossilen Primrenergietrger. Dies ist auch in Ver-bindung mit wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen durch schon heute kaum mehr nachvollziehbare Energiepreisfluktu-ationen, die sicherlich in der Zukunft zu-nehmen werden, deutlich erkennbar. Darum ist es einerseits dringend gebo-ten, den Wandel der Energieversorgung so schnell wie mglich hin zu dezentralen, energieeffizienten Strukturen mit wach-sendem Einsatz Erneuerbarer Energien zu entwickeln, um aus klimaschutzpolitischer Sicht die CO2-Emissionen so deutlich wie mglich zu reduzieren und andererseits, um aus wirtschaftlicher Sicht die Substitu-tion fossiler Energien voranzutreiben. Eine zu stark ausgeprgte Fokussierung auf den Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien, insbesondere der fluktuierenden Wind- und Photovoltaik-

    anlagen fhrt in eine energiekonomische Sackgasse, wie die Strompreisentwicklung zeigt. Diese Fokussierung lsst zudem die Priorittenkette der Energiewende Ener-gieeinsparung - Energieeffizienz - Erneuer-bare Energien auer acht, die bereits vor Fukushima im Jahr 2009 durch die groe Koalition auf Bundesebene im Integrierten Klima- und Energiepaket (IKEP) formu-liert wurde. Wesentlich fr einen erfolgreichen Kli-maschutz ist es nunmehr, die enormen Energieeinsparpotenziale in allen Ver-brauchssektoren unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu erschlieen und eine konomisch-kologische Synthese her-zustellen, die einen verantwortungsvollen Umweltschutz mit der Notwendigkeit zu sparsamem Mitteleinsatz verbindet. Um dieser Forderung gerecht zu werden, hat der Landkreis Mainz-Bingen im Jahr 1998 die EnergieDienstleistungsGesell-schaft Rheinhessen-Nahe mbH (EDG) mit genau diesem Unternehmensziel als GmbH gegrndet, die die notwendigen investi-ven Manahmen auf kommunaler Ebene so effizient wie mglich einer umfassen-den Umsetzung auerhalb der ffentlichen Kassen zufhrt. Die Unternehmensphilo-

    Mit energieeffizienz und erneuerbaren energien die energiewende gestaltenGeschftsfhrerchristophZeis

  • [ 5 ]

    sophie der EDG ist dabei ebenso einfach wie genial formuliert: Man spare Energie und refinanziere die erforderlichen Inves-titionen langfristig durch die eingesparten Energiekosten. Auf der Grundlage dieser in der Energiewirtschaft mit dem Begriff Contracting bezeichneten Umsetzungs-strategie hat die EDG seit ihrem Bestehen in den letzten 15 Jahren eine Vielzahl von Energieeffizienzprojekten in Verbindung mit Erneuerbaren Energien realisiert.Hierzu zhlen Blockheizkraftwerke, die auf Basis der Hocheffizienz-Technologie Nr. 1 Kraft-Wrme-Kopplung arbeiten und den Eigenstrombedarf der Versorgungsobjek-te decken sowie Nahwrmenetze speisen, die ganze Objektareale mit Wrme und elektrischer Energie versorgen. Nebenbei und trotzdem nicht nebenschlich sind sie in der Lage die fluktuierenden Energi-en Wind und Photovoltaik auszuglei-chen und somit zur Versorgungssicherheit beizutragen. Auch Bioenergieanlagen mit Holzhackschnitzeln, Holzpellets, Biogas und Biomethan gehren ebenso zum Port-folio der EDG wie Solar- und Windenergie-anlagen.Viele Kommunen konnten von der Leis-tungsfhigkeit der EDG berzeugt werden

    und zhlen heute zu ihren Gesellschaftern. Mit den Nachbarlandkreisen Bad Kreuz-nach und Alzey-Worms sowie zehn Ver-bandsgemeinden, der Stadt Bingen und den Gemeindewerken Budenheim hat sich ein starkes kommunales Unternehmen ge-bildet, das die Energiewende mit Energie-effizienz und Erneuerbaren Energien um-setzt mit der Identitt der EDG:

    Wir gestalten Energie-Zukunft.

    Christoph Zeis, Geschftsfhrer

  • [ 6 ]

    Sie begann mit dem Neubau des Ver-waltungsgebudes der Kreisverwaltung Mainz-Bingen in Ingelheim. Im Zuge die-ses Neubaus sollte auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie eines jungen Ingen- ieurs ein Blockheizkraftwerk zum Einsatz kommen, das auch benachbarte Gebude mit versorgen sollte. Den Zuschlag dazu erhielt die Rheinhessische GmbH in Ingel-heim, die das Projekt fr die Kreisverwal-tung im Contracting-Verfahren realisierte. Die Projektleitung hatte eben dieser junge, gerade erst von der FH Bingen gekomme-ne Ingenieur inne.Nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Projektes und zwei weiterer in der Kreis-stadt Ingelheim kam der Gedanke auf, eine solche Contracting-Gesellschaft gemein-sam mit der Rheinhessischen zu grnden. Ziel dieser Gesellschaft sollte sein, nur aus den Mitteln der Energieeinsparung die hohen Investitionen in den Einsatz von BHKW-Anlagen in Verbindung mit der Erneuerung der Heizzentralen ffentli-cher Gebude im Landkreis Mainz-Bingen zu finanzieren. Mit konomischem Erfolg auch kologisch erfolgreich sein war und ist die Zielsetzung. Die gemeinsame Ge-sellschaft mit der Rheinhessischen Ingel-heim kam aus sachfremden Entscheidun-gen nicht zustande, so dass der Landkreis

    beschloss, alleine dieses Unternehmen zu grnden. Als Geschftsfhrer konnte der junge Ingenieur gewonnen werden, der die Rheinhessische verlies und mit dieser Fhrungsposition ausgestattet in einer Ein-Mann-Gesellschaft begann.Dies war im Jahr 1998 und auch gleichzei-tig der Start zu einer grandiosen Entwick-lung der EnergieDienstleistungsGesell-schaft des Landkreises Mainz-Bingen mbH (EDG).Christoph Zeis sah diese neue Gesellschaft als Herausforderung und strzte sich mit groem Flei und sehr hoher Fachkompe-tenz in die Arbeit. Sehr schnell erwarb er sich den Ruf in Sachen Energieeinsparung, CO

    2-Reduzierung und Kraft-Wrme-Kopp-lung in Verbindung mit wirtschaftlicher Vernunft ein exzellenter Fachmann, ja der Fachmann in der Region zu sein. Die Gremi-en des Landkreises konnten Jahr um Jahr erfreut gesteigerte Zahlen der CO2-Einspa-rung und des wirtschaftlichen Erfolges zur Kenntnis nehmen. Die Tatsache, dass der Landkreis seine Gebude und deren Hei-zungsanlagen ohne eigene Investitionsmit-tel derart erfolgreich modernisierte, fhrte dazu, dass sich auch andere Gemeinden fr die EDG interessierten. Und so wurden dann im Jahr 2000 die beiden grten Verbandsgemeinden im Landkreis, Nieder-

    Geschichte und entwicklung der eDGlandratclausSchick

  • [ 7 ]

    Olm und Nierstein-Oppenheim, ebenfalls Gesellschafter der EDG. Auch sie konnten in der Folge alle ihre Anlagen mit Hilfe der EDG im Contracting-Verfahren auf den neuesten technischen Stand bringen. Inzwischen war die Gesellschaft in Srgen-loch in einer Gewerbeimmobilie Mieterin. Das Unternehmen wuchs weiter, bekam neue Mitarbeiter und baute schlielich im Nieder-Olmer Gewerbegebiet ein neues Domizil. Christoph Zeis machte mit der EDG bundesweit von sich reden, verf-fentlichte Fachartikel, hielt Fachvortrge und so wurde er in den Vorstand des Bun-desverbandes Kraft-Wrme-Kopplung e.V. berufen. Inzwischen hatten auch die beiden Nach-barkreise Bad Kreuznach und Alzey-Worms ihr Interesse an einer Beteiligung an der EDG bekundet und eine Beteiligung be-schlossen. Die Gesellschaft benannte sich fortan EnergieDienstleistungsGellschaft Rheinhessen-Nahe mbH. Die ungebroche-ne Attraktivitt des EDG-Geschftsmodells fhrte im Folgenden dazu, dass weitere Kommunen Gesellschaftsanteile erwarben. Auch groe Projekte der Nahwrmeversor-gung und des Einsatzes von BHKW-und Bioenergieanlagen auerhalb der Region konnte die EDG im Wettbewerb fr sich entscheiden und erfolgreich abwickeln.

    Die EDG prsentiert sich an ihrem 15. Ge-burtstag als ein schlagkrftiges kommu-nales Unternehmen mit 15 Mitarbeitern, ei-nem Jahresumsatz von 16 Mio. und einer Bilanzsumme von 21 Mio. . ber 85 Block-heizkraftwerke und 20 Bioenergieanlagen versorgen in Verbindung mit Nahwrme-netzen 200 ffentliche Gebude und 5 Neubaugebiete mit umweltfreundlicher Energie, wirtschaftlich und nachhaltig. Auch Windkraft, Photovoltaik und der Ein-satz nachwachsender Rohstoffe sind Ge-schftsfelder des Unternehmens mit einer jhrlichen CO2-Jahreseinsparung von bei-nahe 40.000 Tonnen als bedeutender Bei-trag zum kommunalen Klimaschutz: All das ist die EDG.Alle verbinden den guten Ruf und die Er-folgsgeschichte der EDG, ohne den Einsatz der Mitarbeiter dabei schmlern zu wollen, mit einem Namen: Christoph Zeis.

    Herzlichen Glckwunsch und viel Erfolg weiterhin.

    Claus Schick, LandratVorsitzender der Gesellschafter-versammlung und des Aufsichtsrates

  • [ 8 ]

    Anlsslich des 15-jhrigen Bestehens der Erfolgsstory EDG habe ich als Mitinitia-tor der EDG gerne den Part bernommen, rckblickend an die Grndung zu erinnern und nach vorne gerichtet Perspektiven aus heutiger Sicht aufzuzeigen.

    Zunchst Gratulation dem Geschftsfh-rer und Spiritus Rector dieser 15-jhrigen Entwicklung. Mich persnlich erfllt dieser Erfolg mit groer Befriedigung, verbindet mich mit Christoph Zeis doch eine langjh-rige Zusammenarbeit beginnend mit der Betreuung seiner Diplomarbeit im Fach-bereich Umweltschutz der FH Bingen ber umfangreiche Kraft-Wrme-Kopplungs- sowie Contracting-Projekte und ber die EDG-Grndung bis zur gegenwrtigen Grndung eines regionalen Energiezent-rums.Damit eine derartige Erfolgsstory mglich wird, muss groes Potenzial, richtige orga-nisatorische und strategische Anstze und eben eine hochkompetente und engagier-te Person vorhanden sein, die die betref-fende Aufgabe realisiert.Anfang 1998 konnte Landrat Schick von Christoph Zeis und dem Verfasser gewon-

    nen werden, sich fr die Grndung einer Energiedienstleistungsgesellschaft einzu-setzen und im politischen Raum zu reali-sieren. Die Anfang 1998 gegrndete GmbH sollte die Aufgabe wahrnehmen, die sanie-rungsbedrftigen Heizungsanlagen in den kreiseigenen Liegenschaften mit hochef-fizienten Techniken im Hinblick auf kolo-gische Gesichtspunkte zu modernisieren, d. h. vorrangig mit dezentralen Kraft-Wr-me-Kopplungsanlagen, den sogenannten Blockheizkraftwerken (BHKW).Das Potenzial war und ist riesig. Es sei daran erinnert, dass die Verluste bei der zentralen fossilen und nuklearen Stromerzeugung in den Grokraftwerken in Deutschland un-gefhr gleich dem Heizwrmebedarf in den Gebuden sind.Stichworte Organisationsform und Strate-gie: Beides, die Grndung als Alleingesell-schaft des Kreises und die Anwendung des Umsetzungsinstrumentes Contracting als Unternehmensstrategie waren notwendige Voraussetzungen fr die erfolgreiche Ent-wicklung der EDG. Insbesondere die Organisationsform Al-leingesellschaft machte die Realisierung zahlreicher Kraft-Wrme-Kopplungs-Pro-

    erfolgsstory eDG: rckschau und vorschauprof.dr.hans-Georgkmpf

  • [ 9 ]

    jekte mit signifikanter Primrenergieein-sparung mglich, die bei Mitwirkung von klassischen Energieversorgungsunterneh-men direkt oder indirekt aus interessenpo-litischen Grnden zumindest bisher nicht mglich gewesen wren.

    Durch Einbeziehung einerseits benachbar-ter Landkreise und des Gewerbe-, Handels-, Dienstleistungsbereichs, andererseits des gesamten Spektrums der dezentralen re-generativen und Effizienztechniken fr die Strom- und Wrmeerzeugung erfolgte die expansive Entwicklung, die quasi das Mo-dell EDG begrndet.

    Fr die Zukunft ist zu wnschen, dass die Erfolge des Modells EDG die Grndung ei-nes Netzwerkes regionaler EDGs stimuliert. Der dadurch mgliche, deutlich verstrkte Ausbau der dezentralen Kraft-Wrme-Kopplung wre ein ganz entscheidender Beitrag zur Lsung des Speicherproblems der Energiewende. Last but not least ist zu wnschen, dass die EDG erfolgreich ihren Beitrag zur Grndung der vom Land pro-pagierten regionalen Energieagenturen im

    Sinne von Brger-Energiezentren leistet.

    Prof. Dr. Hans-Georg Kmpf

  • [ 10 ]

    Das erfolgreichste Ergebnis meiner bisherigen Amtszeit: Die EDG

    Claus Schick Landrat Mainz-Bingen

    Die Energiewende begann bei uns vor 15 Jahren und ich bin froh, dass ich dabei war.

    Egon Fels Brgermeister a.D. Mnster-Sarmsheim

    Die EDG begleitet unsere Region nachhaltig in die Zukunft

    Almut Schulthei-Lehn

    15 Jahre EDG: 15 gute Jahre fr die Umwelt. 15 gute Jahre fr die Gesell-schafter. 15 gute Jahre fr die Region.

    Michael Reitzel

    Landkreis Mainz Bingen

    Der EDG ist es seit ihrer Grndung gelungen, immer mehr Menschen und Organisationen fr den Klimaschutz und einen sensiblen Umgang mit den fossilen Reserven zu gewinnen. Es ist schn, dass ich die Grndung vor 15 Jahren im Kreistag mitentscheiden konnte und durch meine Mitarbeit einen kleinen Beitrag zur EDG-Erfolgsgeschichte leisten konnte.

    Walter Strutz Staatssekretr a.D.

  • [ 11 ]

    Die EDG liegt voll im Trend: dezentral ist ideal! Weiter so!

    Michael StberFraktionsvorsitzender, Bndnis 90/ die Grnen, kreistaG Mainz-BinGen

    Die Beteiligung an der EDG lohnt sich fr den Landkreis Alzey-Worms im kologischen wie im konomischen Sinne, denn die EDG plant, baut, finanziert und betreibt Anlagen mit erneuerbaren Energien und Kraft-Wrme-Kopplung in den Kreisgebuden, kmmert sich um das komplette Energiemanagement und liefert Energiedienstleistungen zu wirtschaftlich attraktiven Preisen. Dabei ist die EDG wichtiger Partner auf dem vom Land-kreis Alzey-Worms forcierten Weg, kologische Ziele umzusetzen und so-mit dauerhaft sowohl Ressourcen als auch Kosten einzusparen.

    Ernst Walter Grisch Landrat Alzey-Worms

    Landkreis Alzey-Worms

    Landkreis Bad Kreuznach

    Wenn es die EDG nicht gbe, so msste man sie heute erfinden.Franz-Josef Diel Landrat Bad Kreuznach

    Die Beteiligung an der EDG ist fr den Landkreis Alzey-Worms wie ein Sechser im LottoKlaus Mehring Beigeordneter Kreis Alzey-Worms

  • [ 12 ]

    Energiepolitisch auf dem neuesten Stand,wirtschaftlich ein Riesenerfolg,strategisch bestens ausgerichtet.Das Ganze hat einen Namen: EDG.

    Ralph Spiegler Brgermeister VG Nieder-Olm

    Die Verbandsgemeinde Nieder-Olm hat sich nach Grndung sehr schnell mit einem Eigenanteil an der EDG beteiligt, um energiepolitische Themen umzu-setzen. Fr uns war diese Gesellschaftsbeteiligung ein Segen, denn wir konn-ten innerhalb krzester Zeit die meisten Heizungsanlagen unserer ffentlichen Gebude zum Groteil mit Blockheizkraftwerken ausstatten und damit nicht nur eine Menge Strom- und Wrmekosten einsparen, sondern auch energiepo-litisch fr den Klimaschutz einen ganz groen Schritt nach vorne tun. Gemein-sam mit der EDG wollen wir an dem Thema Klimaschutz auch die nchsten Jahre weiterarbeiten.

    Erwin Malkmus Beigeordneter VG Nieder-Olm

    Verbandsgemeinde Nieder-Olm

    Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim

    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EDG sind kompetent und zuverlssig. Eine gewinn-bringende Zusammenarbeit fr unsere Ver-bandsgemeinde!

    Klaus PenzerBrgermeister der VG Nierstein-Oppenheim

  • [ 13 ]

    Die beschlossene Energiewende ist ein grundstzlicher Richtungswechsel mit weitreichenden Folgen fr die Energieversorgung in unserem Land. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der EnergieDienstleistungs-Gesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH konnten wir in Bingen am Rhein mit der Bereitstellung umweltschonender Nahwrmeversorgung auf Basis von Biomassenutzung bereits 2007 einen zukunftsweisenden Schritt gehen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz auf lokaler Ebene leisten.

    Thomas Feser Oberbrgermeister der Stadt Bingen am Rhein

    Die EDG? Das ist fr mich in 15 Jahren der Zusammenarbeit die kommunale Vorreiterin mit den richtigen Antworten auf viele Fragen zur Energiewende.

    Lothar Butzbach Gemeindewerke Budenheim

    Bereits im Jahre 2000 hat die VG Eich die Dienste der EDG fr den Ein-bau und Betrieb eines BHKW in einer Grundschule in Anspruch genommen. Aufgrund bester Erfahrungen mit dem Unternehmen und aus der Erkenntnis heraus, dass Energiepolitik letztendlich auf kommunaler Ebenen organisiert werden muss, hat sich die VG Eich entschieden, die Mitgliedschaft bei der EDG zu erwerben und weitere Projekte mit ihr in Angriff zu nehmen.

    Gerhard Kiefer Brgermeister VG Eich

    Im Jahre 2003 konnte ich mageblich daran mitwirken, dass der Landkreis Bad Kreuznach Gesellschafter der EDG wurde. Die Aktivitten der EDG im Landkreis Bad Kreuznach, insbesondere auch in der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim, besttigen die Richtigkeit der Beteiligung nachhaltig. Ich wnsche der EDG eine Fortsetzung der bisherigen Erfolgsgeschichte.

    Rolf Kehl Brgermeister Bad Sobernheim

    Weitere Gesellschafter

  • [ 14 ]

    Als Gesellschafter gratuliert die Verbandsgemeinde Meisenheim fr die gewinnbringende Zusammenarbeit und gratuliert zum Unternehmensjubilum. Als Startup mit viel Pioniergeist vor 15 Jahren aus der Taufe geho-ben ist der heutige Erfolg der EDG ein Erfolg fr die Region!

    Alfons Schneider Brgermeister VG Meisenheim

    Als Brgermeister der VG Langenlonsheim gratuliere ich der EDG zu ihrem erfolgreichen 15-jhrigen Wirken. Auch in unserer VG konnten schon mehrere energiepolitische Projekte zusammen mit der EDG um-gesetzt werden. Ich wnsche unserer Gesellschaft auch in der weite-ren Zukunft alles erdenklich Gute.

    Wolfgang Zimmer Brgermeister VG Langenlonsheim

    Die EDG ist fr die VG Rhein-Nahe und ihre Ortsgemeinden ein zuverlssiger und kompetenter Partner in allen Fragen von Energieeffizienz, Energieeinspa-rung und Erneuerbaren Energien. In der VG Rhein-Nahe haben wir insofern bereits etliche Projekte gemeinsam sehr erfolgreich mit der EDG umgesetzt. Wir gratulieren zum Firmenjubilum und setzen auf eine weiterhin gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die in Zukunft verstrkt auch den Bereich der Energieberatung unserer Brger mit einbeziehen wird.

    Franz-Josef Riediger Brgermeister VG Rhein-Nahe

  • [ 15 ]

    FAKteN I* Philosophie

    * Bettigungsfeld

    [ 15 ]

  • [ 16 ]

    Zeit, Ziele umzusetzen. Jeder wei es, jeder merkt es: der Klimawandel macht vor keiner Region der Erde Halt. Umso dringlicher wird es, dieser Ent-wicklung entgegen zu steuern. Whrend internationale Vereinbarungen zum Klima-schutz bisher kaum greifen, zeigt sich im-mer mehr, wie klimafreundlich und effizient sich dezentrale Energieerzeugung gestal-ten lsst.

    Groe Schritte auf lokaler Ebene. Einen deutlichen Beitrag dazu leis-tet in der Region Rheinhessen-Na-he die EDG. Von Anfang an, genauer, seit Grndung 1998 haben wir uns ein klares Ziel gesetzt die enormen Mglichkeiten, die modernste Technologien zur Einspa-rung von Energie bieten, voll auszuschp-fen. So bringen wir den Klimaschutz auf lokaler Ebene voran. Fr unsere Region.

    Fakten iPhilosophie / Bettigungsfeld

  • [ 17 ]

    Und die Menschen und Unternehmen da-rin. Gem den Verpflichtungen der Bun-desrepublik Deutschland zum globalen Klimaschutz.

    Effizienz als Summe zweier Dinge.konomie und kologie sinnvoll zu verbinden, ist die Basis unserer Un-ternehmensphilosophie. In der Praxis be-deutet das: Heizzentralen, die veraltet und energieintensiv sind, zu sanieren bzw. zu ersetzen. Dazu verwenden wir hchst ef-fiziente Anlagen rationell im Verbrauch, regenerativ in der Ausrichtung.

    Breit aufgestellt. Unser Engage-ment umfasst neben Anlagenpla-nung und -bau insbesondere auch die ntigen Investitionen sowie den Be-trieb. Dabei inklusive: die Installation eines leistungsfhigen Energiemanagementsys-tems, mit dem sich Energie nachhaltig ein-sparen und der Verbrauch optimieren lsst. Und dies im Vergleich zu den Altanlagen ohne Mehrkosten fr unsere kommunalen Partner und Kunden.

    Lohnende Contracting-Leistungen. An unsere Kunden denken, heit fr uns ganzheitlich denken. Von daher bernehmen wir im Rahmen unseres Con-tractings das komplette Energiemanage-

    ment rund um die Strom-, Wrme- und Klteversorgung. Zudem liefern wir diese Energiedienstleistungen zu wirtschaftlich attraktiven Preisen. Geht es darum, not-wendige Primrenergie und zustzlich erforderliche Strommengen einzukaufen, nutzen wir im liberalisierten Energiemarkt unsere Optionen als Grokunde. Die erziel-ten Preisvorteile geben wir an die Personen und Institutionen weiter, die uns vertrauen unsere Kunden.

    Contracting auf ganzer Linie vor-teilhaft gemacht. Keinerlei Investitionen: Kosten werden

    von der EDG bernommen

    Deutliche Arbeitsersparnis: Ausschrei-bungen und Wartung entfallen bei unse-ren Kunden

  • [ 18 ]

    Erhhte Wirtschaftlichkeit: infolge Stromeigenerzeugung/-kostenreduktion

    Gezieltes Lastmanagement: optimiert die Bezugsleistung

    Verbesserte Energieeffizienz: minimiertdie CO2-Emission

    Kundenspezifische Versorgung: durch Aufbau eines Energiemanagementsys-tems

    Beitrag zum Klimaschutz: Wahrnehmung kologischer Verantwortung

    Techniken umfangreich einsetzen.Effizienter Klimaschutz nutzt alle Mglichkeiten, Energie wirtschaft-lich und kologisch sinnvoll zu erzeugen und zu verteilen. Entsprechend gro ist das Spektrum, das die EDG realisiert.

    Dezentrale Kraft-Wrme-Kopp-lung:Hocheffizienztechnologie Num-mer 1, universell einsetzbar in allen Leis-tungsbereichen mit fossilen und regene-rativen Primrenergien. Zudem ideal zum Ausgleich der schwankenden Energieer-zeugung durch Windkraft und Photovol-taik.

    Regenerative Energietrger: Holz-heizwerke auf Basis von Holzhack-schnitzeln und Holzpellets. Sorgen fr jhrliche Wrmelieferung in hoher Ka-pazitt, eignen sich hervorragend als Er-satz einer bisher auf fossilen Brennstoffen beruhenden Wrmeversorgung.

    Photovoltaik, Windenergie, Bio-gas: Wesentliche Bestandteile kommunaler Energiepolitik. Alle drei regenerativen Energien leisten einen erheblichen Beitrag zur dezentralen Strom- erzeugung und zur Minimierung der CO2-Emissionen.

    Energiemanagementsystem: Sichert den energiesparenden Betrieb de-zentraler Strom- und Wrmever-sorgungsanlagen sowie von Heizzentralen mittels kontinuierlicher Datenerfassung und automatisierter Anlagensteuerung. Er-mglicht so permanente Optimierung und zuverlssige Kontrolle aller Anlagen.

  • [ 19 ]

    FAKteN II* Geschichte

    * Gesellschaftsstruktur

    * Entwicklung

    * Einsparung

    [ 19 ]

  • [ 20 ]

    Grndung. Als EnergieDienstleis-tungsGesellschaft des Landkreises Mainz-Bingen mbH (EDG) 1998 durch den Landkreis.

    Start. Mit Geschftsfhrer Christoph Zeis als Ein-Mann-Unternehmen. Ziel der Contracting-Gesellschaft: wirtschaftlich effizient und kologisch sinnvoll Energie zu sparen und die dafr er-forderlichen Investitionen langfristig durch die eingesparten Energiekosten zu refinan-zieren. Zunchst begrenzt auf den Einsatz von BHKW-Anlagen, verbunden mit der Erneuerung der Heizzentralen ffentlicher Gebude im Landkreis Mainz-Bingen.

    Erste Erfolge. Jhrlich zunehmende und zugleich wirtschaftlich erfolg-reiche CO2-Einsparung durch Mo-dernisierung von Gebuden und Heizungs-anlagen des Landkreises Mainz-Bingen ganz ohne Einsatz eigener Investitions-mittel auf Seiten des Kreises.

    Neue Gesellschafter. Im Jahr 2000 werden Nieder-Olm und Nierstein-Oppenheim ebenfalls Gesellschaf-ter der EDG. Modernisierung der Anlagen der beiden grten Verbandsgemeinden im Landkreis mit Hilfe der EDG im Contrac-ting-Verfahren.

    Unternehmensaufbau. Einstellung weiterer Mitarbeiter, Bau eines neuen Unternehmenssitzes im Nieder-Olmer Gewerbegebiet. Bundeswei-te Aufmerksamkeit fr die EDG, Berufung von Geschftsfhrer Christoph Zeis in den Vorstand des Bundesverbandes Kraft-Wrme-Kopplung e.V.

    Fakten iiGeschichte / Gesellschaftsstruktur / entwicklung / einsparung

  • [ 21 ]

    Weiterer Zuwachs. Beteiligung der Nachbarkreise Bad Kreuz-nach 2003 und Alzey-Worms 2009 an der EDG. In der Folge erwerben weitere Kommunen Gesellschaftsanteile. Umfirmierung der Gesellschaft in Ener-gieDienstleistungsGesellschaft Rhein-hessen-Nahe mbH. Gewinn und erfolg-reiche Abwicklung groer Projekte der Nahwrmeversorgung und des Einsatzes von BHKW-und Bioenergieanlagen auch auerhalb der Region.

    Aktuelle Fakten sind die besten Frsprecher. 15 Jahre: kein Al-ter fr ein Unternehmen. Fr die EDG dennoch gengend Zeit, um vieles zu bewegen. Ob generell der Ausbau der Geschftsfelder oder spezielle wirtschaftli-che und kologische Kennzahlen: die EDG steht in jeder Hinsicht gut da, wie die fol-genden Grafiken belegen.

    VG Langenlonsheim 1%

    VG Bad Sobernheim 1%

    VG Meisenheim 1%

    VG Sprendlingen -Gensingen 1%

    VG Stromberg 1%

    VG Rhein-Nahe 1%Stadt Bingen 2% GW Budenheim 1%

    VG Nieder-Olm 10,65%

    VG Bodenheim 1%

    VG Nierstein-Oppenheim 10,65%

    VG Eich 1%

    LandkreisAlzey-Worms

    12,02%

    LandkreisBad Kreuznach

    9,02%

    LandkreisMainz-Bingen

    46,66%

    Gesellschafterstruktur der EDG

    Die Grafik zeigt die hohe Akzeptanz in der Region: die aktuelle Anzahl der Gesellschafter.

  • [ 22 ]

    Wissenswertes zur EDG in der bersicht. Kommunales Unternehmen,

    Mitarbeiterzahl: 15

    Jahresumsatz: 16,6 Mio. , Bilanzsumme: 20,9 Mio.

    Zentrale Leistungen Energieversorgung: 85 Blockheizkraftwerke und 20 Bioener-

    gieanlagen plus Nahwrmenetze fr 200 ffentliche Gebude und 5 Neubauge-biete

    Weitere Geschftsfelder: Windkraft, Photovoltaik und der Einsatz nachwach-sender Rohstoffe

    Jhrliche CO2-Jahreseinsparung fr den kommunalen Klimaschutz: rund 40.000 Tonnen

    Unternehmensentwicklung der EDG

    2007 2008 2009 2010 2011 2012

    24.000

    48.000

    72.000

    96.000

    120.000MWh

    Primrenergieeinkauf, Wrme-/Stromlieferung

    Primrenergieeinkauf

    Wrmelieferung

    Stromlieferung

    2007 2008 2009 2010 2011 2012

    1.600

    3.200

    4.800

    6.400

    8.000T

    Umsatzerls durch Wrmeverkauf

    Umsatzerls durch Stromverkauf

    Umsatzerls Sonstige Leistungen

    Umsatzerlse Wrme-/Stromlieferung, Sonstige

  • [ 23 ]

    GeschIchteN* Initiative

    * Idee

    * Umsetzung

    * Happy End

    [ 23 ]

  • [ 24 ]

    Nahwrmever-sorgung fr die Stadt Bingen. 2007 schrieb die Stadt Bingen die Nahwrmever-sorgung fr ein Neubau-gebiet, das Gartenbauamt und die Fachhochschule europaweit aus. Die Aus-schreibung umfasste die Errichtung einer mit Holz-

    hackschnitzeln betriebenen Heizzentrale sowie die Installation eines Nahwrmenet-zes inklusive aller Wrmebergabestati-onen. Darber hinaus galt es fr den zu-knftigen Contractor, eine Hchstgrenze fr den Wrmepreis einzuhalten und min-destens 80% des Wrmebedarfs ber den Energietrger Holz abzudecken.

    Auf alle Anforderungen einge-stellt. Der Auftrag ging an die EDG. Zunchst wurde eine neue Heizzentrale hinter der Fachhochschu-le errichtet. Seit 2008 in Betrieb, verfgt die fr den Nahwrmeverbund ausge-legte Anlage ber eine Gesamt-Wrme-leistung von 3.000 kW und ist zustzlich mit einem Hackschnitzelkessel und einem Blockheizkraftwerk ausgestattet. Ersterer erfllt die 80-Prozent-Vorgabe bezglich des regenerativen Brennstoffs Holz, das BHKW wiederum erhht die Umweltver-trglichkeit und deckt die Grundlast fr die

    Warmwasseraufbereitung und Netzver-luste ab. Verbrauchsspitzen werden ber einen lkessel abgefangen. Zudem sorgt ein Pufferspeicher mit einem Volumen von 12.000 l fr besonders hohe Betriebseffi-zienz. Die Staubemissionen werden konti-nuierlich auf unter 50mg/m3 gesenkt. Dazu dienen ein Multizyklon-Staubabscheider sowie ein Elektrofilter. Auch die Flexibilitt bei der Feuerung wurde bedacht: mittels der Kombination von Vorofen und eigent-lichem Biomasse-Kessel lsst sich Holz un-terschiedlichster Krnung und Restfeuchte einsetzen.

    In jeder Hinsicht lohnend. Die Ener-giedaten des Nahwrmesystems wer-den jede Viertelstunde erfasst so las-sen sich Kessel, BHKW und Nahwrmenetz jederzeit berwachen und der Betrieb des Gesamtsystems optimieren. Ein Heizkostenvergleich, in den alle Auf-wnde (Grund-, Verbrauchs-, Betriebs- und Kapitalkosten etc.) einflieen, belegt die berlegenheit der Contracting-Lsung. Die Einsparungen bei den Energiekosten bewegen sich zwischen 7,2 und 10,6%. Zieht man zum Vergleich eine Erdwrme-pumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 4 heran, spart man sogar 15,4% ein (Zah-lenbasis: 1. Quartal 2009). Beeindruckend sind auch die Werte der CO2-Reduktion: sie werden im Endausbau auf 77,5% beziffert.

    vorgaben fr Wrmekosten klar erflltstadt Bingen

  • [ 25 ]

    Modernisierung der Heizungsanla-gen im Landkreis Alzey-Worms. Neben der Beteiligung des Land-kreises Alzey-Worms an der EDG stand zugleich die Modernisierung der Heizungs-anlagen in den kommunalen Gebuden auf Basis eines ebenso konomisch wie ko-logisch nachhaltigen Contracting-Modells an. Hintergrund dieser Entscheidung: Der Landkreis verfgte in seinen zahlreichen schulischen Einrichtungen ber groe Heizungsanlagen, die zum einen berdi-mensioniert, zum anderen veraltet und sanierungsbedrftig waren. Eine Eigenin-vestition in neue, zukunftsstarke Energie-konzepte war nicht finanzierbar, obwohl aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein wirt-schaftlicher Nutzen zu erwarten war.

    Nach umfangreicher Vorarbeit whlte der Landkreis Alzey-Worms die EDG als zu-knftigen Contractor aus. Die EDG ermit-telte zunchst aus den Daten der letzten fnf Jahre die Status-Quo-Jahreswrme-kosten. Auf dieser Grundlage wurde mit dem Landkreis ein Energielieferungsver-trag abgeschlossen, u.a. mit folgenden Konditionen: mindestens 40% Einsparung von fossiler Primrenergie und entspre-chender CO2-Reduktion, mindestens 10% Einsparung der Energiekosten gegenber

    dem Status-Quo sowie Weitergabe investi-ver oder betrieblicher Frdermittel an den Landkreis.

    Ausgereifte technische Konzep-tion. Das Angebot der EDG als Contractor umfasste den Ersatz der veralteten Wrmeerzeugungsanlagen innerhalb von drei Jahren. Insgesamt wur-den von 2009 bis 2011 Anlagen in zehn Gebuden realisiert. Technologie-Schwer-punkt: dezentrale Kraft-Wrme-Kopplung mit Blockheizkraftwerken auf Erdgasbasis, verbunden mit der Option der Umstellung auf Biomethan gem Erneuerbare Energi-en Gesetz, und Bioenergieanlagen auf Ba-sis von Holzhackschnitzeln. In beiden Sys-temen wurden bisher einzeln versorgte Ge-budeteile ber Nahwrmenetze verbunden. So lsst sich aus ei-ner Heizzentrale die Versorgung wirtschaftlicher gestalten. Hierzu gehren grund-stzlich auch die Installation

    schulen effizient mit energie versorgtAlzey-Worms

  • [ 26 ]

    groer Puffer-speicher und deren optimier-te Einbindung in die Erzeugungs- und -verteilungs-systeme.

    Wesentlicher Bestandteil des EDG-Contrac-tings war zudem die Erneuerung und der Betrieb der Wrme-

    hauptverteilungsanlagen. Dazu wurden alle geregelten Verbraucherheizkreise mit modernen elektronischen Pumpen mit fernwirktechnischer, witterungsgefhrter und zeitabhngiger Regelung ber das EDG-Energiemanagementsystem ausge-stattet. Ungeregelte Heizkreise wie Lf-tungsanlagen oder Warmwasserbereiter wurden hydraulisch so berarbeitet, dass die systemrelevanten Rcklauftemperatu-ren wie vertraglich vereinbart eingehalten werden. Mit der zweistufigen Abgasreinigung, ne-ben einem Multizyklonstaubabscheider ein genehmigungsrechtlich nicht notwendiger Elektrofilter in der Bioenergie-Nahwr-meversorgung des Gustav-Heinemann-

    Schulzentrums in Alzey, bercksichtigt das EDG-System schon jetzt mgliche Ver-schrfungen der Emissionsgrenzwerte in der Zukunft.

    Um den Einsatz aller Bausteine zur Ener-gieversorgung optimal zu gestalten, wur-de die kontinuierliche berwachung und Analyse aller betriebsrelevanten Daten sichergestellt. Diese werden als Viertel-Stunden-Mittelwerte erfasst, aufgezeich-net und zur Weitergabe an die Gebude-nutzer gespeichert. Permanent gemessen werden, da die EDG im Zuge des Einsatzes von BHKW-Anlagen auch die Stromversor-gung komplett bernommen hat, auch die Strommengen.

    Deutliche Vorteile erzielt. Die Contracting-Lsung mit der EDG hat sich auf ganzer Linie bewhrt. Jhrlich spart der Landkreis Alzey-Worms rund 84.000 Euro oder 12,6% Wrmekos-ten ein. Der Einsatz fossiler Brennstoffe verringerte sich um knapp 54%, die CO2-Reduktion betrgt ber 62%. Zudem bleibt der Landkreis in puncto weiterer Manah-men flexibel: Da keine Mindestmengen fr die Energielieferung vereinbart wurden, kann z.B. problemlos eine Wrmedm-mung vorgenommen und so der Energie-verbrauch weiter gesenkt werden.

  • [ 27 ]

    Wrmeverbund fr die Privat-klinik in Gensingen. 2004 realisierte die EDG ein Con-tracting-Projekt fr die Privatklinik Gesund-heitsforum Nahetal. Durch den Neubau des 120 m von der Heizzentrale entfernten Alten- und Pflegeheims waren zustzliche Kapazitten fr dessen Wrmeversorgung aufzubauen. Vorschlag der EDG: Umbau der bestehenden Heizzentrale inklusive In-stallation eines BHKW und die Versorgung des neuen Gebudes ber einen Nahwr-meverbund. Mit diesem zugleich uerst wirtschaftlichen und intelligenten Kon-zept konnte die EDG sich im Wettbewerb durchsetzen und so einen Kunden aus der Privatwirtschaft gewinnen.Das in die Heizzentrale der Klinik instal-lierte BHKW verfgt ber eine Leistung von 100 kW. Weitere 12 kW liefert ein in den Heizungsrcklauf integrierter Brenn-wert-Wrmetauscher. So lsst sich die Brennstoffenergie des Erdgases, bezogen auf den Heizwert zu 100,6% nutzen. Zwei Niedertemperatur-Stahlkessel, ausgers-tet mit vollmodulierenden Gas-Geblse-brennern, decken die Spitzenlast des auf 930 kW ausgelegten Wrmeverbunds ab. Ein Pufferspeicher mit einem Volumen von 6.000 l macht die Energieversorgung noch wirtschaftlicher. Mit einer Speicherkapa-

    zitt von 210 kWh ermglicht er die Ent-koppelung von Erzeugung und Verbrauch das BHKW-Modul kann so whrend Schwachlastzeiten auch bei stark schwan-kender Wrmeabnahme am Laufen gehal-ten werden und Strom produzieren.

    Optimale Kontrolle gewhrleistet. Ein Energiemanagementsystem fr Fernberwachung und Op-timierung der Anlage sowie Verbrauchs-analyse stellt EDV-gesttzt ein schnelles Reagieren auf Strmeldungen sicher und macht zudem gewnschte Anpassungen von Temperaturen und Heizzeiten mglich.

    Wirtschaftlich und kologisch berzeugend. 42% der jhrlich bentigten 1,7 Mio. KWh Wr-me werden ber das BHKW, der Strombe-darf wiederum zu 64% ber die KWK-Anla-ge abgedeckt. Die EDG liefert Wrme und Strom zu wirtschaftlichen, sehr gnstigen Preisen und sorgt somit dauerhaft fr spar-same Energiekosten im Gesundheitsforum Nahetal.

    schlssiges konzept umgesetztGesundheitsforum Nahetal

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    BHKW fr die Sparkasse-Zentral-verwaltung in Bad Kreuznach. Mit bis 2002 bereits 21 umgesetzten BHKW-Projekten war die vorgenommene Installation eines BHKWs fr die Sparkasse-Zentralverwaltung schon fast eine Routine-angelegenheit. Ausgelegt auf etwa 15% der Wrmegrundlast und mit einer Abdeckung von 70% des Wrmebedarfs, betrgt die elektrische Leistung des Moduls 50 kW, die thermische ca. 100 kW und mit nach-geschaltetem Brennwerttauscher 110 kW. Ebenfalls installiert wurde ein 6.000 Liter fassender Wrmepufferspeicher: Dieser entkoppelt Wrmebedarf und Erzeugung und fhrt so zu gleichmigen, verlnger-ten BHKW-Laufzeiten.

    Wirtschaftlich-kologischeNetz-Einspeisung gem EEG. Das BHKW wurde vor 10 Jahren mit Inkrafttreten des damals neuen Kraft-Wrme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG) in Betrieb genommen und im Jahr 2012 nach zehnjhriger Laufzeit auf Bio-methan umgestellt. Verbunden damit war der Wechsel vom KWKG zum Erneuerba-re Energien Gesetz (EEG). Hier gilt mit der Grundvergtung, dem NAWARO-Bonus und dem KWK-Bonus fr die Wrmenut-zung eine gegenber dem KWKG deutlich hhere Einspeisevergtung, die die hhe-ren Brennstoffkosten fr das Biomethan

    wirtschaftlich kompensiert. Bezglich der kologischen Bilanz und sowohl fr die Sparkasse Rhein-Nahe als auch fr die EDG wichtig, hat sich mit der Umstellung auf den erneuerbaren Primrenergietrger Biomethan die CO2-Einsparung gegenber dem Erdgas-BHKW verdoppelt.Das BHKW erzeugt nach wie vor jhrlich 260.000 kWh Strom. Dieser wird voll-stndig in das Niederspannungsnetz der Stadtwerke Bad Kreuznach eingespeist. Zwar erlaubt der elektrische Bedarf der Sparkasse mit einer Spitze von ca. 400 kW und einer Untergrenze von 60 kW einen Eigenverbrauch des BHKW-Stroms, doch die Einspeisevergtung von insgesamt 22 ct/kWh gem EEG erweist sich als at-traktivere Alternative.

    Umweltschutz vorangebracht. Ver-glichen mit einer konventionell getrennten Strom- und Wrme-versorgung ist es der EDG mit ihrer L-sung fr die Sparkasse Rhein-Nahe in Bad Kreuznach nunmehr gelungen, den Primr-energieverbrauch um rund 80% und den Aussto an CO2 um ca. 90%, entsprechend rund 270 Tonnen dieses klimarelevanten Gases zu senken.

    Profitable lsung sparkasse Rhein-Nahe in Bad-Kreuznach

  • [ 29 ]

    BHKW fr den Nahwrmeverbund Abwasserwerk Oppenheim. 1999 bernahm die EDG von der Ver-bandsgemeinde Nierstein-Oppenheim den Nahwrmeverbund Abwasserwerk Oppenheim. Vor Abschluss des Contrac-tings diente die Hlfte des in der Oppen-heimer Klranlage anfallenden Klrgases neben Erdgas zur Wrmeversorgung der kommunalen Klranlage, des Hallenbads, der Turnhalle und einer Hauptschule. Die EDG errichtete in der Heizzentrale der Klranlage ein BHKW, bestehend aus zwei schallschutzisolierten Kompaktmodulen. Diese sind mit Sechszylinder-Reihen-Gas-motoren sowie mit wassergekhlten Asyn-chron-Generatoren ausgestattet. Eines der BHKW-Module lsst sich sowohl mit Klrgas als auch mit Erdgas betreiben, wo-durch sich das gesamte Klrgas zur Ver-sorgung verwenden lsst. So wird ein Vier-tel des Energiebedarfs ber Klrgas und drei Viertel ber Erdgas abgedeckt. Der im BKHW erzeugte Strom wird zu 90% fr die Klranlage verwendet, die brigen 10% in das ffentliche Stromnetz eingespeist. Rund 86% der bentigten Wrme wird von dem BHKW bereitgestellt, Spitzenlasten werden ber zwei umgebaute Kessel der bisherigen Anlage abgedeckt.

    Bis ins Detail effizient gedacht.Ein Beispiel: Die auf ca. 50 C er-wrmte Splluft aus der BHKW-Kapselung wird zu den Brennern der Kessel transportiert und dient dort als vorgewrmte Verbrennungsluft. Darber hinaus wurden auch auerhalb der Klr-anlage die Mglichkeiten zur Optimierung ausgeschpft. Bei den wrmetechnischen Anlagen des Hallenbads und der Schule wurden eine hydraulische Sanierung von Heizkreisen und eine verbesserte Steue-rung realisiert. Der Effekt: bedingt durch

    eindeutiges vorzeigeprojektAbwasserwerk Oppenheim

  • [ 30 ]

    eine deutlich grere Spreizung zwischen Vor- und Rcklauftemperatur eine hhe-re Effizienz der Heizanlagen. So wird die bentigte Nutzwrme mit unverndertem Primrenergieverbrauch erzeugt und der mitproduzierte Strom quasi primrenergie-frei produziert. In Zahlen heit das: Zunah-me des Brennstoffnutzungsgrads von 65% auf 89,7%. Entsprechend positiv fllt fr das EDG-Projekt auch der Vergleich mit ei-ner konventionellen, ungekoppelten Ener-gieversorgung aus. Die Primrenergieein-sparung liegt bei 36%, die CO2-Reduktion betrgt 41%.

    Auch wirtschaftlich gesehen vor-teilhaft. Die EDG garantiert im Rahmen der Verbundlsung wett-bewerbsfhige Wrmepreise. Zudem wird dem Klrwerk fr gelieferten Strom ein Preis berechnet, der noch 20% unter dem Niveau vergleichbarer Mittelspannungs-Verbraucher liegt. Zustzlich vergtet die EDG dem Abwasserwerk das bezogene Klrgas zu einem Preis von 2,2 ct pro kWh.Mit diesem Projekt erreichte die EDG brigens den zweiten Platz beim Preis der Deutschen Erdgaswirtschaft des Jah-res 2000.

  • [ 31 ]

    BHKW fr Bioabfall-Kompostier-anlage in Essenheim. Die Kom-postieranlage in Essenheim, die in den letzten zwei Jahrzehnten immer wie-der Anlass fr Beschwerden seitens der Anwohner war, wurde umfassend moder-nisiert. Dafr engagiert wurde auch die EDG in Zusammenarbeit mit der Stadt-werke Mainz AG und der Veolia Umwelt-service West GmbH, die zu diesem Zweck die Biomasseanlage Esseneheim GmbH (BMA) gegrndet haben. Gefragt war im Rahmen des Contractings: die Installation eines BHKW zur Stromerzeugung aus Bio-gas durch Trockenfermentation von jhr-lich 48.000 Tonnen Bioabfall.

    Komplexes Verfahren. Zunchst werden die Bioabflle in mehreren Fermentationsboxen ber drei Wo-chen vergoren. Whrend dieses Zeitraums entstehen Biogase mit einem Methange-halt, der sich zwischen 49% und 56% be-wegt. Diese werden permanent abgesaugt und in einem Biogasspeicher zwischenge-lagert. Bevor das Biogas zur Erzeugung von Strom und Wrme verwertet wird, er-folgt seine Aufbereitung: das Biogas wird gekhlt und anschlieend mit Aktivkohle gereinigt, um den Schwefelwasserstoff zu eliminieren.

    Flexibles System. Das BHKW ist auf die schwankende Gasproduktion eingestellt: Fllt im Volllastbetrieb mit 1.200 kW der Fllstand im Speicher auf unter 65%, wird die elektrische Leistung des BHKWs auf ca. 1.000 kW reduziert. Er-reicht der Fllstand die 50%-Marke, wird wiederum eine Anpassung vorgenommen, in diesem Fall auf 850 kW. Fllt sich hinge-gen der Speicher wieder, wird die Leistung des BHKW in gleichen Stufen hochgefah-ren. Tritt eine negative Minutenreserve ein, weil zu viel Strom bei zu wenig Nachfrage im Netz vorhanden ist, lsst sich die Strom-erzeugung des BHKW reduzieren oder un-terbrechen. Die kurzfristige Abschaltung

    Biogas optimal verwertetBiomasseanlage essenheim

  • [ 32 ]

    bzw. Reduktion hat keinen Einfluss auf die Hhe der jhrlichen Stromproduktion, da sich das zwischengespeicherte Biogas spter nutzen lsst.

    Weitere Optionen im Gesprch. Bisher ist ca. ein Drittel der vom BHKW bereitgestellten thermi-schen Energie nicht nutzbar. Eine Wrme-leitung zum nchstgelegenen Wrmeab-nehmer ist auf Grund der Entfernung von 3 km aus wirtschaftlicher Sicht nicht tragf-hig. berdacht wird daher seitens der EDG der Einsatz von Latentwrmespeichern.

    Mit dieser Lsung knnte ber die Strae kowrme an EDG-Kunden geliefert wer-den, die weiter entfernt sind. Die aktuelle Bilanz kann sich allerdings auch unabhn-gig von dieser Option sehen lassen: Die CO2-Einsparung liegt bei rund 7.000 t/a, die Direktvermarktung des Stroms inkl. Flexibilittsprmie und Vermarktung der negativen Minutenreserve verspricht auch in Zukunft zustzliche Erlse.

  • [ 33 ]

    sPIeGeLBILd* 15 Jahre ffentlichkeitsarbeit

    der EDG

    [ 33 ]

  • [ 34 ][ 34 ]

    15 Jahre ff entlichkeitsarbeit der eDGOb Fach- oder Tagespresse: die Geschichte der EDG wurde und wird aufmerksam beglei-tet mittlerweile 15 Jahre. Von den Anfngen bis hin zu Berichten zu aktuellen Entwick-lungen. Eine kleine Auswahl der ber die Hunderte gehenden Beitrge:

    [ 34 ]

    lungen. Eine kleine Auswahl der ber die Hunderte gehenden Beitrge:

    MRZ 2013

    AZ 2008

  • [ 35 ][ 35 ][ 35 ]AZ 2003

    AZ 1999

    AZ 1999

    FAZ 2010

  • [ 36 ][ 36 ][ 36 ] Unser Kreis 2

    011

    AZ 2010

  • [ 37 ]

    FAMILIe & ZUhAUse* Die Zentrale

    * Mitarbeiter und Struktur

    [ 37 ]

  • [ 38 ]

    Das Team der EDG. Wer viel errei-chen will, braucht ein Team, das mit Engagement bei der Sache ist. Ein solches Team hat der Geschftsfh-rer der EDG um sich versammelt: Chris-toph Zeis, der die EDG als Ein-Mann- Unternehmen startete, hat aktuell 15 Mit-arbeiter. Schlielich galt es in den letzten 15 Jahren umfangreiche Aufgaben wahr-zunehmen: Angefangen bei mittlerweile 85 realisierten Blockheizkraftwerken ber fnf Windkraftanlagen bis hin zu 38 Photo-voltaik- und 20 Bioenergieanlagen. Und in

    Zukunft mchte man natrlich noch mehr Projekte in Angriff nehmen und dies nicht nur in der Region Rheinhessen.So knnten weitere fnf Ingenieure in Zu-kunft beschftigt werden. Allerdings gilt: die Anforderungen an Mitarbeiter sind hoch. Die Verbindung von wirtschaftlicher und kologischer Effizienz verlangt beson-dere Fhigkeiten.

    allen aufgaben gewachsen

  • [ 39 ]

    Christoph Zeis Seit Grndung 1998 als Geschftsfhrer bei der EDG.Studium an der FH Bingen, Fachbereich Umweltschutz, Studienschwerpunkt Ener-giewirtschaft/Energietechnik, Diplomarbeit: Allgemeine und spezielle Analysen zur Wirtschaftlichkeit von dezen-tralen Kraft-Wrme-Kopplungs-Systemen.

    Berufliche Stationen: Stabstelle Energieberatung, Anwen-dungstechnik Rheinhessische Energie- und Wasserversorgungs-GmbH, Ingelheim.

    Hauptmitarbeiter im Forschungsauftrag der BMBF-Projektstudie Dezentrale Kraft- Wrme-Kopplung in Deutschland an der FH Bingen, Projektleiter: Prof. Dr. H. G. Kmpf.Geschftsfhrer der neu gegrndeten Energiedienstleistungsgesellschaft des Landkreises Mainz-Bingen mbH (EDG); heute Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH.Geschftsfhrer der neu gegrndeten Biomasseanlage Essenheim GmbH (in Personalunion mit EDG) seit 2012.

    Lehrttigkeiten/Mitgliedschaften:Nebenberuflicher Lehrbeauftragter an der FH Bingen, Fachbereich Umweltschutz im Fach Energiewirtschaft (Vorlesung-Workshop-Praktikum-Exkursion, 2003 - 2009).Mitglied im Bundesverband Kraft-Wrme-Kopplung (B.KWK), Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Kraft-Wrme-Kopp-lung (B.KWK).Mitglied im Verband kommunaler Unter-nehmen (VKU).

    im Portrt: Geschftsfhrer und Mitarbeiter der eDG

    Geschftsfhrer: Christoph Zeis

  • [ 40 ]

    Christian BeckerSeit Juli 2012 bei der EDG. Ausbildung zum Elektrotechnikermeister. Arbeitsschwerpunkt: Mess-, Steuer- und Regeltechnik.

    Thorsten Becker Seit Mrz 2004 bei der EDG. Ausbildung zum Meister im Installateur- und Heizungsbau.Arbeitsschwerpunkt: Gas-, Heizungs- und Lftungstechnik.

    Matthias Freund Seit Oktober 2007 bei der EDG. Ausbildung zum Broinformationselekt-roniker. Studium der Energie- und Versor-gungstechnik.Studium des Wirtschaftingenieurwesens.Arbeitsschwerpunkt: Leitung Technik/Planung. Seit Oktober 2009 Prokurist und Stellvertreter des Geschftsfhrers.

    Uwe Hautzel Seit Februar 2009 bei der EDG. Ausbildung zum Zentralheizungs- und Lftungsbaumeister.Arbeitsschwerpunkt: Wartung und In-standhaltung der EDG-Anlagen.

    Bianka Konrath Seit April 2009 bei der EDG. Ausbildung zur Industriekauffrau. Arbeits-schwerpunkt: Buchhaltung (Debitoren).

    C. Becker T. Becker M. Freund U. Hautzel B. Konrath

  • [ 41 ]

    Christina Luft Seit August 2007 bei der EDG. Ausbil-dung zur Brokauffrau. Arbeitsschwer-punkt: Buchhaltung (Kreditoren).

    Ute MosselSeit Juni 2000 bei der EDG.Ausbildung zur Brokauffrau. Arbeitsschwerpunkt: Broleitung und Sachbearbeitung.

    Oliver RthSeit September 2011 bei der EDG.Ausbildung zum Gas- und Wasser- installateur.Arbeitsschwerpunkt: Wartung und In-standhaltung der EDG-Anlagen.

    Christine SchwarzSeit Juli 2010 bei der EDG.Ausbildung zur Industriekauffrau.Studium des Wirtschaftsingenieurwesens.Arbeitsschwerpunkt: Assistenz der Ge-schftsleitung.

    Carolyn SchweikardSeit September 2002 bei der EDG.Ausbildung zur Gro- und Auenhandels-kauffrau.Weiterbildung zur Finanzbuchhalterin.Arbeitsschwerpunkt: Leitung Buchhaltung.

    C. Luft U. Mossel O. Rth C. Schwarz C. Schweikard

  • [ 42 ]

    Jan SeydlerSeit August 2009 bei der EDG.Ausbildung zum Maurer.Arbeitsschwerpunkt: Wartung und In-standhaltung der Biomasseanlagen.

    Reimond SpenglerSeit Mrz 2010 bei der EDG.Ausbildung zum Gas- und Wasserinstalla-teurmeister. Weiterbildung zum Staatlich geprften Fernwrmemeister.Arbeitsschwerpunkt: Nahwrme- und Tiefbauplanung.

    Jens SteinerSeit Juli 2006 bei der EDG.Ausbildung zum Anlagenmechaniker Sani-tr-, Heizungs- und Klimatechnik.Arbeitsschwerpunkt: Wartung und In-standhaltung der Biomasseanlagen.

    Ralf StegerSeit Januar 1999 bei der EDG.Dipl.-Ing. (FH).Arbeitsschwerpunkt: Allgemeine, technische Bauunterhaltung.

    J. Seydler R. Spengler J. Steiner R. Steger

  • [ 43 ]

    edG: GeschIchteMIt ZUKUNFt* Stark fr unsere Region

    und beispielhaft fr andere

    [ 43 ]

  • [ 44 ]

    Eine Idee machte den Anfang. Seit 1998 gibt es sie nun die Energie-DienstleistungsGesellschaft Rhein-hessen-Nahe mbH (EDG). Viel hat das kommunal getragene Unternehmen im Sinne einer energiesparenden, energieeffi-zienten und erneuerbaren Energiezukunft geleistet. Die Idee zur Grndung der EDG hat ihren Ursprung in einem Gesprch zwischen dem Landrat des Landkreises Mainz-Bingen, Claus Schick und dem Geschftsfhrer der EDG, Christoph Zeis im Jahre 1997, als dieser auf der Grundlage bereits positiver Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung vorschlug, alle Gebu-de des Landkreises mit modernen, ener-gieeffizienten Anlagen auszustatten und umweltfreundlich zu versorgen. Das Ende dieses Gesprches ist der Startschuss fr die EDG mit dem Satz von Landrat Schick: Dann machen Sie doch mal ein Konzept.

    Christoph Zeis, der an der Fachhochschule Bingen studiert hatte und sich als Diplom-Ingenieur auf die Bereiche Energiewirt-schaft und Energietechnik spezialisierte, hatte damals einen Lehrauftrag an der FH und entwickelte das Konzept fr die EDG

    unter Mitwirkung seines Dozenten Prof. Dr. Hans-Georg Kmpf, der ihn untersttz-te und beriet, sowie ein Gutachten ber Machbarkeit und Ziele einer kommunalen Energiedienstleistungsgesellschaft fr die Gremien des Landkreises erstellte. Von allem Anfang an waren Klimaschutz und die Reduktion von Treibhausgasen zentra-le Vorgaben fr das Unternehmensziel im Sinne der Daseinsvorsorge. Die damit in Verbindung stehende, inhrente Notwen-digkeit, Mittel und Wege zur Energieein-sparung und Energieeffizienz mit zuneh-mendem Einsatz Erneuerbarer Energien umsetzungsorientiert aufzuzeigen, waren fr die Grndung der Gesellschaft von zen-traler Bedeutung. Nach vielen Beratungen in den Ausschs-sen und auch massiven Widerstnden wurde die EDG im Kreistag des Landkrei-ses Mainz-Bingen beschlossen und am 27. Mrz 1998 gegrndet.

    Contracting. Das ist die Basis der Unternehmensphilosophie und das Umsetzungsinstrument, mit dem die EDG ihre Projekte auerhalb der f-fentlichen Kassen realisiert. Alle Investiti-onen zur Sanierung einer veralteten, ber-

    eDG: Geschichte mit zukunftstark fr unsere Region und beispielhaft fr andere

  • [ 45 ]

    dimensionierten und energieintensiven Anlage werden durch die EDG bernom-men und langfristig durch Energieeinspa-rungen und Energieeffizienz so refinan-ziert, dass fr den Kunden von Beginn an keine Mehrkosten im Vergleich zu seiner bisherigen Versorgung entstehen. Dieses in der Energiewirtschaft als Contracting beschriebene Prinzip ist die grundstzliche Vorgehensweise der EDG und generelles Angebot an ihre kommunalen Gesellschaf-ter und Kunden. Das hier dargestellte Contracting-Prinzip ist deutlich mehr als ein Finanzierungsins-trument, denn die EDG saniert die ersatz-bedrftigen Anlagen nicht nur und bringt sie auf den modernsten Stand der Technik, sondern sie betreibt diese auch im Hinblick auf den Energieeinkauf sowie auf Wartung und Instandhaltung, eingebettet in ein leis-tungsfhiges Energiemanagementsystem zur nachhaltigen Energieeinsparung und Verbrauchskontrolle, wobei die Anlagen fernberwacht, -gesteuert und -analy-siert werden. Wichtiger Aspekt des EDG-Contractings ist es darber hinaus grund-stzlich, dass das Unternehmen in enger Abstimmung mit seinen Gesellschaftern objektbezogen jene Anlagenvariante re-alisiert, die auch unter kologischen Ge-sichtspunkten die wirtschaftlichste ist, wo-mit beide so wirkungsvoll wie mglich zur Umsetzung des globalen Klimaschutzes auf kommunaler Ebene beitragen.

    Kraft-Wrme-Kopplung. Ihrem ko-nomisch- kologischen Auftrag folgend hat die EDG von Beginn an insbesondere auf die dezentrale Kraft-Wrme-Kopplung (KWK) gesetzt. Diese Hocheffizienztechnologie ist wie keine andere der rationellen und erneuerbaren Energieverwendung in der Lage, Primr-energie und damit CO2-Emissionen durch gleichzeitige und gemeinsame Strom- und Wrmeerzeugung nachhaltig einzuspa-ren. Die KWK muss aus diesem Grunde im zuknftigen Energiesystem eine zentrale Rolle spielen. Sie ist in Verbindung mit Er-neuerbaren Energien in jeder Hinsicht ein Knigsweg zur substanziellen Lsung der

    Vertrags- Vertrags- Nutzungs-beginn ende dauer

    Status-quo-Kosten

    ReduzierteKosten

    Einsparkosten

    020

    40

    60

    80

    100

    Energiekosten (%)

    Zeit (a)

    Contracting-Prinzip

    Anteil eingesparter Energiekostenfr den Auftraggeber (Kommune)

    Anteil eingesparter Energiekostenfr den Auftragnehmer (Contractor)= Contracting-Rate

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    Energieprobleme im Sinne von Versor-gungssicherheit und Klimaschutz. Sie fhrt gegenber der konventionellen Energieer-zeugung zu einer Primrenergie- und da-mit CO2 -Einsparung von ber 50%. Kraft-Wrme-Kopplung etwa auf der Grundlage eines dezentralen Blockheizkraftwerkes speist Nahwrme- und Stromnetze fr Objektversorgungen und Baugebiete. Sie bietet in Verbindung mit Wrmepuffer-speichern die ideale Mglichkeit zum Aus-gleich der fluktuierenden Wind- und Solar-stromerzeugung. Sie ist ber die gesamte Brennstoff- und Technologiekulisse verfg-

    bar. Bezglich der Brennstoffe sind neben den fossilen Primrenergien alle Holzar-ten und Biogase sowie Abfallstoffstrme

    einsetzbar in Blockheizkraftwerken und ORC-Prozessen im kleinen und mittleren Leistungsbereich wie auch in Gasturbinen und Dampfturbinen im groen Leistungs-bereich.

    Prinzip hat sich bewhrt. Wegen der Bedeutung der dezentralen Kraft-Wrme-Kopplung fr die Energie-wende betreibt die EDG heute bereits 85 Blockheizkraftwerke in 64 Versorgungsob-jekten und gebieten im Leistungsbereich zwischen 5 kWel und 1.200 kWel. Sie erzeu-gen zurzeit etwa 23,7 Mio. kWh elektrische Energie und ohne primrenergetischen Mehraufwand rund 40,8 Mio. kWh Wrme fr die notwendige Heizenergie und Warm-wasserbereitung in den Gebuden und Prozessen. Mit einem Brennstoffmix aus Erdgas, Klrgas, Biogas und Biomethan reduziert die dezentrale KWK der EDG die CO2-Emissionen um ca. 16.800 Tonnen pro Jahr, entsprechend einem Heizlquivalent von 5,6 Mio. Liter jhrlich.

    Verbundlsungen. Bei all ihren Kon-zepten und Projekten spielen auch Verbundlsungen bei der EDG eine bedeutende Rolle. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass kapitalintensive Ener-gieanlagen in ihrer Effizienz gesteigert wer-den knnen, wenn aus ihnen heraus meh-rere Gebude versorgt werden knnen, ist dies sinnvoll. Dies gilt fr die Nahwrme-versorgung, die die EDG an vielen Stellen

    Energie-

    management

    Gas, l Bioenergie

    Wrme

    Klte Strom

    Strom

    Strom

    Technologien der rationellen und regenerativen Energieverwendung

    - Planung, Finanzierung und Bau - Betrieb (Wartung, Instandhaltung) - Energiebeschaffung und Abrechnung - Energiesparberatung / Optimierung

    Komplettes Energiemanagement

    Primrenergielieferant Stromversorgungsunternehmen

    VERWALTUNGSGEBUDESCHULEN, KINDEGRTEN, KRANKENHUSER ETC.

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    aus Heizzentralen heraus professionell be-treibt. Diese Anlagen werden in wachsen-dem Mae mit Erneuerbaren Energien auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen in Form von Holz und Biogas gespeist. Bio-masse ist bei der energetischen Nutzung CO2-neutral und leistet somit einen sehr bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. Ihre Verwendung ermglicht in Verbin-dung mit anderen Erneuerbaren Energien die Schaffung energieautarker Gebiete und Gemeinden. Sie fhrt zu Unabhngigkeit von fossilen Brennstoffen und generiert re-gionale Wertschpfung fr Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Verarbeitungs- und Trans-portbetriebe in den Kommunen. Und sie ist bedeutend fr die Schaffung und Siche-rung der damit verbundenen Arbeitsplt-ze. So betreibt die EDG heute bereits 20 kommunale Holzheizwerke auf der Grund-lage von Holzhackschnitzeln und Holzpel-lets sowie 3 Blockheizkraftwerke mit Bio-methan aus nachwachsenden Rohstoffen bzw. Biogas aus den Bioabfllen des Land-kreises Mainz-Bingen und der Stadt Mainz, die die klimarelevanten CO2-Emissionen im Vergleich zur konventionellen Energiever-sorgung um mehr als 80% reduzieren.

    Energiewende. Die EDG hat im Rah-men der Energiewende den Fokus auf die Energieeffizienz und die Erneuerbaren Energien im Wrmebereich gelegt. Trotzdem ist das Unternehmen auch im Bereich der Stromerzeugung mit

    den Erneuerbaren Energien Photovoltaik und Windkraft aktiv. Sie betreibt eigene Solarstromanlagen auf den Dchern kom-munaler Gebude sowie in Beteiligung auch Windkraftanlagen in einem Park in der Ortsgemeinde Waldalagesheim. Hier-mit verbunden ist eine jhrliche Strompro-duktion von 27,6 Mio. kWh, entsprechend dem Stromverbrauch von rund 7.000 Haushalten. Dies bedeutet eine Reduktion um einen jhrlichen CO2-Aussto von etwa 17.500 Tonnen.

    Bilanz fr die Umwelt. Das Ergeb-nis der Arbeit der EDG mit ihrem Auftrag, die Energiewende auf kommunaler Ebene im Sinne der Daseins-vorsorge umzusetzen, kann sich sowohl im

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    kologischen als auch im konomischen Sinne sehen lassen. In Summe erzeugen 85 dezentrale Blockheizkraftwerke, 20 kom-munale Holzheizwerke, 38 Photovoltaikan-lagen und 5 Windkraftanlagen etwa 51 Mio. kWh Strom und rund 65 Mio. kWh Wrme umweltfreundlich und klimaschonend. Da-bei betrgt die jhrliche CO2-Reduktion zurzeit 38.000 Tonnen, entsprechend ei-nem Heizlquivalent von 12,6 Mio. Liter, die ausreichen wrden, den Heizwrme- und Warmwasserbedarf von 8.400 Einfa-milienhusern zu decken.

    Bilanz fr die Gesellschafter. Bezg-lich der wirtschaftlichen Entwick-lung der EDG seit ihrer Grndung im Jahre 1998 verzeichnet das Unterneh-men ein starkes, stetes Wachstum mit ei-

    ner durchschnittlichen jhrlichen Rate von 14%. Dabei wurde das nicht gewinnorien-tiert arbeitende, in der Gesellschaftsform einer GmbH organisierte Unternehmen seinem Ziel einer Ergebniserreichung im Mittel von 5% pro Jahr gerecht. Dies ist die bemerkenswerte Entwicklung der EDG, die der Landkreis Mainz-Bingen mit einem Stammkapital von 50.000 DM gegrndet hat, ohne jemals weitere finanzielle Mittel aus dem Kreishaushalt hierfr zur Verf-gung stellen zu mssen. Heute ist die EDG ein starkes, kommu-nales Unternehmen. Beginnend als Ein-Mann-Betrieb beschftigt die EDG heute 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In der Energiewirtschaft hat die EDG einen weit ber die Grenzen von Rheinland-Pfalz hin-ausgehenden, hervorragenden Ruf bei der Umsetzung der Energiewende auf kom-munaler Ebene. Mit dem Wachstum der EDG und dem damit verbundenen kolo-gischen und konomischen Erfolg, haben von Beginn an viele weitere Gebietskrper-schaften Gesellschaftsanteile des Unter-nehmens erworben. So kamen nach dem Grndungsgesellschafter Landkreis Mainz Bingen im Jahr 1998 bereits im Jahr 2000 die Verbandsgemeinden Nieder-Olm und Nierstein-Oppenheim dazu, die heute gro-e Geschftsanteile halten. Seit dem Jahr 2003 ist der Landkreis Bad Kreuznach Gesellschafter der EDG und seit dem Jahr 2009 auch der Landkreis Alzey-Worms. Durch das Beteiligungsangebot aus dem

    Erdgas- Biogas- Holzheiz- Wind- Photovoltaik*BHKW BHKW werke kraft* * Eigene Anlagen + Beteiligungen

    2.0004.0006.0008.000

    10.00012.00014.00016.00018.000

    CO2 -Reduktion

    (t/a)

    CO2-Reduktion und Primrenergieeinsparung

    CO2 - Reduktion gesamt:.......37.922 tHiezlquivalent: .................12,6 Mio. lHeizungsquivalent: ...........8.400 EFH

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    Jahre 2010 sind weitere Verbandsgemein-den sowie die Stadt Bingen und die Ge-meindewerke Budenheim im Jahr 2011 Ge-sellschafter der EDG geworden.

    Die Geschichte der EDG geht wei-ter. Wie geht es weiter? Was bringt die Zukunft? Die Arbeit ist noch lange nicht beendet! Bereits heute hat die EDG gezeigt, dass eine energiesparende, effi ziente und er-neuerbare Energiezukunft auch unter ko-nomischen Gesichtspunkten mglich ist. Bereits heute erzeugt die EDG mehr Strom in ihren Anlagen, als zur Versorgung der Gebude ihrer Gesellschafter bilanziell er-forderlich ist und spart damit mehr CO2-Emissionen ein, als sie konventionell in Summe emittieren.

    Bereits heute ist die CO2-Neutralitt und damit das Null-Emissionsziel bererfllt. Dies ist auch in privaten Haushalten und Gewerbebetrieben mglich. Es bietet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Umset-zungsstrategien an, um Energieeinsparung mit wirtschaftlichem Erfolg zu verknpfen. Dabei gibt es kein Allheilmittel. Aber es ist fr jeden eine sinnvolle Lsung zu fi nden fr eine langfristig sichere, umweltfreundli-che und bezahlbare Energiezukunft.

    Klimaschutzkonzept. Denn die Energiewende ist eine Generatio-nenaufgabe. Sie kann nur gelingen, wenn alle gesellschaftlichen Gruppen dar-an mitarbeiten. Hierbei wird die EDG auch in Zukunft nachhaltig mithelfen.

    UMSATZENTWICKLUNG BILANZENTWICKLUNG

    1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

    2.0000

    4.0006.0008.000

    10.00012.00014.00016.00018.00020.00022.000

    TUmsatz- und Bilanzentwicklung der EDG

    Durchschnittliches Wachstum: 14%/aMittleres Jahresergebnis (Umsatz): 5%/a

    2.0000

    4.0006.0008.000

    10.00012.00014.00016.00018.00020.00022.000T

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    Eine wegweisende Aufgabe: bis 2050 die Region Rheinhessen-Nahe zur Nullemissi-ons-Region zu machen. Auf diesem Weg sind wir schon ein gu-tes Stck vorangekommen. Bereits 2009 haben sich initiiert von der EDG die Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms und Bad Kreuznach zur Erstellung eines entsprechenden Klimaschutzkonzepts ent-schlossen und zudem ein Positionspapier u.a. mit folgenden Eckpunkten unterzeich-net:

    Etablierung eines regionalen Stoffstrom-managements auf Basis eines gemeinsa-men Klimaschutzkonzeptes

    Deutliche Senkung der Emissionen, Ideal-zustand Null-Emission als Qualitts- und Managementziel

    Systematische Reduktion von Ineffizi-enzen regionaler Energie-, Stoff- und Finanzstrme

    Grndung einer Klimaschutz-und Ener-gieberatungsagentur Rheinhessen-Nahe zur umsetzungsorientierten Beratung der Brgerinnen und Brger

    Als nchsten Schritt beauftragte die EDG das Institut fr angewandtes Stoffstrom-management (IfaS) am Umweltcampus Birkenfeld mit der Entwicklung einer Vor-habensbeschreibung. Eine Manahme, die

    dazu diente, beim Bundesumweltministe-rium ber den Projekttrger Forschungs-zentrum Jlich einen Frderantrag ber ein integriertes Klimaschutzkonzept sowie ein Teilkonzept zur Erschlieung der Er-neuerbare-Energien-Potenziale in den drei Landkreisen zu stellen.

    Mit Datum vom 6. Oktober 2010 erhielt der Landkreis Mainz-Bingen als Projektleiter die Zuwendungsbescheide mit einer Fr-derung von rund 150.000,- .

    Wir sind auf einem guten Weg gehen wir ihn gemeinsam weiter!