Dokumentation der Diskussion um die PV-Förderung 1/12

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Beitrge bei energynet.de zur Diskussion ber die Frderung der Photovoltaik in Deutschland zwischen 01.01. und 31.03.2012

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  • Dokumentation der

    Diskussion um die Krzung der Solarfrderung

    Sammlung der Beitrge von energynet.de zum Thema vom 01.01. bis 31.03.2012 Herausgeber:energynet.deSetheweg 21 H14089 Berlinkontakt@energynet.deTel. +49 176/ 60 95 19 53

    Seite 1

  • Inhaltsverzeichnis

    1. Erneuter Rekordzubau an PV-Anlagen sorgt fr weitere Reduzierung der Einspeisevergtung

    2. Hoher Photovoltaik-Zubau hat immer weniger Auswirkung auf den Strompreis3. War 2011 wirklich der Durchbruch fr Solarstrom?4. Plne von Bundeswirtschaftsminister Rsler fr Solarstromfrderung zielen in falsche

    Richtung5. Solarstrom hat entlastende Preiseffekte6. Preisentwicklung der Photovoltaik kommt in Diskussionen viel zu kurz7. Solarwirtschaft warnt vor Scheitern der Energiewende8. Sind die Rekordzubauzahlen der Bundesnetzagentur fr Photovoltaik korrekt?9. Energieexperte fordert bei Einspeisevergtung eine Phase der Ruhe10. Solarwirtschaft steht vor grten Herausforderungen11. Wie reagiert die Branche auf die deutliche Krzung der PV-Einspeisevergtung?12. Neue Photovoltaik Vergtungsstze 201213. Weitere Reaktionen der Branche auf die Krzungen der PV-Einspeisevergtung14. Was tun wenn sich die geplante Photovoltaik-Anlage nicht mehr lohnt?15. Wirtschaftsforscher warnen vor bertriebenen Einschnitten in die Vergtung von

    Solarstrom16. Die Liste der 7 Thesen gegen die bereilte und deutliche Krzung der Solarfrderung17. Erneuerbare Energien erzeugen mehr Strom als Atomkraftwerke18. Photovoltaik braucht eine Charme-Offensive fr mehr Akzeptanz in der Bevlkerung19. Mit Sonnenschein fr mehr Sonnenenergie und gegen den Solar-Ausstieg20. ber die Auswirkungen der Vergtungskrzung auf den Photovoltaik-Markt21. Photovoltaik-Unternehmen erklrt der FDP die Sorgen der Branche22. Krzung der Solarvergtungen vom Bundestag beschlossen

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  • Erneuter Rekordzubau an PV-Anlagen sorgt fr weitere Reduzierung der Einspeisevergtung9. Januar 2012 von AndyDie starke Nachfrage nach Solarstrom-Anlagen im vergangenen Jahr sorgt schneller als erwartet fr sinkende Frderstze fr neue Solarstrom-Anlagen. Dies ist Resultat der im Sommer vergangenen Jahres verabschiedeten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Nach Jahren exponentiellen Wachstums hat sich nach Angaben des Bundesumweltministeriums die Nachfrage nach neuen Solarstromanlagen im letzten Jahr erstmals stabilisiert, wenn auch auf hohem Niveau. Deshalb kommt es allein in diesem Jahr nach geltendem Gesetz zu einer Reduzierung um 27,7 Prozent bei der Einspeisevergtung. Unter der schwarz-gelben Bundesregierung wird die Solarfrderung damit binnen zweieinhalb Jahren nahezu halbiert. Konkret wird die Solarfrderung in 2012 in zwei Schritten gekrzt: um 15 Prozent zum 1. Januar 2012 und voraussichtlich um weitere 15 Prozent zum 1.7.2012. Insgesamt reduziert sich die Frderung in 2012 doppelt so stark wie 2011 (vgl. aktuelle Infografik). Mit Vergtungszahlungen zwischen 17,94 Cent und 24,43 Cent pro Kilowattstunde erreicht die Frderhhe fr neue Solarstrom-Anlagen in allen Klassen damit das Preisniveau privater Stromtarife in Deutschland. Zum 1. Juli werden sie voraussichtlich auf 15,25 Cent bis 20,77 Cent sinken. Gleichzeitig haben sich die gesellschaftlichen Kosten fr den weiteren Solarstrom-Ausbau deutlich reduziert. Die gesetzliche Kostenbremse greift. Neu installierte Photovoltaik-Anlagen haben knftig nur noch einen geringen Einfluss auf die Verbraucherumlage fr Erneuerbare Energien., erklrt Carsten Krnig, Hauptgeschftsfhrer des BSW-Solar. Durch das starke Wachstum der Photovoltaik steigt ihr Anteil am deutschen Stromverbrauch 2012 auf ber vier Prozent. Der Branchenverband erwartet bei moderater Weiterentwicklung einen Beitrag von ber zehn Prozent im Jahr 2020. Solarstrom wird dadurch zu einem wesentlichen Motor der Energiewende, die durch den Wegfall der Atomkraft beschleunigt werden muss. Der starke Zubau 2011 war ohne umfangreiche Investitionen in die Netzinfrastruktur mglich, da Solarstrom verbrauchernah erzeugt wird. Eine berlagerung verschiedener Effekte hat dazu beigetragen, dass die starke Reduzierung der Frderung 2011 nicht sogar bereits zu einem Rckgang der Nachfrage fhrte: Deutlich gesunkene Preise fr Solarmodule und schlsselfertige Solarstrom-Anlagen, milde Witterungsverhltnisse im Dezember, die im Herbst angekndigte Absenkung der Frderung zum Jahreswechsel in Hhe von 15 Prozent sowie die von Teilen der Politik geschrte Angst vor einer Kappung der Solarfrderung. Darber hinaus hat mglicherweise die durch die Eurokrise begnstigte Flucht in Sachwerte auch den Ausbau der Solarenergie beeinflusst. Die Lage innerhalb der Branche bleibt vor dem Hintergrund weltweiter berkapazitten, eines harten internationalen Wettbewerbs und der starken Frderkrzung dennoch angespannt. Trotz einer stabilen Nachfrage in Deutschland und einigen Auslandsmrkten bleiben Umsatz und Ergebnis 2011 hinter den Erwartungen vieler Unternehmen zurck. Die Branche hofft auf Besserung durch ein starkes Anziehen der Auslandsmrkte in den nchsten Jahren. Fr Deutschland erwartet sie einen Rckgang der Nachfrage infolge der fr 2012 bereits gesetzlich fixierten Frderkrzungen in Hhe von rund 30 Prozent. Die Bundesnetzagentur zum Rekordjahr 2011:

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  • Im vergangenen Jahr wurden Photovoltaik-Anlagen (PV Anlagen) mit einer Leistung von insgesamt rund 7.500 MW neu installiert. Dies schtzt die Bundesnetzagentur auf der Grundlage einer vorlufigen Auswertung der gemeldeten Daten. Damit wird das Ergebnis des bisherigen Rekordjahres 2010, Meldung von 7.400 MW, voraussichtlich leicht bertroffen. Allein im Dezember wurden uns neue PV Anlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 3.000 MW gemeldet ein neuer Hchstwert. Der Wert entspricht etwa 40 Prozent der im Gesamtjahr 2011 gemeldeten Leistung, betonte Matthias Kurth, Prsident der Bundesnetzagentur. Bei den Werten handelt es sich noch um vorlufige Angaben. Insbesondere wegen der Flut an Meldungen im Dezember wird es noch einige Zeit dauern, bis die Monate Oktober bis Dezember 2011 detailliert ausgewertet sind. Auf der Basis der Meldungen ermittelt die Bundesnetzagentur nach den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) regelmig die Degressions- und Vergtungsstze fr neu in Betrieb gehende PV Anlagen. Als Nchstes sind die Degressions- und Vergtungsstze fr Anlagen zu ermitteln, die ab dem 1. Juli 2012 in Betrieb gehen. Dafr wird die von Oktober 2011 bis April 2012 gemeldete Leistung von PV Anlagen herangezogen, die auf den Zeitraum eines Jahres hochzurechnen ist. Allein fr das letzte Quartal 2011 verzeichnen wir einen Zubau von rund 4.150 MW. Bereits dieser Wert wrde zu einer Degression in Hhe von 12 Prozent fhren. Um eine maximale Degression von 15 Prozent zum 1. Juli zu erreichen, mssten der Bundesnetzagentur fr Januar bis April 2012 nach dem jetzigem Stand nur noch etwa 225 MW neue PV Leistung gemeldet werden, erluterte Kurth. Die Werte von Oktober (ca. 490 MW), November (ca. 660 MW) und Dezember 2011 (ca. 3.000 MW) sind zudem fr die Ermittlung des Degressionssatzes zum 1. Januar 2013 von Bedeutung. Dafr kommt es auf die Meldungen im Zeitraum Oktober 2011 bis September 2012 an. Auch hier sind erste Schlsse mglich: Bereits die 4.150 MW im letzten Quartal 2011 wrden zu einer Degression von 12 Prozent fhren. Um die maximal mgliche Absenkung der Vergtungen um 24 Prozent zu erreichen, mssten in den nchsten neun Monaten zustzlich 3.350 MW gemeldet werden. Link zum Artikel: http://www.energynet.de/2012/01/09/erneuter-rekordzubau-an-pv-anlagen-sorgt-fur-weitere-reduzierung-der-einspeisevergutung/

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  • Hoher Photovoltaik-Zubau hat immer weniger Auswirkung auf den Strompreis12. Januar 2012 von Andy Whrend im Jahre 2004 jedes weitere Gigawatt an installierter Photovoltaik-Leistung eine Erhhung der EEG-Umlageum 0,12 Cent/ kWh zur Folge hatte, sind das im Jahr 2012 nur noch 0,035 Cent/ kWh. Damit verringert sich der Einfluss der neuinstallierten Photovoltaik-Anlagen auf die EEG-Umlage und auf den Strompreis. Dies war die Hauptaussage der Pressekonferenz des Bundesverband Solarwirtschaft e.V. heute vormittag. Der Industrieverband mchte damit eingreifen und Stellung beziehen in der ffentlichen Diskussion ber die Photovoltaik als Kostentreiber durch die Erhhung der Umlage. Von vielen Stromversorgern wird auch in diesem Jahr die Erhhung der EEG-Umlage als Grund fr die Steigerung der Strompreise angegeben. Dabei sind es nicht die 0,062 Cent/kWh mehr fr die EEG-Umlage, sondern erhhte Netznutzungsentgelte, die die Strompreise fr Verbraucher ansteigen lassen. In dem, von der Prognos AG untersuchten, Szenario steigt der Anteil der Photovoltaik am Stromverbrauch bis 2016 um ca. 70%, whrend sich dadurch der Haushalts-Strompreis nur um 1,9% erhht. Die prognostizierte Erhhung des Strompreises bis 2016 betrgt 3,8 Cent, Solarstrom hat dabei einen Anteil von 12%, die brigen Erneuerbaren Energien haben einen Anteil von 27% (Offshore-Windenergie alleine 17%), die Beschaffungskosten tragen mit 16% ebenfalls deutlich bei und den Hauptanteil haben die Netznutzungsentgelte mit 20%. Die Energiewende kostet Geld, vor allem in der Anschubphase. Die mit dem weiteren Ausbau der Solarenergie verbundenen Investitionen steigen jedoch kaum noch und zahlen sich aus, sagte Krnig heute in Berlin. Vielen, die jetzt eine weitere Krzung der Frderung forderten, sei nicht bewusst, dass der starke Zubau von Solarstromanlagen in den vergangenen drei Jahren bereits zu einer Halbierung der Frderstze gefhrt habe. 2012 wird die Solarstromfrderung nach dem erst im Sommer 2011 verschrften Frdergesetz EEG um nochmals 27 Prozent gekrzt. Damit sinkt jetzt die Solarfrderung doppelt so stark wie im Vorjahr (Frderreduktion 2011: 13 Prozent). Krnig: Die Kostenbremse des Gesetzgebers bei der Solarfrderung funktioniert. Die Prognos AG hat auch die mglichen Auswirkungen einer festen Mengenbegrenzung (Deckelung) auf die Stromtarife untersucht, die derzeit pol

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