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Online-Zeitung 4

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  • Die Publikation Erneuerbare Energien: Vorteile statt Vor-urteile nimmt anhand einer Bestandesaufnahme in der Schweiz die aktuelle Debatte auf, widerlegt Vorurteile und verdeutlicht das energiepolitische und volkswirtschaftliche Potenzial der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.

    Auf 35 Seiten wird anschaulich und mit neuesten Zahlen be- schrieben, was erneuerbare Energien und Energieeffizienz an eine sichere Energieversorgung der Schweiz beitragen knnen. Ein Blick nach Deutschland verdeutlicht zudem das Potenzial der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, denn das nrdliche Nachbarland zeichnet sich durch die fort-schrittlichste Energiegesetzgebung der Welt aus. Die A EE Agentur fr Erneuerbare Energien und Energieeffizienz gestaltet unter anderem mit der neuen Broschre die energiepolitischen Rahmenbedingungen aktiv mit, schtzt die Umwelt, frdert den Wirtschafts- und Innovationsstandort Schweiz und schafft so nachhaltige Arbeitspltze.

    zur Broschre Erneuerbare Energien: Vorteile statt Vorurteile

    Die Zukunft ist erneuerbar!Online-Zeitung der Allianz Nein zu neuen AKW Ausgabe 04/2010

    Der Bericht ber erneuerbare Energiequellen der Europischen Kommission zeigt einen beeindru-ckenden Anstieg des erneuerbaren Stromanteils: Knapp zwei Drittel der Kraftwerke, die 2009 in Europa gebaut wurden, produzieren erneuerbare Energie!

    Gemss der Momentaufnahme der erneuerbaren Energien der Europischen Kommission speisten Wasser- und Windkraft, Biomasse und Solarenergie

    2009 zusammen 608 Terawattstunden (TWh) in das europische Stromnetz ein. Bis 2020 hat sich die EU zum Ziel gesetzt, 20 Prozent des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen, was einer Verdoppelung gegenber heute entspricht. Energieexperte und Alt-Nationalrat Ruedi Rechsteiner dazu: Wchst der Bau von Kraftwerken mit erneuerbaren Energien im bisherigen Tempo weiter, knnten wir im Jahre 2020 schon 30 bis 40 Prozent sauberen Strom im Netz haben. Strom wird auch bei den Heizungen und im Verkehr die fossilen Energien verdrngen.

    zur Momentaufnahme der erneuerbaren Energien der Europischen Kommission (PDF, Englische Sprache)

    Energie aktuell

    Erneuerbare europaweit auf dem Vormarsch Broschre Erneuerbare Energien: Vorteile statt Vorurteile

    istockphoto.com/francis49

    istockphoto.com/remsan

    A EE

    Erneuerbare Energien: Vorteile statt Vorurteile.

    Fakten zu den wichtigsten Energiequellen der Zukunft Auf den ersten Blick erscheinen viele Vorbehalte gegenber den erneuerbaren Energien plausibel. Doch diese Vorurteile lassen sich oft ganz einfach widerlegen. Mit Fakten zu den wichtigsten Energiequellen erweitert diese Broschre den Blickwinkel zum vollen Durchblick in Sachen erneuerbare Energie.

  • Die Zukunft ist erneuerbar! Online-Zeitung der Allianz Nein zu neuen AKW Ausgabe 04/2010

    In Schweden soll bis 2023 ein gigantischer Wind-park entstehen. Knapp 40 Prozent der Bevl-kerung knnten dann mit Windenergie versorgt werden. Dies zeigt: Schweden braucht keine neuen AKW.

    Im Juni 2010 hat Schweden das gesetzliche Verbot von 1984 zum Neubau von Kernkraftwerken abge-schafft und den Atomausstieg rckgngig gemacht. Die Atom-Befrworter argumentierten, dass das Land

    den wachsenden Strombedarf der Industrie mittelfristig nicht mit alternativen Energie-trgern decken knne. Nun zeigt ein Windkraftprojekt, dass es auch anders geht: Gemss einer Meldung der Axpo will ein Deutscher Investor in Lappland auf einer Flche von der Grsse des Kantons Obwalden einen Windpark errichten. Der Park soll Strom fr rund 40 Prozent der schwedischen Bevlkerung liefern. Zurzeit kommt knapp die Hlfte der schwedischen Stromproduktion aus Atomreaktoren.

    zur schwedischen Energie-Agentur

    Eine neue Studie belegt, dass der dezentrale Aus-bau erneuerbarer Energien fr deutsche Stdte und Gemeinden Wertschpfung in Milliardenhhe generiert.

    Vor allem fr den lndlichen Raum bietet die Nutzung erneuerbarer Energien neue wirtschaftliche Perspek-tiven. Der dezentrale Ausbau erneuerbarer Energien bedeutet fr viele Gemeinden die einzige Chance, neue Einnahmequellen zu erschliessen. Wind, Bio-

    masse und Co. haben 2009 rund 6,8 Mrd. Euro Wertschpfung in den Kommunen generiert, sagt Jrg Mayer, Geschftsfhrer der Agentur fr Erneuerbare Energien in Deutschland, mit Blick auf die aktuelle Studie Kommunale Wertschpfung durch erneuerbare Energien des Instituts fr kologische Wirtschaftsforschung (IW). Diese kommunale Wertschpfung gibt Gemeinden neuen Spielraum: Schulen wer-den saniert, Strassen ausgebessert, Vereine gefrdert, so Mayer.

    zur Studie des Instituts fr kologische Wirtschaftsforschung (IW)

    Die Axpo lsst keine Gelegenheit aus, ihren Atomstrom als CO2-arm und sauber zu prei-sen. Die Rundschau des Schweizer Fernsehens vermittelt ein ganz anderes Bild.

    In der Rundschau vom 8. September gab die Axpo-Fhrung zu, dass Schweizer AKW Brennmaterial aus der kerntechnischen Anlage im russischen Majak beziehen. Majak gilt neben Tschernobyl als verstrahl-tester Ort der Welt. Einerseits weil in den 50-Jahren

    ein Plutoniumtank explodierte, andererseits weil heute noch im laufenden Betrieb ra-dioaktive Abwsser direkt in das Gewssersystem der Region abgeleitet werden. Dies hat verheerende Folgen fr die Gesundheit der ansssigen Bevlkerung: Krebserkran-kungen und genetische Schden kommen besonders hufig vor. Greenpeace Schweiz fordert in einem offenen Brief die Axpo und ihre Aktionre auf, die ffentlichkeit ber die Problemlage transparent zu informieren und Verantwortung zu bernehmen.

    Rundschau: Sendung vom 8. September 2010 Brief von Greenpeace Schweiz an die Axpo (PDF)

    Trotz AKW-Laufzeitverlngerung von 8 bis 14 Jahren hat die CVP-FDP Regierung den Atom-ausstieg in Deutschland besiegelt. Mit der neuen Brennelement-Steuer will Frau Merkel den Um-bau hin zu Erneuerbaren finanzieren.

    Das neue Energiekonzept der deutschen Bundes-regierung sieht vor, dass die 17 AKW im Schnitt 12 Jahre lnger laufen als bisher geplant. Die AKW-Be-treiber mssen dagegen eine Kernbrennstoffsteuer

    und einen Teil der zustzlichen Gewinne in einen Fonds zum Ausbau der erneuerba-ren Energien abliefern. Ab 2020 drften gemss Berechnungen des Freiburger ko-Instituts rund 30 Mrd. Euro fr die Erneuerbaren sowie zur Lsung des Atommll-problems bereitstehen. Verglichen mit den unbegrenzten Laufzeiten in der Schweiz, ist Deutschland geradezu vernnftig. Nach deutschen Massstben wren Beznau und Mhleberg schon lngst vom Netz und fr Gsgen und Leibstadt stnde die Abschaltung unmittelbar bevor.

    zum Energiekonzept der deutschen Bundesregierung ko-Institut: Analyse der Laufzeitverlngerung der deutschen Kernkraftwerke (PDF)

    Windenergie fr schwedische HaushalteWertschpfung in Milliardenhhe

    Axpo bezieht Brennmaterial aus Majak Bundeskanzlerin Merkel steigt definitiv aus!

    istockphoto.com/JacobHWuertenberg istockphoto.com/LUke1138

    www.tagesschau.sf.tv istockphoto.com/MichaelUtech / babusch

  • Holz ist nach der Wasserkraft die wichtigste ein-heimische und erneuerbare Energiequelle. Es ist extrem vielseitig einsetzbar und wird heute vor allem zur Wrmeerzeugung genutzt. Die Stromerzeugung bleibt zweitrangig, doch dank technischen Fort-schritten macht Holz auch hier Boden gut.

    Holz deckt heute vier Prozent des Schweizer Gesam-tenergieverbrauchs ab. Auf dem wirtschaftlichen und kologischen Wrmemarkt erobern Altholz, Stckholz, Holzschnitzel und -pellets zusammen einen Anteil von acht Prozent. Dank dem Holz wird die Schweiz von teuren auslndischen Energieimporteuren unabhngiger: Holz hat eine hohe Verfgbarkeit und Flexibilitt, zudem werden rasante technische Fortschritte gemacht. Dadurch besticht Holz auch zunehmend bei der Stromgewinnung.

    Abwrme das ganze Jahr nutzenDie Stromerzeugung durch Holz funktioniert mittels der Wrme-Kraft-Kopplung. Durch die Verbrennung und einen nachgeschalteten Dampfprozess wird neben den anfal-lenden vier Teilen Abwrme gleichzeitig ein Teil Strom erzeugt. Stromerzeugung mittels Holz ist daher nur dann sinnvoll, wenn die Abwrme das ganze Jahr genutzt wer-den kann, betont Thomas Bettler, Wissenschaftlicher

    Mitarbeiter vom Aktionsplan Holz des Bundesamtes fr Umwelt BAFU. Auch die kostendeckende Einspeisever-gtung (KEV) macht dazu strenge Auflagen. Die Anzahl geeigneter Standorte mit grossen Wrmekunden, an wel-chen weitere Holzheizkraftwerke in der bisherigen Grs-senordnung gebaut werden knnen, ist beschrnkt. Aufgrund der aufwndigen Logistik wird fr Holzener-gieanlagen jeweils Holz aus der Region verwendet. Damit die Energieumwandlung rationell geschehen kann, muss das Werk zudem eine gewisse Mindestgrsse aufweisen. Eine Anlage zu erstellen und dabei allen technischen,

    logistischen und konomischen Anforderungen gerecht zu werden, ist nicht einfach. Gute Beispiele seien die beiden Werke in Domat-Ems und in Basel, erklrt Thomas Bettler.

    Wchst nach und schont die UmweltDie hohe Verfgbarkeit macht Holz zu einem Energietrger mit Zukunft. Der Zuwachs auf der ganzen schweizerischen Waldflche betrgt im Schnitt 8,7 m3 pro Hektar und Jahr. Jedes Jahr wchst also in der Schweiz 9,7 Mio. m3 Holz. Davon werden lediglich 7,2 Mio. m3 genutzt, erklrt Jacques Doutaz vom BZW Lyss. Auf Grund der heuti-

    Zu gut, um nur verbrannt zu werden

    Im Fokus

    Die Zukunft ist erneuerbar! Online-Zeitung der Allianz Nein zu neuen AKW Ausgabe 04/2010

    Statistik: Anteil an produziertem Strom an der gesamten Nutzenergieproduktion Quelle: Bundesamt fr Energie BFE

    Gewinnung von Strom auf Holz

    Holzkraftwerk Domat-EMS

    Anlageschema Block 2

  • Im Fokus Kolumne

    In der vergangenen Sommersession hat der Nationalrat entschieden, den Stromzuschlag fr die kostendeckende Einspeisevergtung (KEV) ab 2013 von 0,6 auf 0,9 Rappen zu erhhen. Diese Erhhung gen