Die Beziehungen der Isotypie zwischen Sillikaten und Germanaten. Versuch einer Germanat-Klassifikation

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<ul><li><p>154 Kurze Originalmitteilungen Die Natur- wissenschaften </p><p>ullgef~hr zwischen 0, 5 sec und einigell Stunden lagell, w~hrelld das dutch Messen des Verlustfaktors bedeckte Intervall der Zeitkollstantell etwa t0 ~ bis t0 -~ sec betrug. </p><p>Wie aus der Analyse der MeBergebllisse hervorgeht, treten im Relaxationsspektrum unserer MgMn-Ferrite mindestens drei verschiedelle Diffusiollsvorg~nge auf. Diese Teilvorgiinge, die wit kurz als I, I I und II I bezeichnen, ullterscheiden sieh durch die Werte der Aktivierungsenergien llnd durch die Bandbreite, d.h. durch die GrOBe der Streuung yon Zeitkoll- stanten~). Das Auftreten der eillzelnell Vorg~tnge finder in verschiedenen Temperatllrbereichen start, wie es aus Fig. t ersichtlich ist. </p><p>W~hrend I und II bei tieferen Temperaturen zusammen existieren, so dab der Vorgang II sich tiber I iiberlagert, scheint der Vorgang II I den einzigell Diffusionsnachwirkungs- mechanismlls bei hOheren Temperaturell darzustellen. Doch sind Iund II nicht voneinander unabhgngig; dies ist ans den </p><p>9 </p><p>rgi. 1 i /i ............................... go , ................................. </p><p>i I ......... I . .V'" </p><p>; ~.co ~1~ z ~, g.' /,, i@" </p><p>sl ~ i I/ </p><p>/ i I i I ~ I l l I I I </p><p>0 5 10 </p><p>T Fig. I Temperaturgang der mittlereli Zeitkollstante ~0 sowie der minimalen ulld mnaximalell Zeitkollstanten ~ und ~ ftir Vor- g~inge I, II ulid III ill Mn0,~s~ Mg0,~s Fe~,s2~ On; der Streubereieh tier Zeitkonstanten des Vorgallges I i s t sehr groB, so dab nut die Dauer ~i den Experiment zug~inglieh war. Der wahrscheinliche </p><p>Verlauf der Zeitkonstalite ~I ist punktiert </p><p>Anwachsen tier Intensit/~t der Relaxation II n i t den Verh~lt- IliS der entsprechenden Zeitkollstanten zI/zII ersichtlich. Dieser Tatsache entllehmen wir die Vermutung, dab an beiden Vor- g~ngen dieselben Elektronen beteiligt silld. </p><p>Was den Einflug der chemischen Zllsammensetzung be- trifft, k6nnen wit eine direkte AbhXllgigkeit zwischell der RelaxationsgrSBe nnd dem Mangangehalt im Falle I und I I I ieststellen; in beiden Vorg~llgen ist die Verminderung der Konzentration der Mn-Ionen n i t einer weselltliehen ErhShung der Aktivierungsenergie verbllnden. Im Falle des Vorganges II h~ngen die Aktivierungsenergien yon Mangangehalt fast nieht ab; lliedrige Zahlenwerte dieser Aktivierungsenergie (e II 0,04 eV) und kleine Strellung der Zeitkonstallten weisen darauf hin, dab es sich in diesem Vorgang wohl um definierte Elek- troneniiberg~nge bzw. I~lektronenspriinge handelt, die nur in der Umgebllng der benachbarten Iollen erfolgen k611nenT). </p><p>Eine ausfiihrliche Behandlllng der mitgeteilten Ergebnisse erfolgt an anderer StelleS). </p><p>Institut /i~r Technische Physih der Tschechoslovahischen Akademie tier Wissenscha[ten, Prag </p><p>~VATOPLITK KRUPI~KA </p><p>Eingegangen am 18. Dezember 1959 </p><p>*) Das heiBt dell Zeitabfall der Anfangspermeabilit/it, der linch der Eiitmagnctisierung erfolgt. </p><p>x) KRUPI~KA, S., u. F. VILiM: Czeehosl. J. Phys. 7, 723 (1957). - - ~) E~z, U.: Physica 24, 68 (1958).- ~) KRIJPI~KA, S.: Congr. Intern. </p><p>sur Ia Physique de l'I~tat Solide et ses Applications ~ l']~lectronique et aux T@16eommunicatious, Brtissel, 2.--7. Julii ~958. - - New York u. London: Academic Press (im Druck). - - ~)GIF.S~K~,W.: Z. allgew. Phys. 11, 91 (1959). - - ~)KRUPI~KA, S., u. K. ZAV~TA: Czcchosl. J. Phys. 9, 324 (1959). - - BI~O~, J., S. K~IIPlSKA U. K. ZAV~TA: Czeehosl. J. Phys. 9, 481 (1959). - - e) Vgl. K6HLER, D.: Z. aligew. Phys. 11, 103 (1959). __7) KIENLIN, A. V.: Z. angew. Phys. 9, 245 (1957). --s)KRU~I~I 1065~ C (V.M. GOLDSCHMIDT 193t), Ca2[GeO4], Sr2[GeO4], Ba2[GeO4] und Cd2[GeO4] (STRUNZ und JACOB t959) mit Olivinstruktur; CaMg[GeO4] (STRIJNZ und JAcoB t959) mit Monticellitstruk- tur; Th[GeO~]&gt;t100~ (DIIRIF und BERTAUT 1954) mit Zirkonstruktur; Srt-I2[GeO4] mit zirkons Struktur (H. NOWOTNY and G. SZEI~XL~u t952); Ca3A12[GeO4] a (TAU- BEI~ 1958, SmRIJNZ ulld t3. CONTAG 1959) mit Grallatstrllktur; Bi4[GeO~] 3 mit Eulytinstruktur; Ga2[OiGeO4] (G~LsDo~F, MOLLER-HEssI~ und SCHWIETE 1958) mit Andalusitstrllktur; Ca2C%[Cli(GeOa)a] (STRIJNZ und H. FR~IGANO t959) mit Apatitstruktur; Pb5[GeO4(PO4)2] (WoNDRATSCHEI&lt; und 3/[ER- KEI~ 1958) mit apatitS.hnlicher Struktllr. </p><p>Zu den Nesogermanten geh6rell auch Ce[GeO~], Zr[GeO4], Th[GeO4]&lt; 1100 ~ C und U[GeO~] mit Seheelitstruktur (A. DIJRIF und F. BERTAUT 1954), Li4[GeO 4] mit Li4[SiO4]- Struktur (P.P. BUDNIKOW und G. TRESSWJATZKI t956) sowie die spinellartig gebauten Germallate Mg2GeO~&lt; t065 ~ C, Fe=GeO~, Co2GeO4, Ni~GeO4, MlleGeO~ (F.C. ROMEIJN t953) und LiCrGeO~ (STRoNZ und JAcoB t959). </p><p>B. Sorogermasate (Gruppengermanate): S%[G%O~] ist isotyp n i t Thortveitit und besitzt kondensierte Doppeltetra- eder [Ge2OT] (V.M. GOLDSCHMIDm 193t)- </p><p>C, Cyclogerma~r Mit Dreierringen kennt man BaTi [GeaOs] mit der Struktur yon Bellitoit (V.M. GOLDSCHMIDm 1931), Sra[GeaOs] und Baa[GeaOs] n i t der Struktur yon Pseudowollastonit (W. HILLMel~ 1958). </p><p>D. Inogerma~r (mit unendlich Iangen Ketten yon koll- densierten GeO~-Tetraedern): CaMg[GeOa] 2 ist isotyp n i t Diopsid (V.iVI. GOLDSCHMIDT 1931), Li~[GeO a] llnd Na2[GeOa] sind isotyp n i t Li2[SiO3] und Na=[SiOa] (t-I. HAHN und H. TH]~uN~ t 957) ; ferner geh6ren vielleicht X2 [GeOa], Rb~ [GeOa], Cs2[GeOa] und Cn[GeOa] hierher. </p><p>E. Phyllogermanate (Schichtgermallate): 5Ig3[(OH)~ I Ge~O]0 ]und Nia[(OH)~[ GenOa0 ] besitzen Talkstruktur (D.M. RoY llnd R. RoY 1954), KLiMg~ [F2I Ge40]0 ] hat Glimmerstruk- tur (S. MIJLL~gS und H. BgASSEUg 1956), 3/[g~[(OH)s[ Ge~O~0] und :Ni~[(OH)s I GenOa0 ] haben Serpentinstruktur (D.M. RoY ulld R. RoY 1954), ferner geh6ren vielleicht Na2[Ge2Oa] und K~ [G%O~] hierher. </p><p>F. Tekiogermanate (Gertistgermanate): KNaa[A1GeO~]~ und K[A1Ge~O~] erhielten wir mit Nephelin- und Leucit- Struktllr (STguSIz ulld E. RImTEg); mit Feldspatstruktur silld die Verbindungen Na[A1G%Os], Na[GaGeaOs], K[GaGe a Os], Ca[Al~Ge~Os] , Ca[Ga~Ge~Os] und Ca[A12GeSiO~] be- kanllt (J.R. GoLDSMITH 1950); wir erhieltell zudem Ba [A12Ge2Os] (SmRIJNZ und RITTER) mit Celsianstruktur und </p></li><li><p>Helt 7 Kurze Originalmittei lungen 155 t960 (Jg. 47) </p><p>Nas[C12l (A1GeO4)s] (STRUNZ und RITTER) mi t Sodal i thstruk- tur. GeO~ ist oberhalb 1033 ~ C isotyp mi t Quarz. </p><p>Instit~t ~i~r Mineralogie der Tecl~nischen Universit~t, Berlin </p><p>H. STRUNZ Eingegangen am 21. August 1959 </p><p>1) STRIJNZ, H., u. M. GmLIO: Acta crystallogr. (ira Druck). -- 2) STRUNZ, H., U. B. CONTAO: Acta crystallogr. (im Druck). -- a) RoY, R.: J, Amer. Ceram. Soc. 37, 581 (1954). -- 4) NOWOTNY, H., u. A. WITT~AN~': Mh. Chem. 85, 558 (1954) ; Jupac Mfinchen I959. -- ~) STRUNZ, H.: Mineralogische Tabellen, 3. Aufl. Leipzig: Akad. Verlagsges. t957. </p><p>Elektronenmikroskopische Darstellung von filykogen </p><p>Eine sichere Darstc l lung des in verschiedenen Zellen vor- kommenden Glykogens gel ingt mi t den heute gebrXuchHchen </p><p>Fig. 1. Leberzelle von einer normal geffitterten Maus. Fixation in 1%iger Osmium- saure und 1%igem Kaliumbichromat, ansehlieBend Glykogenf~irbung nach BEST. Die Zellstrukturen sind relativ gut erhalten. Das Glykogen (G) als kontrastreiche Areale </p><p>deutlieh sichtbar. Er Ergastoplasma, N Nucleus, M Mitochondrien, Gl Glykogen. Vergr.: 24000:1 </p><p>Fig. 2. Leberglykogen der Maus nach angegebener Methode bei st~irkerer elektronenmikroskopiseher Vergr6gerung. Vergr. t33400:t </p><p>Im folgenden sei eine methodisch leicht zu handhabende Technik fiir die subl ichtmikroskopische Darste i lung von Gly- kogen beschrieben : </p><p>t. F ixat ion in l%iger Osmiums/ iure, Puffer: KOH- K~CreO7 (pH 7,2); Dauer: 2 bis 3 Std3)- -- 2 - l Jber f i ih rung in 30%igen Alkohol, Dauer: 2 min. -- 3- Weitere Entw~s- serung in 50%igem Alkohol fiir 5 rain, danach 70%, 90%, 96%iger und absoluter Alkohol, Dauer jeweils 15 min. -- 4. Ather-Alkohol (abs.), Dauer: 5 min. -- 5. 2%ige Celloi- dinl6sung, Dauer: 5 rain. -- 6. 80%, 60%, 50%iger AlkohoI, Dauer jeweils 5 mira -- 7. Aqua dest , Dauer: 3 mira -- 8. Bestsche Karmin l6sung, Dauer: 8 his 10 rain [B~sT, siehe ROMEIS4)] . - 9. Methylalkoholgemisch, Dauer: 3 min . - 10. 80 bis 96%iger und absoluter Alkohol, Dauer: 5 min. -- t l . Ather-Alkohol, Dauer: 5 bis 10 min. -- 12. 2mal absoluter Alkohol, Dauer: 30 min. -- 13. L:berfiih- rung der Pr/~parate in Methacrylat . </p><p>Die Verwendung yon Formal in und Ka l iumpermanganat als F ix ierungsmit te l fiir die Gewebsbl6ckchen ftihrte zu nega- r iven Ergebnissen. Unbefr iedigend waren auch die Ergebnisse mi t der PAS-Reakt ion und der Jod-Probe. </p><p>Die nach dem oben angegebenen Ver- fahren behandel ten Zellen zeigen eine re- lat iv gute S t rukturerha l tung (Fig. t). Im Gegensa.tz zu seiner Umgebung weist das G1ykogen einen wesentl ich st/Crkeren Kon- t rast auf. </p><p>Das mi~c dieser Methode dargestel l te Leberglykogen der Maus besteht aus 80 bis 100 Zk groBen Granula, die sich kugelf6r- mig zu 500 bis 800/k grol3en K6rperchen zusammenlagern (Fig. 2). In diesen K6r- perchen kann man eine homogene Grund- substanz erkennen, die weniger kontrast - reich als die Granuia ist. Es k6nnte sich hier um die E iweiBkomponente des Gly- kogens handeIn. </p><p>Die Vertei lung des Glykogens in der Zelle ist sehr unterschiedl ieh. Die Gr6Ge der Glykogenkomplexe in den Zellen schwankt ebenfalls sehr erheblich (Fig. 3). </p><p>Die Spezifit/~t der angegebenen Methode flit den subl ichtmikroskopischen Nachweis yon Glykogen wurde entsprechend geprfift. </p><p>Fig. 3. Leberzelle von einer normal geftitterten Maus. GroBe Gly- kogenkomplexe in der Zelle ausgebildet. Vergr.: t0800:1 </p><p>F ix ierungs- bzw. Kont rast ie rungsmit te ln fhr subl ieht - mikroskopische Untersuehungen an Geweben nicht. Das Glykogen geh6rt zu den Ss die mi t Osmiums/ iure nieht reagieren. </p><p>Die erstcn Versuche zur sublich~cmikroskopischen Dar - stel luug yon Glykogen wurden yon MORGAN und MowRu 1) sowie yon ]~ONDAREFF 2) unternommen. Letzterem gelang eine subl ichtmikroskopische Beschreibung des Leberglykogens mi t HiKe der Gefrierf ixation und nachfolgender Leukofuchsin- behandIung. Der Gefr ierf ixation haftet nun der gro0e Naeh- teiI der me~hodisehen SchwierigkeiI: an. Deshalb scheidet diese Methode ftir umfangreichere Untersuchungen noch aus. </p><p>In einer ausft ihrl ichen Ver6ffent l ichung wird auf weitere Einzelheiten e ingegangen werden. </p><p>Abteilung [iir medizinische Elektronenrr~ikroskopie an der Universitiit, Mi~nster/West[. (Leiter: Pro/. Dr. G. PFEFFER- KERN) H. THEMANN </p><p>Eingegangen am t8. Januar 196o </p><p>1) MORGAN, C., u. R.W. IV[owRY: Prec. Soc. Exp. Biol. Med. 76, 850 (1951). __ 2)BONDAREFF, W.: Anatom. Rec. 1"29, 97 (f957). -- s)WOHLFAHRT-BOTTERI~[ANN, K.E.: Naturwiss. 44, 287 (1957). -- *) ROMEIS, B.: Mikroskopische Technik, S. 258. Mfin- ahen: Leibniz 1948. </p></li></ul>