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Mathias Eisenmenger

Der Architekt

Das zuknftige Berufsbild unter Bercksichtigung seiner Verantwortung als Baumeister

Die vorliegende Arbeit wurde vom Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschafts-planung der Universitt Kassel als Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Ingenieurwissenschaften (Dr.-Ing.) angenommen. Erster Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Antonius Busch Zweiter Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Bernd Nentwig Weitere Mitglieder der Prfungskommission: Prof. Dipl.-Ing. Brigitte Hntsch Prof. Dipl.-Ing. Thomas Bieling Tag der mndlichen Prfung 27. November 2006 Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet ber http://dnb.ddb.de abrufbar Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2006 ISBN 978-3-89958-252-9 URN: urn:nbn:de:0002-2528 2007, kassel university press GmbH, Kassel www.upress.uni-kassel.de Druck und Verarbeitung: Unidruckerei der Universitt Kassel Printed in Germany

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Der Architekt als Baumeister Ausbildung, Ansehen und Verantwortung 4

2.1 Zur Bedeutung der Begriffe Baumeister und Architekt 5

2.2 Die Evolution des Architekten wie der Mensch zum Bauen kam 8

2.3 Altertum 9

2.3.1 gypten 9 2.3.2 Griechenland 12 2.3.3 Rmisches Reich 18

2.4 Mittelalter 22

2.5 Neuzeit 32

2.5.1 Renaissance 32 2.5.2 Barock/Rokoko 44 2.5.3 Klassizismus 49 2.5.4 Historismus 58 2.5.5 Moderne 64

3. Architekten in der Gegenwart 70

3.1 Von der Moderne zur Postmoderne Architekturgeschichte seit 1945 70

3.1.1 Exkurs: Le Corbusier 71 3.1.2 Nachkriegsentwicklung der Architektur in Deutschland: 73 Ttigkeitsbild 77 a) Architekt (Hochbau) 77 b) Innenarchitekt 79 c) Landschaftsarchitekt 79 d) Stadtplaner 80 3.2.1 Ausbildung 81

3.2.2 Ttigkeitsfelder 81

3.3 Arbeitsmarkt 82

3.4 Berufsorganisationen und Berufsrecht 84

3.5 Ansehen der Architekten 90

93

3.6 Selbstverstndnis der Architekten Knstler, Spezialist oder Generalist?

4. Architekten als Projektgestalter 105

4.1 Merkmale und Anwendungsbereiche von Projekten 105

4.2 Projektphasen 108

a) Vorlauf/Design 109 b) Planung 109 c) Durchfhrung 110 d) Abschluss 110

4.3 Planen, Steuern, berwachen 111

4.4 Der Projektleiter als Generalist 115

a) Fachkompetenz 116 b) Methodische Kompetenz 117 c) Persnliche Kompetenz 117 d) Soziale und Fhrungskompetenz 117 e) Moderator 118 f) Politiker/Diplomat 119 g) Manager 119 h) Fachmann 119 i) Puffer/Konfliktmanager 119 j) Stratege 120 k) Teamentwickler 120 l) Diagnostiker 120 m) Berater 120 n) Lehrer 121 o) Seelsorger 121

4.5. Komplexitt als Prfstein 122

4.5.1. Bewltigung komplexer Probleme 129 a) Zielelaborationen 129 b) Informationssammlung/Modellbildung 129

c) Prognose/Extrapolation 130 d) Planen/Entscheiden/Durchfhren 130 e) Effektkontrolle 131 f) Selbstreflektion/Revision der Handlungsstrategie 131 Muster 132 Constraints 133 Systeme und Prozesse 133 Modelle 134 Selbstorganisation 134 g) Bestimmen der Ziele und Modellieren der Problemsituation 137 h) Analysieren der Wirkungsverlufe 138 i) Erfassen und Interpretieren der Vernderungsmglichkeiten der Situation 138 j) Abklren der Lenkungsmglichkeiten 139 k) Planen und Strategien und Manahmen 140 l) Verwirklichen der Problemlsungskonzepte 141 4.5.2 Komplexes doch ganz einfach?! 142

4.6 Integrationsleistung des Architekten 146

5. Projektkonzept 147

5. 1 Ziel- und Zeitanalyse des Projektes 148

5. 2 Bercksichtigung der Beteiligten 154

5. 3 Analyse der Handlungskette 157

5.4 Identifizierung und Vorrang von Engpssen 164

5.5 Nutzung und Auflsung von Engpssen durch Gegenmanahmen 166

6. Praxisbeispiele fr die Anwendung des Projektkonzeptes 173

6.1 Projekt A Organisation einer internationalen Konferenzreihe 173

a) Zielanalyse 174 b) Bercksichtigung der Beteiligten 175

c) Analyse der Handlungsketten 176 d) Identifizierung mglicher Engpsse 178 e) Gegenmanahmen 179

6.2 Projekt B Genehmigungsverfahren fr ein Gewerbegebiet 180

a) Zielanalyse 181 b) Bercksichtigung der Beteiligten 182 c) Analyse der Handlungsketten 183 d) Identifizierung mglicher Engpsse 184 e) Gegenmanahmen 185

6.3 Projekt C Ein Stadtmarketingkonzept 186

a) Zielanalyse 187 b) Bercksichtigung der Beteiligten 188 c) Analyse der Handlungsketten 188 d) Identifizierung mglicher Engpsse 189 e) Gegenmanahmen 190

6.4 Projekt D Messestand auf der cpd woman man in Dsseldorf 191

a) Zielanalyse 192 b) Bercksichtigung der Beteiligten 193 c) Analyse der Handlungsketten 194 d) Identifizierung mglicher Engpsse 196 e) Gegenmanahmen 197

6.5 Universale Anwendbarkeit des Projektkonzepts 198

7. Eigenschaften des Architekten als (Projekt)Baumeister 198

7.1 Intellektuelle Fhigkeiten und Tatkraft 199

7.2 Soziale Kompetenz 201

7.3 Fhrungsfhigkeit 205

7.4 Teamarbeit 212

7.5 Kommunikation 220

Explizites und implizites Wissen 222

7.6 Motivation 227

Intrinsische und extrinsische Motivation 234

8. Konsequenzen fr die Architektenausbildung 241

8.1. Mglichkeiten und Chancen der Umsetzung des Baumeister-Konzeptes in der Praxis: Konsequenzen fr die Architekten- ausbildung an deutschen und europischen Hochschulen 241

8.2. Allgemeiner Teil: Die Umstellung der Architekturstudiengnge auf die neuen Abschlsse Bachelor und Master in Deutschland 243

8.2.1 Problemanalyse 243 a) Exkurs zur Akkreditierung der Architekturstudiengnge an deutschen Hochschulen 244 b) Der Bachelor Abschluss in der aktuellen Diskussion 248 8.2.2 Handhabung in der Hochschul-Praxis 250 8.2.3 Die Umstellung des Studiensystems als Chance 252 8.2.4 Master 253 8.2.5 Bachelor 256 8.2.6 Zusammenfassung 262 Fazit 263 8.2.7 Schlussfolgerungen und wnschenswerte Konsequenzen 264

9. Schlussbetrachtung 267

10. Literaturverzeichnis 270

27010.1 Primrliteratur

27110.2. Sekundrliteratur

28310.3 Internetressourcen

1. Einleitung

Architekten in Deutschland geht es schlecht. Da gegenwrtig Marktwachs-

tum und damit Baukonjunktur stagnieren und der zwischenzeitliche Auf-

schwung nach der Wende ebenfalls vorbei ist, kann eine Steigerung der

Nachfrage vorerst nicht erwartet werden. Gibt es zu wenig Arbeit, lautet die

extreme Lsung, radikal weniger Architekten auszubilden. Eine langfristig

tragfhige Alternative besteht allerdings darin, statt der ueren gewisser-

maen die inneren Gegebenheiten zu fokussieren. Dementsprechend ist bei

einer nderung und Anpassung des Architekten bei seinem Berufsbild selbst

anzusetzen. In der Hauptsache bedeutet dies, dass er sich neuen Aufgaben

ffnet. Aus diesem Grund ist es das Ziel der Dissertation, Perspektiven fr

ein zukunftsorientiertes Ttigkeitsprofil des Architekten zu entwickeln, das

den vernderten Rahmenbedingungen seines Arbeitsfeldes gerecht wird. Ein

solches Bemhen impliziert notwendigerweise auch Vernderungen fr die

Ausbildung, um Architekten fr neue Ttigkeitsfelder zu befhigen.

Dabei geht es nicht um eine vollkommen neue Berufsausrichtung, sondern

vielmehr um die Rckkehr zu den eigenen Wurzeln. Gemeint ist damit vor

allem das Leitbild des Baumeisters, das sich fr ein modernes Berufsver-

stndnis heranziehen lsst. Denn schon im Altertum galt der Baumeister als

derjenige, der den Bau von der ersten Idee bis zum letzten Stein realisierte

und verantwortete. Vielseitige Fhigkeiten und Kenntnisse sind es, die ihn

auszeichneten. Dieses Verstndnis findet sich auch bei Vitruvius, der im ers-

ten Jahrhundert vor Christus in seinen Zehn Bchern ber Architektur den

Architekten eindeutig als einen solchen Generalisten beschreibt. Ohne dass

sie den hohen Anspruch eines Universalgenies erfllen mssen, kann gerade

diese Vorstellung doch eine wertvolle Orientierungshilfe fr moderne Archi-

tekten sein. Die historische Entwicklung des Architekten und seines Ahn-

1

herrn, des Baumeisters, soll deshalb im Verlauf verschiedener Epochen be-

trachtet werden. Diese Ausfhrungen bilden den ersten, grundlegenden Teil

der Arbeit und die Basis des anschlieend zu erarbeitenden Zukunftsbildes.

Denn indem der Baumeister schon damals ein breites Wirkungsfeld be-

herrschte, das unterschiedliche Fachgebiete und Aufgabenbereiche vereinba-

ren musste, sah er sich mit einer Komplexitt konfrontiert, die zumindest

prinzipiell mit der heutigen vergleichbar ist. Daher beleuchtet diese Arbeit in

einem nchsten Schritt die gegenwrtige Lage des Berufstandes nher. Als

zentrales Charakteristikum des Architekten unserer Zeit offenbart sich dabei

eine zunehmende Spezialisierung und Spaltung in verschiedene Zustndig-

keits- und Verantwortungsbereiche. Solange sich Architekten als Experten

fr ein bestimmtes Fachgebiet verstehen, wird es ihnen naturgem schwer

fallen, in der Gesamtheit ein