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  • U M W E L T A A R G A U Nr. 43 Februar 2009 11

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    Aus dem zerstckelten Kanton bei SchweizMobil der Karte mit den schnsten nationalen Routen fr den Lang-samverkehr wird eine Einheit. Mitte 2008 erschien Aar-gauMobil, eine erst- und einmalige Reliefkarte fr Bewe-gungsbegeisterte. SchweizMobil umfasst fnf nationale Bewegungsnetze: Veloland Schweiz, Wanderland Schweiz, Skatingland Schweiz, Kanuland Schweiz und Mountain-bikeland Schweiz. Um die bersicht ber das Reblilnder Streckennetz zu erlangen, brauchte ein Aargauer Velofah-rer bislang jedoch vier verschiedene Karten. Dies ist nun vorbei.

    Marcel Mller | Dep. Bildung, Kultur und Sport | Sektion Sport | 062 835 22 88

    Der Aargau auf einen bewegten Blick

    In Zusammenarbeit mit dem Departe-ment Bau, Verkehr und Umwelt hat die Sektion Sport des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS) eine Reliefkarte mit dem Namen Aargau-Mobil in einer Auflage von 5000 Stck lanciert. Die Karte ist ein Abbild der nationalen Streckennetze Velo, Wan-dern, Skating und Kanu von Schweiz-Mobil, ergnzt mit den kantonalen Radrouten. Insgesamt werden 950 Ki-lometer Aargauer Radrouten darge-stellt. Rund zwei Drittel davon sind bereits ausgeschildert. Auf dieser Karte ist einfach alles drauf, freut sich Marcel Mller von der Sektion Sport.

    Auch kulturellen Sehenswrdig-keiten wird Rechnung getragenDie ein- und erstmalige Karte hrt bei der Kantonsgrenze nicht auf, sondern umfasst im Osten auch das Gebiet rund um die Stadt Zrich, im Sden die Agglomeration von Luzern, im Norden den Raum Basel und im Wes-ten einen Grossteil des Kantons Solo-thurn. Eine Weiterentwicklung der Karte ergnzt mit Routenvorschl-gen, weiteren kulturellen und touristi-schen Highlights und Kombination mit dem ffentlichen Verkehr ist ge-plant.Bereits heute sind kulturelle Sehens-wrdigkeiten wie Schlsser, Burgen,

    Museen, Klster und rmische Fund-stellen sowie Thermalbder und Ju-gendherbergen integriert. Aus Grn-den der bersichtlichkeit wurde kein Wert auf Vollstndigkeit gelegt, son-dern es wurden Highlights ausge-sucht. Von diesen gibt es im Aargau viele, sagt Petra Miersch, die im Be-reich Kulturtourismus im BKS fr das Kartenprojekt verantwortlich ist. Das Augenmerk konzentrierte sich auf Anlagen, welche fr Besuchende zu-gnglich sind, betont sie. Auch die Gestaltung des Titelblattes der Karte lag in ihrer Verantwortung.Die 2500 Aargauer Schulen, Gemein-den, Tourismusbros, Radsport-, In-line- und Kanuclubs erhielten vom BKS die Karte zugeschickt. Die zweite Hlfte der Auflage ist fr die gesamte Bevlkerung verfgbar. Vor allem fr Lehrpersonen und Schulklassen ist AargauMobil ein hervorragendes Inst-rument bei Schulreisen oder Ausfl-gen. Zudem kann das Streckennetz in den Sportunterricht eingebaut wer-den.

    Radroutenwegweiser mit LabelDer Aargau verfgt ber 950 Kilo-meter Radrouten auf Hartbelag. Bis die auf der neuen Karte angegebe-nen Radrouten in Wirklichkeit funkti-onieren, ist es ein langer Weg. Bei Niklaus Vgeli, seit 2004 Leiter der ur-sprnglichen Kantonalen Arbeitsgrup-pe fr Zweiradverkehr (KAZ), laufen alle Fden zusammen.Als Erstes galt es, Start- und Zielpunk-te von mglichen Strecken zu defi-nieren. Gesttzt darauf erfolgte die Hauptarbeit mit der detaillierten Li-nienfhrung und der Beschilderung. Das Aargauer Radroutennetz ist mit den traditionellen weinroten Weg-weisern gekennzeichnet. Als Beson-derheit ziert das Logo mit Aargauer Wappen die Wegweiser, welches den Velofahrenden je nach Blickwinkel gute Fahrt wnscht. Dies ist aller-dings nicht nur eine hbsche Spiele-rei oder Standortmarketing, sondern Der Aargau verfgt ber 950 Kilometer Radrouten auf Hartbelag.

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  • Nr. 43 Februar 2009 U M W E L T A A R G A U12

    in erster Linie ein Qualittslabel. Auf dem gesamten kantonalen Radrou-tennetz wird auf Hartbelag Asphalt oder Beton gefahren. Dies wird mit dem Logo signalisiert. Um die richti-gen Punkte fr einen Wegweiser zu finden, werden die Strecken abgefah-ren. Danach wird entschieden, wo ein Wegweiser sinnvollerweise hingehrt und wie er dort zu befestigen ist. Die Vorschlge gehen anschliessend an die Gemeinden zur Vernehmlassung. Bis im Frhjahr 2009 sollen 80 bis 90 Prozent der vorgesehenen Wegwei-ser installiert sein. Eine wichtige Vor-gabe fr Niklaus Vgeli ist es, mg-lichst viele Velofahrer und -fahrerinnen von den Strassen wegzubringen.

    Dieser Artikel entstand in Zu-sammenarbeit mit Rainer Som-merhalder, Aargauer Zeitung, 058 200 52 40.

    Die neue Reliefkarte mit fnf Bewegungsnetzen entzckt nicht nur Velofahrer.